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Reviews: Nintendo DS

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Zhu Zhu Pets: Kung ZHU

Jump 'n Run

18.04.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Konkurrenz für Igor?

 

Es gibt Spiele, die kommen in die Redaktion und sorgen dafür, dass auf einmal jeder einen wichtigen Termin hat. Als Chef weiß ich natürlich, dass das alles bloß faule Ausreden sind, um den besagten Titel nicht testen zu müssen. All diese Perlen bleiben dann bei mir hängen, weshalb ich über die Jahre ein wahrer Experte für richtig schlechte Spiele geworden. Bei Kung Zhu für den Nintendo DS war es nun wieder soweit, keiner hatte mehr Zeit, also habe ich es mit in den Urlaub genommen und es mir dort vorgenommen.

 

Wobei ich es anfangs so lange wie möglich hinausgezögert habe. Wenn man weiß, dass man drei Wochen weg ist, muss man sich ja auch nicht gleich am ersten Tag den Spaß verderben. Insofern habe ich bis zur letzten Wochen gewartet und mir Kung Zhu während eines sonnigen Tages irgendwo in der Karibik vorgenommen, in der Hoffnung, dass die nette Umgebung das Spiel erträglich(er) macht. Aber bevor ich dazu komme, zunächst eine kurze Zusammenfassung der Geschichte.

 

Die Zhu Petz sind Bären, die ein bisschen aussehen wie Teddys, mit Kampffähigkeiten. Zumindest dachte ich, dass es Bären sind, nach der Recherche für diesen Test fand ich nämlich heraus, dass es eher Hamster sein sollen. Das spricht schon mal für das Spiel, dass man nicht einmal die Rasse erkennen kann... Jedenfalls wird ihnen etwas von einem Bösewicht gestohlen und außerdem werden fünf der sechs Teammitglieder entführt sowie die Kampfanzüge der Truppe entwendet. Nur ein Hamster/Teddy und sein Kampfanzug bleiben zurück und die ehrenvolle Aufgabe des Spielers ist es nun, das Gestohlene und Entführte zurück zu holen. Klingt spannend! Ist es auch, und zwar so wie 24 Stunden Standbild auf dem Fernseher – in schwarz-weiß, ohne Ton und ohne unterhaltames Bildrauschen. Aber Geschichten machen ein Jump ’n Run nicht gut, sondern das Gameplay, oder???

 

 

Kung Fu Hamster?

 

Man läuft per Steuerkreuz von links nach rechts durch die zweidimensionale Umgebung und setzt zwei der vier Aktionstasten des DS zum springen ein und die anderen beiden für eine Attacke. Außerdem kann man auf dem Touchscreen seinen Kampfanzug an- und ablegen und hat dann eine besondere Attacke sowie einen Panzer, um mehr Schaden zu vertragen. Das war es. Mehr Abwechslung bietet das Spiel nicht. Okay, man befreit nach und nach die fünf anderen Bären und findet die „verlorenen“ Kampfanzüge wieder, aber auch wenn man dadurch ein etwas anderes Spielgefühl oder einen anderen Angriff im Anzug bekommt, bleibt doch alles immer bei Alten.

 

Man springt munter durch die kleinen Levels, bekämpft Gegner und sammelt kleine Dinger ein, von denen es in jedem Level 200 gibt. Warum man das tun muss, hat sich mir bis zum Ende nicht erschlossen. Nach jeweils drei oder vier Levels trifft man dann auf einen Endgegner, der ein wenig Variation ins Gameplay bringt. Da er nach maximal 60 Sekunden jedoch Geschichte ist, hält diese nicht lange vor.

 

Ebenso wenig war ich lange frustriert, mir mit diesem Spiel einen Seetag zu vermiesen, denn nach knapp zwei Stunden war ich durch. Ich habe zwar nicht alles gesammelt und auch nicht jeden Level von vorne bis hinten durchsucht, aber warum sollte ich das auch tun?

 

 

Was kann die Technik?

 

Wenn schon die Story öde ist und das Gameplay nur durch Monotonie glänzt, dann überzeugt aber doch bestimmt die Grafik, oder? Weit gefehlt. Das Spiel scheint ein einziger Haufen Pixelmatsche zu sein (oder ich habe einfach zu viel Sonne abgekommen), so dass man kaum etwas erkennen kann. Dazu sehen die Umgebungen immergleich aus und auch die mutierten Hamster unterscheiden sich wie auch die Gegner, nur marginal. Die Musik ist ähnlich uninspiriert, eine Sprachausgabe gibt es nicht, so dass also auch die Technik nicht wirklich überzeugen kann.

 

 

Wir danken Activision für das Testmuster.


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Fazit

Kung Zhu ist zwar kein richtig schlechtes Spiel und auch bei weitem keine Konkurrenz zu Igor, jedoch ist es vor allem eins: überflüssig. In allen Belangen kommt es maximal an mittelmäßige Qualität heran, so dass es unterm Strich trotz der objektiv gar nicht so furchtbar schlechten Note absolut keinen Grund gibt, es zu kaufen oder gar zu spielen. Es unterhält nicht, macht keinen Spaß und bietet nach dem Durchspielen kein Gefühl der Befriedigung. Man hätte zwar noch einiges wesentlich falscher machen können, aber viel mehr hätte man richtiger machen müssen. Nur wer auf absolut anspruchslose 0814-Kost steht, kann mit dem Titel zumindest ein paar Stunden seiner im Überfluss vorhandenen Zeit vertreiben, ohne jedoch dabei Spaß zu haben.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

schwach

42%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

18.03.2011

Publisher

Activision

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2


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