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Reviews: Nintendo DS

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The Legend of Zelda - Phantom Hourglass

Action Adventure

22.10.2007

Autor: Mario Kablau

 

 

Es war einmal...

 

Links neustes Abenteuer spielt nur kurze Zeit nach dem GameCube-Titel "The Wind Waker" hat aber außer einer ähnlichen grafischen Darstellung kaum Gemeinsamkeiten mit dem direkten Vorgänger. Link und Tetra sind immer noch gemeinsam auf dem Piratenschiff auf den Meeren oberhalb des alten Hyrule unterwegs. Das in stilvoll gezeichneten Bildern gehaltene Intro erzählt aber zunächst die Vorgeschichte, nämlich wie Tetra als Zelda offenbart und von Ganondorf entführt wurde. Aber Link rettete sie und vernichtete den bösen König. So sind sie auch heute noch unterwegs und segeln gemeinsam über den Ozean.

 

Zu Beginn des Abenteuers sind sie gemeinsam mit der Piratenbande auf der Suche nach einem legendären Geisterschiff, das schon viele andere Schiffe hat verschwinden lassen. Tetra glaubt, dass es sich dabei jedoch nur um Piraten handelt, die sie schnellstmöglich entlarven will. In diesem Moment zieht ganz plötzlich ein dicker Nebel auf, die Luft wird eisig kalt und ein Schiff taucht wie aus dem Nichts auf: Das Geisterschiff. Prinzessin Furchtlos, äh, Zelda springt sogleich hinüber und Sekunden später ertönt ein fürchterlicher Angstschrei. Link springt auch hinüber, aber das Geisterschiff bewegt sich schon wieder und so erreicht er es nicht und stürzt ins Wasser. Er hört Zelda noch um Hilfe schreien und verliert dann das Bewusstsein.

 

Als er wieder aufwacht, befindet er sich auf einer ihm unbekannten Insel und eine Fee namens Ciela umkreist ihn. Link erzählt dem Lichtwesen was passiert ist, aber sie kann ihm leider auch nicht helfen, da sie vor langer Zeit ihr Gedächtnis verloren hat. Ihr Großvater könnte aber vielleicht ein paar Dinge über das Geisterschiff wissen, also begibt sich der Held schnellstmöglich zu ihm. Etwas widerwillig verrät der alte Mann mit dem Namen Siwan ein paar Dinge, die er zu dem Schiff zu sagen hat, allerdings ist das alles mehr als rätselhaft. Aber Link will natürlich Tetra retten, also begibt er sich auf die Suche nach ihr.

 

Er fängt auf der Insel an und findet schon bald heraus, dass ihm der Schiffsbesitzer Linebeck wohl helfen kann, da ihm das einzige Schiff der Insel gehört. Er ist jedoch seit einiger Zeit verschwunden und soll wohl versucht haben, in den Tempel des Meereskönigs eingebrochen sein, um sich dort auf Schatzsuche zu begeben. Doch der Tempel ist verflucht und saugt jedem die Lebensenergie ab, der ihn betritt. Aber Link hat keine Wahl, also betritt er den Tempel und findet den Kapitän dort auch. So schnell wie möglich – denn die Lebensenergie nimmt schneller ab, als ihm lieb sein kann – befreit er Linebeck. Doch der will nichts von Links Sorgen um Tetra hören, sondern sich auf die Suche nach dem Schatz auf dem Geisterschiff machen. Dazu braucht er aber Links Hilfe, denn im Tempel versteckt sich etwas, das sie beide dazu brauchen, das verfluchte Schiff zu finden.

 

Und so macht sich Link trotz stetig abnehmender Lebensenergie erneut in den Tempel auf und findet dort zum Glück recht schnell eine Seekarte. Diese verbirgt ein Geheimnis, das der Held jedoch recht schnell löst und so können er, Linebeck und Ciela sich auf die Suche nach dem Geisterschiff machen. Das wahre Abenteuer kann endlich beginnen...

 

 

Ein Held zum anfassen!

 

In den ersten Minuten des Spiels zeigt sich bereits, dass Phantom Hourglass etwas anders ist, als die bisherigen Teile der Serie. Der wohl größte Unterschied ist die Steuerung. Man bewegt Link nämlich durch antippen einer bestimmten Richtung auf dem Touchscreen und dorthin läuft der Held dann. Trifft man auf Gegner, dann führt er einen Angriff aus, wenn man das Monster einfach antippt. Ebenso werden Items per Touchpen bedient, doch dazu später mehr. Schon nach wenigen Augenblicken hat man diese neue Art der Steuerung verinnerlicht und lernt die Vorzüge kennen. Man fühlt sich trotz einer Ansicht von schräg oben, also viel weiter weg von Link als noch in Wind Waker, viel mehr mit ihm verbunden.

 

Weitere Vorzüge der neuen Steuerung sind natürlich der extrem leichte Einstieg und neue Rätselmöglichkeiten. Da man keine Knöpfe braucht, um das Spiel zu bedienen, kommen auch Genre-Neulinge sofort damit klar und können so in eine Welt eintauchen, die sie bisher noch nicht erlebt haben. Auf den Karten der einzelnen Gebiete, die man automatisch bekommt sobald man ein Gebiet betritt, kann man mit dem Stylus Hinweise einzeichnen, um sich so wichtige Infos besser merken zu können. Auf diese Art und Weise müssen später natürlich auch jede Menge Rätsel gelöst werden.

 

Auf der Seekarte, die man zu Beginn findet, gibt es einen ersten Hinweis, wo es Informationen zum Geisterschiff zu findet gibt. Das Trio macht sich auf den Weg zu dieser Insel und Link betritt dort den ersten echten Tempel. Hier findet er einen Bumerang, an dem ich nun mal exemplarisch den Einsatz des Touchscreens beim Einsatz von Items erklären möchte. In der rechten unteren Ecke des Touchscreens befindet sich ein „Item“ Button. Tippt man diesen an, dann öffnet sich eine Leiste, in der alle bisher gefundenen Hilfsmittel dargestellt sind. Um ein bestimmtes einzusetzen, muss man es nur antippen. Ein Symbol in der rechten oberen Ecke zeigt an, welches Item angelegt ist. Tippt man auf dieses Symbol, dann steckt Link sein Schwer weg und nimmt den Gegenstande, in meinem Beispiel also den Bumerang, in die Hand. Nun kann man auf dem Touchscreen einen Pfad zeichnen, auf dem der Bumerang fliegen soll. Sofern sich keine Mauer auf dem Weg befindet, dann nimmt er diesen Weg, sobald man den Stift vom Touchscreen nimmt. Auf diese Weise kann man ihn auch durch verwinkelte Gänge sicher ans Ziel fliegen lassen.

 

Diese Art der Steuerung wird natürlich auch bei allen anderen Items benutzt. Da ich aber nicht zu viel verraten will, sei nur gesagt, dass es hier genug Abwechslung und einige interessante neue Funktionen bei bekannten Items gibt. Ebenso steuert man das Boot nicht länger selbst, sondern malt mit dem Touchpen eine Route auf die Seekarte, der das Schiff dann folgt. Unterwegs kann man die Route natürlich jederzeit neu malen oder das Schiff einfach irgendwo anhalten. Über einen Button am unteren Rand ist das Schiff sogar in der Lage, Sprünge auszuführen, sollten sich ihm Hindernisse in den Weg stellen.

 

Mehr möchte ich auch zur Steuerung nicht sagen, da es viele Geheimnisse und interessante Ideen gibt, von denen man sich besser überraschen lassen sollte. Auf jeden Fall funktionieren fast alle Ideen sehr gut und machen das Spielerlebnis besser, als bei vorherigen Titeln der Reihe. Den trotz der intuitiven und recht simpel wirkenden Möglichkeiten, ist sehr viel Abwechslung geboten und vor allem die zahlreichen (und ich meine wirklich zahlreich) Bosskämpfe sind extrem gut gelungen. Es gibt zwar leider auch einige Mängel, aber die sind vernachlässigbar. So kommt es zum Beispiel ab und an vor, dass man in hektischen Situationen, das benötigte Item nicht schnell genug findet, da das Geschehen nicht pausiert, wenn man die Item-Leiste öffnet. Ebenso ist es manchmal schwer, ein Item nach rechts oben einzusetzen, da dabei das Symbol für das Ablegen des Gegenstandes im Weg sein kann.

 

 

Eine GameCube-Welt auf dem DS!

 

Die Vorlage auf dem GameCube war damals zwar ohne Zweifel technisch sehr solide und eignete sich perfekt für das Abenteuer, aber vielen Fans hat der comicartige Look dennoch nicht gefallen. Phantom Hourglass bleibt diesem Look allerdings treu und tut das für DS-Verhältnisse schlicht beeindruckend. Obwohl das Spiel die meiste Zeit in einer Perspektive von schräg oben dargestellt wird, so ist es doch komplett in 3D programmiert, wie besonders bei manchen Bosskämpfen auffällt, bei denen sich die Perspektive ändert. Auch in den Zwischensequenzen kann man durch toll inszenierte Kamerafahrten erkennen, wie schön das Spiel wirklich ist.

 

Die Figuren sind sehr lebensecht, wenn auch aus der Nähe einige Details fehlen, aber dafür ist deren Mimik wieder erste Klasse. Die Gesichtsbewegungen, die Link als Wind Waker konnte, sind alle wieder mit dabei und zusätzlich noch einige weitere, die vor allen Dingen dem guten Humor des Titels dienen. Alle Umgebungen sind einzigartig und kaum eine Insel gleicht der anderen und sogar die Texturen sind nur aus der Nähe etwas verpixelt, was bei der Größe der Welt allerdings kein Wunder ist.

 

Auf dem unteren Bildschirm findet das Geschehen statt und oben wird eine Karte der Umgebung angezeigt. Dort sieht man, wo Link sich gerade befindet, wo etwas passiert ist, nachdem man einen Schalter umgelegt hat und teilweise auch wo Gegner herumlaufen, was für den Tempel des Meereskönigs von zentraler Bedeutung ist. Die zwei Bildschirme sind natürlich auch bei Rätseln von zentraler Bedeutung. So schreibt man sich zum Beispiel nützliche Hinweise auf die Karte, in dem man die Inhalte der Bildschirme tauscht. Durch diese Neuerung sind nun deutlich komplexere und mehrschichtigere Rätsel möglich. Und daher war es auch möglich, auf Karten und Kompass in Tempeln zu verzichten, was eine gelungene Änderung ist.

 

Die Musik ist Zelda-typisch grandios und endlich haben die Entwickler es mal wieder verstanden, die besten alten Melodien geschickt einzusetzen, aber so zu verändern, dass es auch genug Neues zu entdecken gibt. Daneben wurden auch viele neue Stücke aufgezeichnet, die alle wirklich toll sind und perfekt zur Welt passen. Die Soundeffekte sind zwar größtenteils nichts Neues, da man zum Beispiel Links Kampfschreie so ähnlich natürlich schon diverse Male gehört hat. Ebenso ist es mit den meisten anderen Sounds. Das ist aber nichts Schlechtes, denn es ist einfach toll, wie es ist.

 

Der Umfang ist für ein Handheld-Zelda überraschend lang. Zwar kommt er nicht ganz an Wind Waker und Twilight Princess heran, was vor allen Dingen an den wenigen Nebenaufgaben liegt, aber mit etwa 30 Stunden für das Hauptabenteuer bekommt man dennoch eine ganze Menge geboten. Wenn man wirklich alles erkunden will, dann kann man nochmal 10-20 Stunden dazurechnen, allerdings muss man fairerweise sagen, dass die Sidequests diesmal nicht wirklich einen Anreiz zum finden und lösen geben, aber auch dazu später mehr.

 

 

Die neue Legende von Zelda!

 

Im Vergleich zu vergangenen Abenteuern von Link hat sich jede Menge verändert. Dabei sind einige Änderungen wirklich sinnvoll und funktionieren absolut gut, andere dagegen kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Neben der guten Steuerung, die perfekt auf den DS passt wurde in den Tempeln einiges verändert. So ist zum Beispiel der Tempel des Meereskönigs ein zentraler Ort, an den man immer wieder zurückkehren muss. Wie eingangs erwähnt, verliert man dort recht schnell Lebensenergie, was natürlich auf Dauer kein Zustand sein kann. Als Abhilfe dagegen findet man nach dem ersten richtigen Tempel die Phantom Sanduhr, die zu Beginn mit Sand für 10 Minuten gefüllt ist. So lange kann sich Link dann dort aufhalten, ohne das er Energie verliert. Läuft der Sand komplett durch wird ihm nach und nach das Leben ausgesaugt.

 

Jedoch sind die 10 Minuten kein hartes Zeitlimit, da es im Tempel eine Menge Sicherheitszonen gibt, in denen die Uhr still steht, so dass man sich in aller Ruhe Gedanken machen kann, wie man bestimmte Rätsel am besten lösen sollte. Hat man die Lösung gefunden, dann muss es allerdings sehr schnell gehen, was nicht wirklich einfach ist, da eine Menge Phantome patrouillieren, die Link nicht besiegen kann, die ihm aber bei Treffern ihrerseits 30 Sekunden der wertvollen Zeit abziehen. Man muss also stets darauf achten, dass man nicht entdeckt wird und wenn es mal soweit kommt, sich dann schnellsten in eine der Sicherheitszonen zurückziehen. Außerdem findet man immer mal wieder neuen ein wenig Nachfüllsand für die Uhr, der den Zähler 15 oder 30 Sekunden zurücklaufen lässt, so dass man eigentlich immer genug Zeit hat. Im Laufe des Abenteuers erhält Link dann immer mehr Sand für die Sanduhr und kann so jedes Mal ein wenig tiefer in den Tempel vordringen, um neue Hinweise zu finden, wie das Abenteuer weitergeht. Wer Angst vor zu viel Wiederholung hat, der braucht sich nur wenig Sorgen machen, denn erstens gibt es massig Abkürzungen zu entdecken, die man beim erneuten betreten durch neue Items erst nehmen kann und zweitens es gibt eine Zwischenstation, an der man einen Rückkehrpunkt setzen kann, so dass man später nicht immer ganz von oben anfangen muss.

 

In den Tempeln hat sich generell einiges geändert. So gibt es zum Beispiel die alte Struktur mit Karte und Kompass nicht mehr, da man die Karte von Beginn an hat und auch die eigene Position auf der Karte immer angezeigt wird. Die Orte von Schatztruhen kann man bei einer Statue erkaufen, um sie sich dann selbst auf die Karte einzuzeichnen. Man kann jedoch auch ohne diese Hilfe danach suchen. Außerdem muss man nun den Bossschlüssel selbst zur dazugehörigen Tür tragen. Wenn man ihn findet, dann hebt Link ihn hoch und trägt ihn über seinem Kopf. Dadurch bewegt er sich langsamer und wird somit anfälliger gegen Angriffe.

 

Im Vergleich zu anderen Abenteuern wurde die Anzahl an Nebenaufgaben reduziert. Es gibt zwar immer noch eine ganze Menge zu entdecken, allerdings wird man in den wenigsten Fällen wirklich dafür belohnt, wenn man sich die Mühe macht. So sind zum Beispiel einige Inseln nicht direkt auf der Seekarte verzeichnet, so dass man das Meer gründlich absuchen muss, um alle zu entdecken. An diesen geheimen Orten findet man dann zum Beispiel Schatzkarten. Mit diesem lokalisiert man Schatztruhen unterhalt der Meeresoberfläche, die man dann mit Hilfe des Bergungsarmes heben kann. Das ist jedoch nicht mehr so einfach wie in Wind Waker, sondern nun muss man den Arm in einer Art Minispiel selbst an den Grund steuern, dabei Gegnern und Felsen ausweichen und die Truhe dann auch sicher an die Wasseroberfläche bringen.

 

Die reduzierten Nebenaufgaben machen sich vor allen Dingen dadurch bemerkbar, dass es nun keine Herzteile mehr zu finden gibt, sondern nur noch Container, die man auch abseits der Endgegner bekommen kann. Durch die stark reduzierte Anzahl an zu findenden Teilen ist auch hier schnell die Luft raus. Dafür muss man sagen, dass sie sehr gut versteckt sind und es wirklich einige Zeit dauert, bis man alle entdeckt hat. Ebenso gibt es keine Flaschen mehr und Tränke werden quasi in Einwegflaschen verkauft, von denen Link zwei bei sich tragen kann. All das trägt dazu bei, dass man weniger geneigt ist, sich auf die Suche nach Nebenaufgaben zu machen. Es gibt zwar durchaus einiges zu tun und davon helfen auch ein paar Dinge dem Abenteuer weiter, aber man wird weit weniger davon machen, weil der Sinn irgendwie weg ist. Es gibt zwar ohne Ende Teile für das Schiff zu finden, mit denen man das Aussehen verändern kann, aber Auswirkungen hat das kaum.

 

Dadurch geht auch ein wenig das Erkunden verloren, denn man kann sehr linear durch das ganze Spiel gehen, ohne einmal vom Hauptweg abzuweichen und es dennoch locker schaffen. Das ist natürlich sehr schade und vor allen Dingen die Entscheidung, keine Herzteile mehr zu verstecken, finde ich extrem unverständlich. Durch die Linearität ist jedoch endlich mal wieder eine einigermaßen spannende und unvorhersehbare Geschichte möglich. Ich will hier nicht zu viele Details verraten und deshalb beschränke ich mich darauf, zu sagen, dass sie auch für erfahrene Zelda-Spieler in großen Teilen völlig neu ist.

 

Der Schwierigkeitsgrad ist gesundes Mittelmaß. Anfänger werde ein bisschen Training brauche, um das eine oder andere Rätsel lösen oder um Bosse zu bezwingen. Für Profis wird es nie wirklich schwer, aber auch nicht zu einfach. Vor allem die späteren Endgegner fordern ganz gut, so dass man auch als Hardcore-Spieler etwas zu knabbern haben wird.

 

 

Bist du gut oder bist du böse?

 

Neben dem Hauptabenteuer bietet der Titel auch noch einen tollen Mehrspieler-Modus, in dem zwei Freunde gegeneinander antreten können. Dies ist sowohl mit nur einer DS-Karte als auch online über die Wi-Fi Connection möglich. In acht verschiedenen Leveln geht es darum, wer in vorgegebener Zeit mehr Triforce-Teile einsammeln kann. Jedes Spiel hat dabei drei Runden, in denen die Spieler abwechselnd die Rolle von Link und die von drei Phantomen übernehmen.

 

Als Link bewegt man sich in der Umgebung per Touch-Steuerung frei, um die begehrten Stücke zu finden. Diese muss man dann schnellstmöglich in den eigenen Bereich tragen, wofür man dann Punkte bekommt. Der Gegner versucht das natürlich zu verhindern. Dazu malt er für seine drei Phantome Routen auf den Touchscreen, der sie dann folgen. Jedoch kann Link sich in Schutzzonen begeben, wo er für die Phantome unsichtbar ist. Wird er jedoch getroffen, dann ist der Zug vorbei und die Rollen werden getauscht. Spätestens jedoch nach 120 Sekunden ist der andere Spieler an der Reihe, Punkte zu sammeln. Sind alle drei Runden gespielt, dann steht ein Sieger fest.

 

Die Levels bieten neben diversen Fallen auch Hilfsmittel, die Link einsetzen kann, um sich das Leben leichter zu machen. So kann man zum Beispiel einen Freischlag bekommen, also dass man einmal vom Gegner getroffen werden darf. Ebenso gibt es Items, die die eigene Geschwindigkeit erhöhen und noch ein paar mehr.

 

Als weitere Schwierigkeit können die Phantome Link auf der Karte sehen, aber Link sieht dagegen die Phantome auf seiner Karte nicht. Außerdem sind einmal in Sicherheit gebrachte Stücke nicht wirklich sicher, denn der Gegner kann sie natürlich einfach klauen und in den eigenen Bereich bringen, wenn er an der Reihe ist. Da die Phantome etwas langsamer sind als der Held, sollte man sich also stets mit einem Phantom in der Nähe der eigenen Basis aufhalten. Trägt Link einen Triforce-Splitter, dann wird er langsamer, abhängig von der Größe des Teils. Aber größere Stücke bringen natürlich auch mehr Punkte.

 

Dieser Modus bietet zwar nicht viel spielerische Tiefe, aber er ist eine willkommene Ergänzung neben dem Hauptspiel und sorgt vor allen Dingen durch den Online-Modus für mehr Langzeitmotivation. Dafür sorgen auch ein paar „Besondere Leistungen“, die man in diesem Modus sammeln kann, also eine Art Trophäensammlung, die schnell wächst, je nachdem wie geschickt man sich anstellt. Für genug Abwechslung ist durch die acht Areale auf alle Fälle gesorgt und durch die tolle musikalische Untermalung macht es richtig Spaß, auf die Jagd zu gehen. Endlich kann man auch mal böse sein!

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

The Legend of Zelda – Phantom Hourglass ist ohne Frage ein sehr gutes Spiel und die meisten der Änderungen kann man gut nachvollziehen, da sie dem Titel einige neue Aspekte geben, die man bisher nicht kannte. Das Wegfallen von einigen essenziellen Dingen, wie den Flaschen ist dagegen völlig unverständlich und kostet auf jeden Fall ein paar Wertungspunkte. Nichts zu meckern gibt es an der technischen Seite, da Grafik, Musik und Sound sehr gut sind und das Spiel absolut fehlerfrei abläuft. Die Steuerung macht das Erlebnis noch intensiver. Es gibt zwar einige Mängel aufgrund des kleinen Bildschirms, aber die sind selten und wirken sich daher kaum auf das Ergebnis aus. Der Umfang ist gut, vor allem wenn man die Nebenaufgaben tatsächlich alle machen will. Für das Hauptabenteuer kann man mit etwa 30 Stunden rechnen. Die Geschichte ist toll erzählt und weicht endlich mal wieder vom bekannten Verlauf ab, wodurch viel Spannung erzeugt wird. Der Mehrspieler-Modus erweitert die Erfahrung deutlich und macht trotz des recht geringen Umfanges sehr viel Spaß, was natürlich auch durch die Möglichkeit, es mit einer oder mehreren Karten sowie auch online spielen zu können kommt. Von mir bekommt der Titel unterm Strich eine ganz klare Kaufempfehlung, denn es ist eines der besten Spiele für den Handheld bis jetzt!

Grafik

super

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

super

91%

Singleplayer

85%

Multiplayer

Release

19.10.2007

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2

Anzahl Spieler (WLAN)

2


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