Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo DS

< zurück

Solatorobo

RPG

18.10.2011

Autor: Philipp Breß

 

 

Ein Hund für alle Fälle

 

In Solatorobo schlüpft man in die Rolle von Red Savarian, einem Hundemenschen, welcher seinen Lebensunterhalt als Mann bzw. Hund für alles verdient. Entwickelt wurde das Action-RPG von CyberConnect2 und ist ein Sequel zu dem Spiel Tail Concerto, welches 1998 für die Playstation 1 erschien und somit den dritten Teil der Little Tail Bronx-Serie darstellt. Mit seiner Schwester Chocolat Gelato nimmt Red die unterschiedlichsten Aufträge an, egal ob es um Transporte, Diebstähle oder was auch immer geht, Hauptsache die Bezahlung stimmt.

 

Doch bei einem Auftrag läuft nicht alles rund, so dass den beiden ein ominöses Amulett und der dazugehörige Hüter in die Hände fällt. Hier beginnt auch das Abenteuer. Nachdem Red nun das Amulett in seinen Besitz gebracht und den Hüter Elh gleich mit eingepackt hat, geht das Chaos erst richtig los. Von nun an wird Red von Bösewichten gejagt, die auch heiß auf das Amulett sind und zu allem Überfluss ist auch noch ein mysteriöser Riese erwacht, der nicht zum Scherzen aufgelegt ist. Von nun an reist das Dreiergespann also durch die Sheperds-Republik und versucht, die Vergangenheit von Elh aufzudecken und das Geheimnis des Amuletts zu lüften.

 

Die Handlung findet in derselben Welt statt wie damals schon Concerto Tail. Hierbei handelt es sich um ein Wolkenmeer mit schwebenden Inseln (insgesamt zehn Stück im Spiel), welche nur mithilfe von verschiedenen Fluggeräten besucht werden können. Darauf leben zwei verschiedene Rassen und zwar die Hundemenschen und die Katzenmenschen deren Muttersprache französisch ist. Um ihre alltäglichen Aufgaben und Arbeiten zu erfüllen, benutzen die Bewohner der Inseln Mecha-Anzüge, welche allerdings auch für Wettkämpfe und Soldaten benutzt werden. Solch ein Anzug befindet sich auch im Besitz von Red und bildet ein Kernstück im Spiel. Mit diesem Anzug kann er kämpfen, Geschosse abfangen, Container greifen und verschieben oder auch Werkzeuge aufheben. Und auch Sprints und hohe Sprünge können mit der Gerätschaft bewerkstelligt werden. Im selben Atemzug muss man erwähnen, dass dieser Anzug die einzige Waffe im Spiel ist und es reicht vollkommen! Devise: Weniger ist manchmal auch einfach mehr. Alle Aktionen können mit Hilfe des A- und B-Knopfes ausgeführt werden und dennoch bleibt genügend Spielraum für taktische Manöver und Kombo-Angriffe. Gefällt!

 

Was mir auch gefallen hat, ist die Art und Weise, wie die Handlung präsentiert wird. Die einzelnen Kapitel werden wie ein Anime im TV mit verschiedenen Episoden abgehandelt und durch schöne, animierte Videos verknüpft. So macht's Spaß! Und selbstverständlich gib es das, was jedes RPG beinhalten muss: ein Erfahrungspunkte-System und die Möglichkeit den Mecha-Anzug aufzuwerten. Der Mecha-Anzug verfügt über mehrere Slots, in die Bauteile mit verschiedener Passform eingelassen werden können und je nach Anordnung gibt es verschiedene Boni für Kraft, Ausdauer usw.. Allerdings muss man zunächst Kristalle auftreiben, um zusätzliche Slots freizuschalten. Die entsprechenden Bauteile gibt es bei Händlern auf der ganzen Welt. Und woher die Kohle für den ganzen Schabernack? Dafür gibt es im Spiel ca. 80 Sidequests, in denen ihr Geld verdienen könnt; egal ob als Duellant, Handlanger oder Angler. Und das Schöne ist, dass in diesem Spiel auch die Sidequests auf Dauer Spaß machen und nicht anöden, wie in vielen anderen Rollenspielen.

 

Der Multiplayer bietet nichts sonderlich spektakuläres. Es ist lediglich möglich mit bis zu vier Freunden an Wettflügen teilzunehmen, die man auch für diverse Quests im Spiel bestreiten muss. Leider konnte ich den Multiplayer mangels Mitspieler nicht testen.

 

Die technische Seite

 

Obwohl das Spiel 3D-Modelle enthält, gefällt mir die Optik zur Abwechslung mal richtig gut. Die Hintergründe sind wundervoll gezeichnet und die Charaktere wirken nicht einfach reingeklatscht. Leider ist kaum Sprachausgabe enthalten, so bleibt es dabei, dass die Charaktere hin und wieder ein paar französische Wortfetzen einwerfen, aber das war es dann auch schon. Das wird allerdings von den wunderbar animierten Zwischensequenzen wieder wettgemacht.

 

Und auch die Einfachheit der Steuerung macht das Spiel spielenswert, da man sich nicht mit halsbrecherischen Tastenkombinationen durch die Quests kämpfen muss. Und auch das der Touchpen keine Verwendung findet, stört mich nicht weiter, da es in diesem Spiel eh nur aufgesetzt wirken würde.

 


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Solatorbo: Red the Hunter kann man wohl getrost als eines der letzten großen Spiele für den Nintendo DS betiteln. Die technische Umsetzung stimmt, die Handlung ist spannend und mit dem riesigen Umfang bekommt man mehr als genug geboten für sein Geld. Und auch die Charaktere wachsen einem ans Herz und man fiebert mal wieder richtig mit. So war es zumindest bei mir. Etwas mehr Sprachausgabe wäre schön gewesen und auch die Rätsel sind teils zu einfach und die Kämpfe oft etwas monoton, aber damit konnte ich ich ganz gut leben.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

01.07.2011

Developer

CyberConnect2

Publisher

Nintendo

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes