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Reviews: Nintendo DS

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Puzzle League DS

Puzzle

06.08.2007

Autor: Anke Meya

 

In Puzzle League DS müssen Blöcke aufgelöst werden, indem drei oder mehr Felder derselben Farbe horizontal oder vertikal in einer Reihe angeordnet werden. Unten auf dem Bildschirm erscheinen ständig neue Blockreihen. Stapeln sich die Reihen bis zum oberen Bildschirmrand, ist das Spiel verloren.

Blöcke können mit dem Stylus verschoben werden, allerdings nur horizontal. Man kann verschiedene Techniken anwenden, so z.B. Ketten oder Combos. Wenn der Spieler Blöcke auflöst, und durch fallende Steine weitere Blöcke auflösen, hat man eine Kette erzielt. So werden für kurze Zeit keine neuen Blockreihen von unten nachgeschoben. Bei einer Combo werden vier oder mehr Blöcke gleichzeitig zerstört.

 

Man kann den DS sowohl "normal", als auch wie ein Buch halten, um Puzzle League zu spielen. Das Spiel wurde aber darauf ausgelegt, letztere Option zu wählen, weshalb man diese Variante auch vorziehen sollte. Die Übersichtlichkeit ist einfach besser und man hat mehr Platz für seine Aktionen. Vor allem in den Mehrspieler-Modi ist die Buchform daher deutlich überlegen.

 

Hat man das Spiel gestartet, wird man aufgefordert, den Bildschirm zu berühren. Dann erscheint ein Bildschirm mit folgenden Punkten: Info, Optionen, Einführung, Einzelspieler, Tagesspiel, Drahtlos und Wi-Fi. Die ersten drei Punkte sind selbsterklärend, deshalb werde ich nur auf die restlichen Punkte eingehen. Das Menü wird natürlich komplett mit dem Stylus bedient und ist sehr intuitiv.

 

 

Einzelspieler

 

Wählt man den Modus Einzelspieler aus, werden einem zahlreiche Möglichkeiten angeboten, das Spiel zu spielen.

 

Fällt die Wahl auf Endlos, kann man, wie der Name schon sagt, endlos spielen. Voraussetzung dabei ist, dass man immer rechtzeitig die Blöcke verschwinden lässt. Mit fortschreitender Zeit, werden nämlich immer schneller Blockreihen hinzugefügt. Vor Beginn des Spiels hat man die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad (Anfänger – Normal – Experte), den Hintergrund und das Aussehen der Blöcke zu bestimmen. Insofern kann jeder sein Spiel sehr individuell gestalten.

 

Beim Modus Ziellinie müssen alle Blöcke zerstört werden, die sich über der Ziellinie befinden. Je höher das Level, das erreicht wird, desto „voller“ ist der Anfangsbildschirm. Außerdem steigt die Geschwindigkeit, mit der Blockreihen nachgeschoben werden, erheblich an, so dass es doch zunehmend schwieriger wird, die Blöcke bis zur Ziellinie aufzulösen. Bei höheren Levels wird es umso wichtiger, Ketten und Combos zu schaffen, um viele Blöcke auf einmal verschwinden zu lassen.

 

Beim Blocker fallen die sogenannten Blocker in das Spielfeld. Um diese Blocker los zu werden, müssen Blöcke aufgelöste werden, die die Blocker berühren. Die Blocker verwandeln sich dann in normale Blöcke und können normal zerstört werden. Auch hier können wieder Schwierigkeitsgrad, Animation und Aussehen der Blöcke ausgewählt werden.

 

Beim Vs. Com tritt der Spieler in drei Disziplinen (Score-Kampf, Ziellinien-Kampf und Blockerkampf) gegen den Computer an. Auch hier können wieder Schwierigkeitsgrad, Animation und Aussehen der Blöcke ausgewählt werden. Außerdem können Items eingeschaltet werden, die bei Auflösen bestimmte Effekte erzielen, so beispielsweise dass alle aufgelösten Blöcke für eine bestimmte Zeit als Teil einer Kette zählen. Vs. Com eignet sich besonders gut dazu, für Kämpfe gegen echte Gegner zu üben, da man auch dann nicht nur auf sein eigenes Spielfeld achten muss, sondern auch auf das des Gegners.

 

Beim Zeitalarm spielt man die drei Spiele Reihenalarm, Score-Alarm und Blockeralarm jeweils zwei Minuten lang und versucht, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen.

 

Schließlich bleibt noch das Puzzle. Ziel dabei ist es, mit einer vorgegebenen Anzahl an Zügen alle Blöcke aufzulösen. Man kann sich dabei Tipps geben lassen, jedoch kann man dann ein Level nicht meistern und muss es erneut versuchen. Da man dann aber schon weiß, wie das geht, ist es nicht mehr allzu schwierig. Bei höheren Levels jedoch hat man auch mehr Züge, so dass man sich die Tipps schon gut einprägen muss. Vier verschiedene Möglichkeiten verbergen sich hinter dem Modus Puzzle: Kettenpuzzles 1 und 2, Aktivkettenpuzzles und die Mission. Bei den Kettenpuzzles muss man Level meistern, um weitere freizuschalten. Gemeisterte Levels erhalten einen Stern. Die Kettenpuzzles 2 kann man erst spielen, wenn man sämtliche Levels der Kettenpuzzles 1 geschafft hat und sie sind natürlich eine ganze Ecke schwerer als die ersten 60 Stück. Bei den Aktivkettenpuzzles muss eine Aktivkette aufrecht erhalten werden. Bei einer Aktivkette muss man Blöcke verschieben, während sich andere auflösen und so weitere Blöcke auflösen. Bei der Mission muss man zehn Puzzles hintereinander lösen, um eine neue Kategorie freizuschalten.

 

 

Tagesspiel

 

Hierhinter verbergen sich drei Spiele (Reihenalarm, Score-Alarm, Blockeralarm), die jeweils nur einmal am Tag gespielt werden können. Auch hier geht man auf Highscore-Jagd, allerdings mit dem Wissen, dass man es eben nur einmal am Tag versuchen kann.

 

Dieser Modus sorgt am meisten dafür, dass man das Spiel immer wieder in die Konsole einlegt, denn für die benötigten 6 Minuten für alle drei Modi zusammen hat man eigentlich immer übrig. Und da man schnell feststellt, dass man ohne weitere Übung nicht wirklich besser wird, also auch die anderen Modi braucht, kann man auf einmal gar nicht mehr aufhören.

 

 

Multiplayer

 

Puzzle League lässt sich natürlich auch drahtlos gegen bis zu fünf Freunde mit nur einem Spiel spielen. Außerdem kann eine Demoversion verschickt werden, so dass Freunde das Spiel einmal selbst mit eingeschränktem Umfang ausprobieren können.

 

Außerdem kann Puzzle League auch über Wi-Fi gespielt werden. Hier kann man nur gegen einen anderen Spieler antreten. Als Modus stehen der Freie Kampf (gegen jedermann weltweit), der Anfängerkampf (nur gegen Anfänger), der Freundeskampf und der Geburtstagskampf (nur gegen Spieler, die am gleichen Tag Geburtstag haben) zur Verfügung. Außerdem ist ein Voice-Chat beim Freundeskampf integriert.

 

Um gegen Freunde zu spielen, sind mal wieder Freundescodes nötig. Das Spiel gegen Freunde ist hier jedoch besonders spannend, eben weil man sich während des Spiels auch unterhalten kann, was erstaunlich gut funktioniert und für noch mehr Spaß und Abwechslung sorgt („Nimm das, du Anfänger.“ ;-) ).

 

 

Technik

 

Auf der technischen Seite kann man bei einem Puzzlespiel leicht vieles falsch machen, denn nichts ist schlimmer als Mängel in der Steuerung. Doch Intelligent Systems hat hier erstklassige Arbeit geleistet, denn die Steuerung geht sehr leicht von der Hand und ist schnell gelernt aber nur schwer gemeistert. Um lange Ketten zu schaffen, braucht man sowohl einen guten Blick als auch eine schnelle Hand, um die Steine so zu verschieben, dass sie an die richtigen Stellen fallen. Allerdings ist das Spiel kaum für unterwegs geeignet, denn wenn man in Auto, Bus oder Bahn sitzt, dann wackelt es meistens einfach zu viel, als das man vernünftig Blöcke verschieben könnte. Aber dafür gibt es ja zum Glück die weit über 100 Puzzles, für die man sich auch Zeit lassen kann.

 

Die Grafik ist für ein Puzzlespiel erstaunlich gut und abwechslungsreich. Nicht nur wegen der Möglichkeit, sowohl Hintergrundfarben als auch die Blöcke an sich zu verändern, bietet Puzzle League die bisher beste Grafik eines solchen Spiels auf dem DS. Dazu sind die Animationen beim Auflösen der Blöcke sehr gut gelungen und die gut programmierte Schwerkraft sorgt dafür, dass die Blöcke sehr realistisch nachfallen.

 

Musikalisch hat Puzzle League auch eine ganze Menge zu bieten. Zwar sind die technischen Klänge nicht wirklich etwas für Jedermanns Ohr, aber dennoch kann man sich über mangelnde Qualität und Quantität nicht beklagen. Es gibt in jedem Modus verschiedene Hintergrundmusiken, die schnell ins Ohr gehen und das Spielgeschehen gut untermalen.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Puzzle League bietet insgesamt recht viel Abwechslung durch die verschiedenen Modi, das Spielprinzip bleibt jedoch immer gleich. Das Spiel ist ein netter Zeitvertreib und auch die Langzeitmotivation ist auf jeden Fall vorhanden, wenn man dem Spiel einmal verfallen ist. Vor allem die über 100 Puzzles bieten immer wieder Neues und können Knobelfreunde sehr lange an die Konsole fesseln. Intelligent Systems hat es mal wieder geschafft ein sehr gutes Spiel zu produzieren, auch wenn das Genre für die Firma extrem untypisch ist. Wer Spiele dieser Art mag, sollte auf jeden Fall mal reinschauen, schon alleine wegen der guten Steuerung, der anschaulichen Grafik und der wirklich guten Musik. Alle anderen können sich gerne vom niedrigen Preis und großem Umfang hinreißen lassen.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

80%

Singleplayer

83%

Multiplayer

Release

29.06.2007

Developer

Intelligent Systems

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2

Anzahl Spieler (WLAN)

2


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