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Reviews: Nintendo DS

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From the Abyss

RPG

16.08.2010

Autor: Philipp Breß

 

 

Mit einer gewissen Vorfreude bin ich an dieses Testmuster heran gegangen, denn als Fan von Hack’n’Slay-Games war es einfach ein MUSS dieses Spiel für den DS auszuprobieren. Und gepaart mit den netten Sprites, konnte es ja eigentlich gar nicht schlecht werden. Oder etwa doch?

 

 

Auf nach Rubenhaut

 

Dann fangen wir mal von vorne an. Zu Beginn des Spieles dürfen wir ein paar Fragen beantworten, die Aufschlüsse über unsere Charaktereigenschaften geben sollen. So nach dem Motto „Dort liegt ein verdurstender Mann am Straßenrand. Was tust du?“. Ob diese Fragen allerdings tatsächlich Auswirkungen haben, sei mal dahin gestellt, wenn doch, merkte man davon nichts. Eine Spielfigur darf auch noch ausgewählt werden, so dass man zwischen vier optisch verschiedenen wählen darf, zwei Männlein und zwei Weiblein. Und dann geht’s auch endlich los, oder doch nicht? Verwundert stellte ich fest, dass ich mich auf einer „Oberwelt“ befinde, die nicht wirklich nach einer aussah. Zusehen bekam ich ein Menü aus ein paar Icons die Gebäude und Orte darstellen sollten. Wie in etwa die Taverne, das Schloss, der Marktplatz und natürlich der Abyss. Und jeder Ort hat eine bestimmte Funktion. In der Taverne kann man das Spiel speichern, auf dem Markplatz mit Leuten einen Plausch halten und im Schloss erhält man seine Aufträge.

 

 

Aber jetzt zum Eingemachten. Als neuer Abenteurer in Rubenhaut ist es meine Aufgabe das Königreich vor den Monstern aus dem Abyss zu beschützen. Leider merkt man von dieser Bedrohung nichts, da man nur im Abyss selbst gegen Monster kämpft. Die Königin gibt mir also den Auftrag in den Abyss, die Unterwelt, abzusteigen und dort für Ordnung zu sorgen. Vorm Eingang zum Abyss wurde ich von der knapp bekleideten Helen empfangen, die mir ein paar Tipps gibt, wie ich dort unten überleben kann. Und jetzt beginnt auch endlich der eigentliche und einzige spielerische Teil des Spieles. Der Reihe nach kämpft man sich durch Dungeons, die in jeweils vier Abschnitte unterteilt sind, die wiederum von Dungeon zu Dungeon größer werden und mit jedem erneuten Besuch neu generiert werden. Und am Ende jeden Dungeons wartet ein Bosskampf auf euch. Klingt nicht nur trocken, ist sogar staubtrocken. Gekrönt wird es davon, dass die Story des Spieles so flach ist, wie die Niederlande.

 

 

Nichts halbes und nichts ganzes

 

Natürlich erwarte ich bei einem Hack’n’Slay keine großartigen Rätsel oder ähnliches, allerdings bietet das Spiel einem nach den ersten zwei Dungeons NICHTS neues mehr. Die Gegner-Typen unterscheiden sich irgendwann nur noch anhand der Farben und dass sie etwas andere Zauber wirken können. Hinzu kommt, dass man schon nach kurzer Zeit so viel Geld zur Verfügung hat, dass man sich vor jedem Besuch der Unterwelt so gut ausrüsten kann, dass jedes Monster mit 2 – 3 Attacken zu Boden geht.

 

Wo ich gerade von Attacken spreche… . Auch hier sind der Vielfalt viele Grenzen gesteckt. Man kann zwar zwischen mehreren Waffen wählen, wie Axt, Schwert, Bogen, Speer und Stab, allerdings hat jede zunächst nur eine Standardattacke. Hier soll der so genannte Seelenfang Abhilfe schaffen, mit dem man die Seelen der Monster einfangen kann, um neue Fertigkeiten zu erlangen, wie z.B. diverse Angriffszauber und Spezialattacken für die Waffen. Ohne diese Gameplay-Erweiterung, wäre das Spiel tatsächlich unterirdisch langweilig geworden, auch wenn man es in unter 10 Stunden durchspielen kann.

 

Ein Level-System ist natürlich, wie in jedem zweiten Spiel mit Rollenspielelementen, auch vorhanden, aber wirkt mehr aufgesetzt als gut umgesetzt. Levelt man auf, kann man Punkte auf die typischen Attribute wie Stärke, Verteidigung, Intelligenz usw. aufteilen, um entweder Nahkampfangriffe zu verstärken oder Zauber mächtiger werden zulassen. Es ist natürlich nicht verkehrt so etwas einzubauen, aber dann sollte es auch etwas anspruchsvoller sein. Zwar braucht man in den höheren Level immer mehr Erfahrungspunkte für ein Level-Up, aber durch die steigenden Monstermassen, bleibt die Zeit bis zum nächsten konstant gleich.

 

 

Grafik, Sound und allerlei

 

Die Animationen der Sprites sind schön umgesetzt, dafür bietet das Dungeon-Design ein echtes Bild des Grauens (und das nicht im positiven Sinne). Jeder Teil des Abyss bietet natürlich seine eigene optische Variante. Der eine ist mehr eine Wald- und Wiesenlandschaft, der nächste eine Eiswelt und so weiter und sofort. Über das Grunddesign kann man nicht meckern, allerdings gibt es absolut keine optischen Highlights und oft wiederholt sich die Landschaft, umso länger man in einem Abschnitt unterwegs ist. Die Gehörgänge bekommen eine typische eingängige Melodie und Sounds geboten, wie man sie in vielen 2D Action-Adventures geboten bekommt. Nichts schlechts, aber auch nichts Überragendes.

 

Interessant ist der Multiplayer-Part von From the Abyss, denn hier darf man sich im Koop-Modus mit einem Freund zusammen durch die verschlungenen Labyrinthe in der Unterwelt kloppen. Das Spiel selbst wird dadurch zwar nicht besser oder anspruchsvoller, aber zu zweit macht halt alles mehr Spaß.

 

 

Wir danken Nobilis für die Bereitstellung des Testmusters!


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Fazit

Wenn man es positiv ausdrücken möchte, ist dieses Spiel minimalistisch und beschränkt sich auf die wesentlichen Eigenschaften des Hack’n’Slay-Genres. Drückt man es negativ aus, bietet From the Abyss gute Ansätze, was aber heutzutage einfach nicht mehr ausreicht. Für echte Fans des Genres dürfte es definitiv einige Stunden Spielspaß bringen, aber Leute die ein Rollenspiel mit guter Story erwarten, sind hier schlecht bedient.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

55%

Singleplayer

65%

Multiplayer

Release

08.07.2010

Developer

Sonic Powered Co. Ltd

Publisher

Nobilis

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (WLAN)

2


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