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Reviews: Nintendo Wii

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Iron Man

Action

15.06.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Der Mann aus Eisen?!

 

Nein, hier geht es nicht um Superman, denn der ist der Mann aus Stahl. Iron Man ist ja noch nicht einmal ein Außerirdischer, sondern nur ein früher geldgeiler Waffenproduzent, der die Wahrheit seiner Taten erkannt hat und für Recht und Ordnung in der Welt kämpfen will. Dazu nutzt er den eigens hergestellten Anzug, der Tony Stark zu Iron Man werden lässt. Und wo es einen Helden gibt, da ist auch das Böse nicht weit entfernt, denn natürlich steht die Welt gerade vor dem Untergang, da es einfach zu viele Waffen gibt. Das kann Iron nicht auf sich sitzen lassen und greift die bösen Geister dieser Welt höchstpersönlich an.

 

Wie schon auf dem DS (Link zum Testbericht) steuert man den Helden mit dem Eisenanzug, der ja eigentlich gar nicht aus Eisen ist sowohl auf dem Boden als auch in der Luft. In der Heimkonsolenversion kann man jedoch in jedem Level ständig zwischen Luft und Boden wechseln, je nachdem, was gerade besser passt. Und so fliegt und rennt man durch das gute Dutzend Aufgaben, bis man am Ende die Welt vor dem einstigen engen Freund Tony Starks gerettet hat. Dabei folgt das Spiel nicht nur dem Film, sondern ergänzt auch einige Elemente aus den Comics, die es im Kino nicht zu sehen gibt, so dass man etwas länger davon hat.

 

Im Prinzip könnte man das Genre als „Fly & Run“ bezeichnen, denn springen kann der Held nicht. Ausgerüstet mit verschiedenen Waffen, die man im Laufe des Abenteuers auch aufrüsten kann, geht es in jedem Level darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, was meist die Zerstörung eines Waffendepots, eines Computers oder eines fiesen Gegners bedeutet. Mit dabei sind jedoch auch Rettungsmissionen, in denen man zum Beispiel eine Basis, die von mehreren Seiten angegriffen wird, verteidigen muss. Durch diese recht abwechslungsreiche Level-Gestaltung wird es nur selten langweilig. Noch mehr Abwechslung wird durch die Verbesserungen des Anzugs geschaffen, die man nach und nach frei schaltet, indem man gewisse Waffen regelmäßig einsetzt.

 

 

Kontrolliere den Helden!

 

Gesteuert wird der Iron Man per Joystick auf dem Nunchuk. Drückt man die C-Taste auf selbigem Controller, dann steigt er langsam in die Höhe. Nun kann man ihn entweder weiter per Joystick langsam bewegen oder durch einen Druck auf den A-Knopf den Nachbrenner zünden, wodurch man wie ein Kampfjet schnell vorwärts fliegt. Auch hier lenkt man weiterhin per Nunchuk. Ein Druck auf die Z-Taste und Tony fällt auf den Boden zurück. War er vorher hoch genug, dann wird beim Aufprall zusätzlich eine Schockwelle ausgelöst, die Gegner in unmittelbarer Nähe umhaut. Ansonsten setzt man die verschiedenen Waffen mit A ein, gewechselt werden sie mit der Minus-Taste. Dabei stehen grundsätzlich drei Typen zur Auswahl: Energiewaffe, Projektilwaffe und Raketen. Sie werden jeweils dahin gefeuert, wo man gerade mit dem Pointer hin zeigt. Dieser dient übrigens auch dazu, sich in der Umgebung umzusehen.

 

Da der Anzug durch eine neuartige Energiequelle angetrieben wird, hat man jede Menge Power zur Verfügung. Jedoch zehrt jeder Schuss mit der Energiewaffe und jeder Treffer eines Gegners an den Reserven. Per Steuerkreuz kann man daher in das Energiemanagement des Anzuges direkt eingreifen und zum Beispiel mehr Energie auf den Schild geben, was Antrieb und Waffen dann gleichzeitig schwächt. Dadurch bekommt das Spiel auch einen Hauch Strategie. Sind zum Beispiel die Waffen komplett entladen, dann muss man einfach nur eine Weile in Deckung gehen, damit sich die Reserven wieder aufladen können oder eben einfach auf andere Waffen wechseln. Ist der Schild ohne Energie, dann wird es kritisch, sterben kann man jedoch nicht, man muss dann nur in einem kleinen Minispiel Tonys Herz wieder zum Schlagen bringen.

 

Insgesamt funktioniert die Steuerung sehr gut, wenn man sich an das Umsehen per Pointer einmal gewöhnt hat. Ein kleiner Kompass am Bildschirmrand hilft aber zusätzlich bei der Orientierung, so dass man eigentlich immer weiß, wo man hin muss.

 

 

Technik und Umfang

 

Grafisch ist Iron Man leider absolut kein Superheld, denn das Spiel hat ziemlich viele kleine Grafikfehler, unklare Texturen, Einbrüche in der Framerate und eine stark durch Nebel eingeschränkte Weitsicht. Beim Spiel an sich stört das kaum, da immer so viel los ist, dass man eh nicht auf die Umgebung achten kann. Aber wenn man sich dann doch mal in Ruhe umsieht, erkennt man schnell, wie wenig Liebe zum Detail im Spiel steckt. Aber es ist eben nur eine Filmumsetzung.

 

Besonders blöd sind die Zwischensequenzen in Form von CG-Videos. Auf Schnipsel aus dem Film wollte man wohl nicht zurückgreifen, da man dann die Geschichte nicht so ohne weiteres hätte erweitern können. So bekommen wir zwar an sich schicke Videos gezeigt, allerdings ruckeln diese ziemlich stark und es gibt komische graue Balken am oberen und unteren Bildschirmrand.

 

Sound und Musik sind ganz in Ordnung, da das meiste direkt aus dem Film kommt. Die Sprachausgabe ist ordentlich, jedoch ist es etwas verwirrend, dass es nicht die originalen Stimmen aus der deutschen Kinoversion sind. Dazu wurde mal wieder nicht darauf geachtet, dass die Untertitel mit der Sprache übereinstimmen. So krass unterschiedlich wie bei Iron Man hab ich jedoch noch nie erlebt...

 

Umfangreicher als die DS-Version ist das Spiel auf der Wii zwar schon, aber mit knapp 6 Stunden Spielzeit noch immer kein wirklicher Dauerbrenner. Es hat also den gleichen Schwachpunkt wie die kleine Version, dass es zwar an sich Spaß macht, aber viel zu schnell vorbei ist. Wenn man jedoch zusätzlich noch die schlechte Grafik mit betrachtet, dann bin ich mir gar nicht so sicher, welches Spiel das bessere ist. Sicher ist nur, dass es auf der Wii mehr Umfang hat, dafür aber ja auch teurer ist. Wirklich empfehlenswert ist jedoch keine der beiden Versionen.

 

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Iron Man ist auch auf der Wii kein wirklich gutes Spiel. Wer jedoch Iron Man mag und den Film und einen Teil der Comics nachspielen will, der kann durchaus ein wenig Spaß damit haben. Leider schwächen die knapp mittelmäßige Grafik und der geringe Umfang das Ergebnis deutlich ab. Dazu sind die Zwischensequenzen sehr seltsam, es gibt einige Fehler im Spiel und das Rad erfindet es auch nicht neu. Hoffen wir auch hier, dass es bis zum zweiten Film immer noch die Wii gibt und dann ein besserer Titel produziert wird!

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

60%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

02.05.2008

Developer

A2M

Publisher

Sega

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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