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Angespielt: Nintendo Wii U

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Momonga

Adventure

19.08.2015

Autor: Bastian Bunzeck

 

Wenn es ein Genre gibt, das noch nie so wirklich mit Innovation geglänzt hat, war es das der Flipperspiele. Zu oft beschränken sich die Versoftungen der Geräte einfach auf die bloße Abbildung und versuchen auch nicht im Ansatz, irgendeinen Mehrwert im Gegensatz zum echten Automaten. Mit Momonga Pinball Adventures wollen die niederländischen Entwickler von Paladin Studios dem schlechten Ruf der Flippersoftware ein qualitatives Produkt entgegensetzen. Aber nun mal ganz von vorne...

 

Die Story ist relativ einfach gehalten: In der Welt Aya leben die unterschiedlichsten Tierarten in Frieden miteinander. Bis eines Tages das Dorf der Momongas, japanischer Gleithörnchen, von einem kriegerischen Eulenstamm angegriffen wird. Alle Momongas werden entführt. Nun gut, nicht wirklich alle, der kleine Momo wird vom Panda Panda (jap, sehr kreative Namenswahl) gefunden und wieder aufgepäppelt. Und als einziger nicht verschollener Momonga ist Momo nun natürlich klar, wer den Helden spielen und alle anderen retten muss!

 

Warum dies in Form eines Flippers geschieht, wird nicht weiter erklärt, ist aber auch vollkommen irrelevant. Der kleine Momonga rollt sich im normalen Spielfluss zu einer Kugel zusammen und rollt durch die Welt. Um weiter voranzuschreiten, müssen manchmal durch "anflippern" Gegenstände wie Steine zerstört oder Tore per Schalter geöffnet werden. Auch Gegner treiben ihr Unwesen und werden durch geschicktes Anflippern zerstört. Die Areale, quasi die Flippertische, sind dabei durch Löcher oder Portale verbunden und zum Teil auch mit geheimen Ausgängen versehen. Einige der Tische bzw. Level (mehr als 9 Stück im fertigen Spiel) sind mit dem bloßen Durchspielen beendet, andere sind nur durch Bosskämpfe zu bezwingen. Fällt man durch das gewohnte Loch in der Mitte zwischen den Schlägern, ist man ein Leben ärmer.

 

Die Steuerung ist so einfach wie genial - Rechter Trigger = Rechter Flipper und Linker Trigger = Linker Flipper. In einigen Sequenzen entfaltet sich Momo auch zum namensgebenden Flughörnchen und wird dabei durch Neigen des GamePads gesteuert. Das funktioniert ziemlich gut und allgemein ist an der Steuerung nichts zu beanstanden.

 

Die kunterbunte 3D-Grafik ist sehr knuffig anzusehen. Sie ist sehr schick und besticht durch den zum Teil "eckigen" Comic-Look, den man auch auf den Bildern sehr gut erkennt. Im späteren Spielverlauf werden die Pastelltöne aber auch durch dunkleres Lila und Schwarz ersetzt um die ernstere Stimmung und die Annäherung an das Ende zu symbolisieren. Auf dem kleinen Bildschirm des GamePads (das Spiel wird gleichzeitig auf beiden Bildschirmen wiedergegeben, ist also auch ohne TV spielbar) wirken die Figuren natürlich noch knackiger, aber auch so muss sich die Grafik nicht verstecken.

 

Die Musik ist eingängig und allgemein sehr arcade-lastig. Die Melodien unterstreichen das Gameplay, unter der Dusche werde ich sie aber trotzdem nicht pfeifen, da dafür der Wiedererkennungswert fehlt. Alle Dialoge im Spiel sind vertont, in unserer Vorschau-Version klangen die Sprecher aber ziemlich matschig und undeutlich.

 

 

Vorab-Fazit:

Momonga Pinball Adventures macht zweifelsohne Spaß. Wer nur mal eine ruhige Kugel schieben möchte, wird vielleicht mehrere Male in sein GamePad beißen, frustresistente Zocker werden aber mit der einen oder anderen Partie zwischendurch sicherlich viel Spaß haben. Und ein Achievement-System erhöht den Wiederspielwert der ohnehin mit zahlreichen Geheimnissen, geheimen Räumen und sammelbaren Objekten vollgestopften Level nochmal erheblich.

super

EU Release Chance

super

Tendenz

Release

2015

Developer

Paladin Studios

Publisher

Paladin Studios

Nintendo Points

6

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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