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Angespielt: Nintendo Wii U

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ZombiU

Ego Shooter

02.07.2012

Zum gamescom Video-Interview

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Zombies in London

 

Eines meiner Highlights auf dem 2012er Nintendo Post E3-Event in Köln war definitiv ZombiU von Ubisoft. Das liegt vor allem daran, dass der Titel als einer der wenigen vollen Gebrauch der verschiedenen Fähigkeiten der Konsole und des Wii U GamePads macht, aber im Gegensatz zu den meisten Titeln von Nintendo keine Minispielsammlung ist. Verkehrte Welt, wo doch so oft Ubisoft... naja, egal.

 

ZombiU spielt in London und zwar in diesem Jahr. Nach den Olympischen Spielen bricht dort aus bisher ungeklärten Gründen eine Zombieplage und somit das Chaos aus. Vor einer realistischen Kulisse, in der Demo dem Buckingham Palace, müsst ihr nur als Überlebender weiterhin überleben. Ob das Spiel dabei überhaupt eine richtige Geschichte, einen Anfang und ein Ende hat, ist bisher absolut unklar. Klar ist allerdings, dass es sehr viel Spaß macht!

 

Wir starten auf einem provisorischen Militärstützpunkt vor dem Buckingham Palace oder zumindest was davon übrig geblieben ist. Wir sind dabei auf uns alleine gestellt. Überall liegen Leichen - wer ist wirklich tot und wer steht vielleicht nochmal auf? In der Ferne warten freudig ein paar Zombies auf Frischfleisch. Aber bevor wir deren Appetit mit Waffengewalt verderben, schaue ich mich erstmal um. Schon sehr hübsch, was wir hier geboten bekommen. Plastische Texturen, eine gute Weitsicht und vor allem viele nette Partikeleffekte wie Nebel, Rauch und Feuer zeugen davon, dass Nintendo mit der Wii U tatsächlich im HD Zeitalter angekommen ist.

 

Nun ist es aber höchste Zeit, die Zombies einen Kopf kleiner zu machen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Egoshooter geizt nicht mit Gewalt. Ihr dürft eure Untoten verstümmeln, wie es euch beliebt. Und natürlich ist nur ein kopfloser Zombie, ein richtig toter Zombie. Also die Waffe in die Hand genommen, auf die matschige, überreife Birne zielen und PENG. Apropos zielen: Die komfortablen Zeiten, wo sich Egoshooter mit dem Wii-Pointer nahezu perfekt spielen ließen, sind erstmal wieder vorbei. An die alte Analogstick-Variante muss ich mich zunächst wieder gewöhnen. Im Multiplayer wird zusätzlich noch der neue Classic Controller genutzt. Ob vielleicht dann auch die Wiimote/Nunchuk-Kombination möglich ist, konnte oder wollte man uns nicht bestätigen.

 

Abgesehen von meinen Zielschwierigkeiten zu Anfang, ließ sich ZombiU aber toll spielen. Da ihr als zufällig Überlebender agiert, habt ihr natürlich auch nur eine sehr begrenzte Ausrüstung zu Anfang. Also solltet ihr jeden Zombie nach dem tatsächlichen Ableben nach Nützlichem untersuchen. Gleiches gilt für Kisten etc. Hier wird es auch Zeit mal näher auf den Einsatz des Wii U GamePads einzugehen. So dürft ihr zum Beispiel damit die Umgebung nach Items und Nachrichten (letzteres war in der Demo noch nicht verfügbar) abscannen. Auf diese Weise macht ihr Dinge sichtbar, die vorher nicht zu entdecken waren. Einen besonderen Moment hatte ich beim Durchsuchen einer Kiste. Sobald ihr dies macht, seht ihr auf dem Fernseher, wie sich euer Charakter in eben diese bückt. Das eigentliche Geschehen geht nun auf dem Bildschirm des Controllers weiter. Hier seht ihr nun, welche Items sich in der Kiste befinden und dürft diese komfortabel per Drag & Drop in euer Inventar ziehen, ggf. direkt nutzen.

 

Während ich also voll konzentriert in der Kiste stöbere, werfe ich einen kurzen Blick auf den Fernseher und sehe wie plötzlich ein Zombie von hinten auf mich zustürmt und mich auffressen will. Hilfe, habe ich mich erschrocken und vor allem, was war ich überfordert! Mein erster Gedanke war das GamePad wegzuwerfen, um aus der Kiste zu kommen und die Waffe wieder in die Hand zu nehmen. Naja, zum Glück habe ich mich dann doch an die Taste erinnert, die mich zurück ins Spiel bringt.

 

Auch wenn die Szene mit meinem Tod geendet hat, zeigt sie doch sehr schön, warum das Wii U GamePad tatsächlich einen Mehrwert für das Horror-Genre bedeuten wird. Apropos Tod: In ZombiU stirbt man ja nicht wirklich. Ist euer temporärer Held erledigt, übernehmt ihr die Kontrolle eines weiteren Überlebenden. In dem Fall schlüpfe ich in den Körper einer jungen Frau, die sich kurze Zeit später auch auf dem Gelände vor dem Buckingham Palace befindet. Dort treffe ich auf meinen vorherigen Charakter, der nun einen unerklärlichen Hunger auf Menschenfleisch verspürt. Tja, wird er halt einen Kopf kürzer gemacht und schon kann ich meine vorherige Ausrüstung, wie die äußerst spaßige und effektive Armbrust wieder aufnehmen.

 

Neben dem Einzelspielmodus war ein Auszug des Multiplayers spielbar. Der gezeigte Modus war eine Variation von Capture the Flag. Mein geschätzter Kollege Mario ist dabei in die Rolle des Zombie-Masters geschlüpft. Hier wird auch so richtig deutlich, was Nintendo mit asymmetrischem Gameplay meint. Der Zombie-Master nutzt das GamePad und spielt eine Art Strategiespiel. Auf einer Übersichtskarte des Levels kann er verschiedene Arten von Zombies platzieren, die für ihn Flaggen sichern, aber vor allem die anderen Spieler aufhalten sollen. Die Zombies agieren auf der Karte eigenständig, je nach ihren Fähigkeiten. Natürlich können diese nicht unendlich gesetzt werden, so dass die richtige Taktik entscheidet. Die Konkurrenten hingegen spielen einen waschechten Egoshooter. Sie laufen eigenständig über die Karte, erledigen die Zombies und versuchen die Flaggen zu sichern, in dem sie sich eine bestimmte Zeit an eben diesen aufhalten und sie anschließend verteidigen. Auch wenn in der Demo nur eine Karte zur Verfügung stand und auch nur ein Match eins gegen eins möglich war, hat dies schon sehr viel Lust auf mehr gemacht.

 

 

Gunnars Vorab-Fazit

 

ZombiU hat durchaus das Potenzial der Vorzeige-Launchtitel für die neue Konsole zu werden, da es gut aussieht, voller Ideen steckt, das Wii U GamePad vorbildlich nutzt und vor allem eine neue Marke ist, die sich an Core-Spieler richtet und keine Umsetzung ist. Wir sind sehr gespannt auf das fertige Produkt!

 

 

gamescom 2012 Update (03.09.2012)

 

Autor: Michael Lehmenkühler

 

Auf der gamescom war es endlich so weit – ich konnte zum ersten Mal selbst Hand an den neuen Controller der Wii U anlegen. Und ich durfte nicht irgendein Spiel damit zocken, sondern einen der definitiv spannendsten Launchtitel, ZombiU von Ubisoft. Leider befanden sich drei weitere Journalisten in meiner Runde, sodass ich den Titel selbst nicht allzulang, maximal fünf bis sechs Minuten, spielen konnte.

 

Im Gegensatz zu Gunnars ZombiU-Session vor einigen Wochen fand das Geschehen in dieser Demo nicht vor dem Buckingham Palace statt, sondern im Inneren des Gebäudes, was sich als sehr atmosphärischer Schauplatz für ein Spiel dieser Art entpuppt. Gerade die Tatsache, dass real existierende Schauplätze genutzt werden, verleiht dem Titel meiner Meinung nach das gewisse Etwas und beflügelt die Fantasie derer, die sich schon öfters mal in Gedanken ausmalen, wie eine Zombie-Apokalypse in der Realität wohl aussehen würde. Die Szenerie der Demo ist wirklich stimmungsvoll – totales Chaos, wild verstreut herumliegende Gegenstände, Zerstörung, Blutspritzer überall. Dennoch fällt es mir nach wie vor schwer, das Spiel so richtig einzuordnen. Will ZombiU vollkommen ernst genommen werden? Soll mir das Spiel Angst machen? Oder will es mich mit einem leichten Augenzwinkern unterhalten wie bestimmte Zombie-Trashfilme? Ich bin mir dessen noch nicht ganz im Klaren - dass es den Gruselfaktor eines Resident Evil auf keinen Fall erreichen wird, ist für mich aber offensichtlich. Aber das will es wahrscheinlich auch gar nicht.

 

Steuerungstechnisch hatte ich während meiner sehr kurzen Spielzeit einige Probleme mit der empfindlichen Bedienung, dies führe ich aber darauf zurück, dass ich den Controller noch nie zuvor in der Hand gehalten hatte und mich erst noch dran gewöhnen musste. Einen frühen Tod starb sowieso jeder der anwesenden Fachbesucher, in der Regel war für jeden nach spätestens fünf Minuten Feierabend und er musste das Gamepad weiter reichen. Hier kam stets das schöne Feature, jedes Mal einen zufallsgenerierten, neuen Charakter zu erhalten, zur Geltung – der zuvor verstorbene Held war nun in zombifizierter Fassung auf Jagd nach Menschenfleisch, die zuvor erreichte Anzahl an Kills wird hierbei über dessen Kopf angezeigt. Hierdurch ergab sich eine nette, kleine, indirekte Multiplayer-Variante: Man wollte natürlich mehr Zombies erlegen als der vorherige Spieler und legte sich extra motiviert ins Zeug, ballerte möglichst zielgenau und versuchte, die Molotov-Cocktails besonders klug einzusetzen oder den Knüppel besonders elegant zu schwingen.

 

Zurück zur Steuerung: Hier steht natürlich das innovative Gamepad der Wii U im Fokus. Dies nimmt zwar keine bahnbrechend-innovative Rolle ein, wird aber dennoch sinnvoll eingesetzt und zieht den Spieler stärker in das Geschehen hinein. So kann man es, wie von Gunnar bereits treffend beschrieben, zum Scannen der Umgebung, um beispielsweise versteckte Munition ausfindig zu machen, oder einfach zum komfortableren Verwalten des Inventars nutzen. Für Letzteres wurde ja bereits der Touchscreen beim Nintendo DS häufig verwendet und auch dies war zwar keine sensationelle Innovation, machte das Spielgeschehen aber stets angenehmer. Und so ist es auch bei ZombiU – keine nervige Scrollerei durch umständliche Menüs, alles kann bequem mit dem Finger auf dem Touchscreen verwaltet werden. Das Wii U-Pad liegt übrigens wirklich gut in der Hand und ist erstaunlich leicht - für mich gibt es keinen großen Grund zur Skepsis mehr, das Teil wird rocken und den Spielemarkt bereichern, da bin ich mir ziemlich sicher!

 

Zur Technik des Spiels kann ich nicht allzu viel sagen. Dank der praktischen Kopfhörer konnte man den anwesenden Herrn von Ubisoft auf der generell immer eher lauten Messe sehr gut verstehen, was aber auch zur Folge hatte, dass man eher seinen Worten lauschte und die Akustik des Spiels kaum beachtete. Die Grafik von ZombiU hat mich persönlich nicht beeindruckt. Es ist technisch nicht übel und transportiert die Atmosphäre recht gut, eine Grafikbombe konnte ich aber beim besten Willen nicht erkennen. Vor allem die Blutfontänen, die nach Headshots aus den Hälsen der Untoten hervor geschossen kommen, haben mich ein wenig erschüttert, da sie grafisch ungefähr so hochaufgelöst sind wie das Publikum bei Fifa 64. Zombies bluten also grobe Pixel. Was solls, das war nur eine Randnotiz und generell sollte man vorsichtig sein, die Grafik eines Spiels nach einem Messebesuch zu bewerten. Es kam bislang durchaus schon mal vor, dass manche Publisher erstaunlicherweise qualitativ ziemlich minderwertige Kabel nutzten, von daher möchte ich die Optik des Titels am liebsten auch noch gar nicht näher bewerten, bevor ich es selbst an einem optimalen Fernseher mit einem optimalen Kabel ausprobiert habe. Letztendlich wird das Spiel wahrscheinlich einigermaßen gut aussehen, aber die Wii U hat hoffentlich technisch noch deutlich mehr auf dem Kasten, wovon auszugehen ist.

 

 

Michaels Vorab-Fazit

 

Ich würde gerne bei allen Aspekten noch näher ins Detail gehen, aber wie gesagt, die sehr kurze Spielzeit auf der Messe macht eine genauere Bewertung praktisch unmöglich. Es sei dennoch so viel gesagt: das Spiel wird definitiv einer der fünf interessantesten Launchtitel sein, vorausgesetzt, man kann mit Zombies und/oder Ego-Shootern etwas anfangen. Man sollte keinen Meilenstein der Videospielgeschichte erwarten, aber einen Titel, der die Fähigkeiten der Wii U auf sinnvolle Art und Weise nutzt und eine actionreiche sowie kurzweilige Unterhaltung bietet. Pflichtkauf? Nein. Systemseller? Nein. Gute Unterhaltung? Ja. Bei mir wird ZombiU am Launchtag im Einkaufswagen liegen.

 

 

 

Ubisoft Fantastic-Christman-Event 2012 Update (27.09.2012)

 

Autor: Mario Kablau

 

 

Auf dem Ubisoft Fantastic-Christmas-Event 2012 in Köln hatte ich die Chance, mit ZombiU von einem Entwickler zeigen zu lassen und auch noch mal selbst zu spielen. Die Demo zeigte einen neuen Bereich in der Nähe der Tower Bridge. Zunächst geht es durch einen Abwasser-Kanal und später auf die Brücke zu, eine weitere beeindruckende Kulisse. Ich will aber eigentlich gar nicht auf die Demo an sich eingehen, auf das neue Scharfschützen-Gewehr und auf die zwei neuen Gegner-Typen, auf die ich getroffen bin, denn zum Spiel selbst haben wir weiter oben schon eine ganze Menge geschrieben.

 

Ich habe nämlich den Entwickler vor Ort ein wenig ausgequetscht und einige spannende Details herausfinden können. Zunächst habe ich nach dem Umfang der Singleplayer-Kampagne gefragt. Dies wird bei Ubisoft gerade durch die Tests am fertigen Spiel ausprobiert und erfahrene Spieler sollen etwa 15-20 Stunden gebraucht haben. Den Entwicklern war ein großer Umfang wichtig, da sie nicht möchten, dass Spieler nach sechs Stunden durch sind und sich über den teuren Kauf ärgern.

 

Aber nicht nur davon verspreche ich mir viel, sondern auch von den Community Features des Spiels. Man wird ja nicht nur Hinweise bekommen, wenn Freunde in der Nähe des eigenen Bereichs gestorben sind und sie dann jagen und töten, sondern auch Nachrichten für alle anderen hinterlassen können. Da die Entwickler jedoch keine schmutzigen Wörter oder fiese gemalte Bilder haben wollen, geht das über Piktogramme. So kann man zum Beispiel per Pfeil und Zombie vor einem gefährlichen Gegner hinter der nächsten Ecke warnen. Tötet man einen zombifizierten Freund, dann kann man sich nicht nur seine Ausrüstung schnappen, sondern eben auch damit angeben. Das alles wertet den Singleplayer in meinen Augen deutlich auf.

 

Zuletzt habe ich noch nach der Steuerung gefragt. Während im Multiplayer ja immer ein Spieler mit dem GamePad die Zombies kontrolliert, spielt der andere entweder mit der Wii U Pro Controller oder mit Wii-Fernbedienung und Nunchuk. Im Hauptspiel geht das aber leider nicht, hier kann man nur per GamePad steuern. Dem Entwickler zufolge wollen sie einfach das Spiel komplett auf die neuen Möglichkeiten auslegen und das geht natürlich nicht, wenn man auch ohne Touchscreen spielen könnte. Als Option wäre es aber in meinen Augen eine nette Ergänzung gewesen, vor allem, da die Steuerung für den Multiplayer ohnehin komplett implementiert ist.

 

 

Marios Vorab-Fazit

 

Die neue Demo hat mir noch mal bestätigt, was ich eh schon erwartet und was die anderen auch schon geschrieben haben: ZombiU wird den Kauf auf jeden Fall wert sein, wenn man Spiele in diesem Genre mag. Die Entwickler nutzen die Möglichkeiten des GamePads gut und haben tolle Ideen, den Singleplayer aufzuwerten. Der 30.11. kann kommen!

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

30.11.2012

Developer

Ubisoft Montpellier

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

TBA


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