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Reviews: Nintendo Wii

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Ghost Squad

Shoot 'em Up

30.10.2008

Autor: Nico Schoenfeldt

 

 

Rettung für Mr. Präsident

 

Der Präsident befindet sich in den Händen von skrupellosen Terroristen. Als Mitglied des Sondereinsatzkommandos ist es eure Aufgabe, das Leben dieses wichtigen Mannes zu bewahren. Schnappt euch das Gewehr und stürzt euch ins Gefecht. Im dichten Kugelhagel geht es um Leben und Tod.

 

So in etwa könnt ihr euch das Grundprinzip von Segas Ghost Squad vorstellen. In drei (!) packenden Missionen gilt es stets, sich gegen feindselige Terroristenorganisationen mit Waffengewalt durch zusetzen. Dabei verschlägt es euch in tropische Dschungellandschaften und sogar auf die Air Force One.

 

 

Peng! Peng!

 

Den Umgang mit dem Zapper könnt ihr zu Begin in einem Trainingsmodus ausgiebig erlernen. Schießt auf verschiedene Übungsobjekte und schärft euer Gefühl für eine perfekte Symbiose zwischen Wiimote und TV-Bildschirm.

Hier sei angemerkt: Ghost Squad ist zwar für den Wii-Zapper konzipiert, doch fallen Präzision und Reaktionsgeschwindigkeit ohne diesen Zusatz schneller aus. Aber mal ehrlich, mehr Spaß macht es doch mit dem weißem Kunststoffaufsatz.

 

Wenn ihr dann der Meinung seid, ihr habt eure Fähigkeiten ausreichend trainiert, könnt ihr im Arcade-Modus euren Rekruten zusammen basteln. Zum Anfang stehen euch dazu zwei Outfits zur Verfügung doch im Verlauf des Spiels schaltet ihr immer mehr Uniformen frei. Auch der Rang eines Gefreiten wird durch den erfolgreichen Abschluss der Missionen aufgewertet. Nun noch eine Primärwaffe ausgewählt (und auch hier habt ihr nach und nach die Möglichkeit, aus einer wachsenden Anzahl an Waffen auszuwählen) und wenn alles zu eurer Zufriedenheit ist, wählt ihr eine der drei Missionen aus und ab geht es ins Gefecht.

 

Wie es sich für einen waschechten Rail-Shooter gehört, habt ihr während des Spielens keinen Einfluss auf Bewegung eurer Figur, die sich auf vorgegebenen Pfaden durch die einzelnen Szenarien bewegt. Ab und zu jedoch müsst ihr euch an Gabelungen für eine Wegrichtung entscheiden. Ansonsten ballert ihr euch in klassischer Light-Gun-Manier durch die Gegnerhorden und seid damit auch bestens ausgelastet. Dank mehrerer Schwierigkeitsgrade werden sowohl Anfänger als Profis jederzeit gefordert.

 

Doch wer jetzt denkt, hirnloses Ballern führt euch zum Sieg, der irrt. Auch wenn die Nebenaufgaben wie Minen entschärfen, Geiseln „lebend“ befreien und Terroristen lautlos mit dem Messer zur Strecke zubringen, verhältnismäßig gering ausgefallen sind, werten sie die Befreiungsaktionen doch ungemein auf. Weiterhin positiv fallen die knackigen Bossgegner auf, die jeweils mit einer speziellen Taktik zur Strecke gebracht werden wollen. Der erfolgreiche Abschluss der Missionen wertet euer Punktekonto auf und lässt euch in den Rängen langsam aufsteigen.

 

Kritik muss ich jedoch an den viel zu kurz geratenen Missionen üben. Trotz zahlreicher Alternativwege habt ihr das komplette Spiel doch relativ schnell durch. Wer es sich jedoch zur Aufgabe macht sämtliche Ränge, Waffen sowie Outfits frei zuspielen, wird dennoch einige Stunden mit dem Spiel zubringen.

Zudem könnt ihr via Wi-Fi-Connection eure Ränge und Highscores weltweit austauschen, ob dies jedoch ein Kaufgrund darstellt sollte jeder für sich selbst entscheiden.

 

 

Präsentation:

 

Die Steuerung ist sauber umgesetzt worden und die Tastenbelegung wurde von Sega ebenfalls gut gelöst. Mit dem Zapper ausgestattet behaltet ihr auch in hitzigen Situationen stets die Kontrolle über das Geschehen.

 

Dass es sich bei dem Spiel um eine Umsetzung eines Arcade-Klassikers handelt merkt man dem Titel leider doch etwas an. Die Szenarien der einzelnen Missionen wurden zwar komplett überarbeitet und mit allerlei netten Umgebungseffekten ausgestattet, (Dschungellandschaften mit viel Grünzeug, gleißend helle Blitze in der Air Force One) jedoch matschige Texturen und unrealistische Animationen der Figuren reizen die Wii bei weitem nicht aus.

 

Der Soundtrack kommt rockig daher und peitscht die Befreiungsaktionen an. Die Musik ist zwar in keiner Weise innovativ, untermalt die Atmosphäre aber sehr gut. Freunde von Knalleffekten werden ihre Freude an den Soundeffekten der unterschiedlichen Gewehrsalven haben und drehen die Soundanlage voll auf.

 

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Mit Ghost Squad erwartet euch ein reinrassiger Light-Gun-Rail-Shooter. Dank der sauberen WiiMote-Steuerung macht der Titel sowohl mit Zapper als auch ohne immer wieder Laune. Doch leider ist die Umsetzung für den Wii genauso kurz wie sein Arcade-Vorgänger von 2004. 3 Missionen sind, trotz vieler Alternativwege, einfach zu kurz. Bis ihr jedoch die zahlreichen Waffen, Outfits und zusätzlichen Beförderungen frei gespielt habt vergehen dennoch etliche Stunden und erhöhen somit für Fans des Genres den Widerspielwert.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

73%

Singleplayer

72%

Multiplayer

Release

25.01.2008

Developer

Sega

Publisher

Sega

USK Freigabe

18+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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