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Reviews: Nintendo Wii

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MX vs. ATV Untamed

Rennspiel

03.09.2008

Autor: Marcel Witte

 

 

Vor einiger Zeit trudelten bei uns in der Redaktion die beiden MX vs. ATV: Untamed Spiele ein. Nachdem ich das Review zur DS-Version schon vor einer Weile fertig geschrieben habe, folgt nun der Test der Wii-Version. Ob der Mudracer aus dem Hause THQ auf Nintendos Heimkonsole eine bessere Figur macht, könnt ihr den nächsten Zeilen entnehmen.

 

 

Ich will doch nur ein Rennen fahren!

 

Das könnte gerade, wenn man MX vs. ATV zum ersten Mal angemacht hat etwas schwierig sein. Denn nachdem man, wie es üblich ist, sein Fahrerprofil erstellt, wird man von der Auswahl an Spielvarianten fast erschlagen. Es gibt so viele Menüs und Modi, so dass man erst gar nicht versteht, worin die Unterschiede liegen und auf was in den einzelnen Rennen Wert gelegt wird. Nach kurzer Zeit merkt man dann, dass es eigentlich nur drei Modi sind und dass alle anderen Spielvarianten sich an diese anlehnen. Es handelt sich hier bei, um das klassische Rennen, den Hill Climb (Berg hochfahren), den Herausforderungen und die Stuntshow.

 

Ein klassisches Rennen sieht wie folgt aus: Ihr müsst euch innerhalb von drei bis fünf Runden gegen eure sieben Mitstreiter durchsetzen und als erster im Ziel ankommen. Dabei ist es wichtig, dass ihr abwägt, wann ein Sprung nötig ist, um ein Hindernis zu überqueren, und wann man lieber mit seiner Maschine auf dem Boden bleibt. Jede Strecke besteht aus geraden Passagen, dem Waschbrett, kleine Hügel hintereinander, wo der Fahrer die Kontrolle über sein Bike oder Quad verlieren kann und den Hügeln, die in unterschiedlicher Größe und in unterschiedlichen Abständen zueinander immer wieder auf der Strecke zu finden sind. Dieser Spielvariante gehören Quick Race, X-Cross Tunier, Costom Events etc. an.

 

Der Hill Climb ist der erste Modus, der sich von normalen Rennen abhebt, denn hier geht es um Schnelligkeit und taktisches Fahren. Wie der Name es schon verrät, muss man hier mit seinem Gefährt einen Berg hinauffahren, was sich aber nicht als zu einfach herausstellt, denn der Berg ist ziemlich steil und groß, sodass ein guter Umgang mit dem fahrbaren Untersatz und gute „Strecken“-Kenntnis hier Grundvoraussetzungen sind, um vorne mitfahren zu können. Aufgrund des hohen Schwierigkeitsfaktors ist aber nicht immer möglich, die Bergspitze zu erreichen. In diesem Fall wird die Höhe oder Weite gemessen und dient dann als Ergebnis, denn wenn man ins rutschen kommt, gilt der Lauf als beendet.

 

Die nächste Abwechslung, auf seinem Motorrad zu heizen, bieten die Herausforderungen. Hier gibt es nichts großartig Neues zu entdecken, dennoch reizen diese Challenges doch sehr. Man weiß nie, welche Herausforderung man bekommt, ob man einen Hügel hochfährt, Stunts macht oder sich in einem Eins gegen Eins Rennen wiederfindet. Aber die Ungewissheit wird belohnt denn bei diesen Challenges winkt nach einem erfolgreichen Abschluss ein kleines Gimmick in Form von neuen Karren, Fahrern, Strecken und, und, und.

 

 

Evel Knievel lässt grüßen

 

Kommen wir nun zum Stuntmodus, der auch schon bei der DS-Version viel Aufmerksamkeit bekommen hat. So auch hier, denn es gibt wieder eine schier endlose Liste von halsbrecherischen Stunts, die man sich aneignen kann. Darunter sind natürlich der Backflip (Rückwärtssalto) und der Superman, wo sich der Fahrer von seinen Gefährt löst und eigenständig einige Meter fliegt, um anschließend wieder auf ihm zu landen. Bevor ihr einen Stunt macht, sollte man mit genug Anlauf auf eine Rampe fahren. Hat man das geschafft muss man hoch abspringen, dass heißt man muss die Wiimote senkrecht nach oben bewegen, um von seinem zwei- oder vierrädrigem Gefährt aufzustehen. In der Luft gilt es mittels Drücken des Z- oder C-Knopfes und anschließender Bewegung mit Wiimote und Nunchuk einen Move auszuüben. Dabei gibt die Richtungen, in die man den Controller bewegt vor, welchen Stunt man ausführt. Es werden fast alle Richtungen unterstützt, so dass es 48 unterschiedliche Sprünge gibt. Wenn man einen Sprung ausgeführt hat, wird auch angezeigt in welche Richtungen man Nunchuk und Wiimote bewegt oder nicht bewegt hat. Man kann auch während eines Sprunges mehrere Stunts ausführen, das gibt natürlich Extrapunkte, jedoch sollte man zwei oder mehrere Showeinlagen nur dann durchführen, wenn man die richtige Höhe beim Sprung hat, sonst tut es weh.

 

 

Ist der Multiplayer besser?

 

Es gibt zwei Multiplayer Varianten, einer davon ist der Onlinemodus, der andere der Zweispielermodus, welcher im Splittscreen dargestellt wird. Der Onlinemodus funktioniert wie bei anderen Spielen auch. Man wählt sich ein und kann aus sechs Menüpunkten auswählen, was man machen möchte. In dem Fall sind es „Schnelles Spiel“, „Freundespiel hosten“ und einem „Spiel beitreten“. Anschließend gibt es noch die obligatorische Freundesliste und einen Punktetabelle. Der sechste und letzte Menüpunkt dient dem Abmelden. Leider habe ich keine guten Erfahrungen mit dem Onlinemodus gemacht, da, obwohl ich alles korrekt und richtig eingestellt habe, es bei mir immer erst nach gefühlten 30 Minuten zu einem Rennen kam. Ganz anders im Zweispielermodus. Hier wurde ausgiebig gezockt und Spaß gehabt. Man kann alle Events und Varianten spielen. Dabei waren Hill Climb und Stunt-Modus die besten Varianten.

 

Im Netz kann man sich bis zu fünf weiteren Fahren stellen, die rein zufällig aus aller Welt gesucht werden. Es gibt beim Bike gegen Quad-Spiel nicht, wie bei anderen Spielen, eine eingegrenzte Suche für Kontinent oder gar Land. Sind alle Spieler gefunden, man braucht mindestens zwei, um ein Rennen zu starten, wählen die Parteien ihre Lieblingsstrecke aus. Im Folgenden muss man dann noch sein Gefährt wählen. Hier stehen einem alle Standard- und freispielbaren Geschosse zur Auswahl, egal ob man diese in seinem Spiel schon frei gespielt hat oder nicht. Startet das Rennen, merkt man schnell das MX vs. ATV einen solide Stabilität aufweist. Es ruckelt nur seltenst und auch nur, wenn mehrere Fahrer am Spiel beteiligt sind. Dennoch kommt hier einfach keine Spielfreude auf, leider!

 

Zu meiner Frage oben, die Antwort müsste Offline „Ja“, aber Online „Nein“ lauten.

 

 

Technik und Steuerungsvarianten

 

Gespielt werden kann MX vs. ATV: Untamed auf drei verschiedenen Weisen. Mit Nunchuk und Wiimote, nur mit Wiimote, indem man sie quer hält und mit dem Classic-Controller. Hier haben die Tasten immer unterschiedliche Bedeutungen. Wie es bei anderen Racer üblich ist, steuert man mit dem Analogstick und gibt mit „A“ Gas. Weiter bremst man mit „B“. aber natürlich haben die Controller der Wii etwas mehr zu bieten, als die Knöpfe A und B. Da wäre zum Beispiel der Plus-Knopf mit dem man das Menü während eines Rennen öffnet, um noch irgendwelche Einstellungen vorzunehmen oder wenn es gar nicht läuft das Match zu wiederholen. C und Z auf Seiten des Nunchuk sind die Stunt-Knöpfe. Nachdem man einen oder beide gedrückt hat muss man nur noch Wiimote und Nunchuk bewegen und der Fahrer vollführt einen spektakulären Move in der Luft. Wo ich gerade bei der Funktion der Wiimote bin: Wenn man weiter springen möchte, muss man vor dem Absprung die Wiimote noch zu sich bewegen. Dadurch fliegt man weiter. Dargestellt wird es durch einen blauen Balken am Rande des Bildschirms.

 

 

Audiovisuelle Umsetzung

 

Hier scheiden sich die Geister. Was auf der einen Seite gut gelungen ist, ist auf der anderen Seite nur Mittelmaß. So haben sich die Entwickler bei der musikalischen Untermalung des Spiels sehr viel Mühe gegeben und keine Kosten gescheut. Bei der grafischen Umsetzung wurde immer mal wieder ein Auge zugedrückt. Und zwar stören hier zwei Sachen gewaltig: Die Zuschauer sind in 2-D und wenn man stürzt, verhält sich zumindest der Fahrer nicht authentisch genug und fliegt dort herum, wie eine starre Puppe. Ansonsten sieht man, dass die Entwickler schon mehr gemacht haben als auf dem DS, wo die Grafik katastrophal aussah. Auf der Wii-Version von MX vs. ATV: Untamed fliegt zumindest Dreck. Auch die künstlich aufgehäuften Hügel, um Sprünge und Stunt zu machen, sehen auf der Wii-Version runder und realistischer aus.

 

Zum Soundtrack oder zu der Auswahl an Lieder kann ich nur sagen, dass es diesen Sport wieder spiegelt. Der Hauptteil der Songs ist rockig gehalten. Unter der Auswahl finden sich diverse Interpreten, wie Nickelback oder My Chemical Romance wieder. Auch die Qualität ist gut. Man kann also auch mal die Boxen aufdrehen bei seinem Lieblingssong.

 

 

Meckerecke

 

Wo in meinen Augen die größte Schwäche von MX vs. ATV: Untamed liegt, ist ganz klar die Grafik und die Steuerung, dass der Spielspaß darunter leidet steht außer Frage. Bei der Steuerung stört das Handling, wenn das nicht stimmt, oder wenn man es nicht ändern kann, verliert man schnell die Lust am Spielen. Bei der Grafik liegt es hauptsächlich an der Umsetzung der Stürze, der Zuschauer und der Umwelt, wenn man zum Beispiel durch einen Wald fährt. Die Stürze und Bäume sind zu unrealistisch dargestellt und die Zuschauer hätte man auch getrost weglassen können.


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Fazit

Der Mudracer überzeugt leider nicht, lediglich der Multiplayer ist ein kleines, wenn auch nicht vollends überzeugendes Trostpflaster. Der Onlinemodus hat mich wie gesagt schwer enttäuscht, da trotz Wartens kaum ein Spiel zustande kommt. Weiter lässt die Grafik auch sehr zu wünschen übrig. Richtig gut gefallen hat mir der Sound den das Spiel bietet. Rockig und abwechslungsreich, was will man mehr? Für jeden Racing-Fan und Motocrosser sollte dieser Test aber kein Hindernis sein, sich dieses Spiel zu kaufen, allen anderen rate ich vom Kauf ab, da es sehr viel bessere Racing-Games gibt.

Grafik

schwach

Sound

gut

Steuerung

schwach

Spielspaß

schwach

60%

Singleplayer

69%

Multiplayer

Release

25.03.2008

Developer

THQ

Publisher

THQ

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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