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Reviews: Nintendo DS

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Augen-Training

Training

21.01.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Werde ich damit meine Kontaktlinsen los?

 

Bevor ich überhaupt anfange, über den Titel zu schreiben, erstmal ein kleiner Hinweis: Das Spiel ist keineswegs dazu gedacht, schlechte Augen zu verbessern. Wenn man also unter Krankheiten leidet oder zum Beispiel kurzsichtig ist, dann wird Augen-Training diese Sehschwächen nicht verbessern können. Es geht lediglich darum, das Wahrnehmungsvermögen des Spielers zu trainieren und im Zeitablauf zu optimieren. Dazu gibt es ganze Reihe von Übungen. Doch dazu später mehr!

 

Legt man das Spiel zum ersten Mal ein, dann darf man zunächst ein Profil anlegen und einen ersten Augen-Test machen. Wie bei Nintendo üblich, wird danach die Stärke der Augen in einer Alterszahl angegeben. Das erste Training ist also eine Art Grundeinstufung, mit der ein für den Spieler optimales Training zusammengestellt wird. Außerdem ermittelt das Spiel die individuellen Stärken und Schwächen in den Bereichen „Dynamische Sehschärfe“, „Sofortiges Erkennen“, „Augenbewegung“, „Peripheres Sehen“ und „Hand-Augen-Koordination“. So findet man heraus, wo man Nachholbedarf hat und kann dann ganz gezielt das Training darauf abstimmen.

 

Die Übungen sind in zwei grundverschiedene Kategorien eingeteilt: Grund-Training und Sport-Training. In der Ersten gibt es 10 Übungen, die spezielle Bereiche des Sehens fordern und trainieren. So geht es zum Beispiel bei „Hütchen“ darum, einem in einem von drei Quadraten versteckten Kreis zu folgen und ihn am Ende anzutippen. Bei „Kastenfang“ fliegen 40 Kästen durch das Bild und es geht darum, diese mit dem Stylus anzutippen, bevor sie wieder verschwinden. Beim „ABC-Wechsel“ fliegt ein Buchstabe über den Bildschirm und verändert sich laufend. Der Spieler muss zählen, wie oft der gesuchte Buchstabe während der Veränderungen vorkommt.

 

Bei den Sport-Übungen befindet man sich auf einem virtuellen Sportplatz und muss bestimmte Aufgaben erfüllen. Beim „Volleyball“ zum Beispiel fliegt ein ball auf den Spieler zu und er muss im richtigen Moment durch Antippen geschmettert werden, ohne im Netz oder an den Gegnern hängenzubleiben. Spielt man „Tischtennis“ dann führt man einen virtuellen Schläger mit dem Stylus und muss 40 Bälle zurückschlagen. Beim „Boxen“ bewegt ein Trainer seine Handschuhe und man selbst muss an bestimmten Zeitpunkten zuschlagen. Ab und an schlägt der Trainer auch mal zurück. Dann muss man durch eine Ziehbewegung ausweichen, um einem Punktabzug zu entgehen.

 

Insgesamt gibt es 17 Übungen, die nach und nach freigeschaltet werden. Wenn man mindestens eine Übung an einem Tag macht, dann bekommt man einen zusätzlichen Stempel. Je mehr man davon hat, desto mehr Übungen sind verfügbar.

 

 

Kontinuierliche Verbesserung?

 

Das Spiel gibt an, dass man den Test zur Ermittlung des Augen-Alters etwa dreimal die Woche machen soll. Allerdings ist er Grundvoraussetzung für das „Empfohlene Training“, denn das Spiel kann nur Übungen empfehlen, wenn es die Tagesform kennt. Macht man den Test an einem Tag nicht, dann kann man „nur“ frei trainieren, was aber durchaus auch sinnvoll ist, da man seine eigenen Schwächen jederzeit in der Grafik nachschauen kann.

 

Macht man den Test doch, dann ermittelt das Spiel danach vier bis fünf Aufgaben, die sich entweder besonders darauf konzentrieren, die Schwächen zu verbessern oder die Stärken aufzubauen. So kann man jeden Tag einen optimierten Trainingsplan bekommen, um seine Augen optimal zu trainieren. Dieses Programm nimmt dann jeden Tag etwa 10 Minuten in Anspruch, was auf jeden Fall ausreichend ist.

 

Nach den Übungen bietet das Spiel noch einige Entspannungsübungen an. Dabei soll man zum Beispiel den Kopf kreisen lassen oder entspannt blinzeln. Damit man während dieser Aufgaben nicht ständig auf den Bildschirm starren muss, sind sie komplett mit Sprachausgabe unterlegt. Man hört also was man tun muss. Ein erster Schritt in Richtung Ohren-Training? ;-)

 

Vorbildlich ist die Tatsache, dass es in jedem Spiel zwei Schwierigkeitsstufen gibt. Erreicht man einen gewissen Level, dann erhält man Zugang zur Schwereren. Zum Glück gibt es für diese höhere Herausforderung – anders als bei Gehirn-Jogging – eine eigene Grafik, so dass man seine Entwicklung in den zwei Stufen getrennt voneinander verfolgen kann.

 

 

Technik und Nutzen

 

Zur Technik dieser Spiele braucht man eigentlich fast nichts mehr zu sagen, denn darauf kommt es einfach nicht an. Die Darstellung hier ist zweckmäßig und übersichtlich. Bei den Sport-Übungen gibt es sogar ein wenig tolle Grafik mit guten Animationen. Unterm Strich gilt aber auch für Augen-Training, dass es sicher kein Augenschmaus ist! Die Musik ist ähnlich unspektakulär, denn es gibt weder viel Abwechslung noch wirklich tolle Melodien, was aber natürlich auch völlig angebracht wäre, für eine solche Trainings-Software.

 

Die Eingaben mit dem Touchpen funktionieren sehr gut und sind immer intuitiv. Die guten Erklärungen zu Beginn der einzelnen Übungen tun ihr übriges. Das Mikrofon wird nicht genutzt.

 

Ob das Training etwas bringt, muss jeder für sich selbst herausfinden. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass man schon nach kurzer Zeit, die Aufgaben viel besser bewältigen kann. Das liegt zwar bestimmt zu einem Teil daran, dass man sich an die Aufgaben gewöhnt und weiß, worauf zu achten ist, aber einen gewissen Erfolg kann man auf keinen Fall abstreiten. Es gibt einige Aufgaben, bei denen man sich am Anfang echt fragt, wie man so schnell gucken und erfassen soll. Nach ein paar Tagen ist man dann aber schon in der Lage, zum Beispiel lange Zahlenketten in viel kürzerer Zeit komplett wahrzunehmen oder bewegliche Objekte besser zu verfolgen.

 

Die Möglichkeit, jederzeit das Augenalter zu bestimmen, sorgt dafür, dass man seinen Trainingserfolg überprüfen kann. Die umfassenden Grafiken zeigen die Entwicklung sehr gut auf, auch wenn sich die Entwickler hier man ein System einfallen lassen könnten, dass man diese Grafiken schneller erreichen und leichter zwischen ihnen wechseln kann.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Der Nutzen von Augen-Training mag zweifelhaft sein, kann es doch schlechte Augen nicht wirklich besser machen. Es ist jedoch sehr gut dazu in der Lage, die Aufnahmefähigkeit deutlich zu verbessern. Zwar sind viele Aufgaben nur ein Ausschnitt der Realität, man wird jedoch feststellen, dass es in der Praxis sehr sinnvoll sein kann. Eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit hat schließlich noch niemandem geschadet. Durch die vielen und abwechslungsreichen Übungen kann man sich lange damit auseinandersetzen. Mit dazu bei trägt auch das täglich angepasste Training. Etwas schade ist, dass die Entspannungsübungen gar keine Variation bieten.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

23.11.2007

Developer

Bandai Namco

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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