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Reviews: Nintendo DS

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Need for Speed: Nitro

Rennspiel

16.02.2010

Autor: Sebastian Jünemann

 

 

Schnelles Rennen für zwischendurch

 

Spiel einlegen, DS einschalten und einfach nur Spaß am Rennen haben – dies ist das Motto zum DS-Ableger von Need for Speed Nitro. Denn wer ein richtiges Abenteuer erleben möchte, wird enttäuscht sein. Für Spaßfahrer kommt der Titel aber gerade recht, da er gegenüber den anderen Titeln der Serie sehr arcadelastig ist. Insgesamt bieten sich drei Rennklassen und über 90 Events an, die jeweils innerhalb weniger Minuten durchfahren werden und dabei kurzzeitige Action bringen. Für Bus- und Zugfahrer mit kurzen Fahrzeiten ist dieses Spiel gerade deshalb prädestiniert.

 

 

Das Tutorial und eine Vielfalt an Rennwagen

 

Bevor es aber mit dem eigentlichen Spiel losgeht, muss zuallererst ein Tutorial durchlaufen werden. Dies ist aber nicht sehr viel länger als die darauffolgenden Rennen und daher sehr schnell geschafft. Danach geht es mit dem 1969er Dodge Charger, einer absoluten Klapperkiste, auf die Rennpiste. Aber dies bedeutet nicht, dass man damit kein Rennen gewinnen kann. Nach den ersten paar Erfolgen werden dann neben neuen Rennstrecken auch neue Rennwagen freigeschaltet. Die Rennwagen selber sind auch in drei Klassen unterteilt, es geht vom popligen Ford Escort RS bis hin zum hochwertigen Porsche Carrera GT. Mit allen freigeschalteten Autos zusammen können am Ende aus dem Fuhrpark insgesamt 33 verschiedene Modelle ausgewählt werden, darunter auch einige moderne Originalmodelle. Dank der hohen Polygonzahl sind diese in der Garage auch sehr gut erkennbar, nur auf den Rennstrecken muss man noch etwas genauer drauf schauen.

 

 

"Karriere machen" schnell und leicht gemacht

 

Neben dem einfachen Modus "Schnelles Rennen" gibt es auch noch den Karrieremodus, der durch die verschiedenen Events das eigentliche Herzstück des Spiels ist. Neben einfachen Rundenrennen stehen da zum Beispiel Knock-out-Rennen (der letztplatzierte Rennwagen scheidet nach jeder Runde automatisch aus) oder auch Zerstörungsrennen (im Stadion müssen in einer gewissen Zeit Kisten zerstört werden) an. Das Letztere hätten sich die Entwickler sparen können, da die Einhaltung der Zeit bei Zerstörung sehr leicht zu schaffen ist und die Aufgabe einfach keinen Spaß macht. Ganz ehrlich: Wer fährt denn schon gerne bei einem Rennspiel nur im Kreis? Ein paar weitere Rennstrecken wären da angebrachter gewesen. Dazu kommt auch noch, dass die verschiedenen Rennabläufe fast alle identisch sind und es keine rechte Abwechslung gibt, was nach längerer Zeit natürlich Unlust mit sich bringt. Einzig und allein die Rennstrecken in San Diego, Dubai, Rio de Janeiro, über Kairo und Singapur bis hin zu Madrid fallen sowohl spielerisch als auch optisch durchaus als abwechslungsreich auf.

 

Wer jetzt auch noch der Meinung ist, der Schwierigkeit wäre wegen der Arcadelastigkeit richtig bombig, der wird leider schnell eines Besseren belehrt. Obwohl es die schon besagten drei verschiedenen Rennklassen (Bronze, Silber, Gold) gibt, liegt der Schwierigkeitsgrad nicht einmal bei Gold auf der Höhe derer in anderen Need for Speed-Teilen. Denn mit einer gesunden Reaktionsfähigkeit und der Ausnutzung von den Beschleunigern lässt sich wirklich jede Rennstrecke in jeder Klasse leicht meistern. Selbst steile Kurven oder auch Sand sind keine Hindernisse für den ersten Platz, einziges Gebot des ganzen Spiels ist es, nicht zu bremsen, sondern einfach die Rennstrecke so schnell wie es geht durchzufahren. Nur die Straßensperren der Polizei bremsen beim Zusammencrashen ein wenig ab, aber selbst einen Rückstand kann man nach diesen schnell wieder auszumerzen.

 

Auch wenn das Spiel kaum eine Herausforderung darstellt, bleibt der Spaß bei den Rennen nicht auf der Strecke liegen. Denn das simple und actionlastige Gameplay bringt viele spaßige Erlebnisse mit sich, unter anderem viele Stunt- und Abkürzungsmöglichkeiten über Hinterhöfe, Baugerüste oder gar Häuser. Cool ist zum Beispiel auch die Möglichkeit, auf zwei quietschende Reifen die Polizeisperre zu umgehen, da kommt so richtig gute Laune und Motivation auf.

 

 

Steuerung

 

Auf die Steuerung braucht man eigentlich nicht so groß einzugehen, da sie absolut klassisch umgesetzt wurde. So lässt sich der Wagen mit den Steuerkreuzen lenken, mit der A-Taste wird beschleunigt, die B-Taste bremst, mit der L-Taste sowie Steuerkreuz zusammen kann schärfer in die Kurve eingelenkt werden und die R-Taste gibt dem Wagen für kurze Zeit einen Lachgasschub. Die X-Taste und Y-Taste kommen im Spiel nicht zum Einsatz.

 

 

Technik

 

Die Grafik ist zwar akzeptabel und für DS-Verhältnisse noch in Ordnung aber verhindert durch die nicht so hohe Weitsicht leider das frühzeitige Erkennen von Kurven und Hindernissen. Bei schnellen Geschwindigkeiten kommt es häufiger zu Ruckeleien, die Engine des Spiels scheint dafür nicht ausgelegt zu sein. Beim Sound präsentiert sich das Spiels mit fetziger Musik ala Burnout, die noch mehr zur Raserei antreibt und passender nicht sein könnte. Per Kopfhörer wird sogar ein noch besserer Klang vermittelt als über den Lautsprecher des Handhelds.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Meiner Meinung nach ist das Spiel für kurze Zeit ein guter DS-Renner und macht auch wirklich viel Laune. Schnelle Rennen und Gewinne auf kurzlebigen Rennstrecken sind das Beste, was man zur Abwechslung in einer kurzen Pause gebrauchen kann und motivieren einen sehr, sogar weiterzumachen, auch wenn die Pause etwa zu Ende ist. Gerade für den Handheld sehr passend gemacht, allerdings wird das Spiel doch nach einiger Zeit langweilig. Alleine schon die Tatsache, dass der Schwierigkeitsgrad eher enttäuschend einfach ist, wird Profis mit großen Erwartungen an Herausforderungen Grund genug dafür sein, um das Spiel einen Bogen zu machen. Eingefleischte Fans sowie auch Fun-Rennfahrer, mit dem Ziel einfach gelegentlich nur ein gutes Rennen zu fahren, können ohne jegliche Bedenken zugreifen und die kurzen Momente mit viel Action einfach nur genießen. Ansonsten verstaubt das Spiel schnell im Regal, da nach dem Durchspielen des "Karrieremodus" nicht mehr viel übrig bleibt.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

78%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

05.11.2009

Developer

Electronic Arts

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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