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Reviews: Nintendo DS

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Spore: Helden-Arena

Adventure

01.12.2009

Autor: Sebastian Jünemann

 

 

Ein neues Werk von Mr. Wright

 

Kaum ein Entwickler von Videospielen verändert den Spielemarkt so sehr wie der berühmte Will Wright, dessen Kreationen immer wieder mit komplett neuen Ideen protzen und sich gut verkaufen. Angefangen hat das alles mit dem 16bit-Klassiker "Sim City", ging dann weiter über zu seinem größten Erfolg "Die Sims" und zu guter letzt ist auch sein aktuelles Spiel "Spore", das im Sommer 2008 für den PC erschien, eine seiner besonderen Kreationen. Die Begeisterung für das Spiel war groß, denn die Möglichkeit, eigene Kreaturen mit einem Baukasten individuell gestalten zu können sowie der anschließende Aufbau einer Zivilisation, wurde als Simulation noch nie so umfassend umgesetzt. Jetzt dürfen sich DS-Spieler schon zum zweiten Mal auf den Monsterbaukasten freuen und können dabei ihre eigene individuelle Kreatur bauen, jedoch etwas anders als noch beim ersten Besuch.

 

 

Ein echtes Abenteuer

 

Anders als in der PC-Version muss der Spieler keine eigene Zivilisation heranzüchten, sondern bewegt seine Kreatur, nachdem die Gestaltung abgeschlossen ist, durch ein ganzes Abenteuer. Dabei ist die Auswahl der Körperteile am Anfang eingeschränkt und es müssen weitere im Laufe des Spiels hinzuverdient werden. Auch Spezialattacken, die sogenannten Bioattacken, wie Feuer speien oder Gift spucken kann die Kreatur erlernen. Zu Beginn landet die Spielfigur mit einem Raumschiff auf einem wildfremden Planeten. Dies ist jedoch eine Notlandung, da ein Bauteil defekt ist. Auf der Suche nach Hilfe stellt man fest, dass es hier an Nahrung nicht mangelt. Kleine Insekten bzw. auch Pflanzen auf dem Planeten geben wieder Kraft.

 

Nach einer kurzen Zeit trifft man auf einen alten Eremiten, der euch eine Geschichte über die Medaillen erzählt. Diese hatte er selber für eine große Kampfveranstaltung entworfen. Sie bestehen aus keinem gewöhnlichen Rohstoff, sondern aus rot funkelndem Gestein mit schlimmen Wirkungen. Fast alle Kreaturen sind durch die Medaillen verrückt und böse geworden. Der Alte bittet euch als Gegenleistung für seine Hilfe alle Medaillen in Besitz zu bringen. Zum Glück hat das rote Gestein keine Wirkung auf die Spielfigur.

 

Nachdem das Raumschiff durch die Hilfe des Alten wieder repariert wurde, kann damit zwischen Planeten gereist werden sofern man genug Energie bzw. Batterien hat. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man diese an bestimmten Stellen auf dem aktuellen Planeten finden. Im Raumschiff selber stehen die Evolutionskammer bzw. der Kreatureneditor, Testkämpfe zum Prüfen der Fähigkeiten und die Reise zu anderen Planeten zu Verfügung. Auch der Alte im Schiff steht euch mit wichtigen Ratschlägen und Tipps zur Seite.

 

Auf der Suche nach den Medaillen wird es zu vielen Kämpfen gegen andere Kreaturen kommen und auch stärkere Gegnerversionen werden im gesamten Spiel immer wieder eine Herausforderung sein. Mehrere Gegner oder Zeitbegrenzung kommen als Schwierigkeit bei manchen Kämpfen noch dazu und ein ständiges Erweitern an Körperteilen sowie Fähigkeiten wird erforderlich.

 

Im Mehrspielermodus können bis zu vier Spieler ihre eigenen Kreaturen in vier verschiedenen Spielen gegeneinander antreten lassen. Die klassische Variante "Battle Royal" befördert die Kreaturen in den Ring, wo es dann darum geht, die anderen wieder aus dem Ring zu schmeißen und wer zuletzt übrig bleibt, gewinnt. Wer dagegen lieber Teamarbeit will, kann mit einem Partner zusammen in "Schnapp dir das Ei" das Ei des anderen Teams aus dem Nest stehlen während das eigene Ei geschützt werden muss. Bei "Hamstern und Ausbrüten" müssen Eier schnell gesammelt sowie ausgebrütet werden, wer dann eine bestimmte Anzahl erreicht hat, gewinnt. Beim letzten Spiel "König des Planeten" kämpft man mit den Herausforderern um eine Krone, die Punkte gibt und den Mitspielern vom Kopf geschlagen werden muss. Wer sie nach Ablauf der Zeit am längsten hatte, gewinnt natürlich.

 

 

Steuerung

 

Gesteuert wird die Figur mit Stylus und Steuerkreuz. Linkshänder können stattdessen auch die Tasten rechts verwenden. Der Stylus steuert das Wesen in alle Himmelsrichtungen. Beim Hochdrücken des Steuerkreuzes beißt man zu. Drückt man dagegen nach links werden auf kurzer Reichweite Schläge ausgeführt und auf ferne Gegner kann mit der rechten Taste gespuckt werden. Um sich vor Gegenangriffen durch Blocken zu schützen, drückt man im richtigen Moment die untere Taste. Alternativ kann man auch die Touchfunktion komplett deaktivieren und nur auf Steuerkreuz sowie Tasten zurückgreifen. Die L- und R-Tasten sind für die Spezialangriffe belegt. Wer in das Mikro des DS pustet bekommt von seinem Monster ein Brüllen, was aber eher Spielerei ist und zum Spiel sonst gar nichts beiträgt. In Umgebungen mit lauten Geräuschen wie zum Beispiel in der U-Bahn sollte man daher besser etwas anderes spielen.

 

 

Technik

 

Die Grafik von Spore Heldenarena ist an sich für den DS angemessen und bietet eine nette 3D-Umgebung ist aber in Sachen Feinheiten sowie Detailverliebtheit nicht besonders gelungen. Die Animationen sind beschränkt und nicht gut umgesetzt worden. Dazu kommt auch noch die langweilige Musik, die überhaupt nicht zum Spiel passt.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Spore-Fans für den PC und für die Wii werden diesen Titel vielleicht noch akzeptieren, aber für die restliche Zockergemeinschaft ist er nicht so prickelnd. Die Grafik könnte besser sein und auch die sehr schlicht gehaltene Story beeindruckte mich in keinster Weise. Bei Kämpfen ist der Schwierigkeit zwar manchmal sehr schwer, aber insgesamt bleiben sie fair. Die Multiplayerkämpfe sind sehr abwechslungsreich und sogar interessanter als das Einzelspiel. Ein gutes Spiel ist es im Gesamten aber nicht, da eine Menge Verbesserungspotential besteht. Gerade weil es schon der zweite DS-Titel der Reihe ist, hätte man wirklich mehr erwarten können.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

schwach

60%

Singleplayer

64%

Multiplayer

Release

08.10.2009

Developer

Electronic Arts

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2


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