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Reviews: Nintendo Wii

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Bleach: Shattered Blade

Beat 'em Up

10.04.2008

Autor: Philipp Bress

 

 

Setzt sich der Höhenflug fort?

 

Am selben Tag wie Bleach: The Fate of Blade für den Nintendo DS, erschien auch Bleach: Shattered Blade für die Wii bei uns in Europa. Wer nun eine Portierung des DS-Spieles auf die Wii oder anders herum erwartet, liegt falsch! Der Wii-Ableger führt die Story weiter und gibt noch mehr Einblicke in die Welt rund um Ichigo und der Soul Society. Und wie es auch auf dem DS der Fall ist, gibt es bis dato kaum nennenswerte Größen im Bereich meiner heiß geliebten Beat 'em Ups, in denen man auch mal richtig zulangen kann. Mortal Combat: Deadly Alliance, eine Enttäuschung! Dragon Ball Z Tenkaichi Budokai 2 und 3 waren annehmbar, aber auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Und von Spielen wie Ben 10 - Protector of Earth die sich selbst Beat 'em Ups schimpfen, möchte ich gar nicht erst sprechen! Wenn ihr wissen wollt, ob ich auf der Wii wohl auch eine solche Offenbarung wie auf dem DS erlebt habe, müsst ihr einfach nur die folgenden paar Zeilen lesen!

 

Im absoluten Freudenrausch und mit hohen Erwartungen bin ich an Bleach: Shattered Blade ran gegangen. Warum auch nicht? Das DS Spiel war DER Hammer schlechthin und vom Anime selbst bin ich auch restlos begeistert. Und außerdem wurde mir versprochen, dass ich die Wiimote wie ein echtes Schwert schwingen kann, welcher Fan von Beat 'em Ups, Schwertern und Todesgöttern kann dabei nein sagen? Voller Tatendrang legte ich also die Disc ein und startete meine Eintrittskarte ins Paradies für schwertgeile Prügel-Fetischisten. Doch was ich dann erlebte, war wie ein Kinnhaken, der mit Bewusstlosigkeit endet, nach dem zuvor erlebten Höhenflug. Ok, ganz so schlimm war es doch nicht, aber dennoch sehr ernüchternd. Was war also los mit dem von Polygon Magic entwickelten Spiel?

 

 

Auf nach Hause!

 

Kurz vorweg die schnell erzählte Story! Shattered Blade knüpft da an, wo man bei The Blade of Fate aufhört. Rukia wurde also gerettet und nun muss man einen Weg zurück in die Welt der Lebenden finden und mit der Macht des Sokyoku soll das funktionieren! Sokyoku? Wat? Kann man das essen? Nein! Beim Sokyoku handelt es sich um eine mächtige Waffe, mit der Rukia exekutiert werden sollte und diese Klinge ist bei der Rettung der jungen Damen in etliche Teile zerbrochen. Aber da man die mächtigen Fragmente des überdimensionalen Hackebeils nicht als einzige haben möchte, wird man in allerhand Kämpfe verwickelt. Wie auch schon bei der DS-Version, ist es möglich, eine Menge unterschiedliche Episoden zu spielen die die Sicht eines jeden Charakters auf die Situation widerspiegeln. Leider wird die Story hier nicht ganz so liebevoll wiedergegeben wie bei The Blade of Fate und wirkt daher eher nebensächlich, aber dafür hat uns Polygon Magic einen ganz besondere Leckerbissen serviert! Einen bisher unbekannten Charakter exklusiv für die Wii! Wenn das nicht Anreiz genug ist als Fan des Anime!

 

 

Shake, shake, shake...

 

Es hat also mit dieser netten Story wirklich viel versprechend angefangen. Schöner Soundtrack, allerhand Optionen und die geniale Cell-Shading Grafik, durch die ich schon die Naruto-Spiele auf dem GCN lieben gelernt habe. Und auch die Steuerung klang genial und simpel zugleich! Und nur letzteres war sie im Endeffekt wirklich. Man kann zustechen, Hiebe von oben nach unten durchführen und natürlich auch von links nach rechts und anders rum. Klingt super und wäre es auch, wenn es denn auch noch ein bisschen genauer wäre. Gerade wenn sich im Duell die klingen Kreuzen und man quasi ein "Stein-Schere-Papier" Minispiel gegen seinen Kontrahenten durchführen muss, kann man auch schon mal verzweifeln. Im Endeffekt endet leider doch alles in einer mehr oder minder gut versteckten Rüttelorgie die man mit der A & B Taste kombinieren kann für unterschiedliche Moves. Man kann schon seinen Spaß damit haben, aber der dürfte eher aufkommen wenn man Fan der Serie ist. Mit dem Cell-Shading Look bin ich vollends zufrieden, da man sich so vorkommt als Spiele man wirklich in der Serie weiter und auch die Animationen der Bankais und restlichen Spezialattacken wurden Prima umgesetzt. Allerdings hätten die Stages hier einen Touch mehr Details vertragen können, aber da hab ich schon weitaus schlimmeres gesehen. Ansonsten hätte ich zwar nichts dagegen gehabt, wenn die Grafik noch besser gewesen wäre, aber sie ist schon im mittleren bis oberen Bereich und das ist man von vielen Wii-Spielen ja nicht gerade gewohnt! Schön ist auch, dass man sich auch hier im Uhuhara Shop allerhand Bonusmaterial frei kaufen kann. Seien es Sounds, Stimmen, Bilder oder Outfits, da ist für jeden was dabei.

 

 

Multiplayer > Singleplayer

 

Natürlich bekommt man neben dem Story-Modus die übliche Standardkost für Beat 'em Ups geboten. Arcade, Training und Multiplayer sind also auch im Angebot und versprechen lang anhaltenden Spaß. Was ich allerdings kläglichst vermisse ist ein Wi-Fi Modus! Was würde ich dafür geben, wenn ich online die Säbel rasseln lassen könnte. So blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Kollegen Michael an Land zu ziehen und mit ihm den Multiplayer-Part zu testen. Und so macht das Spiel auch schon gleich viel mehr Spaß, denn im Gegensatz zu der viel zu leicht zu besiegenden KI ist Michael ein doch etwas besserer Gegner ;). Auch wenn wir noch nicht alle Charaktere freigeschaltet hatten, boten die bereits vorhandenen genügend Abwechslung und bereiteten uns einige sehr unterhaltsame Fights.


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Fazit

Polygon Magic hätte lieber Treasure über die Schulter schauen sollen! Es ist zwar ein solides Beat 'em Up, kann sich aber doch nur zwischen den restlichen mittelmäßigen Spielen dieses Genres einen Platz suchen. Die Präsentation ist durchaus schön anzusehen, aber die Steuerung? Ai, ai, ai! Hier hätte man ruhig als Alternative den Classic-Controller oder das GCN-Pad anbieten können, wie man es auch schon bei anderen Prüglern gemacht hat. Jedenfalls sollten Leute, die anfällig für Sehnenscheidenentzündungen sind, die Finger von dem Spiel lassen. Steht man allerdings auf fette Schwerter, coole Sprüche und gut in Szene gesetzte Fights, so kann ich das Spiel schon weiter empfehlen!

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

29.02.08

Developer

Polygon Magic

Publisher

Sega

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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