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Reviews: Nintendo DS

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Lego Star Wars III: The Clone Wars

Action Adventure

22.05.2011

Autor: Philipp Breß

 

 

A long time ago...

 

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele unzählige Reviews zu Spielen, Filmen und Büchern aus dem Star Wars-Universum mit diesem Satz angefangen haben. Aber da ich heute mal zur Abwechslung nicht von der Muse geküsst wurde, benutze ich diesen sagen wir mal „rustikalen“ Einstieg für das Review zu dem gefühlt eintausendsten Legospiel „Star Wars III: The Clone Wars“ für den Nintendo DS (ohne den ganzen 3D Schnick-Schnack).

 

Das Spiel basiert auf der gleichnamigen TV-Serie „The Clone Wars“, was bedeutet, dass Leute, die sich bisher nur mit den „echten“ Kinofilmen beschäftigt haben eine komplett neue Story (bzw. viele kleine Storys) serviert bekommen, die die Zeit zwischen Episode II und Episode III erzählen; die Klonkriege eben. Erzählt wird der Plot des jeweiligen Levels in kurzen und unterhaltsamen Video-Sequenzen, wobei „erzählt“ das falsche Wort sein dürfte. Wie in allen Lego-Spielen verständigen sich die Lego-Charaktere nämlich ausschließlich über Zeichen- und Lautsprache. Das bedeutet, dass man den Charakteren nicht mehr als einige comicmäßige „ahhs“, „ohhs“ und „irghs“ entlocken kann.

 

 

Das Gameplay an sich ist eine solide Mischung aus (leichten) Rätseln, kinderfreundlicher Action und einem ordentlichen Plattformer. Das Geschehen spielt sich auf dem oberen Bildschirm ab, wobei der untere Bildschirm für diverse Minispiele bzw. kleine Rätsel herhalten muss. Die meiste Abwechslung wird durch die unterschiedlichen Charaktere, die alle mit spezifischen Fähigkeiten ausgestattet sind, generiert. So können kleine Charaktere wie Yoda oder Asoka durch Nischen andere Ebenen erreichen, Klonkrieger können sich per Enterhaken über Abgründe schwingen und Jedis können mit der Macht Gegenstände bewegen usw.. Leider sind die Rätsel dann oftmals doch viel zu leicht, da in der Auswahl immer der benötigte Charakter aufblinkt. Dies führt dann letztendlich auch dazu, dass sich viele Aufgaben in den ca. 13 Leveln wiederholen. Aber als zusätzliches Schmankerl gibt es auch noch Weltraummissionen in denen man mit den Clone Wars typischen Raumschiffen in die Schlacht ziehen darf. Meiner Meinung nach einer der besten Aspekte am Spiel, da sich diese Raumschlachten zum Teil wie eine Mischung aus Lylatwars und Rogue Squadron anfühlen.

 

Und irgendwie fühlt sich das Spiel einfach nicht so komplett an, wie die großen Brüder auf den Heimkonsolen. Das könnte wiederum daran liegen, dass einige Features wie z.B. der Coop-Modus, für den die Legospiele an sich bekannt sind, überhaupt nicht vorhanden ist. Auch der Freie Modus, in dem man mit beliebigen Charakteren die Level erneut spielen darf, kann über diesen Wegfall nicht hinweg trösten! Ebenso bietet die, wie soll ich es nennen, „Oberwelt“ nicht allzu viel. Zwischen den Leveln kann man zurück auf eine Raumstation, die aber im Gegensatz zu den „großen“ Legospielen äußerst beschränkt wirkt in den Möglichkeiten. Abgesehen von der Möglichkeit, Charaktere zu verändern bzw. neue zu kaufen bietet sich irgendwie nichts Spektakuläres. Aber vielleicht sind meine Erwartungen, gemessen an mein Alter, einfach etwas zu hoch, denn man merkt Lego-Star Wars an, dass es, wie auch die Serie, mehr für Kinder konzipiert wurde.

 

 

Ansonsten spielt sich das Spiel recht ordentlich ohne irgendwelche kuriosen Aussetzer. Lediglich der Touchscreen wurde stiefmütterlich behandelt und findet kaum Verwendung, außer beim Lösen von Minirätseln – wirklich schade drum. Optisch fand ich es für ein 3D animiertes DS-Spiel äußerst ansehnlich und der orchestrale Sound von Star Wars ist in der Regel ja so oder so nicht schlecht zu bewerten.

 

 

Vielen Dank an Activision für das Testmuster.


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Fazit

Lego Star Wars III: The Clone Wars ist nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut. Eigentlich kann man sagen, es ist das perfekte „OKAY“ Spiel. Es passt so richtig in das Niemandsland der Spielebewertungen. Spielerisch absolut in Ordnung, ein etwas unkreatives Leveldesign und Rätsel, die etwas zu leicht sind, machen es zu eben so einem Okay-Spiel. Was allerdings tatsächlich in Zeiten von Online-Multiplayer-Möglichkeiten negativ auffällt, ist der nicht vorhandene Coop-Modus für den die Lego-Spiele sonst bekannt sind. Für Kinder ist es bestimmt eine super Unterhaltung für unterwegs, aber alle anderen sollten auf die Konsolen-Varianten ausweichen.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

64%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

24.03.2011

Developer

Lucas Arts

Publisher

Activision

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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