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Reviews: Nintendo Wii

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Trauma Center - New Blood

Simulation

11.02.2009

Autor: Nico Schoenfeldt

 

 

Einführung

 

Wer träumt nicht auch ab und zu mal davon, in einem weißen Kittel der Bezwinger des Todes zu sein? Die erleichterten Gesichter nach einer überstanden Operation zu sehen, mit freundlichen Krankenschwestern zu flirten und zur Entspannung mit dem eigenen Sportwagen raus auf den Golfplatz zu fahren. Leider ist das Leben eines Arztes nicht immer so unbeschwert wie uns diverse Serien im deutschen Fernsehprogramm gern glauben machen. Dass der OP-Alltag schnell in Stress ausarten und eine falsche Entscheidung über das zukünftige Leben des Patienten entscheiden kann lassen Annehmlichkeiten wie ein Segeltörn auf der Privatyacht schnell in Vergessenheit geraten.

 

 

Zum Spiel:

 

Trauma Center: New Blood ist bereits die zweite Ärztesimulation auf der Wii und der direkte Nachfolger von Trauma Center: Second Opinion. Dieses Mal jedoch verschlägt es euch mit Dr. Vaughn und Dr. Blaylock in eine kleine Klinik im fernen Alaska. Doch wer bereits die Vorgänger auf Wii und DS gezockt hat, der weiß, dass es nicht beim gemütlichen herumdoktern bleiben wird und schon bald verschlägt euch auch diese Episode weit über die Grenzen von Alaska bis hin nach Kalifornien. Aber keine Sorge, die Geschichte wird dieses Mal keine übertriebenen Formen annehmen wie im Vorgänger, jedoch liegt es auch hier wieder in euren Händen, zusammen mit Dr. Vaughn und Dr. Blaylock die Menschheit vor einem schlimmen Unheil zu bewahren.

 

Damit ihr euch nicht blindlings mit der Ärzteschaft überwerft, dürft ihr zu Beginn des Spieles erst einmal die Schulbank drücken und erhaltet Einblick in die verschiedenen Instrumente und Anwendungsmöglichkeiten. Nach der Erklärung dürft ihr euch das erste Mal an einem Patienten probieren wobei ihr weitere Hinweise bekommt. Die Steuerung geht einem dabei leicht von der Hand. Die verschiedenen Instrumente navigiert ihr mit der Wiimote über den TV-Bildschirm, was erstaunlich präzise funktioniert. Skalpell, Tupfer, Absauger und Co. wählt ihr geschickt mit dem Analog-Stick des Nunchuck, wobei alle acht möglichen Richtungen mit einem Instrument belegt worden sind. Diese stehen euch selbstverständlich nicht sofort zur Verfügung sondern werden nach und nach frei geschaltet, während die Operationen gleichfalls immer komplexer werden. Eine ruhige Hand ist dennoch vonnöten, da die Wiimote in der Hand schneller zum Zittern neigt als der Stylus auf dem NDS.

 

Ein besonderes Schmankerl bietet dieses Mal die Zweispieler-Option. Wenn ihr nicht alleine die Strapazen im OP-Saal durchstehen wollt, schnappt euch einfach einen Freund und schlüpft gemeinsam in die Rollen von Dr. Vaughn und Dr. Blaylock. Dieses Feature erhöht ebenfalls den Widerspielwert da ihr nach einer erfolgreichen Operation diese auch selektiv über das Menü anwählen könnt, um sie nun zu zweit zu bestehen. Doch mit über 50 verschieden Operation habt ihr auch allein schon genügend um die Ohren. Von Frakturen bis hin zur komplizierten Krebsbehandlung ist alles dabei, was das Medizinerherz höher schlagen lässt. Anfänger wie Profis kommen dabei auf ihre Kosten, denn Atlus hat aus der Vergangenheit gelernt und den enormen Schwierigkeitsgrad der Vorgänger entschärft. Im Menü könnt ihr nun selbst auswählen, ob ihr lieber sanft einsteigen mögt oder gleich die ganze Härte des Doktorenberufes spüren wollt.

 

 

Präsentation:

 

Wie bei seinen Vorgängern wechselt auch bei „New Blood“ die Präsentation innerhalb des Spieles zwischen starren Anime-Charakteren und dreidimensionalen Körpern während der OP-Einsätze. Leider muss man Atlus an dieser Stelle einen Punkt abziehen, denn die unbeweglichen Charaktere sind trotz detailverliebter Hintergründe einfach nicht mehr zeitgemäß. Wenigstens eine Lippenanimation hätte man einbauen können, denn die Synchronisation der englischen Sprecher ist wirklich gelungen. Überhaupt ist die akustische Untermalung sehr atmosphärisch und so klimpert es mal hier und klingelt es mal dort wie in einem guten Hörspiel. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist wird zudem mit einer guten Übersetzung in Form von Untertiteln während der Story entschädigt.

 

Wie oben bereits erwähnt wechselt das Spiel während der OP-Einsätze in eine Art 3D-Körperdarstellung. Dies wirkt allerdings stark vereinfacht, so das auch Zartbesaitete in Ruhe die Operation zu Ende bringen können ohne voreilig unter einem Würgereiz das Zimmer verlassen zu müssen. Die Grafik hierbei ist also eher zweckmäßig als realistisch zu betrachten.

 

Alternativen: Trauma Center - Second Opinion

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Trauma Center: New Blood ist eine gelungene Fortsetzung welche die Schwächen seines Vorgängers zwar noch nicht hundertprozentig bereinigt aber definitiv einen Schritt in die richtige Richtung geht. Vor allem die Einbindung eines zweiten Mitspielers in die OP-Arbeit sorgt für eine willkommene Abwechslung. Grafisch hat sich im Vergleich leider wenig getan, dafür ist die akustische Untermalung sowie die ausgezeichnete englische Sprachausgabe äußerst gelungen. Hobby-Chirurgen und Ärzte in der Ausbildung können beruhigt zugreifen. Eine spannende Story wartet mit einer gelungen Nutzung der Wii-Steurung auf euer hippokratisches Gelingen.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

71%

Singleplayer

71%

Multiplayer

Release

07.11.2008

Developer

Atlus

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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