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Reviews: Nintendo DS

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Konami Arcade Classics

Action

26.11.2007

Autor: Philipp Bress

 

Ein Hauch von Nostalgie

 

Hach, waren das noch Zeiten damals, als man sein wertvolles Taschengeld in Arcade-Automaten gesteckt hat, um die Highscores zu knacken und somit Ruhm und Ehre zu erlangen. Aber diese Zeiten sind passé und viele Automaten-Liebhaber trauern ihnen noch heute nach. Doch Konami schafft nun Abhilfe mit ihren 15 Spiele umfassenden Konami Arcade Classics. Und es sind wirklich einige richtig große Klassiker darunter, wie z.B. Gradius, Contra oder Track & Field. Aber ob Konami es wirklich schafft das Automaten-Feeling auf den DS zu bringen, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

 

Da lag also dieses Spiel vor mir - Konami Arcade Classics. Zunächst wusste ich ehrlich gesagt nicht so richtig, was ich von dem Spiel halten soll. Es ist ja lediglich eine Sammlung alter Automaten Spiele, die keinerlei Tiefgang haben. Aber beim Durchstöbern der Anleitung fiel mir dann auf, dass richtig gute Games auf der Karte enthalten sind. Und für mich als großer Probotector bzw. Contra-Fan war es natürlich eine große Freude, als ich dann entdeckte, dass auch Contra vorhanden ist. Ich denke, bevor ich jetzt richtig los lege, schmeiß ich mal eben noch eine Liste der Spiele in den Raum, die ich nun schon stundenlang gezockt habe:

 

 

  • Scramble
  • Tutankham
  • Pooyan
  • Time Pilot
  • Roc'n Rope
  • International Track & Field
  • Circus Charlie
  • Super Basketball

 

 

  • Road Fighter
  • Yie Ar Kung-Fu
  • Twinbee
  • Kicker
  • Gradius
  • Rush'n Attack
  • Contra

 

 

 

 

Liebevolle Aufmachung

 

Auf jedes einzelne Spiel werde ich nun nicht eingehen, da das den Rahmen sprengen würde. Deshalb möchte ich jetzt erst einmal mit der Präsentation des Spieles beginnen. Da kann ich nicht viel mehr sagen als einfach nur wundervoll! Hier merkt man richtig, dass das Entwicklungsteam mit Herz bei der Sache war. Es wurden wirklich jede Menge Details beachtet, selbst der Münzeinwurf wird simuliert, in dem man die Select-Taste drückt. Da wird einem richtigen nostalgisch zu Mute. Auf dem oberen Bildschirm findet das Spielgeschehen statt und auf dem unteren Bildschirm sieht man während des Spiels die original Spielanleitung, wie sie auch schon vor Teils mehr als 20 Jahren auf den Automaten zu sehen war. Also schöne Bilder, die einem die Steuerung näher bringen. Doch damit nicht genug, denn Konami legt noch einiges drauf. In den jeweiligen Optionen zu den einzelnen Spielen gibt es Bildergalerien, in denen unter anderem sogar die japanischen Anleitungen und Tipps & Tricks zu den Spielen zu sehen sind. Jetzt dürfte das Herz für Bastler einige Takte höher schlagen, denn man kann für jedes Spiel einfache und detaillierte Einstellungen vornehmen. Wo da was Spannendes für Bastler ist? Bei der zweiten Möglichkeit nimmt man die Konfiguration direkt auf dem originalen Motherboard vor. Wenn das nicht mal einfallsreich ist. Früher war es ja gängig, dass die Bildschirme oft vertikal ausgerichtet waren, so kann man bei diversen Spielen nun auch die Bildschirmeinstellung dementsprechend verändern, dass dieses alte Spielgefühl wiederbelebt wird. Und selbst für Freunde der Chiptune-Musik ist etwas dabei, denn das Modul enthält eine eigene Jukebox, auf der man sich alle Melodien der einzelnen Spiele anhören kann, auch im Standby-Modus.

 

 

Arcade-Feeling ohne Steuerknüppel?

 

Jetzt geht es endlich ans spielerische. Im Vorfeld fragte ich mich, ob es möglich ist, die Arcade-Steuerung auch gut auf dem Nintendo DS umzusetzen. Und ja, es ist geglückt, wenn auch mit kleinen Einbußen. Das klassische Button-Smashing bei Titeln wie International Track & Field  funktioniert auch auf dem DS tadellos. Allerdings scheint es hier eine Begrenzung zu geben, wie oft man nacheinander die Taste drücken kann. Das ist einer der Unterschiede zu den Konsolenversionen der Games, denn hier funktioniert es nicht so gut beide Renn-Knöpfe abwechselnd schnell zu drücken, um ein bestmöglichstes Ergebnis zu erhalten. So ist das halt in der Welt der Automaten.

 

Durch das intensive Hämmern auf die Tasten, werden Leute, die durch das Zocken schon Gelenke wie ein 80-jähriger haben, mich eingeschlossen, recht schnell an ihre Schmerzgrenzen stoßen. Nachdem ich gute 30 Minuten gespielt habe, fühlte sich mein linker Daumen auch dementsprechend an. Das liegt daran, dass manche Titel wie z.B. Gradius streckenweise recht Träge in der Steuerung sind. Hier merkt man dann doch halt, dass ein Steuerkreuz den Knüppel nicht ganz ersetzen kann.

 

Für besonders hart gesottene Spieler gibt es noch einen speziellen Modus, bei dem möglich ist, den Bildschirm um 90° zu drehen. Jetzt hält man den DS wie z.B. bei Hotel Dusk oder Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging in der Hand und muss zusehen, wie man die Buttons am besten erreicht. Schweißtreibend!

 

 

Zu zweit auf Alien-Jagd

 

Ja, was wären Contra & Co bloß ohne Multiplayer-Modus? Genau, nur halb so viel Spaß. Leider wurde dieser Klassik-Sammlung kein Wi-Fi Modus geschenkt, so kann man aber immerhin mit seinen Freunden über die drahtlose Verbindung zocken, sowohl mit einem als auch mit zwei Modulen. Das ist natürlich ganz cool soweit, aber wäre ein Online-Ranking dabei, so wäre die Jagd auf die Highscore nochmals um einiges schmackhafter. Naja, man kann ja nicht alles haben. Dafür gibt es eine andere höchst interessante Funktion! Ihr könnt nämlich Replays eurer besten Versuche speichern und im Anschluss euren Freunden vorführen, wer die dicksten ... Tricks drauf hat. Das finde ich eine sehr willkommene Idee, die auch gut umgesetzt wurde, nur leider fehlt auch hier eine Unterstützung der Nintendo Wi-Fi-Connection. So kann man auch die Replays leider nur über die drahtlose Verbindung untereinander austauschen.

 

 

Grafik???? Hallo???

 

Ich werde hier bewusst nicht groß auf die Grafik eingehen. Wer sich diesen Titel zulegen möchte, der muss ja schließlich damit rechnen, dass er mit bis zu 20 Jahre alter Grafik konfrontiert wird. Aber hier macht ja vor allem die liebevolle Aufmachung das Gesamtbild aus, die ich bereits eingehend beschrieben habe. Den Sound darf man natürlich nicht vergessen. Dieser ist genau so wie auf den Automaten, also auch besonders was für Liebhaber und Fans! Für Spieler, die weniger in Nostalgie schwelgen, kann der Soundtrack aber auf Dauer nervend sein.


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Fazit

Im Großen und Ganzen ist Konami mit den Arcade Classics eine äußerst gut gelungene Inszenierung der alten Klassiker gelungen! Bis auf die fehlende Wi-Fi Unterstützung und meinen schmerzenden Daumen habe ich nichts groß zu bemängeln. Der Spielspass kommt nicht zu kurz und die Highscore-Jagd ist äußerst motivierend. Und mal ehrlich, rund 30€ für 15 Spiele: Besser könnte man sein Geld wohl kaum investieren. Ergo, ein Muss für Fans der alten Arcade-Games und für jene, die es werden möchten!

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

82%

Singleplayer

70%

Multiplayer

Release

25.10.2007

Developer

Konami

Publisher

Konami

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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