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Reviews: Nintendo DS

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Rhapsody: A Musical Adventure

RPG

18.10.2009

Autor: Marcel Witte

 

 

In Europa ist Nippon Ichi Software eher unbekannt, dafür aber in Japan umso berühmter. Seit bereits 15 Jahren ist die japanische Entwickler-Firma bereits im Software-Geschäft und hat Spieleserien wie Disgaea, zu Tage gebracht. Seit März diesen Jahres, also auch schon ein Gutes Weilchen auf dem Markt, können auch europäische Spieler in den Genuss eines weiteren RPG aus dem Hause Nippon Ichi kommen. Doch Spieler ist wohl etwas falsch ausgedrückt, da Rhapsody sich eher an der weiblichen Spielerschaft orientiert. Ob auch männliche Spieler Spaß an diesem Titel haben und warum sich der Titel an den weiblichen Spielern orientiert, könnt ihr den nachfolgenden Zeilen entnehmen.

 

 

Drei Mädchen streiten sich um den Prinzen!

 

Cornet, ein junges Mädchen, welches die Gabe besitzt mit Puppen zu sprechen, wird von wunderschönen Träumen heimgesucht, Träume von einen Prinzen. Eines Tages erkunden Cornet und ihre Begleiterin Kururu, eine Puppe, die das Herz und die Seele eines Menschen besitzt, den örtlichen Wald. Hier werden die beiden Freundinnen von der selbst ernannt „schönsten Hexe der Welt“ Hexe Marjolie überrascht. Doch genau in diesem Moment taucht der weiße Prinz Ferdinant wie aus dem Nichts auf und rettet die Beiden. Cornet ist sich natürlich sicher, dass ist der Prinz aus ihren Träumen. Ihr wird schnell klar, dass sie sich den angeln muss, jedoch ist das nicht ganz so einfach, denn neben der fehlenden adligen Abstammung muss sich Cornet auch noch gegen die Dorfschönheit Etoile behaupten und zu guter letzt auch die Hexe Marjolie besiegen, die es ebenfalls auf den Prinzen abgesehen habt und zwar so sehr, dass sie versucht den Prinzen zu verzaubern. Leider geht dieses Vorhaben aber gänzlich in die Hose und so wird Ferdinant versteinert. Und so machen sich Cornet und ihre Puppenfreunde auf, den Prinzen zu retten und den Zauber zu brechen.

 

 

Ein Spiel für Mädchen?

 

Jein, muss hier die korrekte Antwort lauten, denn Rhapsody: A Musical Adventure ist erstens ein quietschbuntes aber auch sehr rosa gehaltenes Spiel und zweitens ist der Titel ziemlich einfach gestrickt. Das hat nicht nur zur Folge, sondern ist auch so von Nippon Ichi gewollt, dass sich der Titel eher an ein jüngeres und weibliches Publikum richtet. Außerdem ist eines der grundlegenden Elemente bei Rhapsody der Gesang und die musikalische Untermalung. Der Eindruck eines Teenie-Spiels wird also nochmals durch Gesang gestärkt, der an vielen unterschiedlichen meist aber an den spiel-entscheidenden Stellen zum Einsatz kommt. Ganz in alter Disney-Manier fangen Helden und Bösewichte an zu singen. Weiter wird der Eindruck durch die Einfachheit des Spiels gestärkt. Durch die eingeblendete Karte wird die Orientierung in der Welt von Cornet zum Kinderspiel und auch die Gegner in den rundenbasierenden Zufallskämpfen sind meist alles andere als aggressiv, sondern eher harmlos. Zu guter Letzt bekommt man von der Puppen-Begleiterin Kururu immer gesagt, wo man als nächstes hin muss und was man dort machen soll.

 

Ansich sind das natürlich keine negativ Aspekte, gerade weil es von den Entwicklern auch so gewollt war, jedoch gibt es zwei riesen Kriterien, die den Spielgenuss für die jüngere Generation schmälern, bis unmöglich machen, denn Cornet jagt Prinz Ferdinant lediglich auf englisch nach. Doch damit nicht genug werden die Lieder in Rhapsody nur in japanischer Sprache wiedergegeben. Das ist in soweit komisch, da die PSOne schon von englische Songs Gebrauch gemacht hat und sich viele Lieder in der DS-Version wiederfinden.

 

 

Technische Umsetzung!

 

Positiv bei der Technik ist auf jeden Fall das Zusammenspiel von Grafik und Grafikstil zu den liebevoll gestalteten Charakteren. Der handgezeichnete Pastell-Stil rundet die märchenhafte Geschichte nicht nur ab, sondern sieht zehn Jahre nach dem Release auf der PSOne immer hübsch und zeitgemäß aus.

 

Der erste negative Punkt sind die Gegnermodelle, die sich ständig wiederholen und wirklich mit Liebe zum Detail gestaltet wurden. Ein weiterer Negativ-Punkt bei der Grafik sind die Menüs. Diese könnten auf Grund ihrer Darstellung auch schon aus viel älteren RPGs stammen.

 

Der zweite große negative Punkt liegt in der musikalischen Untermalung. Für ein Spiel, was Musical Adventure im Namen trägt sollte man eigentlich davon ausgehen, das es soundtechnisch auf einem sehr hohen Level spielt. Leider ist das bei Rhapsody nicht der Fall. Während des Kampfes lassen die Soundeffekte arg zu wünschen übrig und auch die Qualität der Lieder ist zwar nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Ansich macht Rhapsody: A Musical Adventure vieles richtig. Ein schön anzusehender Grafikstil, eine zumindest für die weiblichen Spieler und Kinder nette Story und japanische Popmusik lassen den Titel richtig interessant wirken. Jedoch muss man schnell seine Augen öffnen, denn obwohl der Titel als Beinamen Magical Adventure tägt, lässt die Soundqualität auf dem DS doch sehr zu wünschen übrig. Außerdem gibt es lediglich eine englische Version auf der Cardrige. Die Aspekte der ultra rosa knuddeligen Mädchenstory und der musikalischen Elemente machen dieses Spiel ziemlich Eigen, wenn jetzt auch noch die Technik mitgespielt hätte, hätte der Titel einige Punkte mehr einheimsen können.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

62%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

20.03.2009

Developer

Nippon Ichi Software

Publisher

Koch Media GmbH

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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