Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo DS

Award für Optionsvielfalt

< zurück

Pflanzen gegen Zombies

Strategie

24.05.2011

Autor: Mario Kablau

 

 

Zombies wollen dein Gehirn!

 

Als Hausbesitzer hat man es echt schwer. Ständig muss man irgendwas reparieren, hohe Steuern zahlen und sauber bleibt so eine Bude auch nicht von alleine. Und zu allem Überfluss will eine riesige Meute hungriger Zombies auch noch an das Gehirn des Hausbesitzers. Doch zum Glück hat ein Haus in der Regel einen Garten, so dass man den Untoten zumindest noch Pflanzen entgegen setzen kann, bevor sie ihr Ziel erreichen. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Hausbesitzers und muss zunächst im Vorgarten dafür sorgen, dass die Zombies nicht das Haus erreichen. Dazu hat man verschiedene Pflanzen zur Verfügung, die sich gegen die Zombies mit Erbsengeschossen zur Wehr setzen können. So baut man im Laufe der Zeit in fünf Reihen pro Level Verteidigungslinien.

 

Anfangs ist das noch relativ übersichtlich, da nur einfache Zombies angreifen, die mit den einfachen Erbsenschießern bekämpft werden können. Im Laufe der Zeit werden die Angreifer jedoch stärker, parallel bekommt der Spiele neue Pflanzen an die Hand, so zum Beispiel Doppelgeschosse, Eispflanzen, Tomatenbomben und Kartoffelhindernisse. Doch natürlich kann man all diese Gewächse nicht einfach beliebig pflanzen, man braucht dafür eine bestimmte Anzahl an Sonnen. Diese fallen zum einen vom Himmel und können einfach eingesammelt werden. Da das jedoch nicht reicht braucht man zum anderen auch noch Sonnenblumen, die ebenso Sonnen produzieren aber zum Setzen auch welche brauchen. Man muss also sehr strategisch vorgehen, um Level für Level zu überleben.

 

Hat man die ersten zehn der insgesamt 50 Levels hinter sich, dann wird es jedoch nicht einfacher, denn die Sonne geht unter. Und nachts fallen leider keine Sonnen vom Himmel und auch Sonnenblumen produzieren nicht so viel Output. Doch zum Glück bekommt man rechtzeitig Pilze, die das ausgleichen und außerdem ein paar Pflanzen, die wesentlich günstiger, dafür aber schwächer sind. Die neue Umgebung erfordert also ein strategisches Umdenken. Nach weiteren zehn Levels und zurück im Sonnenlicht ändern die Zombies dafür ihre Strategie und greifen nun das Haus von hinten an. Dort gibt es nun sechs Reihen und zwei davon sind durch den Pool belegt. Da man auf dem Wasser nicht so einfach Blumen setzen kann, erfordert es wiederum eine Umstellung und es braucht auch neue Pflanzen. Über diesen Weg greifen die Zombies dann auch noch in der zweiten Nacht an, bevor es am dritten Tag aufs Dach geht. Dort wird es noch schwerer, denn auf Dachziegeln kann man auch nicht so einfach etwas anpflanzen...

 

 

Höherer Preis – mehr Inhalte!

 

Da es Pflanzen gegen Zombies auch für DSiWare zu einem geringeren Preis gibt, muss die Retail-Version natürlich ein paar Gründe liefern, um den Kauf zu rechtfertigen. Und das tut sie! Denn so gibt es verglichen mit dem Download wesentlich mehr und allesamt extrem gelungene Minispiele, in denen man vor allem Geld verdient, um weitere Extras zu kaufen, so zum Beispiel Pflanzen für den Zen Garten. Dort muss man sich liebevoll um seine Pflanzen kümmern, damit sie wachsen und gedeihen. Tun sie das, dann produzieren sie ebenso Geld, was man dann wieder für noch mehr Pflanzen oder Extras für das Hauptspiel ausgeben kann.

 

Das braucht man auch, denn im zweiten Durchgang wird alles ein wenig schwerer, so dass sich auch diese Runde lohnt. Ebenso gibt es noch zwei Rätseltypen mit jeweils zehn Aufgaben, wo man sein Gehirn erst anstrengen muss, damit es nicht gefressen wird. Einmal darf man sogar die Rolle der Zombies übernehmen und muss die Pflanzen überwinden, um Gehirne zu futtern. Zuletzt kommt auch noch der Modus „Überleben“ hinzu, in dem man einer scheinbar nicht enden wollender Welle an Zombies so lange wie möglich standhalten muss.

 

Kombiniert mit der ohnehin schon großen Abwechslung aus dem Hauptspiel ergibt sich durch die ganzen Extras eine wirklich große Langzeitwirkung. Darüber hinaus macht das Spiel an sich so viel Spaß, dass ich sogar unmittelbar nach dem Durchspielen der Download-Version, das Spiel aus dem Laden zwei Mal durchspielen konnte. Und da ich immer noch nicht alles erreicht habe, fesselt es mich auch drei Wochen nach dem Release immer noch. Das ist vorbildlich!

 

Zuletzt ist auch noch ein Zweispieler-Modus exklusiv auf der Karte. Darin schlüpft – wie sollte es anders sein – ein Spieler in die Haut der Zombies und einer in die des Hausbesitzers. Abwechselnd setzen sie ihre Figuren und müssen so versuchen, den anderen zu bezwingen. Das ist eine wirklich gute Idee, die dafür sorgt, dass man noch länger Spaß mit dem Spiel hat, nicht zuletzt weil es natürlich auch per DS-Download mit nur einer Karte geht. Da hier jedoch kaum Abwechslung gebotet wird, verwelkt der Multi gegen den Rest des Spiels etwas. Es ist aber nichtsdestotrotz eine gelungene Ergänzung!

 

 

Die technische Seite!

 

Mit der Grafik gewinnt das Spiel zwar keine Awards, aber zumindest ein Blumentopf ist ihm sicher. Zumindest ist es nicht die Optik, die das Spiel so toll macht, auch wenn sie dazu beiträgt. Zwar werden die Fähigkeiten des DS nicht wirklich ausgereizt, die Konsole kommt jedoch in volleren Levels hin und wieder an ihre Leistungsgrenzen. Das wundert wenig, denn wenn 50 sich stetig bewegende Pflanzen auf dem Bildschirm dargestellt werden, die pro Sekunde zwei bis vier Geschosse abfeuern und gleichzeitig 20 Zombies angreifen, dann hat die Technik schon was zu tun. Zum Glück bleiben Ruckler jedoch die Ausnahme, daran merkt man aber, dass grafisch viel mehr eben doch nicht möglich gewesen wäre, allerdings auch nicht nötig.

 

Gut gelungen finde ich auch die Akustik des Titels. Zum einen ist die Musik schön düster und absolut passend und zum anderen sind die Soundeffekte und Geräusche wirklich gut gelungen. Vor allem die Töne, die die Zombies von sich geben – vor allem beim Fressen – sind einfach köstlich. Leider mangelt es etwas an Abwechslung, so dass ich insgesamt nicht ganz zufrieden bin.

 

Die Steuerung mit dem Touchpen ist auch gut gelungen. Alles geht leicht von der Hand und lässt sich gut bedienen. Etwas blöd ist nur, dass die untere Reihe teilweise von kleinen Icons bedeckt wird, so dass man hier besonders genau hinschauen muss, um nichts zu übersehen, vor allem die kleinen Sonnen benötigen ein gutes Auge. Das Setzen von Pflanzen ist einfach und auch in hektischen Situationen gelingt fast immer alles so wie gewollt.

 

 

Vielen Dank an PopCap Games für das Testmuster.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Pflanzen gegen Zombies ist für mich eines der besten Spiele für den Nintendo DS, egal ob als Download oder aus dem Laden. Das Hauptspiel alleine bietet viele Stunden Spielspaß und die massenweise vorhandenen Extras sorgen dafür, dass der höhere Preis der Retail-Version gerechtfertigt ist. Ich habe jedenfalls lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Spiel gehabt, es macht süchtig und beschäftigt für viele Wochen, sobald man sich einmal hat infizieren lassen. Also: kauft das Spiel und genießt eine der letzten Perlen für den ausgemusterten Handheld. Vielleicht bekommen wir dann einen zweiten Teil in 3D, ich warte täglich ungeduldig auf die Ankündigung!

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

95%

Singleplayer

70%

Multiplayer

Release

15.04.2011

Developer

PopCap Games

Publisher

Rondomedia

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes