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Reviews: Nintendo Wii

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Shaun White Snowboarding: Road Trip

Sport

25.11.2008

Autor: Sebastian Grote

 

 

Das Wii Balance Board gibt es jetzt schon seit einem halben Jahr und bis jetzt hat kaum ein Spiel wirklich einen Nutzen daraus gezogen. Doch Shaun White Snowboarding: Road Trip lässt alle, die ihr Wii Fit schon lange nicht mehr angepackt haben, endlich wieder ihr angestaubtes Balance Board aus den Schrank holen und fordert sie direkt auf, die Piste damit herunterzufahren! Wie sich das kleine Weiße im Schnee so macht, erfahrt ihr in unserer Review!

 

 

Anders als alles andere!

 

Zunächst sei einmal erwähnt, dass die Wii Version von Shaun White Snowboarding komplett anders ist als das, was ihr auf Xbox 360 oder PS3 finden werdet. Endlich haben sich die Entwickler bei einer Wii Umsetzung nämlich einmal Mühe gegeben. Deswegen ist das Spiel kein schlechter Port mit abgespeckter Grafik und überflüssiger Wackelsteuerung geworden, sondern ein solides Wii Spiel, dass seinen Konkurrenten auf den anderen Konsolen locker das Wasser reichen kann, ja diese vielleicht sogar übertrumpft. Und was am besten ist, die Bewegungssteurung ist richtig gut geworden und das Balance Board ist ein erstklassiges Schneebrett!

 

Shaun White Snowboarding: Road Trip kann entweder nur mit einer Wiimote oder mit Wii Fernbedienung und Balance Board gespielt werden. Dabei stellt sich das Balance Board als geringfügig ungenauer heraus, jedoch ist der Realismus-Faktor, wenn es so etwas denn gibt, mit dem Board um einiges höher. Für einige der wirklich schwierigen Herausforderungen wollt ihr wahrscheinlich aber trotzdem absteigen und lieber zur Fernbedienung greifen. Das Umschalten zwischen Wiimote und Balance Board ist dabei sehr einfach und kann jederzeit im Spiel getan werden.

 

Wenn man mit der Wiimote spielt kann man, wenn man die Remote nach links oder rechts wie einen Schlüssel kippt, nach links oder rechts fahren. Engere Kurven nehmt ihr mit dem B-Knopf. Senkt ihr die WiiMote nach vorne, dann bekommt ihr mehr Tempo, hebt ihr die Nase des Controllers allerdings nach oben, werdet ihr langsamer. Die Steuerung ist dabei sehr genau und funktioniert so gut, dass selbst Einsteiger, die selten eine Wii Fernbedienung in der Hand haben, sofort damit klar kommen. Wenn ihr in der Luft seid, könnt ihr mit Kombination von A und B Tricks ausführen. Um die Tricks zu variieren, müsst ihr die Wiimote dabei in eine Richtung neigen. Oder ihr schwingt sie in eine Richtung um besonders schwierige und lange Tricks auszuführen.

 

Um mit dem Balance Board zu tricksen, braucht ihr nur eure Füße und den A und den B Knopf auf der Wiimote. Alles Weitere macht ihr, indem ihr euch in eine bestimmte Richtung auf dem Balance Board neigt. Um zu springen müsst ihr quasi einen Sprung auf dem Balance Board andeuten, da echtes springen auch bei Shaun Whites Snowboarding nicht erwünscht ist. Nachdem euer Board kalibriert wurde, könnt ihr euch zwischen drei verschiedenen Empfindlichkeitsstufen entscheiden. Wenn ihr ein Balance Board habt, werdet ihr merken, dass der Spassfaktor mit dem Board erheblich höher ist, allerdings, wie bereits erwähnt, ist es auch ein wenig ungenauer.

 

Shaun White Snowboarding ist wirklich ein sehr schnell zu lernendes Spiel. Das liegt unter anderem daran, dass die Steuerung super einfach von der Hand (bzw. vom Fuß) geht, aber auch dass einige Dinge, die man bereits von anderen Spielen kennt, vereinfacht wurden. So ist jede Rail oder Kante, an der ihr grinden könnt, quasi magnetisch. Meistens muss man nicht mal auf die Kante springen, sondern es reicht schon, wenn man nur in die richtige Richtung fährt. Da kommt man sich manchmal schon ein wenig komisch vor. Im Test ist es passiert, dass die Schwerkraft mich nach unten zog, aber mich eine Rail dann doch wieder zum grinden einlud und mich nach oben auf die Kante gezogen hat. Das macht das Spiel aber keineswegs schlechter, im Gegenteil.

 

 

The President of Boarderland!

 

Die Kombos fallen einem dank dieser Spielmechanik einfacher, jedoch sind die Aufgaben auf den einzelnen Pisten gerade im späteren Spielverlauf trotzdem fordernd. Man kann zwar nicht so krasse Kombos machen wie in anderen Skate- oder Snowboardspielen, es macht aber trotzdem eine Menge Spaß wenn man eine lange Kombo erfolgreich schafft. Jede Aufgabe hat dabei zwei Ziele, die man erreichen kann. Meistert ihr nur das einfache Ziel, kommt ihr im Spiel zwar weiter, mit dem schweren Spiel könnt allerdings schneller voranschreiten und noch Dinge wie Artworks oder neue Fahrer freischalten. Apropos andere Fahrer: Das ganze Spiel gibt euch ein wirklich gutes Gefühl, wie es ist, mit Freunden die höchsten Berge und Pisten der Welt abzugrasen. Alles ist so ausgelegt, dass dich deine Kameraden immer begleiten. In eurem Tourbus könnt ihr nämlich einen Fahrer und einen Kameramann auswählen. Dabei könnt ihr die speziellen Fähigkeiten eurer Kameramänner nach eurem Geschmack mit denen der Fahrer kombinieren. Mit einem klick auf das Steuerkreuz aktiviert ihr eure Respekt-Power. Die Respekt-Power wird vom Kameramann definiert, ist dieser also gut im Springen, gibt es einen Sprungbonus, ihr könnt also höher springen. Ist euer Kameramann aber ein Trick-Profi, bekommt ihr einen Punktemultiplikator und so weiter. Das System ist hilfreich, um mit geschickter Kombination einige Aufgaben leichter zu lösen.

 

Ziel des Spiels ist es quasi den President of Boarderland, den King of the Hill, Shaun White zu treffen, der euch immer einen Berg voraus ist. Die Berge werden dabei im Laufe des Spiels natürlich immer schwieriger, aber bescheren dem Spieler immer schönere Aussichten. Generell ist die Grafik von Shaun White Snowboarding besondern schön ausgefallen. Der Grafikstil weiß zu gefallen, die Berge werden im Laufe des Spiels detaillierter und die Aussichten schöner. Schöne Grafikspielereien wie Schnee der an der Kamera kleben bleibt wenn ihr stürzt runden die Sache ab.

 

 

Kameraden auf dem Brett

 

Auch im echten Leben dürft ihr euch einen Kameraden suchen und das ganze Spiel in Co-Op gemeinsam durchspielen. Leider kann man nicht im Singleplayermodus mal eben einen Freund zur Hilfe holen, wenn man nicht weiter kommt, sondern der Co-Op Modus ist ein ganz eigenständiger Modus. Oder ihr wollt ein wenig gegeneinander spielen. Auch das ist möglich mit bis zu vier Spielern. Dabei geht es darum, wer als erstes unten ankommt oder wer als erstes eine bestimmte Punktzahl erreicht oder wer die meisten Punkte hat, sobald er im Ziel ist. Das Ganze natürlich gleichzeitig, für alle die aber nicht vier Wiimotes haben, gibt es aber auch noch einen Hotseat Modus, in welchem sich alle Spieler abwechseln können. Der Soundtrack des Spiels ist stabil und besteht aus bekannten Bands wie Run DMC, Blue Oyster Cult, Faithless oder Audioslave. Wenn ihr mitten im Spiel den Knopf 1 drückt, könnt ihr jederzeit einen Song überspringen.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit


Mit Shaun White Snowboarding bekommt ihr eines der schönsten Spiele für die Wii. Nicht nur die Grafik weiß zu begeistern, auch die Steuerung geht wunderbar von der Hand. Nichts wirkt überladen, es ist ein wunderbares „Pick up and Play“ Spiel. Eine schlechte Portierung von Xbox oder Playstation auf Wii wäre wohl eine Katastrophe geworden, so aber haben alle Wii-Besitzer etwas, das sie gerne herausholen und zeigen können, denn es brauch sich nicht hinter den Konkurrenten verstecken. Ein wenig mehr Umfang hätte dem Spiel allerdings sicherlich noch gut getan.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

super

84%

Singleplayer

86%

Multiplayer

Release

13.11.2008

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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