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Reviews: Nintendo DS

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Elite Beat Agents

Musik

27.07.2007

Autor: Mario Kablau

 

The Elite Beat Agents are at your service!

 

Die EBA sind eine Einheit von Agenten, die nur dazu da ist, Menschen in Not zu helfen, wann immer diese Hilfe benötigt wird. Dazu reicht ein einfacher Hiiilfäää-Schrei und schon schickt Commander Kahn seine Elite auf den Weg. Doch bevor man mit dem eigentlichen Spiel anfängt, empfiehlt es sich, im Hauptmenü die Option Training zu wählen, um sich selbst mit der Steuerung vertraut zu machen. Diese erklärt in vier Schritten alles, was man wissen muss, um erfolgreich durch das Spiel zu kommen.

 

Wichtig für die Steuerung ist ausschließlich der Touchscreen, denn dort muss man versuchen, im Rhythmus bestimmte Punkte (sogenannte Hit-Marker) zu treffen. Diese Punkte erscheinen etwa drei Sekunden, bevor man sie treffen muss und haben eine bestimmte Farbe und Nummer. Um den Punkt herum ist ein großer Kreis, der immer kleiner wird. Wenn dieser Kreis den Punkt genau berührt, muss man mit dem Stylus auf den Punkt treffen. Die Farben und Zahlen geben dabei eine Hilfe, in welcher Reihenfolge man die Punkte treffen muss. Manchmal liegen auch mehrere Hit-Marker direkt übereinander, was man ausschließlich an mehreren kleiner werdenden Kreisen erkennt. Hier wird es später besonders heftig, wenn man ein schnelles Lied spielt und viele Hit-Marker auf dem Bildschirm sind. Treffer geben dabei Punkte, je nachdem, wie genau man die Marker trifft. Ein Volltreffer gibt 300, ein guter Treffer 100 und ein schlechter Treffer noch 50.

 

 

Daneben gibt es auch noch den Phrase-Maker. Dabei handelt es sich um einen Ball, der sich im Takt auf einem Pfad bewegt und dem man dabei mit dem Stylus folgen muss. Zu Beginn sind die Routen noch recht einfach, also gehen einfach geradeaus oder sind eine lang gezogene Kurve. Später werden es dann auch gerne schon mal kompliziertere Muster, wie zum Beispiel Schlangenlinien oder Sterne. Außerdem muss man manchmal den Routen nicht nur in einer Richtung folgen, sondern auch wieder zurück. Dies wird durch einen Pfeil am Ende der Route angezeigt. Doch es geht auch öfter als nur einmal hin und zurück... Auch hierfür gibt es natürlich Punkte.

 

Drittens wäre noch die Drehscheibe zu erwähnen, die meistens am Ende des Songs erscheint oder ab und an auch mal dazwischen. Hier muss man mit dem Stylus eine Scheibe möglichst schnell drehen und ein gewisses Level erreichen, bevor die Zeit abgelaufen ist. Schafft man mehr als das, dann bekommt man sogar Bonuspunkte. Dies ist der einzige Teil im Spiel, der irgendwie überflüssig wirkt, denn während man sonst sinnvoll im Rhythmus tippt, macht man hiermit nur das Display (oder die Folie auf dem Display) kaputt und kommt dabei schnell mal aus dem Takt.

 

Ganz wichtig ist es während des gesamten Spiels, das Elite-o-Meter möglichst hoch zu halten. Durch richtige Treffer steigt die Anzeige und bei Fehlern sinkt sie. Wenn man zu viele Fehler macht und die Anzeige auf Null sinkt, dann ist die Mission gescheitert. Es ist also das wichtigste im Takt zu bleiben und keine Fehler zu machen. Nur so kann man auf Dauer erfolgreich sein. Macht man längere Zeit nichts, also auch dann, wenn man gerade kein Hit-Marker zu sehen ist, dann sinkt die Leiste auch langsam. Dies ist ein wenig nervig, da es hierdurch schnell passieren kann, dass ein einziger Fehler an der falschen Stelle dazu führt, dass die Mission scheitert und man ganz von vorne anfangen muss. Hier ist Frust vorprogrammiert.

 

 

Agents are go!

 

Nachdem man sich mit der Steuerung vertraut gemacht hat, kann man direkt an die Arbeit gehen. Überall auf der Welt gibt es Leute, die sich in aussichtslosen Situationen befinden und laut um Hilfe schreien. Die verschiedenen Missionen (insgesamt 16 + 3 Stück) haben dabei einen ansteigenden Schwierigkeitsgrad, um der Entwicklung des Spielers gerecht zu werden. Darüber hinaus gibt es noch eine generelle Wahl des Schwierigkeitsgrades, wobei anfangs zwei Stufen zur Verfügung stehen. Um nicht schnell frustriert aufzugeben, sollte man auf jeden Fall mit Stufe 1 anfangen, denn sonst fehlt einem schnell die Erfahrung, um schwierigere Lieder meistern zu können. Und auch in Stufe 1 wird es später schon richtig happig, so dass man durchaus mal 10 und mehr Versuche brauchen kann, um eine Mission abzuschließen.

 

Jede Aufgabe beginnt mit einem genialen Comic, der in die Situation einführt. Sei es, dass eine Wetterfee ihrem Sohn am Wochenende Sonne versprochen hat, es aber regnet oder ein Taxifahrer Hilfe braucht, um eine hochschwangere Frau rechtzeitig ins Krankenhaus zu bringen oder ein Hund, der von seinem Herrchen getrennt wurde, nun den Weg nach Hause sucht oder, oder, oder. Während der Missionen wird immer wieder klar, dass Musik den Menschen bei ihren Problemen helfen kann und zum Schluss muss Musik sogar die ganze Welt retten. Doch ich will nicht zu viel verraten.

 

 

Die Comics, die die Geschichte erzählen dauern vor dem Stück etwa eine Minute, können aber übersprungen werden. Die Geschichten werden eingeführt und enden immer damit, dass jemand laut „Hiiilfäää“ schreit und Commander Kahn diesen Hilferuf auffängt und seine Agenten losschickt. Sobald sie vor Ort sind, sorgen sie durch ihre Musik dafür, dass die Leute beflügelt werden und ihre Probleme in den Griff kriegen. Jede Mission hat dabei zwischen zwei und vier Teilabschnitte, die man bewältigen muss, in dem man das Elite-o-Meter mindestens im gelben Bereich hält. Während man unten fleißig im Takt tippt, läuft oben die Geschichte weiter, aber man verpasst nie viel, denn die Hauptaktionen finden erst nach Beenden eines Teilabschnittes in einer kurzen Spielpause statt. Außerdem kann man seine Spiele aufzeichnen und so nachher in Ruhe die ganze Story genießen. Dabei gibt es sowohl richtig coole Missionen mit viel Action und Abenteuer als auch solche, die fast zu Tränen führen können.

 

Nach jeder Mission gibt es natürlich noch eine Bewertung, die davon abhängt, wie genau man getroffen hat, wie lange man fehlerfrei war und wie viele Kombos man geschafft hat. Die Punkte, die man sammelt gehen auf das Gesamtkonto des Spielers, das somit im Laufe der Zeit immer höher wird und den Spieler in neue Ränge aufsteigen lässt. Je höher der Rang, desto mehr Missionen kann man spielen (manche erfordern einen Mindestrang) und umso mehr Schwierigkeitsgrade kann man erhalten.

 

Zu Anfang hat man eine Mission zur Verfügung und wenn man die geschafft hat, kommen drei neue hinzu, usw. Hat man alle 16 Missionen erfolgreich gemeistert, dann ist der Schwierigkeitsgrad abgeschlossen und man kann sich dem nächsten widmen, wobei sich die Songs und Aufgaben nicht unterscheiden, außer dadurch, dass sie eben immer schwerer werden. Und mit schwerer meine ich nicht: Ein bisschen schwerer, sondern richtig viel schwerer! Sogar Spieler, die Stufe 1 überall mit der Höchstnote schaffen, werden es bei nicht wenigen Songs der Stufe 2 extrem schwer haben. Von Stufe 3 oder sogar 4 (dann mit neuen Agenten) will ich hier mal besser gar nicht sprechen. Eine etwas moderatere Steigerung wäre hier durchaus wünschenswert gewesen.

 

 

Grandiose Songauswahl!

 

Auch wenn man meinen könnte, dass die Auswahl von nur 19 Liedern ziemlich gering ist, muss man doch bedenken, dass der DS nur begrenzt Speicherplatz hat. Und dafür sind 16 (+ drei als Bonus) qualitativ sehr hochwertige Lieder eine ganze Menge. Auf jeden Fall ist es besser, als 30 Songs zu haben, die eine schlechte Qualität haben und somit weniger Spaß machen.

 

Unter den Songs sind Granaten wie „Walkie Talkie Man“, I was born to love you“, „Sk8er Boi“, „Y.M.C.A“, „September“ und „Jumpin‘ Jack Flash“. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Originale, sondern um Cover-Editionen, die extra für das Spiel aufgezeichnet wurden und das Original 1:1 kopieren und lediglich von einem anderen Interpreten gesungen wurden. Die Qualität der Stücke ist, wie schon gesagt, für DS-Verhältnisse sehr hoch und lässt kaum Wünsche offen.

 

Hier die komplette Songliste:

  1. Walkie Talkie Man (Steriogram)
  2. Makes No Difference (Sum41)
  3. Y.M.C.A (Village People)
  4. Sk8er Boi (Avril Lavigne)
  5. I Was Born To Love You (Queen)
  6. Rock This Town (Stray Cats)
  7. Highway Star (Deep Purple)
  8. September (Earth, Wind & Fire)
  9. Canned Heat (Jamiroquai)
  10. Material Girl (Madonna)
  11. La La (Ashlee Simpson)
  12. You’re The Inspiration (Chicago)
  13. Let’s Dance (David Bowie)
  14. The Anthem (Good Charlotte)
  15. Without A Fight (Hoobastank)
  16. Jumpin’ Jack Flash (Rolling Stones)
  17. Believe (Cher)
  18. ABC (Jackson 5)
  19. Survivor (Beyonce Knowles)

 

Besonders wichtig bei einem solchen Rhythmus-Action-Spiel ist es natürlich, dass die Songs auch gut zu spielen sind, da die Hit-Marker auch wirklich im Takt getroffen werden müssen, um hohe Punkte zu erreichen. Auch das ist den Entwickler vortrefflich gelungen. Der hohe Schwierigkeitsgrad ergibt sich ausschließlich dadurch, dass es viele Hit-Marker gibt und man wirklich den Takt genau treffen muss und nicht daher, dass man die Hit-Marker zu seltsamen Zeitpunkten treffen muss.

 

 

 

Auch die Grafik ist eine Klasse für sich, denn der Stil ist einfach toll und passt sehr gut zur Coolness des ganzen Spiels. Die Agenten sind gut mit dem M.i.B. zu vergleichen und sind wirklich das ganze Spiel über cool und es wirkt nicht, wie in manch anderem Spiel, lächerlich. Die Grafik kitzelt sicherlich nicht das Letzte aus dem DS heraus, aber das ist bei einem solchen Titel auch nicht nötig. Hauptsache, die Comics sind sehr gelungen, die Tanzanimationen der 3D-Modelle sehen fetzig aus und die Übersicht bleibt zu jeder Zeit erhalten. Genau das schafft EBA sehr gut.

 

 

Elite Beat Multiplayer!

 

Hier gibt es insgesamt drei mögliche Optionen, die mit einer oder mit mehreren Karten gespielt werden können. Der einfachste Modus (und am wenigsten als Mehrspieler-Modus) zu bezeichnende ist dabei die Option „VS. Geist“, denn hier tritt man nur indirekt gegen andere Spieler oder sich selber an. Wie eben schon erwähnt, kann man seine Leistungen speichern. In diesem Modus kann man dann versuchen, sich selbst zu schlagen. Es ist auch möglich, Daten von anderen Spielern zu empfangen, so dass man auch gegen Freunde antreten kann.

 

Im Coop-Modus wird ein Song von mehreren Spielern gemeinsam gespielt. Beide sehen dabei dieselben Hit-Marker, jedoch werden nur die, die man selbst treffen muss, auch farbig angezeigt. Man muss also zusammenarbeiten, um Missionen abschließen zu können. Diese Option ist leider nur dann möglich, wenn jeder der Spieler eine eigene DS-Karte hat. Schade ist nur, dass es keinen Online-Modus gibt, denn dann hätte man diesen Modus wirklich genießen können. Aber vermutlich ist es Online kaum machbar, weil es keine Verzögerungen geben darf, da es sonst nahezu unmöglich wird, gut abzuschließen.

 

Zuletzt gibt es auch noch einen VS-Modus, den man in eingeschränktem Umfang auch mit nur einer Karte spielen kann. Hierbei werden die Mitspieler in zwei Teams eingeteilt und treten gegeneinander an. Am Anfang des Spiels ist das Elite-o-Meter völlig leer und es füllt sich bei guten Treffern langsam auf. Das Team, was am Ende des Songs die höchste Leiste hat, gewinnt das Spiel. In diesem Modus kann man allerdings nur Lieder spielen, die man alleine schon gemeistert hat.

 

Vor allen Dingen der tolle Coop-Modus sorgt für sehr guten Mehrspieler-Spaß. Es macht einfach mehr Spaß, die Missionen gemeinsam zu erleben und zu meistern. Der VS-Modus ist allerdings auch nicht zu verachten, eben weil man ihn auch mit nur einer Karte spielen kann. Die Ideen der Entwickler sind durchweg gut und auch gut umgesetzt, so dass das Spiel mit mehreren Leuten zusammen noch mehr Spaß macht, als es alleine schon der Fall ist.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Elite Beat Agent ist das Musikspiel schlechthin auf dem Nintendo DS. Die erzählten Geschichten sind toll, der Stil erste Klasse, die Musik qualitativ sehr hochwertig und die Steuerung fehlerfrei. Lediglich am mit 19 Songs eher mittelmäßigen Umfang könnte man etwas zu meckern haben. Durch den später extrem hohen Schwierigkeitsgrad hat man jedoch eine ganze Menge zu tun (und nicht selten auch mit Frust zu kämpfen), bevor man wirklich alles geschafft hat. Der Mehrspieler-Modus ist wohl durchdacht und funktioniert einwandfrei. Besonders viel Spaß macht er dann, wenn man mehrere Module hat und im Coop-Modus gegen das Schlechte in der Welt angehen kann, aber auch wenn das nicht der Fall ist, kann man gegeneinander antreten. Die Entwickler bei iNiS haben wirklich ganze Arbeit geleistet und eines der besten DS Spiele bisher auf die Beine gestellt.

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

super

88%

Singleplayer

90%

Multiplayer

Release

13.07.2007

Developer

iNiS

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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