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Reviews: Nintendo DS

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Ivy the Kiwi?

Jump 'n Run

27.11.2010

Test der Wii-Version / Test der DSiWare-Version

Autor: Matthias Küpper

 

 

Wo ist Mama?

 

Eines Tages fällt ein seltsames Ei vom Himmel, welches eine andere Farbe hat als die übrigen. Ganz alleine schlüpft das Küken Ivy daraus und fragt sich sofort, wo denn Mama ist. Noch nicht ganz aus der Eierschale befreit, läuft die junge Kiwi los, um ihre Mutter zu finden. Ivy erwartet ein weiter und schwieriger Weg, der nur durch die Hilfe des Spielers bewältigt werden kann.

 

 

Der Efeu-Stylus

 

Die schöne Bilderbuchgeschichte ist nun vorbei und endlich geht es los. Mit gezücktem Stylus geht es ans Werk. Im Spiel steuert ihr nicht Ivy die Kiwi, wie es in einem klassischen Jump 'n Run üblich wäre, sondern das Küken läuft von alleine. Ihr habt nur die Möglichkeit, durch Efeuranken zu bestimmen, wohin Ivy läuft. Diese sind so fest, dass das Federvieh darauf laufen kann und normaler Weise kommt das Küken auch nicht hindurch.

 

Im Laufe des Spiels muss dafür gesorgt werden, dass Ivy nicht einfach in Stacheln oder Ratten hineinläuft. Ebenfalls gibt es noch fiese Krähen, die durch das Efeu hindurch können und nervige Tropfen, die manchmal ganz schön tief fallen. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten diese Hindernisse zu bewältigen:

Mit der Hilfe der Efeuranken kann den vielen Fallen in den einzelnen Levels ausgewichen werden. Ivy läuft dann einfach an ihnen vorbei. Natürlich können die Ratten und Krähen aber auch ausgeschaltet werden. Indem an der Efeuranke, über die Ivy geht, gezogen wird, kann das elastische Hilfsmittel ebenfalls als Schleuder benutzt werden. Da wünscht man doch einen guten Flug. Allerdings können auch nur vier Ranken erstellt werden, bevor die erste wieder verschwindet.

 

Wird Ivy getroffen, muss das Level noch einmal von vorne versucht werden. Ein Glück sind diese aber nicht zu lange. Felskugeln können ebenfalls helfen, sich einen Weg zu verschaffen und es gibt auch Wände oder Decken, die zum Einsturz gebracht werden müssen.

 

 

Poison Stylus

 

Mit dem Stylus können die Efeuranken gezogen werden. Dies geht ziemlich einfach und simpel, sofern die Hand nicht zu sehr zittert. Hektik darf aber nicht ins Spiel kommen, was später jedoch schon mal passieren kann. Schnell wird an einer Ranke gezogen, obwohl eigentlich eine neue erstellt werden sollte. Doch das Erstellen geht ansonsten einfacher als in der Version für die Wii. Auch beim DS gibt es keine weitere Option und so kann nur via Touchscreen gespielt werden.

 

Der Vorteil an der einfachen Steuerung ist eindeutig, dass es nicht lange dauert, bis sie gut von der Hand geht. Das heißt aber noch lange nicht, dass alle Level erfolgreich abgeschlossen werden. Denn besonders in den späteren Abschnitten gehen einem schnell die Nerven durch. Besonders schlimm wird es, wenn alle Federn und in den Bonusleveln auch noch die Schlüssel gesammelt werden können. Erstere müsst ihr aber nicht unbedingt sammeln. Sie geben euch nur weitere Leben.

 

 

Düster und doch schön

 

Auch die DS-Version weiß von der Grafik her zu überzeugen. Die gezeichneten Bilder, die erscheinen, wenn die Story erzählt wird, sind schön gezeichnet und auch die Hintergründe sind gut. Bei diesen fehlt es nur an Abwechslung. Genau diese fehlt aber auch bei der sonstigen Levelgestaltung. Es werden immer wieder dieselben Elemente benutzt, was zu wenig verschiedenen Farben führt. Das Spiel wirkt auf dem DS farbloser als auf Wii, wodurch die traurigen Gefühle des Kükens aber besser herüberkommen.

 

Auch der Sound im Hintergrund kann überzeugen. Es sind wirklich schöne Stücke dabei, weshalb es auch schade ist, dass es pro Kapitel nur eine Melodie gibt. Die Musik passt auch gut zu den einzelnen Gebieten, durch die sich Ivy bewegt.

 

 

Eine Karte oder doch lieber mehrere?

 

Neben 50 weiteren Leveln im Vergleich zur Mini-Version für DSiWare gibt es auch noch einen Multiplayer. Mit zwei bis vier Spielern könnt ihr gegeneinander verschiedene Level versuchen. Seid ihr die schnellste Kiwi von euren Freunden? Hier könnt ihr es zeigen. Es ist möglich, mit vier Karten oder auch nur mit einer Karte als DS-Download-Spiel gegeneinander anzutreten. Besonders gut ist, dass zu mehreren nicht nur die fünf Level für den Multiplayer sondern auch auch alle aus dem Einzelspieler gespielt werden können.

 

 

Was war nicht so toll?

 

Ivy the Kiwi ist für DS und Wii ein tolles Spiel, doch auf beiden Plattformen besteht das Problem, dass bei der Hektik schon einmal schnell alle Leben ausgehen. Zwar kann danach unter Verlust aller Punkte, die in die Highscore gehen, das Level erneut versucht werden, aber es baut sich dennoch langsam ein Frust im Spieler auf. Gerade beim DS kann es schnell einmal passieren, dass entweder zur falschen Zeit eine neue Ranke erstellt wird oder eben eine alte wird zur Schleuder umfunktioniert. So kann es vorkommen, dass man öfters stirbt und gerade in den späteren Level ist das problematisch.

 

 

Vielen Dank an Rising Star Games für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Ivy the Kiwi kann auch für den DS überzeugen. Es ist schwer zu sagen, ob der Titel für die Wii oder doch für das Handheld besser ist, da beide Spiele verschiedene Mängel haben, die sich aber fast aufheben. Bei der DS-Version ist das lenken mit den Ranken beim Erstellen leichter, während die Unterscheidung zwischen dem Spannen und Erschaffen bei der Wii Version besser gelöst wurde. Der Umfang ist mit 100 Levels und dem Multiplayer auf jeden Fall in Ordnung. Wer alle Federn in den einzelnen Abschnitten einsammelt, der braucht auch etwas länger. Für unterwegs ist der Titel gut geeignet, da jedes einzelne Level abgespeichert wird. So ist es auch kein Problem zwischendurch einfach mal etwas zu spielen. Die Note fällt etwas schlechter als bei der DSiWare-Version aus, da diese für einen Bruchteil des Preises nur auf 50 Levels und den Multiplayer verzichtet.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

77%

Singleplayer

71%

Multiplayer

Release

12.11.2010

Developer

Probe

Publisher

Rising Star Games

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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