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Reviews: Nintendo DS

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The Amazing Spider-Man

Action

01.08.2012

Autor: Lukas Strübig

 

 

The Amazing DS Version!

 

Da Spider-Man nun wieder im Kino zeigen will, wie amazing er ist, war es abzusehen, dass sich diese Amazingness in anderen Medien ebenfalls ausbreitet. Jedoch reichte es nicht, auf PlayStation 3, Xbox 360, PC, Wii und 3DS das mehr oder weniger selbe Spiel zu veröffentlichen, auch der ältere Bruder von Nintendos neuem Handheld war amazing genug, um die amazing Amazingness von The Amazing Spider-Man amazing genug zu vertreten.

 

Und ja, diesen Amazing Witz machen wir jetzt schon ziemlich lange in unseren jüngeren Testberichten, aber lasst mich das ist eh der letzte zu der Thematik.

 

 

Mach die Spinne platt!

 

Natürlich war es nicht möglich, die HD Version des Spiels einfach auf den DS herunter zu porten, weshalb der Entwickler Other Ocean bemüht wurde. Genau, Other Ocean, diejenigen, die damals ein anderes DS Spiel zu einer Marvel Lizenz gemacht haben, von dem ich nicht besonders begeistert war...

 

Doch als hätten sie meinen Testbericht zu X-Men Destiny gelesen, haben sie hier tatsächlich einen 2D-Sidescroller entwickelt, und es sich so sehr viel einfacher gemacht. Leider jedoch nicht einfach genug, denn anstatt einem schnellen, dynamischen und streng linearen Action Spiel scheitert The Amazing Spider-Man daran, ein Action-Adventure sein zu wollen.

 

So kämpft man sich durch verschachtelte Kanalisationen, Labore und ein unlogisch aufgebautes New York City, immer auf der Suche nach Irgendetwas. Die Kämpfe sind dabei weder spannend noch herausfordernd und bestehen meist nur aus Buttonmashing, mit gelegentlichem Ausweichen. Der Fokus liegt hier auf der Navigation durch Areale, in denen jede Ecke gleich aussieht und die einzige Schwierigkeit ist die Steuerung selbst, da sie jeglicher Nintendo-Konvention widerspricht, ohne dafür einen Grund zu haben, außer, dass das Layout bei der 3DS Version gleich ist.

 

Aber dies ist nunmal nicht die 3DS Version und sich durch ein zweidimensionales Terrain zu bewegen ist sehr viel einfach als durch ein dreidimensionales. Ständig springt man also von dem Gegner weg, als ihn zu schlagen, weil die B Taste nunmal springen ist, und nicht A, mit dem man Netzangriffe auslöst, die aber auch dazu da sind, um sich an Wände heran zu ziehen, das darf man wiederrum nicht mit B verwechseln, weil damit benutzt man nur Netze um zu schwingen. Die Steuerung geht nie in Fleisch und Blut über und lässt sich leider auch nicht ändern.

 

Ein anderes Problem ist die fehlende Abwechslung. Die einzelnen Level sehen zwar unterschiedlich aus, gleichen sich aber alle darin, dass sie viel zu groß sind, mit vereinzelt hin geklatschten Gegnern, die sich alle gleich bekämpfen lassen. Somit macht die Suche nach dem letzten Gegner in einem Raum, um endlich fortschreiten zu dürfen, das Spiel auch nicht viel besser.

 

 

Grafik und Sound

 

Grafisch nutzt The Amazing Spider-Man leider auch nicht das Potential aus, das ein 2D Sidescroller auf dem DS eben hat. Die einzelnen Sprites der Charactere und Gegner sehen zwar gut aus, da die Kamera aber ständig zu weit vom Geschehen entfernt ist, damit man sich in den übergroßen Arealen auch nicht verläuft, sind sie die meiste Zeit sehr verpixelt. Die Geschichte selbst wird mit Artworks erzählt, die mal sehr gut aussehen, mal auch eher schlecht. Vor allem die einzelnen Charakter-Portäts sind selten gelungen. Eine Sprachausgabe hat das Spiel nicht direkt, lediglich kurze One-Liner von Spidey, auf Englisch.

 

Die Umgebungen sehen dafür aber recht gut aus, vor allem weil die meiste Zeit klar ist, welche Stellen im Level betretbar sind und von welchen man sich besser fern hält. Ich könnte lediglich kritisieren, dass New York ziemlich menschenleer ist, aber das ist noch ein recht kleines Problem.


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Fazit

Leider konnte The Amazing Spider-Man auf dem DS nicht sein Potential ausschöpfen. Anstatt das Spiel zu liefern, das es in der SNES Zeit leider nicht gab, wird dem Spieler hier schon fast aufs Auge gedrückt, dass es sich bei der DS Version um ein Cash-In mit Lizenz handelt. Other Ocean hat hier zwar eine bessere Arbeit abgeliefert als mit dem katastrophalen X-Men Destiny, aber sie haben sich nur von schlimm auf annehmbar gesteigert.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

schwach

Spielspaß

schwach

40%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

29. Juni 2012

Developer

Other Ocean

Publisher

Activision

USK Freigabe

12+


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