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Detektiv Conan: Die Mirapolis-Ermittlung

Adventure

18.03.2009

Autor: Marcel Witte

 

 

Mysteriöse Todesfälle, ein kleiner Junge und ein Privat-Detektiv.... Wer denkt da nicht zuerst an den erfolgreichen Anime Detektiv Conan aus Japan? In diesem löst Shinichi Kudo, 17 jähriger Schüler einer japanischen Oberstufe, in Gestalt eines Viertklässlers Mordfälle und Entführungen. In Gestalt? Ja, denn bei einem seiner Ermittlungen traf er auf die Männer in schwarz, einer geheimen Organisation, welche ihm ein noch nie getestetes Medikament verabreichten. Eigentlich sollte dieses Medikament den Hobby-Detektiv töten. Doch statt bei diesen Ermittlungen den Tod zu finden, schrumpfte Shinichis Körper auf die Größe eines Viertklässlers. In der neuen Gestalt und unter neuem Namen setzt Conan Edogawa sich das Ziel die Männer in schwarz ausfindig zu machen. Dabei muss er natürlich einige Mordfälle lösen.

 

Würdet ihr einem 10jährigen glauben, wenn er euch sagt, wer den Mord begangen hat? Genau das dachte sich auch Conan und quartierte sich bei seiner Freundin Ran Mori ein. Deren Vater, Kogoro Mori, ist Privatdetektiv und besitzt sogar eine eigene Kanzlei. Leider ist Kogoro nicht gerade mit Logik gesegnet und so muss Conan sich mit dem eigens für ihn entwickelten Narkose-Chronometer und dem Stimmen-Imitator als Kogoro ausgeben. Dabei narkotisiert Conan den Privatschnüffler Kogoro um anschließend mit dem Stimmen-Imitator den Fall zu lösen. Seit dem gilt Kogoro Mori als einer der größten Detektive Japans.

 

 

„Ich lös‘ den Fall, auf jeden Fall!“

 

In Detektiv Conan – Die Mirapolis-Ermittlung fährt Kogoro Mori, dank seines hohen Ansehens, welches er durch Conans Hilfe genießt, zur Eröffnungsfeier des neuen Ferienparadieses auf einer kleinen Insel im Pazifik. Nichtsahnend nimmt er neben seiner Tochter Ran auch die Detektiv-Boys mit. Dort angekommen wird die kleine Gruppe auch sofort vom Manager und einigen Angestellten begrüßt. Unter diesen Angestellten befindet sich auch das Zimmermädchen Moe. Moe ist ebenfalls Hobby-Detektivin und ihr größtes Vorbild ist Kogoro. Nachdem sich euch alle wichtigen Personen vorgestellt haben, gibt es in der Spielhalle, welches das erste Gebiet ist, was von der Gruppe angesteuert wird, ein kleines Tutorial zu bewältigen. In diesem müsst ihr Kogoros Taschentuch wieder beschaffen. Dazu befragt ihr alle Anwesenden. Nachdem ihr von allen Charakteren Informationen erhalten habt, müsst ihr die Informationen in die richtige Reihenfolge bringen. Dazu werden euch Fragen gestellt, die mit den erhaltenen Aussagen beantwortet werden müssen. Habt ihr dies hinter euch gebracht, bekommt ihr eine kleine Sequenz gezeigt, in der ihr Kogoros Taschentuch wieder beschafft.

 

Nach dieser kurzen Einleitung beginnt das eigentliche Spiel um Conan. Ihr lauft das Areal ab und redet mit allen Leuten. Anschließend habt ihr Zutritt zum Pool den ihr euch auf jeden Fall nicht entgehen lassen wollt. Ohne jegliche Sorgen geht ihr mit Ai, einem Mitglied der Detektiv-Boys, zum Pool. Dort angekommen seht ihr schon die Leiche einer Frau. Ihr erinnert euch, dass ihr die Frau bei der Begrüßungsrede schon einmal gesehen habt. Zu dieser Zeit hatte sie Streit mit einem Gast.

 

Ohne Zeit zu verlieren macht ihr euch ans Werk und untersucht die Leiche. Dabei fällt euer Blick auf die Handtasche des Opfers. In dieser befindet sich neben Parfum und Geld auch ein Zeitungsartikel. Kaum habt ihr die Handtasche durch sucht begibt sich Ai auf den Weg und holt Mori und den Manager des Mirapolis...

 

 

Haltet einen Stift bereit und das Narkose-Chronometer im Anschlag!

 

Das Abenteuer ist in vollem Gange und das Wichtigste bei der Ermittlung ist das Sammeln von Informationen. Dazu hat Conan, ganz unmodern, einen Stift und ein Notizblock bei sich. Ausgerüstet mit dem solarbetriebenen Skateboard und einem „Walkie-Talkie“ sammelt ihr mit dem Protagonisten die Aussagen der Besucher. Dabei wird schnell klar, dass der Manager irgendetwas verheimlicht. Was es ist, gilt es im Verlaufe der Ermittlungen herauszufinden.

 

Die Informationen und Aussagen werden automatisch, wie oben beschrieben, in den Notizblock geschrieben. Anschließend, wenn alle Informationen eines Aktes gesammelt worden sind, muss man diese, wie im Tutorial, über Fragen in die richtige Reihenfolge bringen. Hat man alle Fragen eines Aktes beantwortet, geht es zum nächsten. Um schneller an die gewünschten Aussagen zu kommen, läuft Conan immer mit seinem Skateboard umher. Dadurch kann man weite Areale schneller durchqueren. Über das Walkie-Talkie bekommt ihr mal mehr, mal weniger nützliche Aussagen von den Detektiv-Boys. Wenn die Jungs und Mädels etwas Nützliches wissen, sollte man diese auch aufsuchen, da jede Information zur Lösung dieses Falles beiträgt.

 

 

Nebensächliches

 

Um die sehr lineare Story aufzulockern, könnt ihr in der Spielhalle und in deren Umgebung Minispiele absolvieren. Darunter befinden sich Fußball, Maulwurf schlagen, Curling und ein Kampfspiel. Hier könnt ihr nichts für Abenteuer Nützliches gewinnen, sondern lediglich eure Zeit verschwenden und Punkte sammeln. In einem Ferienparadies darf natürlich ein Verkaufsraum nicht fehlen. In diesem könnt ihr diverse Bilder aus Conans Abenteuern in der Animeserie erstehen. Bezahlt wird mit den Punkten, die ihr in den Minispielen ergattert.

 

Ansonsten könnt ihr, indem ihr mit euren Freunden sprecht, diese auch besser kennenlernen. Auch das bringt euch eigentlich nichts, da die Detektiv-Boys euch nicht mehr Informationen zu den laufenden Ermittlungen geben. Also ist auch das eher Zeitverschwendung.

 

 

Grafik und Sound

 

Leider muss ich sagen, dass Detektiv Conan grafisch nicht viel hermacht. Zwar sind die Charaktere liebevoll gestaltet und kommen den Charakteren der Animeserie sehr nahe, jedoch fehlen im Abenteuer jegliche Interaktionen der Charaktere. Bis auf die Zwischensequenzen gehen oder stehen selbst die „wichtigen“ Charaktere nur an bestimmten Orten herum und interagieren nicht mit der Umgebung. Die Umgebung selbst ist zu steif. Es ist alles eckig und kantig. Es gibt wenige Rundungen im Spiel und es wirkt, als ob die Entwickler nur eckige Geometrie kennen.

 

Im Kontrast dazu steht der Sound. Natürlich wird hauptsächlich das Thema der Animerserie aufgegriffen, aber dieses wirkt nicht störend oder nervig. Es ist schönes Gedudel zum Spiel. Weiter gibt es auch Sprachausgabe. Diese ist zwar englisch gehalten, doch mit den deutschen Untertiteln versprüht das den Charme der Animeserie. Aber auch hier gibt es noch Verbesserungspotenzial. Die Entwickler sollten nächstes Mal die Qualität hochschrauben.

 

 

Was macht Detektiv Conan falsch?

 

Leider macht Detektiv Conan – Die Mirapolis-Ermittlung vieles und schon von Anfang an falsch. Größter Fehler zu Beginn ist, dass man mit Beginn des Abenteuers das ganze Mirapolis-Areal erkunden kann. Im Verlauf des Spiels ist es also nur noch ein hin und her Gerenne und man kann sich an dieser enormen Größe der Spielwelt nicht mehr erfreuen. Der nächste Fehler in meinen Augen ist das ungleiche Verhältnis zwischen der Größe des Areals und der Anzahl an Charakteren. So kommt es vor (wie bei mir), dass man sich am Anfang des Spiels nicht zu Recht findet und in jede Ecke rennen muss, um mit den Charakteren zu sprechen. Ich habe so gute zwei Stunden damit verbracht durch die Mirapolis-Ferienanlage zu laufen.

 

Der nächste große Fehler lag bei mir. Denn ich habe etwas völlig anderes von dem Spiel erwartet, als es mir gegeben hat. Wer denkt, dass man in diesem Titel viel nach Informationen suchen muss oder mit viel Logik an das Spiel gehen muss, irrt. Es ist quasi ein einziges suchen bestimmter Charaktere, um mit diesen zu sprechen. Die im Anschluss folgende Indizienkette wirkt auch nur sporadisch, da sich beim Zusammenfügen der Aussagen diese ähneln und man so gar nicht genau weiß, was man für eine Aussage man nehmen soll. Im Klartext heißt dies, dass man nur am ausprobieren ist. Und das war bestimmt nicht von den Entwicklern beabsichtigt.

 

Die letzten zwei Punkte habe ich in diesem Test schon angerissen. Zum einen wirkt Conans-Debüt sehr ideenlos, wenn die Charaktere mit ihrer Umgebung nicht interagieren und zum anderen sind die Minispiele richtig schlecht gemacht. Das erinnert einen schon fast an eine schlechte Minispielsammlung. Hier funktioniert die Steuerung nicht richtig, die Grafik ist noch schlechter als im Abenteuer selber und es gibt keinen Reiz diese Minispiele zu spielen, da sie für das Abenteuer nicht wichtig sind.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Bei Detektiv Conan – Die Mirapolis-Ermittlung müsste man eine neue Alterseinstufung einführen. Es ist freigeben ab 12 Jahren, was an sich richtig und gut ist, jedoch sollte man auf der Hülle vermerken, dass man es nur bis 16 Jahren spielen sollte. Alle Altersklassen darüber werden wenig bis gar keinen Spaß mit Conans Abenteuer haben. Jedoch ist der Titel für die genannte Altersklasse nicht schlecht. Weiter ist die Spielzeit mit sechs bis acht Spielstunden (wenn man sich nicht verläuft) sehr kurz. Fans der Serie dürfen aber auch gerne zugreifen, denn wann hat man schon mal die Möglichkeit mit seine Lieblings-Detektiv eine Mordfall zu lösen.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

50%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

29.01.2009

Developer

Nobilis

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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