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Angespielt: Nintendo Wii U

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Mario Kart 8

Rennspiel

25.06.2013

Zum E3 2013 Video-Preview

 

 

Autor: Mario Kablau

 

 

Unendlich viel Spaß?

 

Anders als bei Super Mario, ist Nintendo seit dem Super Nintendo ihrer Linie treu geblieben, dass stets nur genau ein Mario Kart auf jedem System erscheint. Und nach SNES, N64, GBA, GameCube, DS, Wii und 3DS ist nun die Wii U mit dem (wer mitgezählt hat, weiß es schon) achten Teil dran. Diese Politik hat vor allem eins sichergestellt: Jedes Spiel ist nicht nur immer eines der bestverkauften auf dem System, sondern hat auch immer etwas einzigartiges zu bieten.

 

Was in Mario Kart: Double Dash!! die zwei Fahrer in einem Kart, in Mario Kart DS die Missionen für Einzelspieler, in Mario Kart Wii die Motorräder und in Mario Kart 7 das Gleiten und Unterwasser fahren war, ist nun die Möglichkeit, auch an der Decke zu fahren. Dazu haben die Karts spezielle Reifen, die sich in Antischwerkrafts-Dinger umwandeln, sobald man an der Wand oder an der Decke fährt und dann trotz dieser Tatsache nicht runter fällt.

 

Dieses Feature – das zwar auf das grundsätzliche Gameplay keine allzu großen Auswirkungen hat – ermöglicht ein ganz neues Streckendesign. Dementsprechend gibt es nun Steilkurven, Schrauben und vieles mehr. Aber das Grundprinzip ist dasselbe geblieben: Man fährt mit einem Kart und gegen 11 Gegner über einen Rundkurs, muss sich gegen fiese Items wehren, bzw. sie selbst zum eigenen Vorteil einsetzen und am Ende möglichst als Erster durchs Ziel fahren. Fertig ist der Funracer.

 

Auf der E3 hat Nintendo das Spiel das erste Mal gezeigt und auch gleich mit einer Demo präsentiert. Diese umfasst drei Strecken, auf denen man jeweils zwei Runden fahren durfte – alleine oder zu zweit. Am Anfang wählt man dazu einen von 12 Fahrern aus, die hier allerdings noch jeweils ein Kart oder Motorrad fest zugeordnet haben. Mario sitzt zum Beispiel immer auf einem Standardkart und Toad auf einem Motorrad.

 

Motorrad? Ja, denn Nintendo hat hier nicht nur ein neues Feature eingebaut, sondern sich auch fleißig bei den Vorgängern bedient. Neben den Zweirädern, die nun jedoch nicht mehr auf dem Hinterrad fahren können, gibt es zum Beispiel auch wieder die Gleiter und Unterwasserfahrten aus dem direkten Vorgänger. Somit ist Mario Kart 8 schon jetzt das wohl kompletteste Mario Kart bisher – und das obwohl es noch etwa neun Monate bis zum Release sind.

 

Jedenfalls fährt man in der Demo die drei Strecken, setzt Items ein und bekommt am Ende Punkte für seine Platzierung. Wer nach den drei Rennen die meisten Punkte hat, gewinnt. Fertig! ;-) Allerdings ist das natürlich nicht so einfach, denn die anderen wollen auch gewinnen und feuern fleißig Items ab und stören so alle anderen. Allerdings ist mir deutlich aufgefallen, dass die Auswirkungen der Items geringer geworden sind. Ein Treffer durch einen roten Panzer zum Beispiel hält nur ganz kurz auf, ebenso der Ritt über eine Banane. Und das macht nun das fahrerische Können wieder wichtiger, Glück scheint in den Hintergrund zu rutschen. Das finde ich persönlich sehr gut, denn auch wenn ein Funracer natürlich eine Glücks-Komponente braucht, sollte die nicht so weit im Vordergrund stehen wir bei Mario Kart Wii und Mario Kart 7 – finde ich zumindest.

 

Die drei Strecken der Demo gefallen mir persönlich auch sehr gut. Die namensgebende Acht, die wohl die erste Strecke im Spiel sein wird, ist schon deutlich anspruchsvoller als die Erststrecken der letzten Spiele, nicht zuletzt wegen „dieser verdammten Schwerkraft“ (Zitat: Homer Simpsons). Es geht bergauf und bergab, vom Boden an die Decke und so weiter.

 

Richtig gut wird es aber erst auf den anderen beiden Strecken. Die zweite erinnert stark an Lego City, ist es doch eine Kombination aus San Fransisco und New York, nur eben auf Mario umgemünzt. Die Ähnlichkeiten zur Lego Stadt sind jedoch frappierend, das gefällt mir sehr gut. Hier fährt man an Häuserwänden und über Dächer von Marktständen. Oder eben zwischen Häuserschluchten und durch die Marktstände – es gibt wirklich zahllose alternative Wege. Zuletzt gibt es noch eine Strecke im Stile von Luigi’s Mansion, die es mir richtig angetan hat. Da man oft drinnen fährt, merkt man gar nicht, wo gerade unten und oben ist, bis auf einmal Wasser an der Decke zu hängen scheint und man darauf zu fährt. Das ist schlicht genial, vor allem unter Wasser und in der Luft, wenn man auch mal vom Kopf auf den Boden zurückgleiten muss. Die Entwickler haben also scheinbar eine Menge coole Ideen, die sie nun dank der Antischwerkraftreifen umsetzen können.

 

Und da sich das Ganze auch noch perfekt steuern lässt, gibt es bei Mario Kart 8 echt nichts zu meckern. Man hat mit dem Analogstick auf dem Gamepad präzise Kontrolle, kann beim Driften endlich wieder vernünftig gegenlenken und ist trotz hoher Geschwindigkeit stets Herr der Lage. Man kann das Spiel auch mit dem Gyrosensor des GamePads oder mit dem WiiWheel steuern, für mich sind das aber keine Alternativen, vor allem wenn es mit dem Stick so perfekt funktioniert.

 

Zuletzt noch ein paar Sätze zur Technik: Diese ist richtig, richtig gut. Da das Spiel eher in eine realitätsnahe Richtung geht, profitiert es von der HD-Optik (1080p60) wesentlich mehr als zum Beispiel Super Mario 3D World. Die Weitsicht ist toll, passend zu den schönen Hintergründen, alles strotzt nur so vor Details wie zum Beispiel coolen Werbebannern aus dem Mario-Universum und es läuft jederzeit flüssig und butterweich. Was will man mehr?

 

Dass es nicht mehr so lange dauert, bis es kommt. Mario Kart wäre das perfekte Spiel für Weihnachten 2013 gewesen, vor allem um eine Alternative zu den ganzen Jump ‘n Runs zu bieten. Leider müssen wir uns aber bis zum Frühjahr 2014 gedulden – aber das kriegen wir gemeinsam hin. Vorfreude ist doch die schönste Freude – und Mario Kart 8 steht nun ganz oben auf meiner Wii U-Wunschliste. Das sollte euch zu denken geben, war ich doch von MK Wii und MK7 eher wenig begeistert.

 

 

Vorab-Fazit

 

Wenn Nintendo nicht noch absoluten Mist beim Umfang oder beim Online-Modus verzapft, dann wird Mario Kart 8 eine absolute Bombe. Schon diese frühe Demo macht richtig viel Spaß und zeigt, dass die Entwickler massig Ideen haben. Dazu steuert es sich nahezu perfekt und sieht toll aus. Was will man mehr? Voice Chat! Denn nur dann macht es online genauso viel Spaß wie gemeinsam vor einem Fernseher – Schadenfreude inklusive.

 

 

Zweitmeinung von Gunnar

 

Ich bin ja mit Mario gemeinsam über die drei Pisten gebrettert und bin nicht minder begeistert. Als erstes war ich beeindruckt von der Technik. Eigentlich sehen Mario Kart-Games immer gut aus, gehören aber nie mit zu dem besten, was es auf der Konsole gibt. Aber diesmal fällt mir kaum ein Spiel ein, was hübscher ist. Und dennoch läuft es butterweich über den Bildschirm.

 

Sehr begeistert bin ich auch vom bisherigen Streckendesign. Alles wirkt verwinkelter, es gibt durch die Antigravitationsreifen immer wieder Alternativwege. Alleine schon dadurch spielt fahrerisches Können, aber auch Skill beim gezielten Einsatz eines Items wieder eine größere Rolle. Einfach nur wild einen Panzer abschicken, wird nicht mehr so leicht zum Erfolg führen.

 

Richtig cool finde ich, dass Nintendo sich beim Driften wieder viel mehr an die alten Mario Karts orientiert. Schon lange konnte ich nicht mehr so präzise um die Kurven düsen. Ob damit auch das Snaken im großen Stile möglich ist und zurückkehrt? Wir werden es sehen. Mario Kart hat mir jedenfalls immer viel Spaß gemacht. Und ich glaube, dass der neue Teil sich ganz leicht in meine Top 3 der besten Mario Karts überhaupt vorspielen kann.

super

EU Release Chance

super

Tendenz

Release

Frühjahr 2014

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-12


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