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Reviews: Nintendo Wii

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Family Party 30 Great Party Games

Party

11.01.2009

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Wenn es ein Genre auf Wii gibt, bei dem Spieler eine quasi unendliche Auswahl haben, dann ist es das der Party- und Minispielsammlungen. Trotz alledem schickt Koch Media einen weiteren Vertreter ins Rennen, der ganze 30 Spiele bietet. Ob diese was taugen, wird der folgende Test verraten.

 

 

Das Gameplay

 

Family Party teilt sich im groben in zwei Modi auf. Die „Herausforderung“ ist der Modus für einen Spieler. Bevor man loslegen kann, legt man sich aber zunächst ein eigenes Profil an und wählt einen Avatar fürs Spiel, welcher deutlich an die Gestaltung der Miis erinnert. Hier wäre es sicherlich sinnvoller gewesen direkt die Originalavatare von Nintendo zu verwenden. In der Herausforderung versucht man alle vorhandenen Minispiele besonders gut zu meistern, um auf diese Weise neue Minispiele, Gebiete und weitere Optionen für die Avatargestaltung freizuschalten.

 

Die Minispiele sind dabei sehr abwechslungsreich, aber auch mindestens genauso unterschiedlich im Spaßfaktor und Funktionalität. Inspiriert wurden diesen eindeutig von Mario Party und den TV Sendungen American Gladiators und Takeshis Castle. So müsst ihr meistens verschiedene Parcours oder schnelle Geschicklichkeitsaufgaben bewältigen. Manche Minispiele machen tatsächlich gerade zu mehreren Spaß wie zum Beispiel die Hängebrücke, die man in möglichst guter Zeit passieren muss. Während man das versucht, ballern die anderen Spieler oder eben die CPU Gegner mit Gummibällen auf einen. Wird man getroffen, ist man für kurze Zeit benommen. Man kann die Geschosse aber auch abwehren, indem man die horizontal gehaltene Fernbedienung nach links oder recht kippt. Hat man die Brücke hinter sich gelassen, übernimmt man selbst eines der Geschütze, während der nächste Spieler sein Glück versucht. Andere Minispiele machen aber aufgrund einer etwas fragwürdigen Steuerung weniger Spaß. Zum Beispiel muss sehr oft rennen, indem man die Remote gerade nach vorne hält und dann nach unten und oben schwingt. Das ist kein Problem, solange man nicht plötzlich auch nach links und rechts schwingen muss, um im richtigen Timing zu springen. Timing ist ein weiteres gutes Stichwort: Dieses ist nämlich manchmal sehr komisch gesetzt. Man hat oft das Gefühl eine Taste etwas verzögert oder etwas zu spät drücken zu müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Löblich ist allerdings, wie jedes Spiel vorab erklärt wird, so dass quasi jederzeit die Chancen für geübte Spieler und Neulinge gleich bleiben.

 

Im Modus „Kampf“ kann man selbst bestimmen, welche sechs Minispiele man hintereinander absolvieren möchte. Außerdem stellt man ein, ob man gegen bis zu drei Computer- oder menschliche Gegner antritt. Natürlich machen viele der Minispiele mit drei Freunden deutlich mehr Spaß als alleine, dennoch bleibt auch hierbei ein eher fader Beigeschmack zurück. Zu simpel und zu wenig spaßig sind doch die meisten Aufgaben.

 

Darüber hinaus werden die fünf besten Ergebnisse pro Minispiel in einer Highscoreliste, die jederzeit vom Hauptmenü aus aufgerufen werden kann, gespeichert.

 

 

Die audiovisuelle Umsetzung

 

Sowohl Grafik als auch Sound sind sehr zweckmäßig umgesetzt. Family Party sieht zwar ganz nett aus, die Fähigkeiten der Wii werden in keiner Weise beansprucht. Auch wenn man gerne hinzufügt, dass man so etwas von Spielen dieses Genres auch nicht unbedingt erwartet, wäre es dennoch sehr schön, wenn mal eines der Spiele auch durch die Technik hervorstechen würde. Letztendlich bekommt der Spieler bei Family Party bunte Grafiken und eher belanglose Sounds und Musikstücke im typischen Casualstil geboten.

 

 

Meckerecke

 

Auch wenn Family Party zum Budgetpreis erhältlich ist, bietet es einfach viel zu wenig. Die 30 Minispiele hat man zu schnell gemeistert und da auch längst nicht alle richtig gut funktionieren und wirklich Spaß machen, ist der Wiederspielwert natürlich arg begrenzt. An dieser Stelle muss man wieder einmal zum Konkurrenten Mario Party verweisen, der etwa dreimal so viele Minispiele sowie zig Modi mehr bietet und mittlerweile zu einem ähnlichen Preis zu haben ist. Hinzu kommt der fehlende Onlinemodus (wobei man fairerweise erwähnen muss, dass Mario Party diesen ebenfalls nicht bietet) sowie die eher schwache technische Umsetzung.

 

 

Wir danken Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters!


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Fazit

Family Party reiht sich nahtlos in die Masse der Wii Veröffentlichungen ein, die versuchen mit simplen Gameplay die Casualspieler anzusprechen. Leider krankt auch dieser Titel wie viele weitere des Genres an der technischen Umsetzung und dem geringen Umfang. Wer dennoch nicht genug von Minispielen bekommt, der darf durchaus einen Blick risikieren. Alle anderen greifen lieber zu Mario Party oder einem der Rayman Raving Rabbids Titel.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

40%

Singleplayer

60%

Multiplayer

Release

14.08.2008

Developer

Tamsoft

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

2-4


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