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Reviews: Nintendo DS

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Art Academy

Training

08.09.2010

Autor: Sebastian Jünemann

 

 

Malen nach Zahlen?

 

Ich frage mich immer wenn ein neues Videospiel mit Zeichnen oder Malen herausgebracht wird, wie - wenn nicht mit Zahlen - soll man dies sonst mit Erfolg beibringen? Mit diesem Testbericht werde ich dies jetzt auch für mich selber feststellen, Kunst war in meiner Schulzeit nämlich mein absolutes Hassfach, wenn auch nicht so schlimm wie Textil (die Lehrer dürfen für so einen Schwachsinn eigentlich kein Gehalt bekommen). Kunst ist meines Erachtens aber auch kein Bereich womit man später Geld verdienen kann, außer man hat Erfolg oder ist gestorben und hat dann wegen des Todes Erfolg (oder wird letzten Endes überbezahlter Kunstlehrer an einer Schule). Aber genug der alten Schule, es geht hier um das Lernen von Kunst für die arbeitenden Menschen und Nicht-Kunststudenten.

 

 

Lektionen oder doch freies Zeichnen?

 

Im Spiel kann man zwischen zwei Modi wählen, einmal das freie Zeichnen, wo Kunstfreunde ihrer Kreativität freien Lauf lassen können und dabei über uneingeschränkte Funktionen verfügen. Eine grobe Übersicht der Funktionen zeige ich euch im nächsten Kapitel auf. Die andere Möglichkeit, die ich Anfängern und auch Leuten mit Interesse zum Thema Kunst empfehle, sind die einzelnen Lektionen. In jeder Lektion befasst man sich mit den Möglichkeiten, professionell ein Bild zu zeichnen; von der einfachen Bleistift- bis zur 3D-Zeichnung lernt man alle Techniken und Strategien kennen. Besonders gut finde ich den geschichtlichen Hintergrund der Techniken und Persönlichkeiten wie Albrecht Dürer (den sollten die meisten kennen).

 

Die einzelnen Schritte werden in jeder Lektion von dem Maestro der Kunst geführt, einer typischen Malerfigur mit dieser französischen Kappe, der euch den Schritt vormacht ehe ihr selber dann ausprobiert. Keine Sorge, ihr müsst das nicht haargenau nachzeichnen wie der Meister sondern dürft dabei auch eure eigene Kreativität mit Hilfe der vorgemachten Techniken ausleben. Man muss nur bedenken dass während der Lektionen nur die nötigen Funktionen freigeschaltet sind, so kann man in der Vorgabe einer reinen Bleistiftzeichnung keine Farbe erwarten. Im freien Zeichnen dagegen sind natürlich alle Funktionen freigeschaltet.

 

 

Die Werkzeuge und das Zeichnen!

 

Die wichtigsten Funktionen beim Zeichen sind die Auswahl des Bleistiftes und des Pinsels. Bevor man aber ans Zeichnen des Bildes geht, kann man beim Bleistift eine von drei Stärken (2H, HB oder 2B) auswählen und diesen als spitz oder flach einstellen, Fehler lassen sich leicht mit dem Radiergummi weg radieren. Meist variieren die Bleistiftstärken nach dem was man zeichnen will. Genauso ist die Auswahl beim Pinsel, wo man die Auswahl zwischen flach und rund mit jeweils 3 Stärken hat. In der Farbpalette für den Pinsel sind schon 10 vorgefertigte Farben gegeben, 10 weitere Farbmöglichkeiten lassen sich durch Kombination der vorgefertigten Farben zusammenstellen und auch wieder löschen. Hilfen für den angehenden Maler sind dazu auch die Möglichkeit der Gitterlinien auf dem Zeichenblatt, womit selbst die berühmten Maler gearbeitet haben.

 

Das Zeichnen der Bilder funktioniert, wie nicht anders zu erwarten, mittels DS-Stift auf dem Touchscreen. Empfohlen wird dabei, dass die Funktion des Stiftes im DS-Menü vorher noch kalibriert werden sollte, um Genauigkeit beim Zeichnen zu gewährleisten. Außerdem empfiehlt es sich, den Bildschirm des DS vor Kratzern durch eine Schutzfolie zu schützen, diese kann man für ganz wenig Geld bei eBay besorgen.

 

 

Technik- und Meckerecke

 

Für solch ein Spiel sind Grafik und Sound vollkommen ausreichend, schön dabei anzumerken ist der wohlklingende Sound innerhalb der Lektionen, der sehr gut die Ruhe beim Zeichnen vermittelt.

 

Negativ aufgefallen ist mir aber einmal der Wechsel zwischen Bleistift- und Pinselfunktion, da man zwar vom Bleistift zum Pinsel wechseln aber nicht mehr zum Bleistift zurückkommen kann. Dies ist besonders ärgerlich wenn man per Radiergummi oder auch per Bleistift etwas nachbessern will. Ein anderer Punkt ist leider die zum Glück nicht häufig auftretende Ungenauigkeit beim Zeichnen, die trotz mehrfacher Nachkalibrierung leider nicht besser wurde. Hier hätte man noch etwas dran arbeiten können.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Obwohl ich kein Kunst- oder Zeichenfan bin, hat mir das Spiel doch sehr gut gefallen. Daher kann ich es neben Kunstfreunden auch Leuten mit ein wenig Interesse sehr nahe legen. Besonders die Lektionen bringen selbst für Anfänger gute Erfolge mit sich und geben auch von der Hintergrundtechnik sowie Geschichte einen guten Einblick in das Thema Kunst. Der Rest dagegen sollte die Finger davon lassen, was aber nicht an dem Spiel sondern an den Geschmäckern selber liegt. Also alles in allem ein potenzieller Spaß, wenn auch nicht für jedermann.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

06.08.2010

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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