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Reviews: Nintendo DS

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Kirby Mouse Attack

Sonstiges

19.07.2007

Autor: René Schäfer

 

 

He’s back!

 

Klein, rund, pink, gut beleibt und äußerst sympathisch. Jeder ernsthafte Videospieler und/oder Nintendo-Fan weiß sofort welchen Charakter diese Attribute beschreiben: Kirby, den kleinen Vielfraß! Nach einer kurzen Pause ist der kleine pinkfarbene Held aus Dream Land wieder auf den Nintendo DS zurückgekehrt. Kirby Mouse Attack heißt sein neustes Abenteuer, das (wie auch sonst?) bei einem kleinen Picknick startet.

Kirby sitzt auf einer grünen Wiese mitten im friedlichen Dream Land und freut sich auf ein schönes Stück Erdbeertorte. Er schließt die Augen, hebt die Gabel und setzt an. Tzischhhh….. Was ist passiert?! Die Torte ist weg! Außer sich vor Wut wird Kirby fast ganz rot und weiß sofort, wer hinter dem fiesen Verbrechen steht. Es muss King Dedede, der König von Dream Land, gewesen sein! Also macht Kirby sich auf zum Schloss hoch oben auf den Berggipfeln.

Doch schnell stellt sich heraus, dass der König gar nichts mit dem Raub zu tun hat und Kirby trifft auf die wahren Täter. Die Squeaks. Eine fiese Mäusebande, die es sich zum Ziel gesetzt hat, alle Schätze aus Dream Land zu stehlen und reich zu werden. Angeführt vom Oberbösewicht Daroach stellen sich viele neue und unterschiedliche Gegner in Kirby‘s Weg durch ganz Dream Land und darüber hinaus, der doch einfach nur sein kleines Stück Erdbeertorte zurück haben will.

Das ist die simple Story des neusten Kirby Plattformer, die zwar nicht sonderlich brillant, aber allemal kreativ und neu ist.

 

 

Und hat sich auch nicht verändert!

 

So startet ihr also in ein klassisches Nintendo Jump n’ Run. Und eben weil es ein klassisches Jump n’ Run ist, wurde auch bei der Steuerung des Spiels nicht auf Innovation gesetzt, sondern lieber die Tradition bewahrt. Gelaufen wird ganz einfach mit dem Steuerkreuz und auch sonst ist es bei der typischen Kirby-Tastenkonfiguration geblieben: Springen auf A, Gegner aufsaugen mit B und ein wiederholtes Drücken des A Knopfes, lässt Kirby fliegen. Das alles passiert auf dem Topscreen des Nintendo DS. Auf dem Touchscreen ist zu Anfang lediglich eine blaue Halbkugel abgebildet. Verschluckt man den ersten Gegner, stellt sich auch schnell heraus, was diese Kugel darstellen soll. Kirby’s Bauch! Hier könnt ihr bis zu fünf Gegenstände mit euch tragen und wann immer ihr wollt verwenden. Diese Gegenstände sind meistens kleine Gesundmacher in Form von Früchten oder Keulen. Sinkt eure Lebensleiste, genügt eine kleine Berührung und Kirby futtert sich gesund. Doch nicht nur kleine Leckereien finden im Bauch der runden Kugel platz. Auch die bis zu drei Schatztruhen, die in einem Level versteckt sind, gilt es hier sicher bis zum Ende eines Levels zu verstauen.

 

Neben den Imbissen und Schatztruhen finden aber auch andere nützliche Gegenstände in Kirby‘s rundem Bauch Platz. So auch Power-Ups, die Kirby Spezialfähigkeiten verleihen. Wie aus fast allen Kirby Titeln schon bekannt, kann der runde Held auch diesmal wieder die Fähigkeiten seiner Gegner für sich nutzen, indem er sie einfach kopiert. Dieses Kopieren funktioniert wie gehabt über das Aufsaugen von Gegnern oder durch das Sammeln von Blasen, in denen diese Power-Ups enthalten sind.

 

Saugt ihr einen Gegner auf, erlernt Kirby dessen Attacken sofort und verbraucht auch keinen der fünf freien Plätze in seinem Bauch. Diese Variante ist besonders schnell, hat aber den Nachteil, dass sich die Fähigkeiten nicht mit denen anderer Gegner kombinieren lassen. Das ist nämlich mit der zweiten Variante, das Einsammeln von Blasen mit Power-Ups, möglich. Habt ihr zwei Blasen in eurem Bauch, die ihr miteinander fusionieren lassen wollt, könnt ihr das ganz einfach tun, indem ihr sie mit dem Stylus zusammenführt. Nach einem kleinen Verschmelzungsmoment entsteht ein völlig neues Power-Up, das Kirby ganz andere Fähigkeiten verleiht als die beiden Ursprungsitems. Welche Variante für euch die bessere ist, müsst ihr selbst herausfinden, doch eine Kombination aus beidem ist äußerst empfehlenswert.

 

 

Schatzsuche für die Kleinen

 

So bahnt ihr euch euren Weg durch die unterschiedlichsten Level in Dream Land. Die Hauptaufgabe des Spiels ist es eigentlich nur unversehrt durch die Levels zu kommen, um so zum Schluss gegen den fiesen Daroach im Endbosskampf anzutreten. Wer aber etwas mehr aus dem Spiel herauskitzeln will, sucht nach den versteckten Schatztruhen, von denen sich insgesamt 120 im Spiel befinden. Diese Schatzruhen beinhalten Farbsprays um Kirby‘s Farbe zu ändern, Herzcontainer zur Verlängerung eurer Lebensleiste, Schriftrollen zur Erlernung neuer Attacken und Spezialfähigkeiten, einzelne Musikstücke des Spiels, die sich in einem Player wiedergeben und anhören lassen sowie noch viele andere, mehr oder weniger lohnenswerte Zusatzinhalte. Alle diese Items müsst ihr natürlich nicht finden, doch da die meisten Schatztruhen ziemlich einfach zu entdecken sind, sollte es kein Problem sein sie mal eben im vorbeigehen mitzunehmen. Fünf Schatztruhen müsst ihr aber unbedingt finden, denn in diesen Schatztruhen sind die Sternsiegel versteckt. Ihr braucht alle fünf, um in das letzte Areal des Spiels eintreten zu können. Damit es nicht ganz so einfach wird, unterscheiden sich diese Schatzruhen optisch nicht von den herkömmlichen und erfordern so die ein oder andere kleine Suchaktion.

 

Neben den einfach zu findenden Schatztruhen bietet das Spiel aber auch einige kleine Rätsel für die Fans. Um an diese gut versteckten Schatztruhen zu kommen, müssen einige Level bis zu dreimal durchlaufen werden, weil sie drei unterschiedliche Lösungswege bieten. Das kann man natürlich durchaus als einfache Spielverlängerungsmaßnahme interpretieren, bei denen die Entwickler mit möglichst wenig Aufwand noch mehr Inhalt in das Spiel packen wollten. Man kann, muss aber nicht. Denn diese einfache Methode den Spieler für ein paar Minuten mehr an den DS zu fesseln, fällt beim spielen gar nicht auf und macht Spaß. Das Finden anderer „besonderer“ Schatztruhen erfordert bestimmte Fähigkeiten, um des Rätsels Lösung zu finden. So muss Kirby zum Beispiel erst die Buddelfähigkeiten eines Maulwurfs haben, um an eine solche Schatztruhe zu kommen. Wer allerdings die Augen offen hält, findet schnell den passenden Gegner, so dass eine lange unnötige Gegnersuche meistens nicht vorkommt.

 

 

DS oder doch GBA?

 

Die technische Umsetzung des Spiels ist passend zum Rest eher simpel gehalten. Es gibt weder aufwendige grafische Effekte, noch besondere Spielereien mit den DS Exklusivitäten wie dem Touchscreen oder dem Mikro, was sogar gar nicht zum Einsatz kommt. Ihr lauft durch recht bunt gehaltene Level und Welten, die nur wenig animiert sind. Selbst die Bosskämpfe am Ende jeder Welt unterscheiden sich kaum vom Rest des Spiels, und gerade einmal zwei von acht haben eine animierte Hintergrundgrafik.

Die musikalische Untermalung ist den Entwickler da schon um einiges besser gelungen. Kenner der Serie werden auf die ein oder andere bekannte Tonabfolge stoßen und sich auch sonst garantiert mindestens einen Ohrwurm einfangen. So gut wie jeder Level hat eine eigene Melodie bekommen, wenn auch nur etwas abgewandelt von der vorherigen, was aber die Zusammengehörigkeit der Level einer Welt untermalt.

 

So schafft es das Spiel immer die genau richtige Atmosphäre hervorzurufen und den Spieler teilweise stundenlang an den Handheld zu fesseln und nach Dream Land zu entführen.

 

Spielt man dann mal mehrere Stunden am Stück, wundert man sich, wenn man plötzlich schon am Ende ist. Viel zu wenig Inhalt und ein total niedriger Schwierigkeitsgrad bescheren dem Spiel knappe 10 Stunden Spaß und sorgen für ordentlichen Punkteabzug. Selbst der aller letzte Endgegner sollte für erfahrene Spieler keine Herausforderung und spätestens nach dem dritten Anlauf erledigt sein.

 

Ein hungriger Kirby + Ein hungriger Kirby = Eine Menge Spaß!!!

Auch Kirby Mouse Attack bietet einige kleine Minispiele. Diese sind dem Schwierigkeitsgrad des Storymodus angepasst, lassen sich aber immerhin in drei Stufen spielen, die auch einen Unterschied darstellen. So vergehen auch in diesem Modus nur knappe 10 bis 15 Minuten bis man alles gesehen und erlebt hat. Allerdings sollte man das auch nicht zu negativ betrachten, denn für kurze Bahnfahrten oder die kleine Wartepause an der Haltestelle reichen diese Spiele allemal aus. Ein weiterer Pluspunkt dürfte hier der gelungene Einsatz von Stylus und Touchscreen darstellen, der keineswegs erzwungen, sondern genau passend wirkt und Kirby Mouse Attack die DS Exklusivität rechtfertigt.

 

Außerdem sollte man noch den Multiplayermodus berücksichtigen, der im Einzelkarten- und im Multikartenspiel den exakt gleichen Inhalt bietet und Spielern ohne Cartridge sogar erlaubt, selbst bei Verbindungsfehlern oder sonstigen Unterbrechungen die geladenen Minispiele so lange weiter zu spielen, bis sie ihr System ausschalten. Da die Spiele allesamt einfach zu erlernen sind, steht ein paar Duellen selbst mit DS Neulingen nichts im Wege. So schön die Spiele und der sehr gelungene Multiplayermodus auch sind, drückt auch hier wieder der zu geringe Umfang von gerade einmal drei (vier nach dem Durchspielen des Storymodus) Minispielen den Punktestand nach unten. Schade.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters


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Fazit

Man merkt Kirby Mouse Attack schon stark an, dass es sich trotz großer Fanbasis an erfahrenen und regelmäßigen Spielern eher an jüngere, unerfahrene Spieler mit wenig Zeit richtet. Ein Zeitumfang von geschätzten 10 Stunden ist eher enttäuschend. Dafür wird der Spieler aber mit einer Menge Spaß und typischem Kirby Flair verwöhnt, der auch durch die audiovisuelle Aufmachung unterstützt wird. Nettes Leveldesign und ausgefallene Endgegner entschädigen mehr als genug und bringen einfach ein paar, wenn auch wenige, schöne Stunden vor dem DS. Der gut gemeinte Multiplayermodus mit einfachen Spielen gibt dazu noch kleine Pluspunkte, die das Spiel aber leider nicht zum Super Hit machen. Wer traditionellen Nintendo Spaß mit charmanten Charakteren mag und haben will, sollte sofort zugreifen und losspielen. Wer sich den Titel aus anderen Gründen ausgeguckt hat, sollte seine Erwartungen eventuell ein wenig runterschrauben, um von der technischen Umsetzung nicht enttäuscht zu werden. Alles in allem macht Kirby wieder einmal einen positiven Eindruck und lässt nach mehr verlangen (wenn auch ungewollt)!

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

78%

Singleplayer

69%

Multiplayer

Release

22.06.2007

Developer

Flagship

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2


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