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Reviews: Nintendo DS

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Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer

Puzzle

06.10.2012

Autor: Lukas Strübig

 

 

Per Tastatur ins Abenteuer!

 

Die Zeiten haben sich schnell verändert. War es noch für meine Generation in Kindheitstagen etwas besonderes, mal an einen "Komputor", oder so, Hand anlegen zu dürfen sind diese vermalledeiten Dinger heutzutage überall und werden von jedem in jeder Lebenslage genutzt. In sofern macht es natürlich auch Sinn, seinem Kind möglichst schnell das Basiswissen über diese Geräte beizubringen. "Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer" macht sich zur Aufgabe, Kindern spielend die Nutzung des Primären Eingabegerätes eines Pcs zu lehren.

 

Vielleicht fühlten sich Nintendo ja dazu verpflichtet, weil sie immerhin eine Gesellschaft erzogen haben, die durch das Austauschen von zwei Tasten auf einem Controller bereits verwirrt ist... Ähm, ja...

 

 

Gameplay

 

Wie in jedem Pokémon Spiel startet man auch beim Tasten Abenteuer als aufstrebender Jugendlicher, der gemeinsam mit Professor Quentin Wertz (haha) und seiner Assistentin Lea Taste Pokémon Erfoschen will. So durchstreift man eine Insel, die Zufälligerweise genau wie eine Tastatur aufgeteilt ist und sammelt Pokémon Daten.

 

In der Tat sieht das dann so aus, dass man immer einem geraden Weg folgt und den Namen des Pokémon, das einem entgegen springt, niederschreiben muss. Zu Anfang reicht es noch nur den ersten Buchstaben des Pokémon zu schreiben, später werden es immer mehr bis man ab einer bestimmten Punktzahl den ganzen Namen ausschreiben muss. Die Punkte orientieren sich daran, wie schnell und Fehlerlos ein Name geschrieben wurde. So hat man immer nur, abhängig vom Pokémon selbst, wenige Sekunden um den Namen zu schreiben. Tut man dies ohne sich zu vertippen baut man sich eine Schreibserie auf und bekommt so mehr Punkte. Die Aufgaben werden später allerdings auch noch anspruchsvoller, so tauchen auch Buchstaben oder Zeichen am Wegesrand auf, die man ebenfalls schnell genug eintippen muss. Bei manchen Leveln führt dies sogar dazu, dass am Ende ein besonders seltenes Pokémon erscheint. Später müssen auch Wellen oder Baumstämme aufgehalten werden, indem man bestimmte Buchstaben eintippt und auch Bossgegner sorgen dafür, dass das eigene Niveau stetig gesteigert werden kann.

Die Level sind also nicht besonders Abwechslungsreich, aber fordernd und motivierend, da man immerhin alle Pokémon sammeln möchte und tatsächlich entfaltet das Tasten Abenteuer somit einen ähnlichen Spaßfaktor wie Beispielsweise Tetris. Es macht einfach immer irgendwie Spaß.

 

Leider stellt einen das Spiel manchmal dennoch vor frustrierende "Trial and Error", oder sogar vor unlösbare Aufgaben. So gibt es besipsielweise einen Kampf gegen Ho-Oh, in dem man Feuerbälle abwehren muss, die in einer vertikalen oder horizontalen Linie auf einen zufliegen. Kurz bevor man getroffen wird zeigt sich ein Buchstabe und man muss anhand von ihm erkennen, welche anderen Buchstaben in dieser Linie gedrückt werden müssen. Wenn man aber auf seine Tastatur blickt stellt man fest, dass die Tasten nicht genau gerade untereinander angebracht sind und wenn man beispielsweise weiß, dass die Reihe mit der Taste 7 anfängt, weiß man noch lange nicht, ob darunter nun U oder Z sein soll. Gerade dieser Bosskampf lässt sich also nur durch das Auswendiglernen der Kombinationen gewinnen, was irgendwie nicht der Sinn der Übung sein sollte.

 

Die unlösbaren Aufgaben resultieren wohl aus der Übersetzung der Pokémon Namen, an denen die Zeit nicht angepasst wurde. Viel Glück also, das Wort "Fasasnob" überraschend in einer halben Sekunde zu tippen.

Davon mal abgesehen ist es auch irgendwie am Thema vorbei, dass das Spiel erwartet, der Spieler kenne die Namen der Pokémon. So springt einem, in späteren Leveln, auf dem Weg zum ersten Mal ein, keine Ahnung, Hunduster oder so entgegen und wenn man nicht sofort mit dem Tippen beginnt rückt das Spiel den Namen erst sehr zaghaft, Buchstabe für Buchstabe, heraus. Das ist nur ein kleines Problem, jedoch kann ich micht nicht erinnern, dass ich hier die Namen der Pokémon lernen soll.

 

Der Umfang ist allerdings sehr groß, es gibt für so ziemlich jede Taste auf der Tastatur ein Level und hunderte von sammelbaren Pokémon.

Großartig ist darüber hinaus, dass das Spiel tatsächlich darauf reagiert, wie gut der Spieler ist. Ein guter Tipper ist mit den ersten Leveln recht bald durch und treibt Lea Taste schon fast in Depressionen, weil sie so schnell von einem Anfänger überholt wurde. Tun sich Leute schwer mit dem Fortschirtt erhalten sie jedoch Tipps, wie sie schneller und besser tippen können.

 

 

Die Hardware

 

Dem Spiel liegt eine weiße Bluetooth Tastatur bei, die vielleicht halb so groß wie eine reguläre Tastatur ist und bis auf den Nummernblock und die F-Tasten alles Wichtige beinhaltet. Sie ist daher gut für Kinder geeignet, kann aber auch Problemlos von Erwachsenen verwendet werden.

Ich konnte nicht testen, ob sie per Bluetooth an ein anderes, Tastatur Kompatibles Gerät angeschlossen werden kann, jedoch gehe ich stark davon aus, da sie auch Zeichen beherrscht, die durch Strg+Alt getippt werden, was das Spiel nicht unterstützt.

 

DS und 3DS unterstützen jedoch beide kein Bluetooth, die dafür notwendige Technologie befindet sich im Spielmodul und kommuniziert auch nur bei laufendem Spiel mit der Tastatur.

 

Im Paket ist auch ein Aufsteller für den DS dabei, einen DSiXL hält das Ding auch.

 

 

Grafik und Sound

 

Grafisch ist Taten-Abenteuer schön gemacht. Die Level sind zumindest optisch abwechslungsreich, mit Waldwegen, Flüssen, Vulkanen und verlassenen Villen, die es zu erforschen gilt. Die Pokémon selbst treten als mehr oder weniger unbewegte Sprites auf, die sich stilistisch von den Spielen der Hauptreihe nicht unterscheiden. Die Musik ist für jede Situation passend und nie nervig und die Charaktere selbst reden zwar nur in Textform, jedoch gibt es eine Ansagerin, die alle möglichen Kommentare darüber abgibt, ob man gerade schnell ist, eine Tippserie hat oder ob man ein Level gut bestritten hat. Außerdem sagt sie den Namen eines jeden gefangenen Pokémon. Das wäre vielleicht irgendwie nervig, aber sie hat eine schöne Stimme also geht das schon klar.


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Fazit

Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer ist spaßig, fordernd und bringt einem so das Schreiben per Tastatur bei. Eltern können dieses Spiel ohne Bedenken ihren Kindern geben, sofern sie selbst nicht davor hängen bleiben.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

85%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

21. September 2012

Developer

Genious Sonority

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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