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Reviews: Nintendo Wii

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Facebreaker K.O. Party

Beat 'em Up

31.12.2008

Autor: Marcel Witte

 

Was kommt heraus, wenn man ein Boxspiel, Wiimote und Nunchuk und kranke Charaktere in einen Kochtopf wirft? Eines der lustigsten Boxspiele die es gibt. Mit Facebreaker K.O. Party bringt Electronic Arts ein sehr gelungenes Arcade-Fun-Spiel heraus. Ob es jedoch auch technisch in der Oberliga spielt, oder ob es schon in der ersten Runde zu Boden geht, könnt ihr den nachfolgenden Zeilen entnehmen.

 

 

Arcade-Spaß aber ohne wirklichen Singleplayer-Modus!

 

Noch nie hatte ich ein Spiel in der Hand, wo der Name so viel Programm beinhaltet. Leider ist dieses nicht nur positiv. Wir können den Titel des Spiels ganz klar trennen, um fast alle positiven Aspekte des Spiels zu beleuchten. Fangen wir mit dem ersten Wort an, „Facebreaker“! Ein Facebreaker ist der schmerzhafteste Schlag in diesem Spiel. Dieser geht aus einer riesigen Schlag-Kombo hervor, was diesen Schlag so enorm schwer auszuführen macht. Doch hat man erst mal die nötige Übung mit seinen Fäusten, führt dieser Schlag zum vorzeitigen Ende des Kampfes, egal in welcher Runde man sich befindet.

 

Wort zwei ist „K.O. Party“! Es gibt nicht nur ein Modus im Spiel der sich so schimpft, sondern dieses Wort steht auch für den Multiplayer. Dieser wird bei Facebreaker ganz groß geschrieben. So kann man zwei Drittel der zu spielenden Modi nur mit mindestens zwei Spielern spielen, das andere Drittel wird alleine gespielt. Dies würde ich als den Singleplayermodus beschreiben, auch wenn es dafür fast zu wenig ist. Man startet als gut trainierter Boxer und muss sich in Titel-Kämpfen Titel unter den Nagel reißen. Nachdem man die Titelverteidiger bezwungen hat, kann man diese Charaktere auch im Multiplayermodus Spielen.

 

 

Schlägerei zu viert!

 

Wenn man sich durch den Singleplayermodus durchgebissen hat, ist man spätestens dann bereit, seine Freunde und Bekannten ordentlich zu verprügeln. Dazu hat man mehrere Möglichkeiten. Wenn man nur zu zweit ist, sollte man sich in ganz normalen Kämpfen versuchen zu verdreschen. Aber es gibt auch noch die Möglichkeit zu viert zu zocken. Jetzt denkt ihr bestimmt einen Boxkampf zu viert hat man ja noch nie gesehen. Richtig, gibt es auch nicht. Doch Electronic Arts und Freestyle haben sich etwas Nettes einfallen lassen, damit es für alle Beteiligten nicht langweilig wird, den Kampf-O-Mat! Hier wird per Zufall ausgelost, wer gegen wen auf welcher Stage und in welchem Spiel antreten muss. Hierbei gibt es ganz normale Kämpfe, welche mit besonderen Bedingungen oder auch Minispiele, wie Vögel abschießen. Nach jeder Runde wird dann neu gelost. Der Sieger dieser Runde ist derjenige mit den meisten gewonnen Spielen.

 

 

So viele Steuerungsmöglichkeiten?!

 

Das Herzstück dieses Spiels ist eindeutig die Steuerung. Man glaubt gar nicht wie viel Möglichkeiten der Steuerung es gibt, ohne die Knöpfe zu benutzen. Und tatsächlich braucht man die Knöpfe nur für Spezialattacken, Spotten und für Körpertreffer. Ansonsten schlägt man in WiiSports-Manier normal zu, in dem man seine Arme bewegt. Hat man dann eine gewisse Anzahl an Jabs (kurze Schläge) ins Ziel gebracht und kann sich an einer kleinen Kombo erfreuen, wird es Zeit den ersten Knopf ins Spiel geschehen einzubinden, den „A“-Knopf. Dieser ermöglicht euch wie oben geschrieben, einen Spezialmove, der sich nach der Höhe der Kombo richtet. Wenn man jedoch immer auf den Gegner eindrischt, wird dieser euch irgendwann Kontra geben. In diesem Moment greift der zweitwichtigste Kopf! Der „Z“-Knopf. Hat man diesen gedrückt verteidigt sich euer Charakter von ganz allein. Jedoch ist es nicht immer gut zu Blocken, ein Konter bringt manchmal mehr. Hält man den Nunchuk oder die Wiimote weit nach hinten geneigt, lädt man Schläge auf, um mehr Schaden beim Gegner zu verursachen. Drückt man im richtigen Moment hierbei den „Z“-Knopf, so weicht man einem Schlag gekonnt aus und hat die Chance zu kontern.

 

Das sind die Grundbewegungen, die jeder drauf haben sollte, aber es gibt noch einige mehr. Bei Facebreaker ist es normal, dass alle Charaktere von Grund auf erst mal auf den Kopf des Gegners schlagen, aber Körpertreffer haben es auch in sich. Und genau hier findet der „B“-Knopf seine Anwendung. Diesen gedrückt, schlägt man dem Gegner auf den Körper. Der nächste kleine Trick ist es, den Gegner immer in der Ecke zu halten, dabei helfen euch Würfe. Die meisten Charaktere besitzen nur einen Wurf, aber es gibt auch Charaktere die zwei beherrschen. Einen, welchen jeder hat, wenn man nahe am Gegner steht und diesen auch gepackt bekommt und der zweite (der Besondere), wenn man den Gegner nicht erreicht. Auf jeden Fall bringen euch die Würfe einen nicht zu verachtenden Vorteil. Die Gegner werden weggestoßen und ihr könnt euch kurz in Sicherheit wiegen oder direkt hinterher gehen, weil der gegnerische Charakter danach leicht benommen ist.

 

Zu guter Letzt ist da noch das Spotten. Aber glaubt jetzt nicht, dass ihr dann in einer Ecke steht und euren Gegner mit fiesen und beleidigenden Fratzen zum kochen bringt. Ganz falsch! Spotten heißt bei Facebreaker, Hände auf den Rücken und trotzdem den Gegner zu verprügeln. Dabei ist es egal, ob das faire Mittel sind oder nicht. Meistens sind es Tiefschläge oder Tritte, aber auch der Kopf kann hier eingesetzt werden.

 

 

Grafik und Sound!

 

In Sachen Sound gibt es nur sehr wenige, die wohl Electronic Arts das Wasser reichen können. So auch bei Facebreaker. Die Charaktere haben Standardsätze, die sie vor dem Kampf sagen, um den Gegner ein zu schüchtern. Aber auch sonst bietet der Titel eine gelungene musikalische Unterstützung in den Menüs. So kommt auf der einen Seite keine Langeweile auf und auf der anderen Seite passt die Musik sehr gut zum Genre.

 

Bei der Grafik hätte man natürlich mehr heraus holen können, aber zur Verteidigung von EA kann ich nur sagen, dass Facebreaker ein Arcade-Fun-Spiel ist und die Grafik somit nicht zu spartanisch sonder eigentlich genau richtig ist. Die Muskeln der Charaktere sind zwar ziemlich kantig, dennoch gehört das irgendwie dazu und versprüht auch einen gewissen Retro-Charme.

 

Das ist aber auch das Einzige, was einem bei der Grafik auffällt. Sonst hat Freestyle seine Arbeit gut gemacht. Es gibt keine Ruckler beim Handgemenge. Die Bewegungen der einzelnen Charaktere sind ebenfalls flüssig. Auch die Kamera-Dynamik während des Kampfes ist ziemlich perfekt, so dass es zu keinen Situationen kommt, wo man zu wenig vom Kampf sieht, beziehungsweise gar nichts vom Kampf sieht.

 

 

Negatives und Positives!

 

Das einzige was man bei Facebreaker wirklich bemängeln kann, ist der Umfang. Es ist leider viel zu wenig. Gerade der Singleplayermodus existiert gar nicht wirklich. Außerdem gibt es bei diesem Modus keinerlei Abwechslung und jeder Charakter muss gegen dieselben Gegner in denselben Kämpfen ran. Weiter macht das Spiel durch den geringen Umfang im Singleplayermodus nicht lange Spaß. Oft hat man gar keine Lust das Spiel an zuwerfen, wenn man alleine ist und sich kein menschlicher Gegner findet.

 

Die Stärken des Spiels liegen ganz eindeutig im Multiplayermodus. Hier macht es einfach Spaß, ob in den kleineren Minispielen oder in normalen Kämpfen. Es ist immer wieder was Neues gegen einen menschlichen Gegner zu spielen. Leider steigert das die Langzeitmotivation auch nur geringfügig, so dass man sich in den nächsten zwei bis vier Wochen schon wieder anderen Spielen gewidmet hat.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.

 


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Fazit

Meiner Meinung nach ist Facebreaker K.O. Party ein guter Titel, um sich mit Kollegen und Freunden mal richtig zu verausgaben. Und für den kurzen Moment scheint es auch ein richtig gutes Spiel zu sein. Aber aufgrund des viel zu geringen Singleplayermodus kommt für einen allein einfach keine Lust an dem Spiel auf. Und auch wenn man denn mal Kollegen organisiert hat, kann Facebreaker nur kurzweilig Punkten. Positiv für Facebreaker spricht aber, dass die Steuerung schnell zu erlernen ist und das gesamte Schema der Charaktere und der Grafik dieser für das Arcade-Genre perfekt ist. Wenn man auf Box-Spiele oder Beat `em Up steht und dies gerne spielt, kann man natürlich zugreifen, nur sollte man aufpassen, dass man es nach zwei Wochen nicht umtauschen möchte, weil man keinen Bock mehr auf dieses Spiel hat. Als kleine Anmerkung kann ich euch für dieses Spiel nur den Wireless Nunchuk an Herz legen, da durch ständiges Herumgefuchtelt das Verbindungskabel oft störend ist.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

60%

Singleplayer

76%

Multiplayer

Release

13.11.2008

Developer

Freestyle

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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