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Reviews: Nintendo Wii

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SpongeBobs Atlantisches Abenteuer

Sonstiges

09.07.2008

 

 

Autor: Nico Schoenfeldt

 

 

Kurzinfo

 

Die einen mögen ihn, die anderen hassen ihn womöglich. Eines jedoch dürften alle Partien gemeinsam haben, sie kennen Spongebob Schwammkopf. Das breite Grinsen in seinem Gesicht kommt sicherlich nicht von ungefähr, denn der Unterwasserspaßvogel verdient sich ein goldenes Näschen mit seinem reichhaltigen Angebot an Franchiseartikeln. Somit war es auch nur eine Frage der Zeit, bis Spongebob seinen gelben Fuß auf virtuellen Boden setzt. Im Gegensatz zu den Vorgängern auf der Wii, liegt dem aktuellen Spiel eine TV-Episode zur Grundlage, die im November 2007 über die US-amerikanischen Bildschirme flimmerte. Die Geschichte ist schnell erzählt.

 

Spongebob und sein Seesternfreund Patrick gelangen eines Tages an ein altes atlantisches Relikt und erfahren kurz darauf, dass man mit dessen Hilfe die Unterwasserstadt Atlantis findet. Dort soll sich die älteste, noch lebende Blase der Welt befinden. Klar, dass sich die beiden Seifenblasen-Freunde sofort auf den Weg machen, um die Blase mit eigenen Augen zu sehen. Begleitet werden die zwei dabei von ihren Freunden Thaddäus Tentakle, Mr. Krabs und Sandy Cheeks. Aber auch Mr. Krabs Rivale Plankton hat von der Unternehmung Wind bekommen und macht sich ebenfalls auf nach Atlantis. Gute Grundlage also für ein Spiel.

 

 

Das Spiel

 

Das Spiel ist eigentlich eine Ansammlung von Minigames. Anders als bei der DS-Version habt ihr es hier nicht mit einem Plattformer zu tun, sondern schüttelt euch von Episode zu Episode. Dabei müsst ihr entweder die Wiimote zum richtigen Zeitpunkt bewegen oder aber den Controlstick des Nunchuks, wenn das Symbol sein Ziel erreicht hat. Oder ihr lauft mit zwei Figuren durch ein Labyrinth und löst diverse Schalterrätsel. Ein weiteres Spiel nutzt die Pointerfunktion: Es gilt mit einer Kamera Bilder in einem Kunstmuseum zu knipsen und die Wachen mit Torten oder Ähnlichem zu bewerfen. Den Anfang aller Spiele macht die etwas verwirrende Panzerfahrt mit Plankton durch Atlantis.Dies sind die Hauptminispiele, wie sie in inhaltliche noch auf viele weitere angewendet worden sind. Habt ihr euch einmal durch das komplette Abenteuer gewuselt (und dies geht doch erstaunlich schnell), stehen euch modifizierte Versionen der gleichen Spiele zur Verfügung. Sprich, es wird am Schwierigkeitsgrad gedreht, es sind neue Gegenstände zu suchen usw.

 

Die Steuerung ist hierbei etwas ungenau ausgefallen, sodass gerade das Lenken von Fahrzeugen in der 3D-Umgebung etwas unkoordiniert verlaufen kann. Neben den vielen freispielbaren Minispielmodifikationen gibt es außerdem noch Accessoires für einen SpongeBob, welcher mit lustigen Kostümen eingekleidet werden will und noch vieles mehr. Wer also den Willen hat, möglichst alles frei gespielt zu haben, wird noch einige Stunden vor seiner Wii verbringen dürfen. Der Rest ist nach weniger als 4 Stunden mit dem Spiel durch und das im doppelten Sinne. Die Extras werden mit Hilfe von Münzen frei gespielt. Je nach Abschluss eines Minispiels erhaltet ihr eine bronzene, silberne oder goldene Münze deren unterschiedlicher Wert zum Einkauf genutzt werden kann. Hierbei dürft ihr euch aber nicht wahlweise nur Kostüme oder neue Extraspiele.

 

 

Wer Spricht denn da?!

 

Grafisch präsentiert sich der Titel zwar kinderfreundlich in quietschbunten Farben, schaut aber genauso altbacken aus wie die PS2-Fassung und reizt die Wii in keiner Spielminute aus. Auch hätte man sich bei der Gestaltung der Unterwasserlandschaft etwas mehr Mühe geben können. Klar, dass die physikalischen Gesetze bei SpongeBob gern mal über den Haufen geworfen werden und auch in den ozeanischen Tiefen ein Feuer brennt, dürfte jedem Fan bekannt sein. Dennoch zaubert die Zeichentrickserie mit ihren Blubberblasen und Wasserspiegelungen mehr „Nass“ auf den Bildschirm.

 

Die Hauptcharaktere sind soweit ordentlich animiert. Um den Charme der Serie insgesamt etwas besser zu transferieren, hätte ich mir persönlich einen Cel-Shading-Look wie bei der Dragon Ball Z Budokai Tenkaichi-Serie gewünscht.

 

Die Synchronisation der Charaktere ist auf Deutsch und auch solide, wäre da nicht diese winzige Kleinigkeit – wer bitte spricht denn da? Während die englische Fassung ihre originalen Stimmen aus der Serie aufweisen kann, werden die deutschen Fans von SpongeBob mit Ersatzstimmen abgespeist. Patricks Gemurmel ist dabei noch am Besten weggekommen, doch gerade die markante Stimme von SpongeBob selbst oder das gackernde Lachen von Mr. Krabs wird der deutsche Fan stark missen.

 

 

Vielen Dank an THQ für die Bereitstellung des Testmusters.

 

 


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Fazit

SpongeBobs Trip nach Atlantis ist kein schlechter Titel aber auch nicht wirklich gut. Um die Fähigkeiten der WiiMote in das Spiel einzubetten wurde hier ein Minispiel ans andere gereiht. Dass sich dabei einige inhaltliche wiederholen fällt hierbei ebenfalls negativ auf. Die der TV-Episode zugrunde liegende Story ist recht amüsant und dürfte den Nerv jedes Fans treffen. Das Spiel richtet sich in erster Linie an ein jüngeres Publikum, was sich in Grafik, Sound sowie Schwierigkeitsgrad zeigt. Hardcore-Fans sollten aber lieber auf eine deutsche Veröffentlichung der TV-Episode warten, denn die durchschnittliche Präsentation sowie die falschen Synchronstimmen trüben den Charme um SpongeBob in meinen Augen doch gehörig.

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

61%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

08.02.2008

Developer

Blitz Games

Publisher

THQ

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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