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Reviews: Nintendo DS

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Inazuma Eleven 2: Feuersturm

Sport

19.06.2012

Autor: Dennis Wahl

 

 

Toooooooor!

 

Pünktlich zur EM wirft das Entwicklerteam von Level-5 ihren zweiten Teil des Genremixes aus Fußball und RPG auf den Markt. Die Fortsetzung von Inazuma Eleven wird sogar in zwei Teilen angeboten. Einmal in der Feuer- und einmal in der Eissturm-Variante.

 

Ihr übernehmt im zweiten Teil, genau wie im ersten, wieder die Rolle von Mark Evans und seinem Team der Raimon Jr. High. Die Geschichte knüpft direkt an den ersten Teil an und beginnt mit dem Ende des Vorgänger, in der ihr die Meisterschaft gewonnen habt. Doch als ihr euch wieder zum Training begeben wollt, kracht ein riesiges Raumschiff, getarnt als Meteorit, auf die Erde.

 

Mark und seinem Team wird schnell klar, dass Aliens auf der Erde gelandet sind. Sofort kämpfen diese gegen das Team der Raimon Jr. High, in Form eines Fußballmatches, welches Mark & Co. gnadenlos verlieren. Da die Außerirdischen äußerlich aussehen wie Menschen, jedoch übermenschliche Fähigkeiten besitzen, fällt deren Auftreten nicht weiter auf. Sie nennen sich Gemini Storm und gehören der Alius Academy an. Mit ihren besonderen Talent wollen sie alle Schulen im Land zerstören. Im zerstörten Vereinsclubhaus herrscht der Ausnahmezustand, Mark und seine Jungs müssen sich nun gegen die Aliens behaupten und ziehen mit ihrem Tourbus durch alle Städte, um neue Spieler anzuwerben, damit sie die Pläne der Alius Academy vereiteln können.

 

 

Mehr Geschwafel als Gameplay

 

Das Spiel enthält wirklich lange Dialoge. Allerdings gibt es mit einer recht guten deutschen Synchronisation und schönen Cutszenes eine gelunge Abwechselung vom dauerhaften lesen. Ansonsten liegt es euch frei, wo ihr hin geht. Die Welt erstreckt sich über mehrere Abschnitte in denen ihr verschiedene Rätsel lösen sollte. Allerdings sind diese nicht sonderlich schwer und euch wird auch eine Hilfestellung gegeben, so dass man sie ohne Probleme meistern kann.

 

Am „kämpfen“ bzw. Fußball spielen selbst hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel verändert. Es treten manchmal mehr und manchmal weniger Zufallskämpfe auf. Jedoch seit ihr niemals in der Situation, dass ihr nach jeden zwei Schritten einen Zufallkampf bestreiten müsst. Wenn es schließlich zu so einem „Kampf“ kommt, spielt ihr meistens ein 4 vs 4 Match, in dem ihr entweder den Ball erobert sollt, ihn bis zum Abpfiff halten oder einfach nur ein Tor schießen müsst. Am Ende, bekommt ihr natürlich eure EP- und Teampunkte, mit denen ihr neue Ausrüstungsteile kaufen könnt, wie beispielsweise Trikots, Schuhe oder Spezialschüsse. Natürlich wird im Spielverlauf auch eure ganze Mannschaft gegen eine andere spielen, die sind allerdings spezielle Spiele gegen entweder andere Schulen oder gegen die Alius Academy.

 

 

Gut ausgedachte Steuerung

 

Auf dem Platz selbst steuert ihr eure Spieler mit Hilfe des Stylus. So könnt ihr euren Spielern individuelle Laufewege einzeichnen, die Positionen vertauschen und euren Spieler in alle Richtungen passen und schießen lassen. Treffen zwei oder mehrere Mitspieler aufeinander, kommt ihr in ein kleines Auswahlmenü, in dem ihr entscheiden könnt, welche Taktik nun angebracht ist, entweder den Gegner auszudribbeln oder ihn vom Ball zu trennen. Es liegt hier ganz bei euch, ob ihr auf die Kraft eurer Spieler vertraut und den Gegner mit einer Finte versucht auszutricksen oder ob ihr es mit einem Spezialmove versucht, der euch allerdings Technik-Punkte abzieht. So nehmt ihr dem Gegner mit Hilfe von Axels „Feuerdribbling“ den Ball mit Leichtigkeit wieder ab oder verhindert durch Sharps "Illusionsball", dass das runde Leder an einen gegnerischen Spieler gerät, indem er mehrere Trugbilder des Fußballs erzeugt.

 

Auch bei Torschüssen steht euch die Möglichkeit, zu euren Schuss den richtigen Wumms zu geben, zur Verfügung. Es sind jedoch auch Kombinationsschüsse mit mehreren Spielern möglich. Neu in diesem Spiel sind die Distanzschüsse, sie werden durch ein einfaches drücken auf das „S-Symbol“ aktiviert. Bei jeder Aktion stehen euch auch hier wieder Powerschüsse zur Verfügung. Neben euren Angriffsattacken stehen euch auch spezielle Blockattacken zur Verfügung, wenn der Gegner mal in die Versuchung kommt, auf euer Tor zu zielen. Hier gibt es beispielweise die „magische Hand“, dank der euer Torwart eine riesige Hand projeziert um das Tor vor dem Ball zu schützen. All diese Spezialschüsse sowie die normalen Zweikämpfe sind in einer hübschen 3-D Animation und geben euch eine kurze Verschnaufpause.

 

In jedem Spiel habt ihr die Chance, die sogenannte „heiße Phase“ , durch Drücken der L oder R Taste zu aktivieren. Damit steigt eure Möglichkeit Zweikämpfe zu gewinnen und senkt die Tp-Kosten für eure Spezialschüsse. Allerdings ist diese Phase nicht von langer Dauer und euer Gegner hat selbstverständlich dieselben Möglichkeiten wie ihr.

Anime-Sequenzen on mass

 

Die Grafik im Spiel selbst hält Level-5 sehr schlicht, sie erinnert eher an ein hochwertiges GBA-Spiel, die Zwischensequenzen begeistern hingegen. Sie sind in einem schönen Animestil gehalten, ähnlich wie die bei Professor Layton, aber auch die 3D-Animation der Zweikämpfe, Schüsse etc. sind immer wieder sehr schön anzusehen. Die kürzen Cutszenes sind alle komplett Deutsch synchronisiert und im Vergleich zum Vorgäner sind diesmal auch viel mehr von ihnen vorhanden. Die Sprecher überzeugen mal mehr und mal weniger, sind aber im Großen und Ganzen zufrieden stellend. Jedoch wäre eine Möglichkeit, die Sprachausgabe auch in Originalsprache anzubieten, schön gewesen. Allerdings zeigt schon der Opening-Song, was die deutsche Sprachausgabe zu bieten hat.

 

Eure Reise wird durch eine fröhliche Dudelmusik untermalt, die zwar nicht immer so wirklich das Geschehen vollständig trifft, aber dennoch die Stimmung im Spiel schön unterstreicht.

 

Inazuma Eleven 2: Feuersturm und Eissturm unterscheiden sich nicht stark voneinander. Ihr tretet gegen ein bestimmtes Team der Alius Academy an, habt verschiedene Spieler zum An- und Abwerben zur Auswahl und Mark wird von einer jeweils anderen Dame bezirzt. Verbindet ihr beide Versionen miteinander, könnt ihr Spieler untereinander tauschen und bekommt die Möglichkeit, gegen die Mannschaft Team Chaos anzutreten.

 

 

Multiplayer, aber leider nur Offline

 

Inazuma Eleven 2 bietet euch sogar einen recht spaßigen Multiplayer, leider funktioniert der nur über die drahtlose Verbindung des DS. Der Multiplayer bietet euch zwei zentrale Modi. Zum einen könnt ihr ganz normal gegen bis zu vier Freunde ein Fußballmatch spielen. Zum anderen könnt ihr mit euren Freunden eure Teammitglieder über den virtuellen Transfermarkt tauschen, um damit euer Team aufzubessern. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, neue Inhalte herunterzulade; diese erscheinen wöchentlich. Für ein WLAN-Match oder -Tausch werden allerdings zwei Cartridges benötigt.

Inazuma Eleven 2 hat zwar einen sehr spaßigen Mulitplayer, jedoch fehlt dem Spiel einfach der Online-Modus, in dem ihr auf einem weltweiten Markt eure Spieler anbieten könnt und euch mit den Besten der Welt messen könnt.

 

 

Zweitmeinung von Mario

 

Ich kann Dennis nur teilweise zustimmen, vor allem hat er in meinen Augen vergessen, die Geschichte ins rechte Licht zu rücken. Als die Aliens landeten habe ich mich vor Lachen nämlich nicht mehr halten können. Im Ernst, Nintendo, Aliens greifen die Erde an und wollen Fußball spielen, um ihre Macht zu demonstrieren? Geht's noch? Ab dem Moment konnte ich das Spiel einfach nicht mehr Ernst nehmen - mal ganz abgesehen davon, dass die Idee ja schon mal in einem Film verwendet wurde:

 

Aber auch abgesehen von der völlig lächerlichen Geschichte, die aber total Ernst gemeint ist, überzeugt mich auch das Gameplay nicht. Bei mir war schon nach zwei Stunden die Luft raus und die ganzen - nicht abschaltbaren - Anime-Sequenzen nerven einfach nur noch. Warum? Weil es zu jeder Fähigkeit nur eine Sequenz gibt, so dass man jede davon in jedem Spiel immer und immer wieder zu sehen bekommt...

 

Unterm Strich ist Inazuma Eleven also wohl wirklich nur etwas für echte Hardcore Fußball-Fans mit einer Liebe für Animes. Ich erfülle beide Kriterien nur zu einem (kleinen) Teil und konnte mit dem Spiel gar nichts anfangen. Die Entwickler haben in meinen Augen einfach zu viel falsch gemacht, abgesehen von der lächerlichen Geschichte. Aber schon bei Layton begeistern sie mich zuletzt nur noch durch Monotonie...


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Fazit

Inazuma Eleven 2 erinnert stark an die Animeserie „Kickers“ und macht auch dementsprechend Spaß. Das Spiel macht einfach vieles richtig und es macht einfach tierisch viel Laune, die Gegner vom Feld zu fegen. Allerdings hat das Spiel auch seine Kritikpunkte. Die Dialoge sind einfach viel zu lang und stocken eher im Spielerlebnis. Ich persönlich finde, dass Inazuma Eleven 2 zu monoton ist und nur für eine kurze Zeitspanne begeistern kann. Es ist allerdings ein solides Spiel, um vielleicht ein Sommerloch zu überbrücken. Dennoch sollte jeder selbst entscheiden, ob man seinen Spaß daran findet.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

73%

Singleplayer

58%

Multiplayer

Release

18.05.2012

Developer

Level-5

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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