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Angespielt: Nintendo Wii U

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Donkey Kong Country - Tropcal Freeze

Jump 'n Run

29.06.2013

Autor: Mario Kablau

 

 

Die ganze Affenbande brüllt - schon wieder...

 

Was in der 10do Show Mai, in der Martin und ich über die Donkey Kong-Reihe gesprochen haben, von uns als Worst Case-Szenario tituliert wurde, ist tatsächlich wahr geworden: Die Retro Studios arbeiten seit nunmehr etwa drei Jahren an einem Nachfolger zu Donkey Kong Country Returns, der dann noch dieses Jahr auf der Wii U erscheinen wird. Aus unserer Sicht Perlen vor die Säue.

 

Und damit ist eins auch klar: Selbst wenn es aus unserer Sicht keine gute Entscheidung ist, ein so fähiges, westliches Entwicklerstudio mit noch einem 2D Jump ‘n Run zu betreuen, wird das Spiel eine Bombe!. Aber: Die Retro Studios könnten so viel mehr machen als eine Fortsetzung zu Donkey Kong in zwei Dimensionen. Metroid, zum Beispiel, aber da haben sich die Chefs in Texas bewusst gegen entschieden.

 

Und bevor ich nun gleich endlich zum Spiel an sich komme, noch mal zur Klarstellung: Ich freue mich auf das Spiel, es wird sicher grandios. Ich hätte mich aber noch mehr gefreut, wenn Retro nicht schon drei Jahre daran arbeiten würde Donkey Kongs Fell so flauschig wie möglich zu machen, sondern stattdessen etwas zu machen, das zeigt, was auf der Wii U geht- bis zum Anschlag. Metroid, zum Beispiel.

 

So, nun endlich zu Tropical Freeze. Die Geschichte beginnt man wieder auf der Insel von DK, die von einer Horde wilder Wikinger überfallen und eingenommen wird. Natürlich sind es keine echten Wikinger, sondern welche in Tierform, passend zum Universum. Donkey Kong und seine Sippe müssen ihre Heimat verlassen und dann über mehrere andere Inseln zurück nach Hause springen und rennen.

 

Dabei ist der Name des Spiels Programm, es wechseln sich Tropen- und Eiswelten ab, das Beste aus beiden wurde bunt vermischt. Die Demo auf der E3 2013 bot dabei Gelegenheit, sich vier verschiedene Levels genauer anzusehen, darunter ein Boss und ein Lorenlevel. Aber fangen wir mal mit den normalen Levels an.

 

Hier hüpft und läuft man ganz typisch – gesteuert per Wii-Fernbedienung und Nunchuk – von links nach rechts auf der Suche nach dem Zielfass. Dabei stellen sich einem diverse Gegner und andere Hindernisse in den Weg, die es zu überwinden gilt. Im Vergleich zum direkten Vorgänger sind dabei auch Unterwasser-Passagen dazugekommen. Allerdings sind es bisher keine kompletten Level, die unter der Wasseroberfläche spielen, sondern es kommen immer mal wieder kurze Abschnitte, in denen man tauchen kann oder muss. Dabei fällt direkt auf, dass man sich dort nicht nur wesentlich schneller als bei den SNES-Spielen fortbewegt, sondern die Gegner dort auch besiegen kann. Richtig gut – und gut sieht es natürlich insgesamt aus, aber dazu später mehr.

 

Man spielt entweder alleine oder zu zweit, wobei Diddy Kong, im fertig Spiel gibt es dann auch noch Dixie und einen weiteren Affen, bei Bedarf auch bei DK auf den Rücken springen und von ihm mitgenommen werden kann. Spielt man alleine, dann sitzt er da immer und man profitiert so von seinem Raketenrucksack. Da es keine Upgrades wie bei Super Mario gibt und weil das Spiel eher schwer als leicht ist, geht es hier zu zweit eigentlich nur ums Miteinander. Das ist aber auch gut so, denn sonst müsste das Spiel eine ganze Ecke leichter sein. Das wäre keine gute Idee.

 

Die Lorenlevel, bzw. das Lorenlevel der Demo hat mich auch restlos begeistert. Warum? Weil die Lore jetzt auch Herzen hat und man nicht nach einem Treffer gleich wieder von vorne oder vom letzten Checkpoint anfangen muss. Macht ja auch Sinn, denn in allen anderen Levels ist man ja auch nicht nach einem Treffer tot. Und es hat noch einen weiteren Vorteil: Die Lorenlevels können schwerer werden, sind aber gleichzeitig weniger frustrierend. Und wie ich die Retro Studios kenne, werden sie bockschwer. Zu zweit machen die Lorenlevels allerdings nach wie vor nicht so viel Sinn. Denn wenn man sich nicht darauf verständigt, dass einer springt und der andere sich dauerhaft duckt (um nirgendwo gegenzustoßen), endet es immer im Chaos. Einer hat dann also nicht so viel zu tun. Das Level in der Demo machte aber jedenfalls sehr großen Spaß, auch wegen der tollen Kamerafahrten, aber auch dazu später mehr.

 

Nun zunächst noch ein paar Sätze zum Boss. Hierbei handelte es sich um einen Seelöwen, der vermutlich aus einem Zirkus ausgebrochen ist, denn er hat die typischen Kunststücke vorgeführt, während er auf einer Half Pipe hin und her rutscht. Wir mussten ihm neun Mal auf den Bauch springen, um ihn zu besiegen. Nach jeweils drei Treffern hat er seine Strategie geändert. Das hat uns großen Spaß gemacht, war aber auch nicht allzu schwer. Da erhoffe ich mir vom fertigen Spiel mehr Härte, während Kreativität auf jeden Fall genug da war.

 

So, jetzt zur Technik. Dass die Retro Studios es drauf haben, eine Konsole wirklich sinnvoll auszunutzen, haben sie mit Metroid Prime schon gezeigt. Und dass sie es auch in 2D gut können, beweist Donkey Kong Country Returns. Nun müssen sie sich aber das erste Mal in HD beweisen und das ist ihnen mehr als gelungen. Donkey Kong sieht für ein 2D Jump ‘n Run wirklich unverschämt gut aus. Das Fell des Affen sieht so kuschlig aus, dass man am liebsten sofort mit Diddy tauschen will. Dazu kommt durch die Kamerafahrten ein richtig gutes 3D-Gefühl rüber.

 

Sowohl in Lorenlevels als auch zwischen den explodierenden Fässern ändert sich nämlich laufend die Ansicht, so dass man wirklich merkt, dass man in einer dreidimensionalen Umgebung unterwegs ist. Das gefällt mir richtig gut. Dazu ist die Weitsicht top und alles läuft stets flüssig. Die Steuerung geht mit Wiimote und Nunchuk auch sehr gut von der Hand- Im fertigen Spiel geht es dann auch mit dem GamePad, das konnte die Demo aber leider nicht.

 

 

Vorab-Fazit

 

Im Prinzip gibt es an Donkey Kong Country Tropical Freeze nichts zu meckern. Es sieht super aus, spielt sich extrem flott, scheint gut schwer zu werden. Und bringt einige schmerzlich vermisste Features der alten Teile zurück, zum Beispiel die Unterwasser-Abschnitte. Einzig und alleine die Tatsache, dass neben DK auch noch Super Mario 3D World, New Super Luigi U, Rayman Legends und Sonic Lost World vier weitere hochkarätige 2D-Hüpfer etwa zeitgleich erscheinen, trübt das Bild etwas. Da wäre es mir persönlich umso lieber gewesen, die Retro Studios würden dieses Jahr ein neues Metroid oder gerne auch Starfox schon fertig haben. Ach ja, und einen Online-Mehrspieler hätte ich auch gerne.

 

 

Gunnars Zweitmeinung:

 

Ich liebe besonders die ganz eigene Atmosphäre, die von den Donkey Kong Country-Spielen ausgeht. Neben dem speziellen Grafikstil, ist auch die markante Soundkulisse sowie der Soundtrack mit dafür verantwortlich. Deshalb finde ich es so klasse, dass die Musik im neusten Teil wieder von David Wise mitkomponiert wird, der schon bei den Originalspielen auf dem SNES seine Finger im Spiel hatte. Leider konnten wir bei der Demo und dem Trubel drum herum noch nicht wirklich auf den Sound achten.

 

Spielerisch ist es genauso wie Mario beschrieben hat: Die Steuerung ist super präzise und intuitiv, die Levels sind klasse designt und vollgepackt mit netten Details. Aber am meisten begeistert haben mich echt die dynamischen Kamerafahrten. Der ständige Wechsel von gerade drauf, bis schräg oder gar Rückansicht erzeugt eine ganz eigene Dynamik und ist gerade bei den Fässerkatapulten eine echte Bereicherung.

 

Ja, auch ich finde es eine Schande, dass die Retro Studios für den Titel herhalten müssen. Aber so wissen wir wenigstens, dass am Ende nicht nur spielerisch, sondern auch technisch was Besonderes bei rum kommt. Hoffen wir mal, dass sie nebenher doch noch mit einem einem kleinen Team an einem weiteren Spiel arbeiten. Gerüchte dazu, auch von recht glaubhaften Quellen, gibt es ja genug.

super

EU Release Chance

super

Tendenz

Release

Q4 2013

Developer

Retro Studios

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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