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Reviews: Nintendo DS

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Sophies Freunde Kochspaß

Simulation

20.10.2007

Autor: Mario Kablau

 

 

Kochen für Anfänger

 

Die Geschichte des Titels ist nicht sonderlich komplex. Das junge Mädchen Lisa freut sich auf die Rückkehr ihres Vaters, der bald von einer Geschäftsreise zurückkommen wird. Plötzlich fällt ihr ein, dass sie ihm bei seiner Abreise versprochen hat, ihm etwas zu kochen, wenn er wieder da ist. Doch sie kann gar nicht kochen, also wünscht sie sich Hilfe herbei und die kommt auch prompt. Ein mysteriöses Wesen vom Mond schlüpft in den Körper ihres Stoffhasen, der ihr von nun an helfen wird. Als erstes besorgt er Lisa eine Lehrerin, die ihr in Kochstunden die hohe Kunst beibringen soll, damit sie ihrem Vater etwa einzigartiges bieten kann.

 

Dann beginnt auch schon die erste Kochstunde. Die Lehrerin stellt ein Menü vor, das Lisa nachkochen muss. Dazu holt sie zunächst die benötigten Zutaten mittels Touchpen aus dem Kühlschrank und bereitet dann nacheinander die drei Gänge zu, wobei das Hauptgericht immer als letztes dran kommt. Ihre Lehrerin gibt Lisa dazu entscheidende Hinweise und stellt die Zutaten in der richtigen Reihenfolge zur Verfügung.

 

Doch manche Dinge müssen zunächst vorbereitet werden, so dass der Spieler zum Beispiel Fleisch mit dem Stylus in kleine Stücke schneiden muss, Schnitzel mit Mehl, Ei und Paniermehl panieren muss oder andere Dinge zu tun hat, bevor es richtig losgehen kann. Ebenso werden Zutaten wie Reis und Gemüse vorher erst gewaschen bzw. in die richtige Form gebracht. All diese Dinge erledigt man über den Touchscreen und bekommt dabei Tipps und Hilfen, so dass man langsam an die Materie herangeführt wird.

 

Im letzten Schritt geht es dann an den Herd, wo man die Zutaten in den Topf oder die Pfanne geben und zubereiten muss. Bei manchen Gerichten wird die Kochzeit vorgegeben, aber nicht selten muss der Spieler auch selbst entscheiden, wann etwas lange genug gegart oder gebraten wurde. Allerdings bekommt man auch dazu immer eine Hilfe angeboten. Am Ende noch den Herd ausschalten und fertig ist das Essen.

 

Wenn fertig gekocht ist, muss das Ganze auch noch schön hergerichtet werden. Der Spieler wählt die Unterlage, die Teller und Tassen, das Besteck und Ähnliches aus, um dann das Gericht mit ein paar Beilagen zu verzieren. Danach wird das Essen in drei Kategorien bewertet: Kochkünste, Geschmack und Beilage, wobei es in jedem Punkt zwischen 0 und 40 Punkten (in 10er Schritten) gibt. Sammelt man genug Punkte, dann bekommt man von der Lehrerin ein neues Rezept, dass man dann im Modus „Frei kochen“ selbst einmal ausprobieren kann.

 

Nachdem die erste Stunde vorbei ist, kehrt Lisa auf ihr Zimmer zurück. Zwischen den eigentlichen Kochübungen erlebt sie dabei allerhand Dinge, die ein junges Mädchen eben so erlebt (mal abgesehen vom sprechenden Stoffhasen, der auch noch weitere Tiere zum Sprechen bringt). Die Hintergrundgeschichte ist zwar nie wirklich komplex oder umfangreich, aber sie ergänzt einen interessanten Part zum Spiel. So findet man zum Beispiel beim Spazieren mit dem Hund oft nützliche Gegenstände, mit denen man die Küche verändern kann. Diese kann man dann vor jeder Kochstunde platzieren und so die Küche personalisieren.

 

Ab und an gibt es auch kleine Minispiele zwischen den Lektionen, worin Lisa zum Beispiel abwaschen muss, Memory spielt oder anderen Zeitvertreiben nachgeht. Sobald man ein solches Spiel im Hauptspiel erlebt hat, kann man es über das Hauptmenü auch direkt auswählen.

 

So vergehen die knapp 20 Kochstunden recht zügig und schon bald kehrt Lisas Vater zurück und sie muss ihr bisher bestes Mahl kochen, um ihn glücklich zu machen. Wie man daran sieht, wird Abwechslung nicht gerade groß geschrieben und so wird der Titel schnell langweilig. Schon nach 3 oder 4 Kochstunden hat man das Gefühl, alles zu können und immer wieder nur das gleiche mit anderen Zutaten zu machen. Dazu kommt, dass die Rezepte zwar realistisch sind, aber man nie wirkliche Zutatenlisten bekommt, so dass man das im Spiel erlebte nicht mal selbst nachkochen kann. Der Lerneffekt ist also nahe Null.

 

Dagegen helfen auch die sechs Minispiele und die Option frei zu kochen leider gar nicht, so dass die Luft sehr schnell raus ist und man nicht wirklich motiviert ist, bis zum Ende zu spielen. Für die jüngere Zielgruppe ist das sicherlich etwas anderes, denn dort sind die Ansprüche vermutlich nicht ganz so hoch und die Geschichte neben dem kochen hat dort eine viel höhere Bedeutung. Das ändert jedoch nichts an der Monotonie von „Kochspaß“.

 

 

Technik wie im Kindergarten

 

Die Grafik ist strikt in 2D gehalten und die Geschichte wird in wenigen Standbildern erzählt. In der Küche kann man sich außerdem nicht frei bewegen, sondern nur die Gegenstände, die man benutzen will antippen, um dann in den Aktionsbildschirm zu wechseln. Dort mix man die Zutaten dann, rührt und wäscht fleißig. Die Speisen sehen dabei nicht wirklich realistisch aus und auch das Zusammenmischen der Einzelteile ist nicht flüssig, sondern hat nur mehrere Entwicklungsstufen.

 

Musikalisch untermalt wird das Geschehen von drei Musikstücken, die immer wiederholt werden. Sprachausgabe gibt es keine und auch die Soundeffekte sind sehr minimalistisch. Es gibt also weder viel Abwechslung, noch ist die Qualität besonders berauschend. Die Steuerung funktioniert dagegen sehr gut. Die Touch-Elemente sorgen dafür, dass man sich fast wie am echten Herd fühlt, dam man wirklich Hand an die Dinge anlegt.

 

Traurig sind allerdings noch einige fiese Technik-Patzer, die dafür sorgen, dass sich das Spiel nicht selten komplett aufhängt. Es fängt damit an, dass es einige kleinere Darstellungsfehler gibt, bei denen man aber trotzdem weiterspielen kann. Manchmal passiert es jedoch auch, dass das ganze Bild nur noch verzerrt dargestellt wird und man den DS komplett ausschalten muss, da es anderes nicht weiter geht. In den schlimmsten Fällen hängt sich das Spiel sogar dabei auf, was es aber faktisch auch nicht schlimmer macht, da man ja eh neu starten muss, wenn der Fehler einmal aufgetreten ist.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Sophies Freunde Kochspaß ist im Prinzip ein solider Titel, der für junge Mädchen eine einigermaßen spannende Geschichte liefert. Wer jedoch kochen lernen will, für den ist das Spiel die völlig falsche Wahl. Die Mängel sorgen dann zusätzlich dafür, dass der Titel keine Empfehlung von uns bekommt. Schade, denn hier wäre sicher mehr möglich gewesen.

Grafik

schwach

Sound

sch...

Steuerung

gut

Spielspaß

schwach

29%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

02.10.2007

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

nicht bekannt


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