Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo DS

< zurück

Call of Duty Modern Warfare 3 Defiance

Ego Shooter

08.01.2012

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Genau wie für die Heimkonsolen erscheint auch alljährlich ein neues Abenteuer der Call of Duty Serie für den Nintendo DS. Entwickelt wurde es erneut von N-Space, die schon in den vergangenen Jahren das nahezu maximale aus dem Handheld herausgekitzelt haben. Auch in diesem Jahr ist das nicht viel anders. Dennoch gibt es deutliche Abnutzungserscheinungen. Denn in Zeiten, wo man durch den Nintendo 3DS tolle 3D Grafiken gewöhnt ist, fällt es immer schwerer sich einen Egoshooter in arger Pixelgrafik auf dem alten DS anzutun. Warum also nicht auch eine Version für den aktuellen Handheld?

 

 

Die Geschichte

 

Auch in diesem Jahr erzählt die Nintendo DS Version quasi die Vorgeschichte des Spiels auf den Heimkonsolen. Im Prinzip geht es darum, wie die Russen den in Modern Warfare 3 thematisierten Angriff auf die USA vorbereiten und versuchen Waffen, Equipment und Truppen möglichst ungesehen ins Land zu bringen und an strategisch wichtigen Orten zu positionieren. Natürlich bleibt das Unterfangen aber nicht unbemerkt und ihr macht euch zusammen mit euren Kameraden auf den Russen das Handwerk zu legen. Die Geschichte endet, wo das Heimkonsolen Spiel startet, nämlich bei dem Angriff auf New York. Leider spielen in der DS Version andere Charaktere die Hauptrolle, was irgendwie einen kleinen Bruch darstellt.

 

Wer mehr zur Hauptgeschichte erfahren möchte, dem empfehle ich einen Blick in den Test der Wii-Version.

 

 

Das Gameplay

 

Defiance spielt sich exakt wie die Vorgänger. Wer die Spiele kennt, darf eigentlich getrost den Absatz überspringen. Für alle anderen, die gerne mehr wissen möchten: Der Titel ist ein klassischer Egoshooter. Ihr habt dabei die Wahl, ob ihr euren Helden komplett mit den Tasten steuern oder wie in Metroid Prime Hunters Manier mit dem Stylus zielen möchtet. Beides geht gut von der Hand, letztere Methode ist allerdings wesentlich präziser. Zum Glück dürft ihr auch in der DS Version ähnlich wie bei der Wii Variante jede Menge Feinheiten justieren, wie zum Beispiel die Sensibilität des Fadenkreuzes. Übrigens lässt sich der Titel auf dem Nintendo 3DS wegen dem Schiebepad sogar deutlich angenehmer spielen!

 

In den Missionen seid ihr zumeist mit zwei Kameraden unterwegs, die eigenständig agieren. Nicht immer clever, die Abstriche bei der künstlichen Intelligenz sind aber sicherlich mehr der Leistungsfähigkeit der Hardware geschuldet, denn der Unfähigkeit der Entwickler zuzuordnen. Auf dem Touchscreen habt ihr einen Radar, einen Aktionsbutton, eine Zielfunktion sowie euren Slot für die primäre und sekundäre Waffe. Das alles ist sehr übersichtlich gehalten und funktioniert gut in Kombination mit dem Tasten.

 

In den normalen Missionen ballert ihr euch zumeist von A nach B durch die Levels und erledigt das, was gerade von euch verlangt wird. Zum Glück haben die Entwickler versucht, sehr viel Abwechslung reinzubringen, so steuert ihr in einer Mission einen Panzer, in einer anderen müsst aus einem Hubschrauber heraus Feinde abballern oder mit einem Überwachungsflugzeug die Widersacher markieren und erledigen, während am Boden die eigenen Truppen voranschreiten.

 

Aufgelockert wird das Ganze noch durch zwei hier und da wiederkehrende Touchscreen-Minispiele, einmal zum Knacken von Türen und zum anderen zum Hacken von Rechnern. Die Kampagne macht durchaus Spaß, ist nett inszeniert und bietet genügend Umfang. Dennoch wird man das Gefühl nicht los genau, das die Jahre zuvor schon oft genug gespielt zu haben. Aus dem alten DS ist einfach nicht mehr rauszuholen.

 

Wer das Abenteuer durchgespielt hat, kann sich danach noch an jede Menge Herausforderungen versuchen. Das sind kurze Missionen mit Aufgaben wie erledige möglichst viele Gegner in einer bestimmten Zeit. Auch nicht gerade revolutionär, aber durchaus zeitweise unterhaltend.

 

 

Der Multiplayer

 

Für eine deutlich längere Spieldauer kann der Multiplayer sorgen. Hier nähert sich N-Space tatsächlich immer mehr den Heimkonsolen-Versionen an. Es gibt mittlerweile zum Beispiel nicht nur ein Rangsystem, sondern sogar einen Klasseneditor, wo man seine Waffen und Equipment festlegen darf. Auch Perks, also so genannte Verbesserung wie beispielsweise eine ruhigere Hand im Zielmodus, dürfen zugeteilt werden. Mit jedem Match sammelt ihr Erfahrungspunkte, steigt so im Rang auf und schaltet sukzessive neue Waffen, Equipment und Perks frei, die ihr dann im Editor nutzen dürft.

 

Der Multiplayer ist dabei sowohl offline (lokal mit nur einer Karte) wie auch online mit bis zu sechs Spielern spielbar. Es stehen ganze sechs Modi zur Auswahl, natürlich mit Klassikern wie Deathmatch oder Sabotage, aber auch mit interessanten Varianten wie „Eine im Lauf“, wo jeder Spieler mit einer Desert Eagle und genau einem Schuss startet. Erledigt ihr einen Gegner bekommt ihr eine weitere Kugel dazu.

 

Der Multiplayermodus macht wirklich Spaß, solange ihr genügend Spieler zur Hand habt. Hier gilt das gleiche wie für viele andere DS Spiele heutzutage: Es kann online schon mal was dauern bis Mitspieler gefunden werden.

 

 

Die audiovisuelle Umsetzung

 

Defiance bietet eine saubere und recht detaillierte „3D“-Grafik. Viel mehr ist sicherlich auf dem alten DS nicht herauszukitzeln. Auch in Sachen Sound und Musik gibt sich das Spiel keine Blöße. Im Gegenteil: Es überrascht zum Beispiel mit einer recht umfangreichen und qualitativ ordentlichen deutschen Sprachausgabe!

 

 

Die Meckerecke

 

Neben dem „hab ich alles schon mal gemacht Gefühl“ und der doch mittlerweile sehr altbackenen Grafik, wofür natürlich die Entwickler nichts können, gibt es nur eine Sache so richtig zu bemängeln und das sind Bugs: Viele kleinere Dinge kann ich gut verschmerzen. Aber ein Crash, den ich relativ zu Anfang der Kampagne hatte, sollte einfach nicht passieren!

 

 

Wir danken Activision für die Bereitstellung des Testmusters!


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Auch in diesem Jahr hat N-Space ein wirkliches gutes Call of Duty für den alten Nintendo DS abgeliefert. Alles stimmt soweit: Umfang, Technik, Steuerung, Multiplayer. Aber dennoch gibt es Abnutzungserscheinungen, die einfach damit zusammenhängen, dass die Entwickler bereits in den Vorjahren das maximal mögliche aus der Hardware herausgekitzelt haben. In diesem Jahr gibt es einfach mehr vom gleichen. Wem die letzten Spiele gefallen haben, der wird aber auch mit Call of Duty Modern Warfare 3 Defiance Spaß haben.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

81%

Singleplayer

84%

Multiplayer

Release

09.11.2011

Developer

N-Space

Publisher

Activision

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-6

Anzahl Spieler (WLAN)

2-6


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes