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Reviews: Nintendo DS

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Spider-Man Dimensions

Action

19.10.2010

Autor: Sebastian Jünemann

 

 

Spider-Man, Spider-Man; kann er das, was eine Spinne kann?

 

Spider-Man ist neben Batman eine meiner Lieblingscomicfiguren, da er sich ebenfalls durch körperliches Geschick anstatt übertriebener Superkräfte, wie es bei Superman oder dem Hulk der Fall ist, auszeichnet. Neben dem Comic waren die drei Filme sowie auch die Zeichentrickserie, die ich früher als Kind bei RTL Samstags morgen geschaut habe, echt spitze. Feinde wie Mysterio über Dr. Oktopus bis hin zu übermenschlichen Monstern wie Venom oder Carnage, Spiderman schaffte sie allein mit seinen Spinnennetzen, sehr kleiner übermenschlicher Kräfte und seinem logischen Denken (vor allem da er neben seinen Superheldendasein Physikstudent ist) in die Schranken zu weisen. Um noch eine interessante Parallele zu Batman aufzubauen, kam sein wirkliches Heldendasein, ähnlich dem von Bruce Wayne, durch den unerwarteteten Tod eines wichtigen Menschen. Hier war es sein Onkel Ben, den er verloren hatte, weil ihn ein Verbrecher getötet hatte, den Peter hätte aufhalten können. Aber genug der Einführung um die Spinne, sonst wird Jonah Jameson vom New Yorker Daily Bugle wohl noch sauer.

 

 

Die Dimensionen, das Spielprinzip und die Steuerung

 

Die Handlung vom Spiel ist sehr schnell erzählt. Alles dreht sich um eine Steintafel, die der Bösewicht (oder noch besser: die Glashaube) Mysterio aus einem Museum gestohlen hat, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verticken. Doch Spider-Man macht ihm wie immer einen Strich durch die Rechnung, dabei wird die Tafel aber zerbrochen und es stellt sich heraus, dass diese über Ordnung sowie Chaos herrscht. Um alle Teile zu finden, muss Spider-Man noch die Hilfe von jeweils einem Spider-Man in zwei weitere Dimensionen in Anspruch nehmen, eine Dimensionen ist das New York der 30er Jahre mit dem Spider-Man Noir während die andere Dimension das New York im Jahre 2999 mit Spider-Man 2999 darstellt. Beide Superhelden in den anderen Dimensionen haben eigene Fähigkeiten und auch Einschränkungen, die der jeweils andere nicht hat.

 

So kann Spider-Man Noir zwar keine Wände hochklettern, bzw. sich nur hoch seilen, dafür aber seinen viel ausgeprägteren Spinnensinn für bestimmte Sachen verwenden, während Spider-Man 2999 sich nirgendwo hochseilen, dafür jedoch zum Beispiel mit seinen Flügeln gleiten kann. Ansonsten haben alle drei zusammen noch einen richtig großen Vorteil: Die Sprüche im Spiel sind im Stil der unvergesslichen Komik des Helden aus der Zeichentrickserie angelegt und werten für mich das Spiel immens auf, Fans wissen genau, was ich meine. Unterstützt werden alle Spider-Mans unter anderem von Madam Web, einer alte Bekannte aus der Zeichentrickserie.

 

Wie bei anderen Spielen um die Spinne ist der Hang zur Prügelei wieder einmal deutlich zu sehen, was trotzdem nicht heißen soll, dass es hier einfach nur ums Draufschlagen geht. Es soll vielmehr mit den diversen Angriffs- und auch Kombomöglichkeiten den Gegnern das Leben schwer gemacht werden. Mal ganz ehrlich: Was wäre Spider-Man auch, wenn er nur ein normaler Schläger wäre, auf alle Fälle kein besonderer Held.

 

Während auf dem oberen Bildschirm das ganze Spielgeschehen abläuft, hat man auf dem Touchscreen eine Lagekarte, auf der man den Schwierigkeitsgrad des Spieles sehen kann. Im leichtesten Modus wird alles auf der Karte angezeigt, während diese Annehmlichkeit mit der Höhe der Schwierigkeitgrades kontinuierlich weniger wird. Die Levels an sich sind sehr einfach aufgebaut und schnell durchzuspielen. Wer alle Items in den Levels haben möchte, muss das Spiel erneut durchspielen, da manche erst mit neu erworbenen Fähigkeiten zugänglich werden.

 

Die Steuerung im Spiel ist nicht schwer zu erlernen. Mit links und rechts auf dem Steuerkreuz läuft die Figur und unten dient zum Ducken beziehungsweise Kriechen durch Schächte. Mit der B-Taste springt Spidey über Abgründe, die Y-Taste dient zum Ausführen von Schlägen beziehungsweise Kombos durch die Kombination mit anderen Tasten. Weitere Angriffsmöglichkeiten sind das Einspannen von Gegnern mit dem Spinnennetz durch die A-Taste und das Ausweichen mit der R-Taste. Die X-Taste dient nur zum Ausführen bestimmter Aktionen, wie dem Umlegen von Schaltern, die L-Taste setzt die besonderen Fähigkeiten des jeweiligen Helden ein, wie zum Beispiel das Gleiten mit Flügeln bei Spider-Man 2999 in der Zukunftsdimension.

 

 

Technik und Meckerecke

 

Die Grafik ist in einem dreidimensionalen Hintergrund auf zweidimensionaler Spieleebene umgesetzt worden (manche nennen es auch 2,5 D). Bugs oder sonstige Mängel sind mir nicht aufgefallen, auch wenn man eindeutig sieht, dass sich die Entwickler hauptsächlich auf das Gameplay konzentriert haben. Besondere Qualität bekommt man bei der Hintergrundmusik und der Sprachausgabe geboten, auch wenn letzteres, wie in vielen Spielen heute üblich, keine deutsche Syncronisation bekommen hat sondern nur deutsche Untertitel eingeblendet werden.

 

Kommen wir jetzt aber zu den unguten Seiten des Spiels, um genau zu sein sind es zwei große Punkte. Der erste Punkt ist die kurze Spieldauer, diese beträgt zwischen vier und fünf Stunden. Wer dann noch die Motivation hat, das Spiel nochmal durchzuspielen und mit den neuen Fähigkeiten aus der ersten Runde nach speziellen Gegenständen zu suchen, sollte das tun. Ein umfangreicheres Spiel wäre jedoch viel schöner gewesen. Der zweite Punkt ist die Vielfalt des Spiels, was aber nicht mit dem zweidimensionalen Aufbau sondern mit den einfach gestrikten Levels zu tun hat. Diese lassen sich nämlich zu schnell überwinden und als besondere Highlights kommen nur die Bosskämpfe sowie die neuen Fähigkeiten in Frage, da hätte man mehr draus machen können und sollen.

 

 

Vielen Dank an Activision Blizzard für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Man sieht, dass sich die Entwickler um das Spiel bemüht und besonders für Prügelfans viele Möglichkeiten eingebaut haben, aber dennoch ist das Spiel etwas zu einfach und auch zu kurz geraten. Für Fans hingegen ist es ein Muss, da viele bekannte Elemente und die typischen Sprüche der Spinne passend reingebracht wurden. Andere Spieler sollten nur bei großem Interesse zugreifen, da es für den einen oder anderen zur großen Enttäuschung kommen kann. Motivierend ist das Aneignen von Fähigkeiten wie das Zerbrechen von Steinblöcken oder der Rückwärtskick als besonderer Angriff. Aber auch die Bosskämpfe gegen alte Bekannte und neue Schurken stellen in mancher Hinsicht eine schöne Herausforderung dar. Alles in allem ein Spiel mit guter Spieledynamik, wenn auch leider nicht sehr umfangreich.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.09.2010

Developer

Griptonite Games

Publisher

Activision Blizzard

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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