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Angespielt: Nintendo Wii U

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Year Walk

Adventure

19.08.2015

Autor: Gunnar Schreiber

 

Year Walk ist eines dieser Indie-Spiele, das definitiv nicht für den Massenmarkt gemacht ist. Zu eigensinnig ist das Gameplay, zu besonders die audiovisuelle Darstellung. Aber genau deshalb habe ich die Demo so sehr genossen. Es ist eines dieser Spiele, dass man zockt und das Gefühl hat mal etwas frisches, einzigartiges ausprobiert zu haben.

 

Aber mal von vorne: Beim Year Walk handelt es sich um ein altes schwedisches Ritual, entsprungen aus schwedischen Mythen. Beim Year Walk schlossen sich Menschen ohne Essen und Trinken in einen dunklen Raum ein. Den Legenden nach erschienen den Menschen nachts dann Sagengestalten und der Year Walk begann. Das Ziel war es mehr über die eigene Zukunft zu erfahren. Das ist auch das Anliegen des Protagonisten des Spiels.

 

Übrigens erschien der Titel des schwedischen Studios Simogo bereits für Steam und iOS. Die Version für den Wii U eShop verspricht aber die ultimative Variante zu werden.

 

Year Walk ist in erster Linie ein dunkles, langsames Adventure. Ihr bewegt in Egoperspektive wie auf Schienen euren Charakter von links nach rechts und an bestimmten Stellen auch vorwärts oder zurück. In jedem der neun Abschnitte müsst ihr eine bestimmte Anzahl an Mylinge finden und zum Startpunkt des Levels zurückbringen. Mylinge sind kleine Sagengestalten, erinnern ein wenig an die Waldgeister aus Prinzessin Mononoke, falls ihr den Anime gesehen habt.

 

Aber die Mylinge sind nicht so einfach zu finden. Zumeist müsst ihr zuvor kleinere Rätsel lösen. Einmal schiebt ihr mittels GamePad-Gyrosensor einen Karren beiseite oder ihr dreht Zahnräder, um ein Mühlrad zu bewegen. Meistens weisen Blutspuren auf dem Boden auf den ungefähren Standort des nächsten Mylings hin. Die Rätsel sind dabei durchaus clever und vor allem ideenreich. In dem Abschnitt, den ich anspielen durfte, musste ich vier Mylinge finden. Die ersten drei waren einfach. Den vierten habe ich einfach nicht finden können. Also habe ich mir die Tipps auf dem GamePad durchgelesen und fand folgenden Hinweis: „Den letzten Myling hältst du bereits in deinen Händen!“

 

(Spoiler) Ok, kurz überlegt, war mir klar, dass der letzte Myling irgendwo in den Spielmenüs auf dem GamePad versteckt sein muss. Und tatsächlich: Bei dem Menüpünkt, der zu den Infos über schwedische Sagengestalten führt, sind Blutspuren zu erkennen. Drauf geklickt und runtergescrollt, findet sich dort tatsächlich ein Myling, den ihr mit dem Touchscreen fangen könnt (/Spoiler).

 

Eine sehr nette Idee. Und ein Beispiel für den Ideenreichtum des Spiels, der sich auch im eigenwilligen Grafikstil wiederfindet. Da dieser schwer in Worte zu fassen ist, schaut euch am besten die Screenshots an.

 

 

Vorab-Fazit:

 

Wer auf der Suche nach einem frischen Erlebnis ist, fernab vom Massenmarkt, und wer Adventures mit düsterer Thematik mag, der sollte sich den Titel unbedingt vormerken. Zugegeben das grenzt die Zielgruppe per se unglaublich ein. Deshalb hoffe ich, dass ihr dennoch euch die Screenshots und ggf. einen Trailer anschaut. Denn Year Walk hat es verdient. Mir hat jedenfalls der Ausflug in die schwedischen Sagenwelt durchaus Spaß gemacht.

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

Q4 2015

Developer

Simogo

Publisher

Simogo

USK Freigabe

nicht bekannt


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