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Angespielt: Nintendo Wii U

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Batman: Arkham City Armored Edition

Action Adventure

09.07.2012

Autor: Martin Küpper

 

 

Ich bin Batman!

 

2009 war Batman: Arkham Asylum ein waschechter Überraschungshit. Die anfängliche Skepsis, die bei Lizenztiteln ja durchaus angebracht ist, wich schierer Begeisterung. Entwickler Rocksteady ist es gelungen, das Batman-Universum und die dort heimischen Charaktere perfekt einzufangen. Die exzellente Grafik, die dichte Soundkulisse und die glaubhafte Sprachausgabe erzeugten eine dichte Atmosphäre, die durch ein fast makelloses Gameplay ergänzt wurde. Kurzum: Batman Arkham Asylum ist eines der besten Spiele der letzten Jahre. Logisch, dass der Nachfolger Arkham City, der auch für Nintendos Wii U erscheinen soll, nun große Erwartungen zu erfüllen hat.

 

Auch ich bin ein großer Fan des Vorgängers und so konnte ich es natürlich kaum erwarten, Arkham Citiy auf der gamescom schon mal auszuprobieren. Um es gleich vorweg zunehmen: Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil.

 

Schon Arkham Asylum zeichnete sich auch dadurch aus, dass man die Steuerung im Handumdrehen erlernt hat. Das gilt insbesondere für das Kampfsystem, bei dem man mit wenigen Tastendrücken schöne Combos auf den Bildschirm zaubert und ganze Reihen von bösen Handlangern verdrischt. Natürlich wird man auch in Arkham City im Spielverlauf neue Combos und Fähigkeiten erlernen können, indem man die im Kampf gesammelten Erfahrungspunkte investiert. Doch schon jetzt, nur mit den grundlegenden Fähigkeiten ausgestattet, festigte sich in meinem Kopf erneut dieser Gedanke, der die ganze Klasse des Spiels auf den Punkt bringt: „Ich bin Batman!“

 

 

Aus dem Schatten, aus der Luft...

 

Mit einem breiten Grinsen zog ich also durch die Straßen von Gotham, das in Arkham City von den entflohenen Insassen der berüchtigten Irrenanstalt kontrolliert wird. Das macht Gotham für mich – Batman – natürlich zu einem gefährlichen Pflaster. Während unbewaffnete Widersacher in der Regel kein großes Problem darstellen, sollte man sich vor jedem Bösewicht mit Schusswaffe höllisch in Acht nehmen. Nur wenige Schüsse und die Fledermaus ist Geschichte. Zum Glück werden bewaffnete Feinde im Detektiv-Modus, den ihr mit der linken Schultertaste aktiviert, rot markiert. Das erleichtert es, die Gefahr zu umgehen und aus dem Hinterhalt zuzuschlagen. Das ist insbesondere dann eine wirklich reizvolle Herausforderung, wenn man einen ganzen Trupp still und heimlich, nacheinander ausschalten soll.

 

Dazu bietet euch das Spiel zahlreiche Möglichkeiten. Ihr könnt die Gegner durch gezielte Sprengungen weglocken, sie aus luftiger Höhe packen und an einem Seil baumeln lassen oder sie mit einem gezielten Gleittritt ausschalten. Euer wichtigstes Utensil ist dabei der Grapple, ein Enterharken, mit dem ihr euch in die Höhe ziehen könnt. Selbst mir als großer Schleichspiel-Muffel, der mit Titeln wie Splinter Cell nichts anzufangen weiß, macht das einen ungemeinen Spaß. Durch die vielen Möglichkeiten könnt ihr beim Ausschalten der Gegner richtig kreativ werden und dürft dann von eurem sicheren Versteck aus beobachten, wie bei den verbleibenden Gegnern nach und nach die Panik ausbricht.

 

 

Ein Schuss, ein Schlag!

 

Batmans wahre Gegner sind aber natürlich die sogenannten „Super-Kriminellen“, ohne die Batman wohl nie so populär geworden wäre. Neben dem Joker, der auch in Arkham City wieder der Drahtzieher ist, haben noch viele weitere Bekanntheiten ihren Finger im Spiel, darunter einige Neuzugänge, die in Arkham Asylum noch keine große Rolle gespielt haben. In einem Gerichtsgebäude treffe ich etwa auf Two-Face, der gerade über Catwoman urteilt. Der Münzwurf entscheidet über Leben und Tod, doch ich wäre nicht Batman, wenn ich nicht einschreiten würde. Hoch oben auf einem Balken schleiche ich über den Köpfen unzähliger Schläger, die der Verhandlung beiwohnen. Ich warte geduldig auf den richtigen Moment, weiß nicht genau was ich tun soll. Ich werde nervös, das Urteil soll verstreckt werden. Ich muss etwas tun. Irgendwas. Es ist sicher keine Musterlösung, doch entschlossen gleite ich von oben mitten in die Menge. Eine wilde Keilerei bricht aus; ich alleine gegen gut ein Dutzend Schläger. Mit einigen Combos und Konterangriffen gewinne ich die Oberhand und entscheide die Schlacht für mich. Catwoman ist gerettet. Zeit einige Fragen zu klären. Was ist hier eigentlich passiert?

 

An dieser Stelle ein großes Lob für die grandios geschrieben Dialoge und die Sprachausgabe. Die beliebten Batman Charaktere sind einfach perfekt eingefangen. Ich nehme es dem Spiel wirklich ab, dass sich da gerade Catwoman und Batman unterhalten.

 

Das Gespräch wird jedoch von einem Schuss abrupt unterbrochen. Woher kam der Schuss? Erneut ist es Zeit für den Detektiv-Modus. Anhand der Einschlagstelle und dem zersprungenen Fenster lässt sich genau berechnen, dass die Kugel vom Kirchenturm aus abgefeuert wurde. Also auf zur Kirche! Ich bin gerade durch die Tür, da tänzelt mir Harley Quinn entgegen. Will sie mich angreifen? Sicherheitshalber schlag ich zu und verschiebe die Fragen auf später. Völlig überrascht taumelt Harley zurück. Ein Bild für die Götter. Ich will gerade anfangen zulachen, da fällt mein Blick in den hinteren Bereich der Kirche. Geiseln! Ich könnte jetzt weiter auf Harley einschlagen, aber das würde den Geiseln wohl schlecht bekommen. Widerwillig muss ich Harley also ziehen lassen. Aber ihre Handlanger werden meinen Zorn zuspüren bekommen. Denn ich bin Gothams dunkler Ritter. Ich bin Batman!

 

 

Vorab-Fazit:

 

Ausgerechnet jetzt holte mich ein Angestellter von Warner in die Realität zurück. Die Demozeit war leider vorbei. Gut gelaunt verließ ich den Stand. Jetzt war ich mir sicher, Batman Arkham City wird mindestens so gut wie der Vorgänger. Mir geht durch den Kopf, dass die Entwickler davon sprachen, dass man sich im Spiel frei durch Gotham bewegen darf. Eine größere Spielwelt, mehr Freiheiten... vielleicht kann es seinen Vorgänger ja sogar übertreffen? Eines ist jedenfalls gewiss: Arkham City ist nicht umsonst auf Platz 1 unserer gamescom Highlights. Bleibt nur die Frage, wie sich Batman auf der Wii U spielen wird.

 

 

Martins Update von der Post E3-Tour 2012 (07.09.2012)

 

 

Ich habe Batman: Arkham City schon auf der Xbox 360 durchgespielt und kann daher eines schon vorab definitiv bestätigen: Arkham City ist (genau wie sein Vorgänger) ein fantastisches Spiel. Die Entwickler haben es einfach verstanden, Gotham und seine Bewohner zum Leben zu erwecken. Doch nicht nur dank der dichten Atmosphäre, fühlt es sich für den Spieler an, als sei er selbst Batman. Das liegt viel mehr daran, dass die Entwickler euch auch genau das tun lassen, wofür Batman bekannt ist. Ihr prügelt euch nicht nur mit zahlreichen üblen Burschen, sondern huscht auch von Schatten zu Schatten, spielt Katz und Maus mit den Gegnern. Ihr werft Battarangs, schwingt durch die Nacht, verwendet zahlreiche coole Gadgets. Doch das Wichtigste: Ihr seid auch ein Detektiv. Denn auch wenn das bei all der Action und Prügel in den Hintergrund gerückt ist, war Batman in erster Linie immer ein Detektiv. Und allein, dass die Entwickler das nicht vergessen haben, zeigt wie gut Batman: Arkham City wirklich ist.

 

Die entscheidende Frage ist also nicht, ob Arkham City ein gutes Spiel wird – denn das ist es zweifellos. Vielmehr möchte ich heute darauf eingehen, wie gut es auf der Wii U funktioniert. Auf Nintendos Post E3 Event musste ich zunächst mit ansehen, wie zahlreiche meiner Kollegen an der Steuerung verzweifeln. Wenn es auch für Spielejournalisten unschaffbar ist, mit einem ferngesteuerten Battarang einen Schalter zu treffen, ist das kein gutes Zeichen. Auf der anderen Seite, haben es die verschiedenen Spieler aber auch alle eindrucksvoll geschafft, die Anweisungen und Tipps des zuständigen PR-Menschen (?) zu ignorieren.

 

Als ich dann endlich selbst Hand anlegen konnte, bestätigte sich meine Vermutung: Die Steuerung war nicht ausgereift, gab dem Spieler nicht die volle Kontrolle – aber unspielbar war es nun wirklich nicht. Im dritten Versuch (beim zweiten Durchgang sogar im ersten) ließ ich den Battarang, durch feinfühlige Neigungen des Wii U GamePads, gegen den Schalter krachen. Es hat sich wirklich nicht gut angefühlt – aber es funktionierte. Außerdem soll man den Battarang auch mit dem Analog-Stick lenken können.

 

Diese Szene war sinnbildlich für die ganze Demo. Die Steuerung funktionierte zwar, war aber doch recht unhandlich und fühlte sich einfach nicht gut an. Wenn hier nicht noch das nötige Finetuning erfolgt, hat man hier eine große Möglichkeit verpasst, denn eigentlich dachte ich, der Controller wäre für das Spiel prädestiniert. Ich dachte es würde sich anfühlen, als habe man mit dem GamePad selbst eines von Batmans Gadgets in der Hand. Aber so ist es nicht. Noch nicht.

 

Batmans neuer Anzug, der sich aufladen lässt, um die Gegner noch effektiver zu vermöbeln, hat mich auch nicht vom Hocker gehauen. Das Feature mag ja ganz nett sein, verändert das Spielerlebnis aber nur so minimal, dass man es auch gleich hätte weglassen können. Wirklich nett ist hingegen, dass man gleich alle DLCs mit auf die Disk gepackt hat. Okay, eigentlich ist das selbstverständlich... aber in der heutigen Zeit hätte es mich auch nicht gewundert, wenn man sie auch auf der Wii U extra dazu kaufen müsste.

 

 

Vorab-Fazit:

 

Wie schon gesagt, dass Batman: Arkham City ein gutes Spiel ist bzw. wird, steht eigentlich außer Frage. Der momentane Stand der Dinge wäre aber, dass ich euch eher zur PS3, 360 oder PC Version raten würde. Die Steuerung ist auf der Wii U einfach noch nicht ausgereift. Wenn in der verbleibenden Entwicklungszeit aber das nötige Finetuning betrieben wird, könnte das Spiel von dem Potential des Controllers enorm profitieren. Dann wäre es wohl die beste Version des Spiels und könnte eventuell sogar Leute zum (Neu-)Kauf reizen, die Batman: Arkham City schon auf einer anderen Konsole oder dem PC gespielt haben.

 

 

Lukas' Update von der gamescom 2012 (07.09.2012)

 

 

Auf der gamescom war wohl die WiiU die einzige Neuigkeit, auf die ich mich im Vorfeld gefreut hatte und daher schritt ich am Pressetag, als die Hallen noch übersichtlich und leer waren, schnurstraks zur Ausstellung von Batman Arkham City um mir den Touchscreen Controller mal genauer anzusehen.

Die Demo, die auf der Messe lief war dieselbe, die Martin bereits auf dem Post E3 Event spielen konnte, weshalb ich einfach ein paar Lücken fülle und auf Dinge eingehe, die mir besonders aufgefallen sind.

 

Der erste Punkt war dabei die etwas komische Steuerung, was mit dem Controller überhaupt nichts zu tun hatte, sondern mehr damit, dass das Spiel von der Xbox 360 geportet wurde. Es verwirrte sichtlich alle Spieler an dem Stand, dass man auf einer Nintendo Konsole mit B bestätigen und mit A abbrechen musste. Dies ist ein kleiner Punkt, aber ein entscheidender, da ich es ungerne sehe, dass mit einer so unumstößlichen Regel gebrochen wird:

 

A: Positive/Progressive Aktion

B: Negative/Aggressive Aktion

 

Und ja, es gab auch öfter Spiele, die im Gameplay damit gebrochen haben, im Menü war dies aber trotzdem immer der Fall und wenn ich sehe, was so zur Zeit alles von der Xbox auf die Wii U geportet wird hoffe ich, dass wir diese Tradition in Zukunft nicht begraben müssen. Ansonsten funtkionierte die Steuerung recht gut, normale Button Befehle gingen gut von der Hand und in einem Hack-Minigame reagierte der Touchscreen genau so, wie er sollte. Auch die Funktion, gesetzten Explosivschaum kontrolliert hochgehen zu lassen lies sich entweder durch den Radar oder durch die Ingame Kamera auslösen.

 

Alleine der Batarang war ein Problem, da die Bewegungs Steuerung noch zu grob war. Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr kam ich zu dem Schluss, dass selbst eine WiiMote ohne Motion+ nicht so grobschlächtig war und die Schuld daran wohl deshalb bei der Software lag. Dennoch ist dies eine sehr alte Demo und die Entwickler haben das Spiel laut einer PR Managerin bereits weiter an die Wii U angepasst, und das wäre auch grafisch nötig denn in der Demo hatte das Spiel theoretisch dieselbe Grafik wie auf der Xbox 360, nur brauchten die Texturen ewig zu laden, weshalb man davon nicht allzu viel gesehen hat.

 

 

Vorab-Fazit

 

Im Großen und Ganzen machte die Armored Edition von Batman Arkham City einen sehr guten Eindruck und wird alleine durch die beigelegten DLCs die beste Version des Spiels werden, auch wenn man auf den Tiefen Einblick in Catwomans Ausschnitt verzichten muss.

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

Q4 2012

Developer

Rocksteady Studios

Publisher

Warner Bros. Interactive Entertainment

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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