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Reviews: Nintendo DS

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Wappydog

Simulation

01.12.2012

Autor: Martin Küpper

 

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ich möchte diesen Testbericht trotzdem mit folgendem Statement beginnen: Ich finde Wappy Dog hässlich. Wenn ich mir den Plastikhund lang genug ansehe, drehen sich mir die Zehennägel um. Aber Wappy, der jetzt laut Verpackung mein neuer bester Freund ist, wurde vermutlich auch nicht für einen 23-jährigen gestaltet, der sich für das Testmuster nur gemeldet hat, weil das so herrlich bekloppt aussah. Nein, Wappydog richtet sich ganz klar an Kinder. Und an die – oder bessere gesagt ihre Eltern – richtet sich auch der folgende Test, denn die Frage, ob Wappydog auch für einen Jugendlichen oder Erwachsenen zu empfehlen ist, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Nein.

 

 

Wuff! Wuff!

 

Vielleicht sollte ich erst mal erklären, was es mit Wappydog auf sich hat und wieso wir bei 10do plötzlich auch Plastikhunde testen. Der Clou an der Sache ist, dass der kleine Plastikhund mit einem Nintendo DS Spiel daher kommt, das es ermöglicht, mit dem kleinen Hund über den DS zu kommunizieren. So kann man ihm allerhand Kommandos geben, ihm sagen wie gern man ihn hat oder sogar einige Spiele wie Schere-Stein-Papier spielen. Die Schere-Stein-Papier-Echse-Spock Variante kann er leider nicht. Entsprechend der Eingabe bewegt sich der Hund, gibt Laute von sich und leuchtet auf. Alleine das reicht vermutlich um so manches Kind zu begeistern.

 

Die Kommunikation mit dem DS erfolgt über Sounds, die das Spiel von sich gibt und beim Wappydog eine entsprechende Reaktion auslösen. Diese Reaktionen könnten durchaus vielseitiger sein. Ich konnte bei den Bewegungen, den Sounds und dem Aufblinken von Leuchten manchmal gar keinen Unterschied erkennen. Wappydog ist also wirklich nur ein nettes Spielzeug für Kinder bis zehn Jahre und kein komplexer Roboter-Hund, der auch einen Erwachsenen faszinieren kann. Aber das will er wohl auch gar nicht sein.

 

 

Gib Pfote!

 

Die Software hat im Übrigen zwei unterschiedliche Modi, die Kommunikation mit dem Plastikhund erfolgt im Zuhause-Modus. Hier gibt es neben den oben beschriebenen Funktionen noch einige Minispiele, die ebenfalls niemanden hinter dem Ofen hervorlocken werden, der älter als 10 ist. So muss man zum Beispiel mit einem Korb Früchte fangen, die von einem Baum fallen. Wappy reagiert bei den Minispielen übrigens ebenfalls auf eure Aktionen, was durchaus eine nette Funktion ist.

 

Der zweite Spielmodus ist der Reisemodus, den man sich in etwa als abgespeckte Nintendogs-Variante vorstellen kann. Man sieht den Wappydog auf dem unteren Bildschirm, kann ihn über das Mikrofon des DS rufen und via Touchscreen streicheln. Und da auch Plastikhunde bekanntlich essen müssen, kann man ihn natürlich auch füttern - mit Torten, Eis und Windbeuteln. Die pädagogischen Werte des Spiels muss man also in Frage stellen. Wappydog eignet sich wohl kaum dafür den Umfang mit einem echten Vierbeiner spielerisch zu vermitteln.

 

Auch spielen kann man mit dem Wappydog, etwa in dem man durch das Blasen ins Mikrofon Seifenblasen erzeugt, oder über den Touchscreen einen Ball wirft. Weiterhin kann man das Aussehen des Hundes abändern und die Räumlichkeiten wechseln.

 

Viele der Funktionen, Minispiele und Kommandos muss man sich allerdings erst erspielen, indem man Zeit mit dem Hund verbringt und die verschiedenen Aktionen ausprobiert. Das motiviert auf der einen Seite natürlich, doch es führt auch dazu, dass die verfügbaren Funktionen zu Beginn sehr eingeschränkt sind. Es gibt etwa am Anfang nur ein einziges Minispiel, den Rest muss man erst freispielen.

 

 

Präsentation

 

Dafür, dass die Hauptfunktion der Software ganz offensichtlich die Kommunikation mit dem Plastikhund ist, ist die Präsentation durchaus ordentlich geworden. Die Grafik der Minispiele ist natürlich sehr einfach gehalten, hat aber durchaus ihren Charme. Im Reisemodus sehen der dreidimensionale Raum und der kleine Hund ebenfalls ansprechend aus. Hier gibt es nichts zu meckern. Die musikalische Untermalung fällt weder positiv noch negativ auf. Aber hier sollte ich wohl noch ein paar Worte zur Kommunikation über die Sounds verlieren. Das hat in meinen Tests durchaus immer gut geklappt, wobei man natürlich darauf achten sollte nicht all zu weit vom Hund entfernt zu sein, auch laute Hintergrundgeräusche oder laufende Musik können natürlich für Probleme sorgen. Bei normaler Raumlautstärke funktioniert die Kommunikation aber tadellos.

 

 

Vielen Dank an Activision Blizzard für das Testmuster.


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Fazit

Wappydog ist weder eine alternative zu Nintendogs, noch ein komplexer Roboterhund. Es ist ein Spielzeug, nicht mehr und nicht weniger. Die Funktionen sind recht rudimentär, können Kinder zwischen 5 und 10 Jahren aber vermutlich dennoch begeistern. Dass es so viel freizuschalten gibt, ist durchaus motivierend und sorgt dafür, dass einem so schnell nicht langweilig wird. Allerdings hätte man zu Beginn durchaus etwas mehr Umfang zur Verfügung stellen dürfen. Ebenfalls schade ist meiner Meinung nach, dass man die Minispiele nicht mit mehreren Spielern spielen kann.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

12.10.2012

Developer

Activision Blizzard

Publisher

Activision Blizzard

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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