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Reviews: Nintendo DS

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Mario vs. Donkey Kong - Aufruhr im Miniland

Puzzle

14.02.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Minis, Minis und noch mehr Minis!

 

Wer Besitzer eines Nintendo DS ist und bislang noch nichts von Mario vs. Donkey Kong mitbekommen hat, der hat in der Tat einiges nachzuholen. Die Jungs und Mädels von NST haben nun den bereits vierten Teil auf den Markt gebracht, der das uralte Konzept von Tischler, pardon, Klempner gegen Affe auf die Spitze treibt. Anders als im Urtitel Donkey Kong tritt hier jedoch nicht der Klempner selbst an, sondern er schickt kleine Roboter für sich in den Kampf. Warum er das tut? Ist doch klar! Donkey Kong hat mal wieder die geliebte Pauline entführt, weil er sauer ist, dass er ein gewisses Spielzeug nicht mehr bekommen hat. So schnappt er sich kurzerhand (und absolut überraschend *gähn*) das Original und Mario folgt ihm mit seinen Minis in die Höhen und Tiefen des hinlänglich bekannten Freizeitparks, um Pauline zu retten.

 

Das Spielprinzip ist im Wesentlichen gleich geblieben: Es geht in jedem Level darum, die gesamte Mini-Mannschaft sicher ins Ziel zu führen. Da sie sich automatisch bewegen, sobald man sie einmal angestupst hat, erinnert das Konzept ziemlich an gewisse Lemminge. Die kleinen Marios laufen einfach immer weiter, egal ob sie der nächste Schritt in den sicheren Tod befördert oder ins Ziel. Die Aufgabe des Spielers ist es also, die Umgebung per Touchpen so zu beeinflussen, dass das Ziel erreicht werden kann.

 

 

Auf dem Weg dahin gibt es einiges zu sammeln. Neben normalen und großen Münzen sind vor allem zwei Dinge wichtig: Die M-Münzen und kleine Sammelkarten. Da jede Welt aus acht Leveln plus einem Endgegner besteht, lassen sich jeweils neun Sammelkarten finden und nur wenn man alle hat, dann darf man das Minispiel dieser Welt spielen. Darin geht es darum, verschiedene Mini-Modelle, die von oben aus Röhren kommen, unten in die richtigen Kisten einzusortieren. Erreicht man eine bestimmte Punktzahl, dann gibt es dafür bis zu drei der begehrten M-Münzen, so dass man hier pro Welt auf maximal 12 kommt. Diese benötig man, um bis zu 20 Bonus-Level freizuschalten. Zusätzlich erhält man pro Level einen Pokal, wenn man es perfekt und in einer bestimmten Zeit knackt, womit man weitere 10 Levels erhält, die es absolut in sich haben.

 

Für genügend Abwechslung bei der Masse an Aufgaben sorgen die speziellen Levels jeder Welt. So ist das vierte jeweils nicht nur mit Mini-Marios gespickt, sondern auch mit entsprechenden Versionen von Toad, Peach, Pauline und DK (!!!). Jeder Charakter hat dabei einen eigenen Ausgang, was etwas mehr Logistik erfordert. Dazu ist im jeweils achten Level der Ausgang verschlossen und nur ein bestimmter Mini hat den Schlüssel. Folglich muss er zuerst am Ausgang ankommen, um die Tür für sich und seine Kollegen aufzuschließen.

 

 

Neu sind auch die Bosskämpfe. Bisher war es bei den Endgegnern (bzw. bei dem, denn es ist ja immer wieder DK) so, dass die Minis am unteren Bildschirmrand in einer Kanone steckten, die man drehen kann. Von dort schoss der Spieler sie ab und musste den oben sein Unwesen treibenden DK mehrmals treffen. Nun sind diese Kämpfe wesentlich mehr retro und erinnern sehr stark an das erste Spiel mit dem Affen. DK steht oben auf einer Plattform und die Minis betreten von unten den Bildschirm. Oben gibt es drei Punkte, die sie erreichen müssen, um DK zu verjagen und auf dem Weg dahin gibt es allerhand Hindernisse zu überwinden. Das ist meist wirklich kein leichter Auftrag, da DK sich natürlich auch immer mal wieder einmischt.

 

Doch auch nachdem man die acht Welten beendet hat und Donkey Kong im angeblich letzten Kampf bezwungen hat, ist das Spiel nicht vorbei. Im Plus-Modus, der im letzten Teil eingeführt wurde, geht das ganze Spiel von vorne los, nun jedoch mit verschiedenen Minis in jedem Level, die auch noch in einer ganz bestimmten Reihenfolge den Ausgang erreichen müssen. Während der Normalmodus für Veteranen kein Problem darstellt, wird man hier echt gefordert. Gerade für mich als Langzeitspieler der Serie macht aber genau das den großen Spielspaß aus.

 

Und falls man mal nicht weiter kommt, gibt es nun auch hier eine Hilfestellung. Scheitert man in einem Level fünf Mal, dann kann man den Mini-Assistenten nutzen, der einem zeigt, wie genau der Level optimalerweise zu lösen ist. Umsetzen muss man dass dann jedoch komplett selbst, was manchmal trotz bekannter Lösung noch schwer sein kann.

 

 

 

Neuerungen!

 

Wie eben erwähnt gibt es auch einige neue Features. So sind zum Beispiel die bekannten rosa Blöcke nicht mehr dabei, dafür kann man nun Wege mit Rollbändern selber malen. Außerdem sind Sprungfedern, Röhren und andere Dinge mobil, man kann sie also von ihrem Stammplatz entfernen und dann an anderen (vorgegebenen) Stellen platzieren. Auch bestimmte Leitern kann man entfernen und mit dem Stylus woanders wieder erscheinen lassen.

 

Das alles führt zu viel mehr Flexibilität beim Leveldesign. Anfangs merkt man das noch nicht so, aber je weiter man kommt, desto mehr dieser Elemente werden kombiniert, so dass es zu keiner Zeit langweilig wird. Im Prinzip ist der vierte Teil eine fast perfekte Kombination des Besten aus den drei Vorgängern jedoch nicht ohne genug eigene Ideen.

 

Man muss jedoch fairerweise auch sagen, dass sich am Grundprinzip nicht allzu viel geändert hat und es daher den einen oder anderen durchaus langweilen könnte. Mir geht das jedoch nicht so, da ich es durchaus legitim finde, wenn man ein gutes und erfolgreiches Spielkonzept am Leben hält.

 

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch hat das Spiel im Vergleich zum Vorgänger zwar keinen großen Sprung gemacht, das stört aber kaum, weil schon der DSiWare-Titel wirklich gut aussieht. Im vierten Teil bekommt man lediglich wieder mehr Abwechslung geboten, was den Titel auch wirklich besser macht. Die Technik an sich ist sehr gut gelungen, die Charaktere sehen gut aus und haben tolle Animationen, die Hintergründer sind vielseitig und gut gezeichnet und die verschiedenen Elemente passen einfach perfekt zusammen. Mehr kann man bei einem 2D-Spiel auf dem DS einfach nicht erwarten. Schade ist lediglich, dass es keine echten Videos mehr gibt, nun sind auch alle Zwischensequenzen in Spielgrafik.

 

Die Musik ist ebenso gelungen, klassische Titel aus 30 Jahren Videospielgeschichte wurden mal wieder neu aufgelegt und kombiniert, so dass das Ergebnis ein wahrer Ohrenschmaus ist. Dazu mangelt es nicht an Abwechslung und auch die kurzen Sprüche der Figuren sind witzig und vielseitig. Viel besser geht es auch hier nicht mehr, wobei ich langsam genug davon habe, ständig die Musikstücke im Ohr zu haben und vor mich hin zu summen.

 

An der Steuerung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Die Kombination aus Touchpen und Steuerkreuz funktioniert nach wie vor super, lediglich in hektischen Situationen geht hin und wieder mal etwas schief, was vor allem in sehr großen Levels nerven kann. Meist lässt sich das jedoch durch eine gute Planung vermeiden, so dass das nicht wirklich ein Kritikpunkt ist.

 

 

Der Umfang ist im Vergleich zu den Vorgängern deutlich gewachsen. Insgesamt gibt es fast 100 verschiedene Levels plus acht Minispiele und neun Bosskämpfe. Im Plusmodus folgt dasselbe in deutlich schwererer Ausführung, so dass man locker 15 Stunden mit dem Spiel beschäftig ist, bevor DK sich geschlagen gibt. Wer es auch darauf anlegt, alle Levels perfekt zu lösen, der ist noch deutlich länger an die mobile Konsole gefesselt.

 

Zusätzlich sorgt der Konstruktionsmodus wieder für Langzeitmotivation, denn man kann nicht nur selbst neue Levels bauen, sondern sich auch welche per Wi-Fi Connection herunterladen, die entweder von Nintendo direkt oder von anderen Spielern stammen. Durch ein gut durchdachtes Bewertungssystem setzen sich sogar nur die Dinge durch, die auch wirklich gelungen sind. Was will man mehr?

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Der vierte Teil von Mario vs. Donkey ist für mich der bisher beste der Reihe. Auch wenn sich bei einigen Leuten bestimmt Ermüdungserscheinungen einstellen, reichen mir die vielen kleinen Veränderungen mehr als aus. Ich mag das Spielprinzip und bin immer wieder froh über neuen Stoff. Den Entwicklern ist es trotz sehr guter Vorgänger gelungen, da noch einen oben drauf zu setzen. Dazu ist der Umfang riesig und durch den Wi-Fi Modus theoretisch sogar endlos. Zuletzt stimmt auch noch die Technik, so dass ich wirklich jedem DS-Besitzer den Kauf wärmstens empfehlen kann.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

super

89%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

04.11.2011

Developer

NST

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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