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Reviews: Nintendo Wii

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Fishing Master

Sport

15.11.2008

Autor: Nico Schoenfeldt

 

 

Der Weg zum „Fishing Master“.

 

WiiPlay hat es bereits vorgemacht, dass man die Wiimote auch als Angelrute verwenden kann. Eindrucksvoller wurde es dann schon in The Legend of Zelda: Twilight Princess, in dem man den angeschlossenen Nunchuk zum Einholen der Schnur verwenden konnte und mit seinem Boot auf seichten Wasserwogen den perfekten Angelplatz ausfindig machte. Hiernach schien Nintendos weiße Wunderkonsole wie geschaffen für zukünftige Anglerfreuden.

 

Viel Handlung gibt es bei Fishing Master nicht; braucht es aber auch nicht, denn schließlich wollt ihr nur Angeln gehen. In eurer Heimat gilt dieser Sport als der Zeitvertreib schlechthin und so greift auch ihr zur Rute um den begehrten Titel des „Fishing Master“ zu erwerben.

 

 

„Petri Heil!“

 

Zu Beginn entscheidet ihr euch für einen von fünf Charakteren, gebt diesem einen Namen und sucht ihm ein Haustier aus. Hiernach geht bekommt ihr bereits die erste Unterweisung von eurem Großvater. Er klärt euch über die Steuerungsmöglichkeiten und den weiteren Spielverlauf auf.

 

Nun beginnt für euch der harte Aufstieg zum Angler-Champion und dem damit verbundenen Titel des „Fishing Master“. Jeder Tag startet für euch in eurem Zimmer, wo ihr euch auf das Angeln vorbereitet. Danach dürft ihr auf einer sehr kitschigen kleinen Landkarte wählen, ob ihr im Shop nach Anglerbedarf stöbern, an einem Turnier teilnehmen oder gleich ein Angelgebiet ansteuert wollt. Haltet ihr euch auf Landkarte eine Weile auf, kann es passieren, dass euer Hund einen gefundenen Köder anschleppt.

 

Im ansässigen Laden gibt es neben der Möglichkeit zu angeln und Köder zu kaufen auch den Blick auf das „Schwarze Brett“ zu werfen. Hier erfahrt ihr allerlei Informationen über Fische, Köder und Angelgebiete. Somit könnt ihr für jedes Gebiet und jede Fischsorte die beste Fang- und Ködertechnik ausklügeln. Allerdings beschränken sich die Fische ausschließlich auf japanische Arten.

 

Der Wechsel von Tages- und Jahreszeiten beeinflusst ebenfalls eure Quote beim Angeln. So solltet ihr die gewonnen Informationen vom Schwarzen Brett gewissenhaft einsetzen um den bestmöglichen Fang zu machen. Denn umso mehr Fische ihr fangt und je größer die Ausbeute ausfällt, desto mehr Punkte sammelt ihr auf eurem Konto an und rückt Schritt für Schritt dem Titel des „Fishing Master“ näher. Vom Großvater angebotene und erfolgreich gemeisterte Angelmissionen können euer Konto zudem mit wertvollen Punkten füllen!

 

Habt ihr euch dafür entschieden, einfach nur zu Angeln, könnt ihr zwischen verschiedenen Angelgebieten wählen. Von Hafenanlagen, über seichte Strände bis hin zu scharfkantigen Felsen ist alles dabei. An Ort und Stelle lauft ihr mit eurem Angler-Ego das Gebiet ab und sucht nach Schatten im Wasser die euch die Positionen von Fischen verraten. Nun werft ihr die Angel aus und wartet darauf, dass einer anbeißt. Hierbei bleibt es euch überlassen, ob ihr nur mit der Wiimote angeln wollt, oder die Nunchuk-Erweiterung installiert. Das Auswerfen und Einholen geht dabei intuitiv von der Hand die Tastenbelegung ist schnell vertraut. Für eine realistische Steuerung empfiehlt sich die Verwendung des Nunchuks, den ihr mit Drehung zum Einholen der Schnur benutzt. Ohne diesen kann das Zerren an der Angelrute schmerzhafte Auswirkungen auf das Schultergelenk nehmen.

 

In jedem Gebiet gibt es zudem noch ein Turnier, an dem ihr teilnehmen könnt. Nach der Bekanntgabe der Regeln könnt ihr nur die angegebenen Fischarten fangen, wobei drei Fänge zusammengezählt werden und das Gesamtgewicht darüber entscheidet, ob ihr gewonnen habt.

 

Wollt ihr hingegen mit bis zu drei Freunden angeln, so wählt ihr im Hauptmenü die Option Kampf. Danach sucht sich jeder einen Charakter aus und entscheidet sich zwischen bloßer Wiimote-Steuerung oder Nunchuk-Unterstützung. Abschließend noch das Zeitlimit und Angelgebiet auswählen und schon macht ihr euch auf die Jagd nach Punkten. Sieger ist, wer am Ende die meisten Fische an Land und somit die meisten Punkte auf sein Konto gebracht hat.

 

 

Durchnässte Texturen und trübe Akustik

 

Schade, aber Fishing Master hätte schon auf dem Nintendo GameCube aus technischer Sicht keine Bestnoten erzielt. Umso trauriger ist die Präsentation auf dem Wii ausgefallen.

 

Kommen wir zuerst zum optischen Erscheinungsbild. Die Welt von Fishing Master präsentiert sich im knallig-bunten Animestyle. Die Spielcharaktere wirken (abgesehen von den Tieren) alle wie aus einem Guss. Lediglich die Körpergröße, Kleidung und Frisur unterscheidet sich zwischen den einzelnen Charakteren. Ebenso wenig Abwechslung bieten die einzelnen Schauplätze für euer Anglervergnügen. Egal ob ihr euch am Strand oder am einbetonierten Hafen befindet, alle Szenarien bestechen durch uninspirierte Landschaften. Tolle Wassereffekte wie bei einem Super Mario Sunshine oder in Zelda: Twilight Princess sucht man leider auch vergeblich. Matschige Texturen, schlichte Menüs und starre Wasseroberflächen rauben dem Anglerspaß leider die wertvolle Essenz.

 

Musikalisch bleibt es auf selbigen Niveau. Einfach generierte Synthesizerklänge plätschern belanglos vor sich hin. Die Geräusche sorgen da schon eher für Atmosphäre. Einen bombastischen Soundtrack braucht man allerdings bei einem Angelspiel aber auch nicht erwarten – zur puren Entspannung am besten den Sound ganz abdrehen.

 

 

Alternativen: WiiPlay, Sega Bass Fishing, Cocoto Fishing Master (WiiWare)


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Fazit

Fishing Master ist eine Mischung aus tiefengängigem Anglersport und Spaß. Bunte Welten und Figuren im Animestyle laden zur kurzweiligen Jagd nach den schuppigen Wasserlebewesen, ohne viel Handlung und Anspruch. Die Steuerung funktioniert angemessen, dafür ist die Grafik umso bescheidener ausgefallen. Würde das Spiel zu einem angemessenen Preis wie WiiPlay angeboten werden oder käme es für knappe 10 Euro auf WiiWare, hätte man sicherlich noch ein paar Punkte mehr vergeben können. So ist das Preis- Leistungsverhältnis leider etwas enttäuschend ausgefallen.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

58%

Singleplayer

56%

Multiplayer

Release

05.03.2008

Developer

Hudson Soft

Publisher

Konami

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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