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Reviews: Nintendo Wii

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Harvest Moon: Magical Melody

Simulation

02.05.2008

Autor: Marcel Witte

 

 

„Der Abenteuerranch-Plan!

 

Rancher gesucht!!! Wollt ihr gerne in Knospendorf arbeiten? Sucht euch Land zum Kaufen aus und lebt ein glückliches Rancherleben.“ Gezeichnet: Der Bürgermeister von Knospendorf.

 

Ihr seid natürlich hin und weg, als ihr dieses Ausschreiben gelesen habt und entschließt euch, das Abenteuer anzutreten. Kurz nach dieser Entscheidung seit ihr in Knospendorf angelangt und trefft direkt auf Theodor den Bürgermeister, welcher euch herzlich Willkommen heißt. Und schon beginnt das aufregende Rancherleben, denn Theodor stellt euch direkt vor die Wahl, welches der drei Anfangsgrundstücke ihr kaufen wollt. Dabei hat jede Parzelle ihre Vor- und Nachteile gegenüber den anderen. Nach dieser nicht ganz einfachen Entscheidung bringt euch der Bürgermeister von Knospendorf zu eurem gerade erworbenen Grundstück. Weil auf eurem Stück Land bereits jemand gewohnt hat, steht dort auch schon ein Haus, welches mit allem Nötigen eingerichtet ist. Es ist schon Abend, also verabschiedet sich Theodor und überlässt euch eurem Schicksal. Da das Leben als Bauer kein Zuckerschlecken ist, geht ihr zu Bett, damit ihr für euren ersten Tag auch gut ausgeschlafen seid.

 

Während der Nacht habt ihr einen Traum, in dem ihr ein feenartiges Wesen seht. Diese erhabene Persönlichkeit ist niemand anderes als die hübsche Erntegöttin. Doch auf Grund der Tatsache, dass die Menschen vergaßen zu lieben, zu danken und richtig zu leben, verwandelte sich die Erntegöttin zu Stein. Aufgewacht durch diesen äußerst seltsamen Traum beginnt ihr euren ersten Tag als Bauer. Doch war es wirklich ein Traum? Als ihr von den drei Waldgeistern Athur, Billy und Carlos aufgesucht werdet, bemerkt ihr, dass es alles andere als ein solcher war. Aber die drei winzigen Gestalten kommen nicht ohne Grund zu euch, sie haben eine große Bitte. Ihr sollt der Göttin der Ernte wieder ihr ursprüngliches Aussehen geben, indem ihr Noten sammelt, welche die Erntegöttin versteckt hat, bevor sie sich verwandelte. Ihr helft natürlich gerne und bekommt als Dank den Schrittzähler von Athur geschenkt. An ihm könnt ihr erkennen wie fleißig ihr wart.

 

Das Abenteuer kann also endlich beginnen.

 

 

Bauer sucht Frau!

 

Ihr habt die ersten Tage in Knospendorf verlebt und könnt euch vor lauter Arbeit nur selten um die zwischenmenschlichen Beziehungen kümmern. Aber genau hier müsst ihr einen guten Mittelweg finden, denn neben der Arbeit auf dem Land oder in der Scheune, wo es viele tierische Gefährten zu pflegen und zu füttern gilt, stehen vor allem die persönlichen Kontakte im Vordergrund. Harvest Moon: Magical Melody bietet bis dato die größte Auswahl an Dorfbewohnern, die es je in einem Harvest Moon Teil gab. Jeder der einzigartigen Bewohner erfüllt dabei eine bestimmte Rolle. Weiterhin muss man sich mit den meisten Bewohnern anfreunden, um bestimmte Dinge zu bekommen. Aber zu einfach darf man sich die Sache nicht vorstellen. Jeden Tag gilt es Personen mit ihren Lieblingsgegenständen glücklich zu machen. Denn ohne diese Fürsorge wird es nicht möglich sein, alle begehrten Noten zu sammeln.

 

Um irgendwann einmal heiraten zu können, müssen die Liebsten euch sehr mögen. Dies wird mittels einer Herzchenskala dargestellt. Nur bei einer bestimmten Anzahl von Herzen ist es möglich, seiner Liebsten die blaue Feder zu überreichen und zu fragen: „Willst du mich heiraten?“.

 

 

Nach getaner Arbeit darf man feiern!

 

Da sich bei dem Erntespiel alles um Noten dreht, ist auch der Aspekt des Feierns nicht zu unterschätzen. Auch hier muss man wieder eine Menge Zeit investieren. So bietet zum Beispiel das Mondschein Café eine gelungene Abwechslung zum stressigen Arbeitsalltag, jedoch bekommt man hier nicht die gewünschten Noten. Diese bekommt ihr, wenn ihr die abwechslungsreichen Feste besucht. Hier gibt es mehr als genug. Pauschal kann man sagen, dass es in jeder Woche ein Fest zu besuchen gilt. Hierbei werden alle Fassetten abgedeckt. Vom Feuerwerkfest, über das Erntefest, bis hin zum Pferderennen ist alles dabei. Bei den Events muss man gegen andere Bewohner von Knospendorf antreten. Besiegt man diese, durchdringt einen nicht nur das Gefühl des Triumphs, sondern man bekommt meist ganz nützliche Dinge, wie zum Beispiel ein Jahr gratis Vogelfutter, als Siegesprämie geschenkt. Weiter werden manche Feste als Minispiele dem Mehrspielermodus zugefügt.

 

Zum Mehrspielermodus ist so viel zu sagen, dass ihr mit bis zu vier Spielern verschiedene in Harvest Moon auftretende Situationen gegeneinander spielen könnt. Es stehen sieben Spiele zur Verfügung. Das Pferderennen, wo ihr mit Hilfe eure Gauls drei weitere Kontrahenten abhängen müsst, ist nur eines. Weiter könnt ihr euch im Angeln, Bergsteigen, Felder bestellen, Schwimmen, im Erzabbau und im Zählen gegen drei weitere Gegner behaupten. Da Harvest Moon mehr als Singleplayergame fungiert, geht der Mehrspielermodus, auch zurück zu führen auf die Auswahl der Minispiele, unter. Wenn man es aber schafft drei Freunde dafür zu begeistern und die entsprechende Anzahl an Wiimotes und Nunchuks vorrätig hat, kann es durch aus einen Abend angenehm füllen.

 

 

Steuerung

 

Harvest Moon: Magical Melody steuert man ausschließlich mittels Wiimote und Nunchuk. Hierbei dient der Analogstick zum Bewegen, während das Steuerkreuz zur Itemschnellauswahl dient. Die Knöpfe sind sowohl für den Gebrauch von Items als auch für die Menüführung zuständig.

Obwohl Harvest Moon ein umfangreiches Menü bietet, wurde leider nicht an eine Änderung der Tastenbelegung gedacht. Weiter ist es eher störend, das Verzögerung öfter im Spiel auftreten und sich schnell auf die Itembenutzung auswirkt. So drückt man schon mal beim Hammer den Z-Knopf, obwohl der erste Schlag noch nicht ausgeführt wurde. Was denn zur Folge hat, dass man den zweiten Schlag nicht aufladen kann und so nur unnötig Ausdauer aufgebraucht wird. Trotz dem es bei der Itemnutzung oftmals zu Verzögerungen kommt, funktioniert das Menü sehr gut. Man hat mehrere dieser zur Auswahl, in denen man die Karte, Beliebtheit, Rucksack etc. begutachten kann.

 

 

Audiovisuelle Umsetzung

 

Hier besticht Harvest Moon mit guten Leistungen. Denn neben der guten, kindgerechten Grafik, die richtig farbenfroh und schön anzusehen ist, bietet das Spiel viel Liebe zum Detail. So gibt es verschiedene Möbelstücke, die detailreich ausgearbeitet sind. Besonders viel Mühe haben sich die Entwickler bei der Gestaltung des Obst und Gemüses gemacht, denn ohne nachzulesen, was man gerade anbaut, kann man alles an Form und Farbe erkennen. Weiter hat man bei Harvest Moon zwar keine große Musikauswahl, jedoch empfindet man diese nicht als störend oder nervend.

 

 

Meckerecke

 

An Harvest Moon: Magical Melody gibt es nur wenig auszusetzen. Nichts desto Trotz gibt es natürlich bei jedem Spiel gewisse Punkte, die man besser hätte machen können, auch wenn die gleich genannten Punkte den Spielspaß nicht im Geringsten mindern. So wirken die Minispiele, welche man im Singleplayer-Modus frei spielt, eher aufgesetzt, da Harvest Moon nicht wirklich ein Spiel ist, was man abends zu viert spielt, sondern eher ein Titel ist, wo man für sich das Bauernhofleben managt. Weiter ist es schade, dass Harvest Moon: Magical Melody keinen 480p Modus hat, sondern nur auf normalen 60Hz spielbar ist. Weiter ist die Grafik doch eher GameCube-Niveau, da Harvest Moon eigentlich auf dessen Basis entwickelt wurde und nur in Europa für die Wii erschienen ist. Aber das größte Manko ist die gewöhnungsbedürftige Tastenbelegung, die nicht veränderbar ist.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Harvest Moon: Magical Melody macht vieles richtig, was dieses Genre auszeichnet. Neben der Steuerung sind die Grafik und der Sound nur knappes Mittelmaß. Das ist darauf zurück zu führen, weil Magical Melody eigentlich auf dem GameCube erscheinen sollte. Hier hätte dieser Titel locker an der 90% Grenze kratzen können, da Magical Melody aber nur in Europa auf der Wii erschien, sind hier andere Maßstäbe zu setzen. Alles in allem macht Harvest Moon sehr viel Spaß. Auch aus dem Grund, weil es wieder zurück zu den Wurzeln geht! Fans der Serie können ohne großartiges Überlegen zu greifen, der Rest sollte das Ende dieses Jahres mit funkelnden Augen erwarten. Dann wird voraussichtlich der Nachfolger hierzulande erscheinen.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

super

78%

Singleplayer

53%

Multiplayer

Release

14.03.2008

Developer

Marvelous Interactive

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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