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Naruto: Clash of Ninja Revolution

Beat 'em Up

11.06.2008

Autor: Philipp Bress

 

 

Auf zur Rettung Konohas... mal wieder!

 

Und erneut ist ein Beat 'em Up in meinen Händen gelandet und wieder einmal darf ich mich mit Naruto und Konsorten um die Befreiung Konohas prügeln. Ehrlich gesagt hängt mir diese Story so langsam zum Halse raus, wenn ich wieder und wieder in den unterschiedlichsten Naruto-Games um Konoha kämpfen muss. Das liegt vielleicht aber auch daran, dass ich mir bereits vor zwei (oder waren es sogar drei?) Jahren die Naruto Gekitou Ninja Taisen-Reihe für den GameCube aus Japan importiert habe und man auch dort schon genau dieselbe Story serviert bekommen hat. Selbst in der deutschen Fassung vom Anime Naruto ist die Story bereits weiter voran geschritten als in den aktuellen Spielen, die hier in Deutschland erschienen sind. Naja, was soll man machen.

 

Wie bereits gesagt ist die Story nichts neues, aber trotzdem gehe ich kurz auf die Kernpunkte ein! Im Spiel beginnt diese bei den Chuunin-Auswahl-Prüfungen und endet mit dem Kampf der legendären Sanin. Selbst bestreitet man nur die Schlüsselkämpfe der Geschichte wie z.B. Neji vs Naruto, Sasuke vs. Gaara, Naruto vs. Gaara, Kakashi vs Itachi und so weiter und so fort. Hat man den Story-Modus dann das erste Mal erfolgreich absolviert, kann man anschließend jede Mission noch einmal auf zwei höheren Schwierigkeitsgraden spielen. Aber zum Glück gibt es ja, wie in jedem vernünftigen Prügler, auch noch allerhand andere Spiel-Modi, wie z.B. Arcade, Survival und Time Attack. Zudem sind noch Minispiele enthalten, die man im Gegensatz zu den anderen Modi aber nur mit Wiimote und Nunchuk spielen kann. Groß drauf eingehen möchte allerdings nicht, da sie vergleichbar mit denen in jedem anderen Beat 'em Up sind. Somit ist auf jeden Fall für etliche Stunden Spielspaß gesorgt. Die Minispiele wirken nur wie eine Rechtfertigung, um das ganze Naruto: Clash of Ninja Revolution zu nennen. Eigentlich bestehen sie nur daraus, dass man mit der Wiimote auf ein Ziel zeigt und dann die B-Taste drückt, um ein Shuriken zu werfen.

 

 

Weniger ist manchmal auch mehr

 

Auch wenn die Minispiele nicht gerade der Hit sind, machen die Kämpfe an sich auf jeden Fall Spaß. Klar, ein Naruto Beat 'em Up hat noch nie durch seine Vielzahl an Kombos geglänzt, aber dennoch braucht sich das Spiel, zumindest spielerisch, nicht hinter großen Titeln wie Soul Calibur verstecken. Denn gerade dieses, wie soll ich sagen... simple Gameplay beschert einem doch eine Menge Spaß, da man vor allem nicht erst etliche Stunden gespielt haben muss, um das Spiel zu beherrschen und man muss auch nicht unendlich viele Kombos auswendig lernen, um im Kampf gegen starke Kontrahenten zu bestehen. Aber komme ich doch mal wieder zu dem, was ein gutes Beat 'em Up überhaupt ausmacht, nämlich die passende Optik und die Steuerung. Und hier trumpft auch der neuste Ableger der Reihe wieder ordentlich auf, solange man nicht die Wiimote-Steuerung benutzt, aber dazu später mehr. Auch hier darf ich wieder mal zum Besten geben, wie super die Cell-Shading-Grafik für Spiele ist, die auf Anime- oder Trickserien basieren. Auch bei Naruto Clash of Ninja Revolution fühlt man sich beim Spielen wieder so, als ob man selber ein Teil des Spieles wäre. Im Vergleich zum GameCube-Vorgänger, kann man schon eine verbesserte Grafik erkennen! Die Umgebung wirkt nun noch reicher an Details und auch die Animationen der Charaktere und der Moves wirken auf mich flüssiger als noch auf dem GameCube. Sehr gelungen finde ich auch die neuen Kampf-Arenen, in denen man quasi auf zwei verschiedenen Ebenen kämpfen kann. Beginnt man zunächst z.B. auf einem etwas höher gelegenen Plateau zu kämpfen, kann man den Gegner von diesem Plateau hinunter schmeißen und wechselt somit auf die zweite Ebene der Arena. Dies hat zwar keine wirklichen Auswirkungen auf den Kampf, bringt aber eine höhere Dynamik ins Spiel. Außerdem wurden die Schlachtfelder auch noch mit Hindernissen, wie Baumstümpfe oder Kisten angereichert, hinter denen man Deckung vor feindlichen Angriffen suchen kann.

 

Die Steuerung ist ein zweischneidiges Schwert. Kurz und knapp lässt sich sagen, dass die Steuerung per Wiimote und Nunchuk ziemlicher Schrott, aber die Alternative mit dem GameCube-Controller wie gewohnt super ist. Das Problem bei der Steuerung per Wiimote ist, dass das Ganze mal wieder in einer gehörigen Schüttelorgie endet und davon hab ich langsam die Schnauze voll, wenn ich das so sagen darf. In kaum einem Spiel für die Wii wurde die innovative Steuerung bisher wirklich umgesetzt, lediglich das Rumgeschüttel in Kombination mit dem A oder B Knopf fand bisher im großen und ganzen Verwendung und so halt auch bei Naruto Clash of Ninja Revolution. Hinzu kommt, dass, so empfinde ich es zumindest, die Steuerung per Wiimote etwas ungenau ist, da der Charakter manchmal nicht das ausführt, was man will, wenn man die Fernbedienung schwingt. Schade drum, da hätte mehr drin sein müssen. Zum Glück gibt es aber noch die klassische Steuerung! Wer also ein GameCube-Pad sein Eigen nennt, sollte dieses unbedingt benutzen. So hat mir das ganze zumindest um einiges mehr Spaß gemacht, als mit dem nervigen rumgerüttel. Alternativ kann man auch noch den Classic-Controller verwenden, aber auch hier finde ich die Lösung mit dem GC-Pad besser, da es einfach besser in der Hand liegt.

 

Zum Sound gibt es nicht all zu viel zu sagen! Die Musik passt gut zu Naruto und mindestens ebenso gut zu den Kämpfen. Auch die Sprachausgabe der Charaktere ist hier wieder gelungen, allerdings wären mir die japanischen Original-Stimmen lieber gewesen als die englische Synchronisation. Ja richtig, wie ihr euch wahrscheinlich schon gedacht habt, gibt es keine deutsche Sprachausgabe, nur deutsche Bildschirmtexte.

 

Auf geht’s zum Multiplayer! Was wäre auch ein Prügel-Spiel ohne einen ordentlichen Versus-Modus, in dem man sich gegenseitig die Seele aus dem Leib prügeln darf. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Beat 'em Ups darf man bei Naruto mit bis zu 4 Spielern antreten! Hier kann man sich entweder zu zweit gegen zwei andere Computer-Gegner behaupten, zu viert gegeneinander oder man geht gemeinsam den Survival-Mode an. Geboten wird hier also allerhand, aber leider nur offline. Wobei, was heißt leider? Eigentlich bin ich ganz froh das kein Online-Modus enthalten ist, da ich befürchte, dass dieser hier genau so verhunzt worden wäre wie z.B. bei dem aktuellen Teil der Dragonball Tenkaichi Budokai-Reihe. Insgesamt lässt sich zum Multiplayer sagen, dass Naruto Clash of Ninja Revolution hier sein gesamtes Potenzial entfaltet, denn was ist bitte besser als mit vier Leuten gleichzeitig sich zu prügeln?


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Fazit

Der Titel aus dem Hause Tomy darf sich durchaus sehen lassen. Man bekommt alles geboten, was man von einem ordentlichen Beat 'em Up erwartet. Coole Kämpfe, gute Optik und eine gute Steuerung. Wobei man bei der Steuerung auch auf den größten Kritikpunkt trifft! Wie erwähnt, mit dem GameCube-Pad kann man endlos lange Spaß haben, mit Wiimote und Nunchuk hat man nach spätesten 2 Stunden keine Lust mehr auf das ungenaue Rumgerüttel. Wett gemacht wird das ganze wieder durch den absolut genialen Multiplayer, in dem man mit bis zu vier Leuten stundenlang seinen Spaß haben kann. Also ich kann das Spiel jedem empfehlen, der sich mit seinen Freunden virtuell prügeln möchte und die Zeit bis Super Smash Bros. Brawl überbrücken muss. Und bei einem Preis von knapp 40 Euro kann man ja eigentlich nicht nein sagen.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

gut

77%

Singleplayer

85%

Multiplayer

Release

27.03.2008

Developer

Tomy

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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