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Reviews: Nintendo Wii

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Sim City Creator

Simulation

03.11.2008

Autor: Peter Zerat

 

 

Der Weg zum guten Bürgermeister

 

Hallo! Mein Name ist Claus Peter Zerat, ich habe die staatliche Anerkennung! Sie kennen mich vielleicht aus Reviews wie „Big Willy – Ist er wirklich so groß?“, „Castlevania – Vampire speisen Knoblauch“ oder aber auch „Super Smash Bros. Brawl – Krachbumm“. Heute möchte ich Ihnen in diesem Review erläutern, wie man mit Hilfe von EA's Sim City Creator ganz leicht zu einem äußerst erfolgreichen Bürgermeister auf regionaler Ebene aufsteigen kann... Oder auch nicht.

 

Zunächst aber erst einmal etwas Grundlegendes zu Sim City. Im Jahre 1989 veröffentlichte die Spieleschmiede Maxis mit Sim City den Ur-Vater der erfolgreichen Spieleserie, welcher u.a. auf dem PC, C64, Amiga und auch dem SNES erschienen ist und von Will Wright entwickelt wurde. Seitdem sind etliche neue Ableger erschienen und auch andere Spieleserien sind aus Sim City entstanden, wie z.B. das extrem populäre The Sims. Seit 1997 ist Maxis eine Tochterfirma von EA und seitdem sind alle „Sim“-Spiele unter der Aufsicht von EA entwickelt und veröffentlicht wurden.

 

Im Spiel stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung, wie man das Spiel angehen möchte. Da wäre zum einen der Missions-Modus, in dem man aufgefordert wird, diverse Ziele zu erreichen, wie z.B. das 2.500 Einwohner in Ihrer Stadt ansässig werden. Mit dem Erfüllen dieser Missionen werden neue Spezial-Gebäude freigeschaltet, mit denen die Stadt noch populärer und attraktiver für Besucher wird. Weiter steht der „Freie“ Modus zur Verfügung, in dem nach Herzenslust eine Stadt in den völligen Ruin getrieben werden kann. Wenn man sich klug genug anstellt, klappt‘s vielleicht auch ohne den Ruin ;). Nebenbei kann man sich noch Screenshots in einem Album ansehen sowie die neu errungenen Gebäude in einer exklusiven Sammlung. Insgesamt ist Creator wohl auch die umfangreichste Umsetzung eines Sim City-Spiels auf einer Konsole. Auch das Tutorial ist gelungen und erklärt einem die Sachverhalte sinnvoll auf verständliche Art und Weise.

 

Über das Grundprinzip von Sim City Creator muss ich wohl nicht all zu viel erzählen, denn hier hat sich nicht viel geändert im Vergleich zu den Vorgängern. Man lege verschiedene Zonen an (Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete), komme den Wünschen der Einwohner entgegen und schon flanieren die Sims gemütlich durch die schön angelegte Stadt und sind ihres Lebens froh. Aber natürlich muss man sich um die nötige Wasser- und Stromversorgung kümmern, für Gesundheit, Bildung und Sicherheit sorgen, oder man lässt dem Zerstörer in sich freien Lauf und lässt geballte Naturkatastrophen auf seine Stadt los. Einem zur Seite stehen Assistenten, die man selbst auswählen und einstellen kann. Sie sind zwar nicht immer hilfreich, besonders ihre Kommentare, aber dafür entwickeln sie sich stets weiter und man kann sie Stadtteile verwalten lassen, so dass sich diese wie von Geisterhand selbst erweitern. Das Wichtigste darf aber auch nicht aus den Augen verloren werden! Nämlich die Kohle, Zaster, Moneten, Knete, Mäuse, Penunzen, Kies, Schotter, Moos, Groschen, Taler, Bares, Cash, Kröten, Asche, Money, Mammon, Blüten, Peanuts, der Stoff aus dem die Träume sind oder kurz gesagt das Geld. Denn auch in dieser fiktiven Welt wird uns nichts geschenkt. Wer nicht darauf achtet, wie viel Zaster raus gehauen wird und dabei die Bedürfnisse der Bürger übergeht, steht dann schnell vor denselben Problemen wie diverse reale Vorbilder ;).

 

Soweit also immer noch die gute alte Kost, die aber noch um einige sinnvolle Neuerungen ergänzt wurde, wie z.B. kurvige Straßen die dank Remote nun endlich durch die Landschaft gezogen werden können. Und besonders schön finde ich, dass man Katastrophen nun schön selbst auslösen und beeinflussen kann. Meteoriten dürfen geschleudert und Eisenkugeln gerollt werden und den handelsüblichen Hurrikane darf man wie eine deftige Suppe erst einmal anrühren. Leider ist das auch die einzige wirklich innovative Verwendung der Wiimote. Ok, es gibt noch einen Flugmodus, in dem man mit diversen Vehikeln durch die Luft dümpeln kann, aber naja, er bereichert das Spiel nicht wirklich, um es mal so auszudrücken.

 

 

Steuerungs-Wurstsalat

 

Das eigentlich Interessante an dieser Version des Klassikers ist die Steuerung per Wiimote, die sich ja auch gut für diese Art von Spiel anbietet, sollte man meinen. Da ging ich mit der Vorstellung an diesen Simulator, dass man sich dank der weißen Fernbedienung gemütlich vor den heimischen Flimmerkasten kredenzen könnte, da sie im Endeffekt ja die Maus ersetzt, aber das Ganze blieb dann doch eine Illusion, die zu schön war um wahr zu sein. Also ich will nicht sagen, dass die Steuerung von Grund auf fürs Klo wäre, aber irgendwie wurden die Möglichkeiten einfach nicht richtig ausgenutzt. Es wird ja auch Gebrauch von der Cursor-Funktion gemacht, aber eben nur teilweise, das ist das Kuriose. Beim Bau der Zonen und Straßen benutzt man logischerweise den Cursor, zu meiner Verwunderung aber nicht bei der Steuerung durch die Bau-Menüs, dort wird das Steuerkreuz missbraucht. Meine gesamte Spielzeit lang, stellte sich mir immer nur eine Frage wenn ich ins Menü kam und zwar: „WARUM NUR!?“! Hinzu kommt, dass man mit der Zeige-Funktion auch noch versuchen muss die Kamera zu steuern und das ist manchmal gar nicht so leicht, da selbst die kleinste Bewegung große Auswirkungen haben kann. Ziemlich störend auf Dauer! Leider ist die Alternative mit angeschlossenem Nunchuk auch nicht wirklich toll, denn die einzige Änderung besteht darin, dass das D-Pad dann durch den Analog-Stick ersetzt wird. Was die Entwickler da geritten hat, möchte ich mal wissen, dabei wäre es doch so schön gewesen die Kamera per Analogstick zu drehen. Naja, was will man machen? Und nur nochmal zur Anmerkung, man kann mit der Steuerung wirklich leben, aber es hätte halt um LÄNGEN besser sein können. Wirklich schade drum!

 

 

Grafischer-Wurstsalat³

 

Leider ist das eigentliche Problem aber gar nicht die wurstige Steuerung. Mhmmm.... ahhh... Wurst * sabber*. Öhm ja, Entschuldigung! Also an die Steuerung kann man sich ja wirklich noch gewöhnen, wenn es sein muss, und das Spiel bietet unter dem alten verstaubten Teppich auch wirklich was Neues, aber... verdammt, meine Augen! Klar, ich erwarte hier kein optisches Highlight alá Super Smash Bros. Brawl oder Super Mario Galaxy und das brauch es bei Sim City auch nicht. Aber dieses Kantenflimmern auf der größtmöglichen Übersicht war ein Folter für meine Sehorgane. Hinzu kommt die verdammt pixelige Darstellung, die zu sehen ist, wenn man mal die sieben Zoomstufen miteinander vergleicht. Am erträglichsten ist es noch auf der höchsten Zoomstufe, wo man viele Details, wie die kleinen Autos, die gerne mal einen schönen Stau verursachen, gut sehen kann. aber dafür dankt dann auch die Übersicht ab. Die jazzlastige Musik bleibt natürlich wieder Geschmackssache und möchte daher auch nicht all zu groß bewerten, auch wenn sie sich etwas penetrant durch das ganze Spiel zieht.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass Sim City Creator das bietet, was man von Sim City erwartet: Klassischer Städtebau, der einen manchmal an seine organisatorischen Grenzen drängt, aber dennoch höchst motivierend ist und mit einigen kleinen Neuerung, die durchaus Schmackhaft und süffisant im Abgang sind. Steuerbare Katastrophen, Straßenbau „frei Schnauze“ usw. ist alles wirklich wunderbar, leider überwiegen aber meiner Meinung nach die Schattenseiten. Die Steuerung funktioniert zwar, ist aber weit von dem entfernt, was sie sein könnte und das Kantenflimmern beim Scrollen hat mir leider auch etwas den Spielspaß verdorben, auch wenn die Architektur der Gebäude mit ihren Details durchaus reizvoll sein kann. Also Gameplay top, Technik flop!

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

schwach

Spielspaß

ok

69%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

02.10.2008

Developer

Electronic Arts

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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