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Reviews: Nintendo DS

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Dragon Quest V - Die Hand der Himmelsbraut

RPG

16.07.2009

Autor: Daniel Nicolin

 

 

Alle diejenigen, die den Vorgänger auf dem DS gezockt haben, können eigentlich sofort nach dem folgenden Satz aufhören zu lesen: Dragon Quest V ist genauso (und ich meine GENAUSO) gut wie sein Vorgänger. Für alle anderen ist dieses Review.

 

Auch bei Dragon Quest V handelt es sich um eine Portierung eines alten Klassikers, nämlich der SNES-Version aus dem Jahre 1992. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist DQV jedoch nicht in mehrere Episoden aufgeteilt, in welchen sich letztendlich die Abenteuer verschiedener Charaktere im Laufe des Spiels kreuzen, sondern ihr bekommt quasi das gesamte Leben des Protagonisten dargeboten - von seiner Geburt über seine Kindheit, bis hin zu seiner Heirat und darüber hinaus. Somit wartet auch Teil 5 mit einem zu seiner Zeit neuartigen Grundkonzept auf, denn bisher erstreckten sich RPGs lediglich über einen kürzeren Zeitraum - wenn überhaupt eine zeitliche Komponente auszumachen war.

 

So werdet ihr in euren frühen Jahren von eurem bärenstarken Vater begleitet, der euch zudem mit den grundlegenden Techniken des Schwertkampfes vertraut macht, bevor ihr euch später allein durch's Leben schlagt. Dabei werdet ihr natürlich von verschiedenen Charakteren und NPCs begleitet - und sogar Monster dürft ihr im späteren Verlauf des Games in eure Truppe aufnehmen, sofern diese das wünschen. Hiermit ist natürlich die Brücke geschlagen zu Dragon Quest Monsters mit einem Hauch Pokémon. Ganz so ist dem aber nicht, denn auch eure Monsterlein verhalten sich wie ganz normale Charaktere und dürfen mit allerlei Ausrüstungsgegenständen ausgestattet werden. Auswirkungen auf das Spielprinzip insgesamt hat diese Änderung also weniger, eine nette Abwechslung, dass sich nicht immer nur die gleichen Standardmember in eurer Truppe befinden, stellt es aber allemal dar.

 

Wie schon beim Vorgänger bewegt ihr euch im gewohnten vogelperspektivischen, dreidimensional angehauchten Blickwinkel durch die Landen und Dungeons. Kommt es zu einem der vielen zufällig generierten Kämpfe, wird umgeschaltet:

 

Das Kampfgeschehen findet wie gewohnt im Battle-Screen statt, traditionell im rundenbasierten Modus. Ihr könnt jede eurer Entscheidungen also gemütlich bei einer Tasse Kaffee überdenken: Zaubern, draufhauen, fliehen? Auffällig dieses Mal: Vielleicht ist es ja nur ein subjektiver Eindruck oder ich habe mich oftmals sehr dämlich angestellt, aber auch profane Gegner sind in DQV viel gefährlicher und viel öfter richtig tödlich, als man es gewohnt ist. So viel Zeit wie in diesem Game habe ich selten in Kirchen oder anderen wiederbelebungsaffinen Orten verbracht. Mir gefällt's aber, dass es kein Selbstläufer ist, und außerdem geht das Spiel sehr fair mit dem Ableben eurer Truppe um: Sollten wirklich alle Charaktere niedergeknüppelt werden, so erwacht ihr in der zuletzt besuchten Kirche - einziges Manko: Ihr besitzt nur noch die Hälfte eures Goldes und müsst alle eure Gefährten wiederbeleben lassen. Euer Gespartes könnt ihr aber auch jederzeit in Banken horten, so dass dieses Geld nicht betroffen ist - Zinsen gibt's aber keine!

 

Visuell und audiotechnisch ist - wie bereits angedeutet - alles (und ich meine ALLES) beim Alten geblieben, denn die Grafik ist 1:1 vom Vorgänger übernommen worden, keine einzige wahrnehmbare Neuerung hat den Weg ins Spiel gefunden. Was nicht negativ gemeint ist, denn immer noch ist alles schnuckelig, bunt, liebevoll, schön anzusehen und anzuhören, und der ein oder andere Augen- und Ohrenschmaus ist auch dabei, auch wenn das Game die Möglichkeiten des DS natürlich nicht ausreizt. Das Ganze gilt auch für den Touchscreen: Den kann man nämlich komplett vergessen, denn eine Steuerung per Touchscreen ist gar nicht möglich. Macht aber nix, die Buttons und das Steuerkreuz funktionieren ja einwandfrei, und intuitiv wird sich jeder, der schon einmal in seinem Leben ein RPG gezockt hat, zurechtfinden.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Dragon Quest V ist im Prinzip wie ein neues Kapitel des Vorgängers, denn dass hier ein anderes Spiel vorliegt, merkt ihr nur anhand der anderen Story bzw. an der Möglichkeit, Monster in eure Truppe aufzunehmen. Ansonsten hat das neue Gewand, welches schon der Portierung des Vorgängers übergestülpt wurde, wohl zu gut gepasst, als dass man es noch geändert hätte - warum auch? Bei Grafik und Sound gibt's nix zu meckern, und der etwas höhere Schwierigkeitsgrad weiß auch zu gefallen. Alles in allem eine runde Sache und für Freunde traditioneller RPGs mit Sicherheit ein Pflichttitel.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

83%

Singleplayer

50%

Multiplayer

Release

20.02.2009

Developer

Square Enix

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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