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Reviews: Nintendo DS

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Jam with the Band

Musik

06.07.2010

Autor: Philipp Bress

 

Singen wie Freddy Mercury? Die Saiten der E-Gitarre hoch und runter schreddern wie Slash? Mit den Drum-Sticks prügeln wie Lars Ulrich? Oder doch lieber auf dem Klavier klimpern wie Mozart? Wem es gefällt, der darf auch gerne mal seine heimlichen Künste an der Klarinette zum besten geben! Denn bei Jam with the Band auf dem Nintendo DS ist, musikalisch betrachtet, fast alles möglich!

 

 

Gig um Gig, Fan um Fan

 

Jam with the Band ist auf dem ersten Blick ein klassisches Musikspiel wie die Genre-Verwandten Guitar Hero und Rock Band. Sprich, man fängt als kleiner Amateur an und spielt sich, einen Gig nach dem anderen, hoch zu einem wahren Helden der Weltbühnen. Auf dem zweiten Blick erkennt man, dieses Spiel bietet noch viel mehr! Ist man bei Rock Band und Guitar Hero noch darauf beschränkt, sich mit Gitarre, Bass, Drums und Vocals zu vergnügen, bietet dieses DS-Spiel eine enorm hohe Auswahl an unterschiedlichen Instrumenten, die gespielt werden können. Klar, man hat nicht dieselbe Peripherie wie auf den Konsolen, aber dank der Vielfalt ist das auch nicht weiter schlimm. Und mit einem Gitarren-Controller an dem DS sähe man in der U-Bahn auch ziemlich bescheuert aus.

 

Bereits 2004 erschien dieses Game unter dem Namen Daigasso! Band Brothers in Nippon. Wirklich schade, dass wir Europäer erst geschlagene sechs Jahre später in den Genuss dieses Spieles kommen durften. Hinzu kommt, dass wir auch noch kleine Abstriche gegenüber der japanischen Version in Kauf nehmen müssen! Bei Jam with the Band sind 50 spielbare Songs vorgespeichert auf der Gamecard und 50 zusätzliche Titel darf man sich kostenfrei aus dem Internet herunterladen. Bei Daigasso! Band Brothers dagegen waren es 100 kostenfreie Titel zum herunterladen. Ein kleines Manko, aber eines, mit dem man wohl doch noch leben kann. Dafür bietet JwtB einen schönen Genre-Mix der von Rock über Pop bis hin zu Videospiel-Musik reicht. Egal ob Hits von Queen, Depeche Mode, Juli oder das Intro von Zelda: The Wind Waker, hier ist für jeden etwas dabei.

 

Rein spielerisch bietet sich zwar keine absolute Innovation, aber nichtsdestotrotz wird man mehr als genug gefordert. Wie man es kennt, muss man im richtigen Rhythmus die richtigen Tasten treffen. Für einen Rhythmus-Legastheniker wie mich war das in diesem Test natürlich genau das richtige und daher bin ich auch recht schnell an meine Grenzen geraten was den Schwierigkeitsgrad betrifft. Und vom Gesang möchte ich gar nicht erst sprechen, der war so schlecht, dass er zu Beginn gar nicht erst einem Genre zugeordnet werden konnte. Dies könnte aber auch daran liegen, dass man entweder extrem laut singen oder extrem nah ans Mikro gehen muss. Aber mit der Zeit hatte ich den Dreh dann doch noch raus und durfte mich auch schon mal Semi-Profi schimpfen, aber es wäre ja langweilig wenn man dann auf demselben Level bleiben würde.

 

Sind die eigenen Leistungen nicht zufriedenstellend für das Publikum, kann es schnell passieren, dass man wieder runter gestuft wird. Also bleibt einem nichts anderes übrig als üben, üben, üben! Üben ist auch genau das richtige Stichwort, denn das kann man mehr als genug. Entweder allein oder in einer Jam-Session. Wenn man alleine spielt unterscheidet es sich kaum vom Gig-Modus. Man sucht sich einen Song und ein Instrument aus und spielt drauf los. Nachdem man den Song erfolgreich absolviert hat, bekommt man noch einige Infos über das benutzte Instrument.

 

Das Interessante am ganzen Spiel dürfte aber das Tonstudio sein, in dem man eigene Songs per Touchpen einspielen und später auch per Wi-Fi veröffentlichen kann. Aber auch hier ist der Gesang wieder ein Problem. Entweder ich hab tatsächlich GAR kein Gesangstalent oder das Mikro nimmt den Gesang nicht richtig wahr, denn am Ende stimmen die Noten leider oft nicht überein. Aber den instrumentellen Anteil am Spiel finde ich persönlich eh besser. Sobald der Song soweit gefertigt ist, kann man ihn noch mit diversen Begleitmelodien aus verschiedenen Genres versehen. Der Expertenmodus hält wirklich was der Name verspricht: er ist für Musikexperten! Hier gilt es acht Tonspuren mit Instrumenten und Noten zu versehen. Wenn man nicht ein Gefühl für Musik hat, kann ganz schnell ein Graus für jedes Ohr dabei herauskommen.

 

 

Wie klingt's?

 

Ganz ordentlich. Aber auch nicht mehr. Zwar wurden die Songs alle super umgesetzt, dass allerdings eher nur in der Qualität von Polyphon-Sounds, wie man sie aus dem Jamba-Terror im TV kennt. Daher kann es schon mal verwirrend werden, wenn man auf einen Song trifft, den man nicht kennt. Hier hätte definitiv etwas mehr drin sein können.

 

Weiter ist es schade, dass die Steuerung ausschließlich über die Tasten stattfindet und der Touchpen so nur im Studio zu gebrauchen ist. Wobei ich mir allerdings auch nicht vorstellen kann, wie man den Touchpen sinnvoll hätte einbringen können, da die Tastensteuerung selbst eigentlich ziemlich perfekt ist.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Wer auf Musikspiele steht, kann mit Jam with the Band nicht viel verkehrt machen. Es macht trotz einiger kleiner Makel viel Spaß und man hat verdammt viele Möglichkeiten. Schade sind die Abstriche gegenüber der japanischen Version und dass der Sound der nach alten Handys klingt. Allerdings muss man auch sagen, dass das Spiel nichts für Leute ist, die, wie ich, ein kaum vorhandenes Rhythmus-Gefühl haben. Wobei, man kann ja alles erlernen.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

78%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

21.05.2010

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-2

Anzahl Spieler (WLAN)

2-8


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