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Reviews: Nintendo Wii

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Wii Play

Party

22.12.2006

Autor: Mario Kablau

 

Neun mal Spielspaß

 

Der hauptsächliche Sinn des Spiels ist es, die Menschen mit dem Umgang mit der Wii-Fernbedienung vertraut zu machen. Dazu wurden 9 Spiele auf die Disk gepackt, mit denen man die wesentlichen Funktionen spielend erlernen kann. Deshalb heißt das Spiel im Japan wohl auch sinngemäß „Ihr Weg zu Wii“.

Legt man das Spiel zum ersten Mal in die Konsole ein, dann kann man zunächst nur eines der Spiele anwählen. Wenn man es jedoch einmal gespielt hat, dann kommt das nächste dazu. So zieht sich das durch die gesamte Reihe, bis man am Ende alle Spiele verfügbar hat. Somit geben die Entwickler eine Reihenfolge vor, in der man mit ansteigender Komplexität an die Wiimote herangeführt wird.

 

Das erste Spiel „Schützenfest“ ist der Duck Hunt Demo, die Nintendo auf der E3 und auf der Games Convention gezeigt hat, sehr ähnlich. In 5 Stufen geht es nur darum, die auf dem Bildschirm angezeigten Gegenstände (Ballons, Zielscheiben, Dosen, Ufos, etc.) möglichst schnell abzuschießen. Dazu benutzt man den Pointer in der Fernbedienung, zielt auf den Gegenstand und feuert mit den B-Knopf einen Schuss ab.

 

Danach kommt man zum „Mii-Gewimmel“. Hierbei laufen diverse Mii-Figuren durch das Bild und man muss solche suchen und anklicken, die bestimmte Eigenschaften erfüllen. Bei „Tischtennis“ wird es schon etwas schwieriger, denn hier bewegt man seinen Schläger mit der Fernbedienung über die Tischtennisplatte und muss den Ball zum Gegner zurückspielen. Hierfür ist eine sehr ruhige Hand erforderlich, denn hektische Bewegungen sind meistens fatal. Im „Mii-Posenspiel“ bewegt und dreht man seine Spielfigur mit der Wiimote und muss sie in einer vorgegeben Ausrichtung in herabfallende Luftblasen einsetzen. In höheren Stufen muss man dann noch ihre Posen verändern, in dem man A oder B drückt.

 

Wirklich haarig wird es das erste Mal beim „Laser-Hockey“. Hierbei geht es darum, den Puck mit seinem Schläger ins Tor des Gegners zu befördern. Der Puck lässt sich jedoch nur auf der eigenen Spielhälfte bewegen und drehen und auch hier reagiert die Steuerung sehr direkt, so dass eine ruhige Hand und Geduld nötig ist. Danach geht es dann zum „Billard“, wo man die Kugel in aufsteigender Reihenfolge einlochen muss. Hierzu fixiert man einen Punkt auf der weißen Kugel, den man mit dem Queue treffen will und führt dann einen Stoß mit der Fernbedienung aus. Jede Kugel hat eine gewisse Punktzahl und der Spieler mit der höchsten Punktzahl am Ende, gewinnt das Spiel.

 

Beim „Angeln“ geht es darum seine Angel mit der Wiimote ins Wasser zu halten und innerhalb der vorgegeben Zeit möglichst viele Fische zu angeln. Dabei bringen bestimmte Fische Bonuspunkte und andere führen zu Punktabzügen. Im achten Spiel muss man dann die Fernbedienung das erste Mal quer halten, denn bei „Wilde Kuh“ steuert man seine Kuh, indem man die Wiimote nach vorne dreht und lenkt, indem man sie nach links oder rechts kippt. Zieht man sie hoch, dann führt die Kuh einen sehr elegant wirkenden Sprung aus. Der Spieler, der innerhalb der vorgegebenen Zeit die meisten Vogelscheuchen umrennt, gewinnt das Spiel.

 

In der letzten Stufe „Panzerkiste“ muss man gegnerische Panzer auf dem Spielbrett abschießen. Dazu bewegt man seinen eigenen Panzer mit dem Steuerkreuz und kann Minen legen und Kanonenkugeln abfeuern. Wenn man es schafft, alle Gegner zu besiegen, kommt man in die nächste Runde. Dieses Spiel ist das einzige, das man auch mit dem Nunchuk spielen kann. Dann steuert man sein Gefährt nicht mehr mit dem Steuerkreuz, sondern mit dem Control Stick.

 

 

Spaß ohne Grenzen

 

Das tolle an Wii Play ist, dass man sämtliche Spiele auch zu zweit spielen kann. Dann geht es nicht mehr nur darum, möglichst viele Punkte zu sammeln, sondern man muss zusätzlich auch noch darauf achten, schneller als sein Gegner zu sein. Vor allem „Laser-Hockey“ und „Wilde Kuh“ sind zu zweit absolute Spaßbringer und auch „Tischtennis“ macht immer wieder Spaß.

 

Natürlich unterstützt das Spiel auch die Mii-Figuren, die man auf der Konsole erstellen kann. Man kann also mit seinem selbst erstellten Charakter durch die neun Spiele wandern und so bekommt das Ganze einen noch persönlicheren Touch. Spielt man zu zweit, dann sieht man die beiden Miis, mit denen man spielt, auf dem Auswahlbildschirm. Derjenige, der zuletzt verloren hat, guckt dann ziemlich traurig, während sich die andere Figur freut. Klickt man die traurige Figur an, kann man sie damit ein wenig aufmuntern.

 

Nachdem man alle Spiele einmal gespielt hat, beginnt die Jagd nach Punkten und Medaillen. Dabei werden für jeden Spieler (bzw. für jedes Mii) die Rekorde gespeichert. Erreicht man eine gewisse Punktzahl, dann erhält man Medaillen in Bronze, Silber und schließlich auch Gold. Dadurch kann das Spiel durchaus auch mal an die Konsole fesseln, wenn man gerade keinen menschlichen Mitspieler hat, denn die Ränge sind nicht immer leicht zu erreichen.

 

Erhält man einen neuen Rang, dann wird diese Errungenschaft außerdem auf der Wii-Pinnwand festgehalten, so dass man immer nachvollziehen kann, wann man was erreicht hat.

 

Durch die vielen verschiedenen Spiele ist Wii Play fast noch besser zur Einführung geeignet, als Wii Sports, da hier wirklich jeder sofort versteht, was man tun muss, während einige Spiele bei Wii Sports nicht ganz so gut und einfach funktionieren. Vor allen Dingen, wenn man viele Leute um sich herum hat, ist der Spaßfaktor enorm. Es ist auch unglaublich, wie viele Leute, die sonst nie einen Controller in der Hand gehalten haben, auf einmal auch spielen wollen, weil sie sofort verstehen, wie es geht und es selbst ausprobieren wollen. Darüber hinaus hat man bei manchen Spielen beim Zusehen fast soviel Spaß wie wenn man selber spielt.

 

 

Technik, die begeistert?!

 

Bei Wii und vor allen Dingen bei Wii Play steht der Spielspaß ganz klar vor der grafischen Präsentation. Genau deshalb ist Wii Play in diesem Punkt extrem minimalistisch gehalten und legt keinen großen Wert auf unzählige Effekte und solche Dinge. Dennoch habe ich bisher kaum Leute gehört, die sich darüber beschwert haben, dass es so aussieht, denn man versteht sofort das Konzept, das dahinter steht. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, die Fernbedienung in die Hand zu nehmen und loszulegen.

 

Und wenn man einmal im Spiel drin ist, dann achtet man auch gar nicht mehr so sehr auf die Grafik, sondern versucht nur, die gestellte Aufgabe möglichst gut zu erfüllen. Ähnlich gestaltet es sich beim Sound und der Musik. Sie können bestenfalls als unauffällig bezeichnet werden, was in diesem Fall aber ein Kompliment ist. Sie untermalen das Spielgeschehen perfekt und lenken so nicht vom eigentlichen Erlebnis ab. Der Lautsprecher auf der Wiimote wird auch sinnvoll genutzt und sorgt für Erstaunen bei den Nichtspielern, wenn auf einmal Musik aus der Hand kommt, wenn man beim „Laser-Hockey“ ein Tor geschossen hat.

 

Die Steuerung im Spiel ist eine Klasse für sich. Bis auf ganz wenige Ausnahmen funktioniert sie in den Spielen so gut, dass man gar nicht nachdenken muss, was eigentlich zu tun ist, sondern es einfach tut. Lediglich beim „Angeln“ ist es manchmal etwas schwer, da man die Angelrute in drei Dimensionen bewegen muss und das klappt nicht immer einwandfrei. Ansonsten muss man ein großes Lob an die Entwickler aussprechen, denn es ist ihnen gelungen, ein Spiel auf die Beine zu stellen, das sowohl Neulinge als auch erfahrene Spieler sofort anspricht und es keine Probleme mit der Steuerung gibt.


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Fazit

Wii Play sollte sich kein Wii-Besitzer entgehen lassen. Für effektive 10 Euro bekommt man jede Menge Spielspaß geboten und hat vor allen Dingen ein Spiel, das man mit all seinen Freunden spielen kann. Sicherlich ist die Grafik kein Augenöffner, aber darum geht es hier nicht. Nintendo hat es geschafft, ein tolles Spiel auf die Beine zu stellen, mit dem man sich lange beschäftigen und seine Freunde begeistern kann. Wer hier nicht zuschlägt, ist selber Schuld!

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

60%

Singleplayer

70%

Multiplayer

Release

08.12.2006

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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