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Reviews: Nintendo DS

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Trackmania Turbo

Rennspiel

23.11.2010

Zum Testbericht der Wii-Version

Autor: Mario Kablau

 

Trackmania ist wieder da – mit Turbo!

 

Ich erinnere mich noch gut an den November des Jahres 2008, als ich Trackmania für den Nintendo DS getestet habe. Die drei Szenarien mit ihren jeweils 25 Rennstrecken haben mich eine gefühlte Ewigkeit an die Konsole gefesselt, wegen einiger Mängel kam jedoch keine super Note dabei heraus, sondern „nur“ eine gute. Zwei Jahre später steht der Nachfolger in den Regalen und er hat diesmal sogar einen großen Bruder dabei: Trackmania für die Wii, das von Timo genauer beleuchtet wird. Ich habe mir erneut die DS-Version geschnappt, um mir ein Bild davon machen zu können, was sich geändert hat und ob sich der (erneute) Kauf lohnt.

 

Nach wie vor legt das Spiel großen Wert auf eine möglichst größte Vielfalt. Nachdem der Vorgänger mit den drei Szenarien Stadion, Wüste und Rallye auskommen musste, gibt es bei Turbo jetzt vier mit nun englischen Bezeichnungen: Stadium, Island, Snow, Coast. Damit ist auf einen Blick klar, dass der Nachfolger nicht nur mehr Umfang zu bieten hat, sondern auch noch abwechslungsreicher geworden ist. Zudem bietet er drei Szenarien, die es auf dem DS bisher noch gar nicht gab.

 

Spielt man alleine, dann hat man nun ein Viertel mehr zu tun als noch im ersten Teil. Wieder hat jedes Szenario insgesamt 25 Strecken in fünf Schwierigkeitsgraden, dem Spieler werden also nun 100 Strecken geboten. Diese gilt es möglichst schnell zu beenden, wofür man Medaillen bekommt. Diese wiederum geben Punkte, die man im Shop für weitere Inhalte ausgeben kann, dazu aber später mehr. Die meisten Strecken haben einen Startpunkt und ein davon getrenntes Ziel, es sind also keine Rundkurse. Die Strecke muss man möglichst schnell zurücklegen, Gegner gibt es keine. Es kommt alleine auf die Zeit an, ein Geist kann jedoch aktiviert werden, um den optimalen Weg der Gold-, Silber- oder Bronzezeit zu zeigen.

 

Erst wenn man die jeweils ersten vier Strecken aller Szenarien in einer Stufe geschafft hat, darf man die nächste spielen. So gewöhnt man sich langsam an die verschiedenen Fahrzeuge und die Eigenarten der Strecken. Die jeweils fünfte Strecke muss man im Shop kaufen, in dem es daneben auch noch neue Skins für die vier Autotypen und Bauteile für den Editor zu erwerben gibt. Aber das ist noch längst nicht alles.

 

Darüber hinaus sind auch die Spielmodi Puzzle und Plattform wieder mit dabei. Hier gibt es in jedem Szenario jeweils eine Strecke pro Schwierigkeitsgrad, die es zu meistern gilt. Beim Puzzle muss man zunächst die Strecke mit fest vorgegebenen Teilen im Editor zu Ende bauen und dann die Bestzeit schlagen. Bei Plattform wird man auf hochkomplizierte Strecken losgelassen, die man mit möglichst wenigen Versuchen schaffen muss. Hier gibt es wieder jede Menge halsbrecherische Sprünge, Stürze und andere Dinge, die man in einem Auto normalerweise nicht erleben will...

 

Womit ich endlich den Bogen zum eigentlichen Spielprinzip geschafft habe, für alle, die noch nie etwas von Trackmania gehört haben: Im Prinzip ist es ein realistisches Rennspiel mit sehr intensiven Strecken. Man fährt nicht einfach nur normale Straßen entlang, sondern auch mal mit einem Formel-Fahrzeug durch Matsch, mit einem Straßenwagen durch einen Looping oder überspringt mit einem Jeep riesige Schluchten. Dabei verlangt es höchste Präzision und Konzentration, denn schon der kleinste Fehler kann dazu führen, dass man in hohem Bogen durch die Gegend fliegt und sonst wo landet.

 

Wie schon erwähnt ist auch der beliebte Streckeneditor wieder mit dabei. Hier kann man sich austoben und eigene Strecken ganz einfach mit dem Touchpen bauen. Man wählt einfach ein Szenario aus und benutzt die zur Verfügung stehenden Streckenteile und Hindernisse, um möglichst durchgeknallte Kurse zu bauen. Das geht mit dem Stylus extrem leicht, es braucht lediglich etwas Eingewöhnungszeit, weil man ziemlich viele Möglichkeiten hat, die erst verstanden und gelernt werden müssen. Im Prinzip ist aber nichts dabei, was man sich nicht auch selbst beibringen kann, falls man doch mal etwas nicht versteht, hilft die Anleitung zuverlässig weiter. Dank des Online-Modus lassen sich die so selbst erstellten Strecken nun auch mit der ganzen Welt teilen; was für eine perfekte Überleitung!

 

 

Per Turbo in die Wi-Fi Connection!

 

Doch bevor ich auf den Online-Modus eingehen, zunächst ein paar Worte zu den anderen Möglichkeiten, die Trackmania Turbo für mehrere Spieler bietet. Wie schon im Vorgänger gibt es wieder den so genannten Hot Seat Modus, in dem man mit einem DS bis zu acht Spieler unterhalten kann. Jeder fährt die Strecke für sich alleine und am Ende werden einfach die Zeiten verglichen. Okay, das geht zur Not auch ohne eine solchen Modus und macht bei Weitem nicht so viel Spaß wie ein simultanes Wettrennen, aber es ist zumindest eine nette Idee.

 

Daneben darf auch wieder mit mehreren DS-Systemen geheizt werden, natürlich sowohl mit einer Karte und dann eingeschränktem Umfang sowie mit mehreren und dem vollen Umfang. Das echte Herzstück des Multiplayer ist aber ohne Frage der Online-Modus, der gleichzeitig die wohl größte Neuerung im Spiel darstellt.

 

Nachdem man sich eingewählt hat, gibt es die typischen Optionen. Man kann entweder in einem schnellen Match mit maximal vier zufälligen Spielern aus der ganzen Welt um die Wette rasen oder sich in einem Freundesmatch versuchen. Dazu muss man blöderweise vorher die „beliebten“ Freundescodes austauschen. Glücklicherweise kann man jedoch nach einem schnellen Match seine Gegner direkt auf die Rivalenliste setzen und sie so später wiederfinden. Als weiteres Extra gibt es sogar einen Modus, der Freunde und Rivalen verbindet, was bei mir schnell dafür gesorgt hat, dass ich die Listen voll hatte und so immer Leute gefunden habe. Zuletzt gibt es auch noch die Möglichkeit, die Gegner anhand des eigenen Ranges, also Spielfortschritts auszuwählen, um so weder hoffnungslos unter- noch überfordert zu sein.

 

Nachdem man alle benötigten Spieler gefunden hat, darf jeder eine Strecke wählen und ein Zeit- oder Punktelimit dafür festlegen und schon geht es los. Spielt man nur mit Freunden, dann darf man sogar auf die selbstgebauten Kurse zurückgreifen. Die Raserei an sich klappte bei mir stets super und hat dafür gesorgt, dass ich wesentlich mehr Spaß mit dem Spiel hatte. Der Einzelspieler-Modus ist zwar ganz nett, macht aber irgendwann einfach nicht mehr so viel Spaß, da man keine Gegner hat und die Strecken recht kurz sind. Nach Mario Kart DS ist es damit ganz oben auf meiner Liste der besten Funracer auf Nintendos Handheld.

 

 

Eine Frage der Technik!

 

Nachdem nun klar gestellt wurde, dass sich der Umfang um 25 Prozent vergrößert hat und es nun auch einen Online-Modus gibt, bleibt eigentlich nur noch die Umsetzung als möglicher Störfaktor für eine bessere Note übrig. Es ist aber keiner, denn wie schon im Vorgänger ist die Technik recht sauber. Mein damaliger Kritikpunkt der manchmal nicht ganz optimalen Übersichtlichkeit bleibt zwar nach wie vor bestehen, ist aber zum Glück nun etwas weniger schlimm. Damals war es die Wüste, die mir die größten Probleme bereitet hat, die drei neuen Streckenszenarien und Stadium sind auf dem Handheld einfach besser geeignet, die Übersicht zu behalten. An manchen Stellen ist es jedoch immer noch kaum möglich, die Strecke vor sich zu erkennen, weshalb ich weiterhin nicht verstehe, warum es unten keine Karte gibt. Die Clipping-Fehler, die der Vorgänger noch hier und da hatte, sind mir nicht mehr aufgefallen.

 

Bei der Musik hat sich leider auch nicht so viel getan, es gibt nach wie vor zwar gute Musikstücke aber insgesamt noch immer zu wenig Abwechslung. Dadurch, dass nun insgesamt mehr im Spiel drin ist, ist es auf jeden Fall eine Verbesserung, gut ist es leider immer noch nicht. Auch die Motorengeräusche sind nach wie vor verbesserungswürdig.

 

Die Steuerung über das Steuerkreuz funktioniert immer noch vorbildlich. Durch die neuen Szenarien gibt es etwas wirklich Neues gegenüber dem Vorgänger und außerdem sind die Autos nun auch noch verschiedener. Das macht es zwar schwer, nach dem Abschluss eines Szenarios mal eben auf ein anderes zu wechseln, aber das ist nun mal das Spielprinzip von Trackmania, das es so einzigartig macht. Auch Trackmania Turbo unterstützt wieder das DS Rumble Pak als nette Ergänzung, von der ich als DSi-Besitzer jedoch leider nicht allzu viel habe.

 

 

Vielen Dank an dtp-entertainment für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Mit Trackmania Turbo haben die Entwickler es geschafft, den Vorgänger in allen Belangen in den Schatten zu stellen. Es gibt mehr Umfang, leicht bessere Grafik, mehr Abwechslung durch nun vier Szenarien und einen Online-Modus. Viel mehr kann man von einem solchen Spiel wohl nicht erwarten. Lediglich die Musik, die hier und da schlechte Übersicht und der nur im Handbuch erklärte, komplexe Editor kosten ein paar Punkte. Unterm Strich kann man aber weder als Besitzer des Vorgängers noch als Neukäufer etwas falsch machen, wenn man solche Rennspiele mag. Mich persönlich trübt nur, dass man alleine keine wirklichen Rennen fahren kann.

Grafik

gut

Sound

schwach

Steuerung

super

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

84%

Multiplayer

Release

28.10.2010

Developer

Focus Home Interactive

Publisher

dtp entertainment

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-8

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-4

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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