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Reviews: Nintendo DS

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Line Rider Freestyle

Puzzle

20.07.2009

Autor: Sebastian Jünemann

 

 

Schon seit etlichen Jahren auf dem PC als lustiges Browserflashgame für zwischendurch bekannt, wurde Line Rider jetzt auch für den DS sowie für die Wii umgesetzt. Ich habe für euch die DS-Version getestet. Dabei stellte sich für mich die Frage, ob durch den Stift und Touchscreen der Spielspaß noch besser werden kann. Aber dazu mehr in den nächsten Abschnitten.

 

Wer Line-Rider nicht kennt, bekommt vorab eine kurze Beschreibung von mir: Beim Line Rider für Browser musste man ein kleines Männchen auf einem Schlitten über eine Strecke beziehungsweise Linie jagen, die man selbst zeichnet und das Männchen darf dabei nicht vom Schlitten fallen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, ob steile Hügel oder sogar hohe Loopings.

 

 

Das Abenteuer?

 

Wie in der Wii-Version besteht das Spiel aus einem Kampagnen- / Abenteuermodus, indem der Spieler mit dem Stylus bei vorgegebenen Abschnitten, die als grüne Flächen gekennzeichnet sind, die Linien zeichnen muss. Ziel des Modus ist, dass das Männchen auf den Schlitten diese Abschnitte überwindet, um anschließend im Ziel zu landen. Hört sich ziemlich simpel an und die ersten Levels sind noch einfach zu handhaben, aber in den kommenden Abschnitten stellt dies dennoch eine große Herausforderung dar. Einige Levels können aufgrund des Schwierigkeitgrades und der damit verbundenen Nachanpassungen der Linien ziemliche Zeitfresser sein. Neben den normalen Linien existieren auch zwei weitere Linientypen, welche die Möglichkeit geben, das Männchen auf dem Schlitten entweder abzubremsen (Linienfarbe gelb) oder zu beschleunigen (Linienfarbe rot). Durch die beiden Linientypen muss man vor allem in späteren Levels viel kombinieren, um zum Ziel zu kommen und ab da hab ich mir so manches Mal die Zähne ausgebissen.

 

Neben dem Erreichen des Ziels am Ende jedes Levels gilt es auch Bronzemünzen und Goldmünzen, die in den Leveln verteilt sind, einzusammeln. Pflicht sind dabei die Bronzemünzen, denn die Goldmünzen dienen nur zum Freischalten von Bonussachen. In manchen Levels ist das ziemlich nervig, weil die Verteilung so gestrickt ist, dass man die Strecken ziemlich an der Schmerzgrenze des vorgebenen Bereichs zeichnen muss und so manche Levels mehrere Male spielen muss, um auch die Goldmünzen komplett zu haben. Für die, die Profis werden wollen, eine nette Herausforderung, aber für den Rest eher eine unnötige Qual, die leider schon ab der zweiten Umgebung richtig anfängt.

 

Die lustigen Videosequenzen dagegen wirken ziemlich einladend und sind für DS-Verhältnisse noch völlig in Ordnung, auch wenn man auf dem Handheld schon viel besseres gesehen hat. Einzig die Musik ist eher ein nerviges Tuten wie bei den Teletubbies. An die muss man sofort denken, wenn man das hört, und dreht die DS-Lautstärke besser runter anstatt sich das anzutun.

 

 

Der Klassiker im Freestyle

 

Um von dem Abenteuermodus abzulenken, muss ich sagen, dass der Freestyle-Modus ziemlich Spaß macht und die Kreativität super ausnutzen kann. Auch die Hintergründe lassen sich zeichnen, um das selbstgemachte Level attraktiver zu gestalten. Der perfekte Zeitvertreib für unterwegs, wie ich es in meinem letzten Urlaub auf der langen Fahrt feststellen konnte. Zudem existiert auch noch der Puzzlemodus, wo man eigene Puzzles erstellen kann, die auf dem Abenteuermodus basieren.

 

Ein Lob an die Entwickler für den Übertragungsmodus des Spiels, wo man die Strecken untereinander über die drahtlose Verbindung zwischen DS-Handhelds sowie über einen Access Point tauschen kann. Einige Herausforderung sowie Wettbewerbe sind da sicher vorprogrammiert.

 

 

Schlussworte

 

Ich fange mit der guten Nachricht an: mir hat Spiel insgesamt einigermaßen gefallen und der Touchscreen vom DS wird sehr gut genutzt. Von der Technik her wurde das Spiel in einem schicken 2D mit schönen Hintergründen gehalten und das Spiel lief völlig sauber. Was jedoch zu bemängeln ist, ist die Musik, denn die ist schlicht grottig und man hatte anscheinend keinen Bedarf, da Alternativen reinzusetzen, was ich anstelle der Entwickler gemacht hätte, um den Spielern das Runterdrehen der Lautstärke zu ersparen.

 

Wie schon vorher gesagt, finde ich, dass der Schwierigkeitsgrad in vielen Levels ziemlich hoch ist und man den Spaß am Spielen spätestens im zweiten Akt komplett verliert, da man mit den Strecken völlig überfordert ist. Profis haben da eher einen Reiz aufgrund der Herausforderung.

 

Die Stift-Steuerung ist gut gelungen, bloß kann es öfters mal passieren, dass man da mit dem Stift beim Zeichnen abrutscht und die Strecke komplett, anstatt die betroffene Teilstrecke nachgezeichnet werden muss, aufgrund der Tatsache, dass die Figur bei dem Übergang sofort runterfliegen würde. Das hat mich zumindest am meisten genervt und man hätte es dem Spieler hier noch erleichtern können.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Der Freestyle-Modus ist für Liebhaber ein netter Zeitvertreib und der Abenteuer-Modus kann eine nette Herausforderung für eingefleischte Profis sein. Aber andere Spieler sollten die Finger davon lassen, aufgrund der Tatsache, dass der Spaßfaktor aufgrund des sehr hohen Schwierigkeitsgrades ziemlich schnell schwinden kann und das Spiel nach ein paar Wochen dann sowieso nur noch in der Ecke liegt.

Grafik

gut

Sound

sch...

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

59%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

22.05.2009

Developer

Inxile Entertainment

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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