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Naruto: Clash of Ninja Revolution 2

Beat 'em Up

01.04.2009

Autor: Marcel Witte

 

 

Der Weg des Ninja hat für jeden seine eigene Bedeutung. Für Naruto allerdings ist der Weg ein ganz Besonderer, denn er möchte nicht nur seine Freunde beschützen und stärker werden, sondern vielmehr Dorfoberhaupt werden. Dieser besondere Rang (Hokage) bleibt nur ganz wenigen Ninja vorbehalten. Doch einfach wird dieses Vorhaben nicht! Bis Naruto soweit ist, seinem Schicksal entgegen zu treten, muss er mit und durch seine Aufgaben und Missionen wachsen. Diese gelten als Beweis der eigenen Stärke und je nach Rang eines Ninja werden die Missionen schwerer und gefährlicher. Doch wenn es gilt sein Dorf (Konohagakure) zu beschützen, ist es egal welchen Rang man hat und alle kämpfen gemeinsam für das Wohl des Volkes. Genau wie bei dieser Mission. Hier stehen Naruto ebenfalls seine Freunde zu Seite und lassen nichts unversucht die aufgetragenen Missionen zu erfüllen und das Dorf zu retten.

 

 

Ttiefsinnige Story oder aufeinander folgende Kämpfe?

 

Im Großen und Ganzen nimmt der Story-Modus schon einige Spielzeit in Anspruch. Dabei ist er ähnlich wie bei Super Smash Bros. Brawl ziemlich umfangreich. Es beginnt alles als Naruto mal wieder auf dem Weg war eine Schüssel leckere Nudelsuppe zu essen. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Einige Ninja stellen sich unserem angehenden Hokage in den Weg und fordern ihn ohne Grund zum Kampf heraus. Nach dem Kakashi, Narutos Meister, herausfindet, dass die Ninja von einem Gen-Jutsu kontrolliert werden, entschließt sich Naruto auch zu Kämpfen und so seine Freunde von dem Jutsu zu befreien. Als er seine ersten Freunde besiegt hat und diese wieder zu Vernunft kommen, wird die kleine Gruppe um Naruto zum Hokage zitiert. Hier erhalten sie die Mission den Übeltäter ausfindig zu machen.

 

Als die Gruppe kurz darauf die vermeidlichen Drahtzieher der Tat ausfindig machen und zur Rede stellen, wird schnell klar, dass diese Mission nicht ohne Kampfhandlung erfüllbar sein wird. Die ersten Kämpfe beginnen und im Getümmel mit den Schergen der Bösewichte verschwinden diese. Doch damit geht die Mission erst richtig los.

 

Der Story-Modus ist für ein Beat ´em Up, wie gerade schon geschrieben, sehr gelungen. Viele Textpassagen lassen tiefer in die Mission blicken, aber auch die Kämpfe kommen nicht zu kurz. Hier haben die Entwickler einen Ausgleich zwischen dem eigentlichen Hauptteil, den Kämpfen und der Story geschaffen. Sie wirkt zu keinem Zeitpunkt langweilig. Auch der Umfang ist ziemlich groß. Es geht in der Story mehrmals hin und her. Sahnehäubchen des Ganzen ist, dass man zeitweise auch die vermeidlich bösen Charaktere spielt und mit ihnen ebenfalls Aufgaben erfüllen muss. Das lässt die Story noch spannender werden.

 

Die größte Überraschung ist jedoch der Schwierigkeitsgrad. Dieser ist bis auf eine Ausnahme nahe zu perfekt an den Verlauf der Geschichte angepasst. So hat man anfangs eher leichtes Spiel und die Charaktere wehren sich nicht wirklich. Doch die Kämpfer und Gegner werden besser und härter, so dass die Aufgaben diese zu besiegen immer schwieriger werden. Auch die Zielsetzung eines Kampfes wird schwerer. In späteren Kämpfen kann man denn nur noch mit besonderen Attacken gewinnen. Jetzt fragt ihr euch sicher, was die Ausnahme ist. Das ist ganz klar der letzte Gegner. Diesen Kampf müsst ihr mit Naruto bestreiten. Der Gegner kann sich schnell heilen und lernt besonders schnell die Vorlieben seines Gegenübers im Kampf. Wenn man also nur Attacken aus der Luft startet, gelingt es einem, nur anfangs damit zu Punkten. Später im Kampf wird es einem nicht mehr großartig möglich sein, den Gegner mit dieser Technik zu beeindrucken. Die KI des Charakters ist so gut, dass es mich schon zum Verzweifeln gebracht hat. Aber nach guten zweieinhalb Stunden war er mir dann nicht mehr gewachsen und musste in die Knie gehen. Also ist der Schwierigkeitsgrad bis auf diesen einen Kampf perfekt ausbalanciert.

 

 

Viele Spielmodi!

 

Neben dem Story-Modus bietet Naruto- Clash of Ninja 2 aber auch noch wesentlich mehr. Da es sich bei diesem Titel um ein Beat ´em Up handelt, dürfen Multiplayermodi nicht fehlen. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, diese allein oder mit Freunden zu spielen. Auch hier glänzt der Prügelspaß mit vielen verschiedenen Facetten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen „für einen Spieler“ und „für mehr Spieler“. In Beiden gibt es die üblichen Duelle, wie „Punktangriff“, oder „Zeitangriff“, jedoch sticht der Missions-Modus etwas hervor. Man sucht am Anfang einen Charakter aus und versucht nacheinander alle Missionen dieses Charakters so gut wie möglich zu bewältigen.

 

Die Missionen sind in fünf verschiedene Ränge aufgeteilt, die den Schwierigkeitsgrad bestimmen. Wo man in einer der ersten Missionen noch leichtes Spiel hat (Rang D), wird es in der zehnten und letzten Mission (Rang S) um einiges schwieriger. Diese Struktur setzt sich bei jedem auswählbaren Charakter durch, so dass man immer dieselben Aufgaben, diese jedoch mit unterschiedlichen Charakteren, absolvieren muss. Natürlich kann man hier dem Titel eine gewisse Monotonie nicht absprechen, doch wenn man sich durch die Mission durchquält, erwarten einen neue Charaktere und Arenen zum Spielen und Kämpfen.

 

Auf die oben erwähnten Modi „für mehr Spieler“ komme ich jetzt zurück. Diese beinhalten im Großen und Ganzen dieselben Modi, wie wenn man nur alleine zockt. Aber auch hier muss ein Modus hervorgehoben werden. In diesem kämpft ihr mit einem Partner gegen ein Zweierteam. Es können sich also bis zu vier Spieler miteinander messen. Aber auch wenn ihr nur zu zweit seid, solltet ihr diesen Modus anspielen. Im Team gegen zwei CPUs macht es einfach tierisch Laune und bietet eine nette Abwechslung zum Story- oder Missions-Modus. Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, dass die Multiplayer-Modi alle sehr gut gelungen sind und noch mehr zur Vielfalt dieses Titels beitragen.

 

 

Steuerungsvielfalt und die damit verbundene Kampfstrategie

 

Bomben werfen, schwache Angriffe, starke Angriffe, geheime Jutsus, Fingerzeichen, ausweichen, springen und sich selbst bewegen; all das muss bei Naruto – Clash of Ninja 2 auf Wiimote und Nunchuk, Classic-Controller oder GameCube-Controller untergebracht werden. Und das sind nur die Grundaktionen des Kampfs. Eine ganze Menge Kampfhandlungen, die von Anfang an auf die Spieler einwirken. Trotzdem ist der Einstieg des Spiels ziemlich Anfänger-freundlich. Anfangs muss man nur die Wiimote hin und her schütteln und dabei den A-Knopf betätigen und schon führt der Charakter einige Kombos aus. Auch dass man die Möglichkeit hat, mit B und Z auszuweichen oder komplett zu verteidigen, wenn man keinen Knopf benutzt, bringt einen schnell in die Feinheiten des Kampfes. Alles andere kommt nach und nach beim Kämpfen. Nicht umsonst heißt es „Man wächst mit seinen Aufgaben“. Genau dieses Sprichwort haben sich die Entwickler sehr zu Herzen genommen, denn in späteren Kämpft reichen die Glücks-Kombos nicht. Es gilt die Steuerung zu verinnerlichen und im richtigen Moment anzugreifen.

 

 

Grafik und Sound!

 

Technisch gesehen wird einem in Naruto – Clash of Ninja 2 viel geboten. Der Cel-Shading-Stil spiegelt wunderbar die Animeserie wieder und fängt die Charaktere, Konohagakure und dessen Umgebung eins-zu-eins ein. Neben den sehr gut gestalteten Charakteren kommen die Arenen und Kampffelder auch nicht zu kurz. Diese kommen zwar nicht im Entferntesten an die Arenen aus Super Smash Bros. Brawl heran, doch für den schnellen Kampf zwischen zwei Ninja reicht die Größe allemal. Weiter bringen die Kampffelder strategische Items mit, die den Kampf noch vielseitiger gestalten lassen.

 

Die musikalische Unterstützung ist grundlegend gut. Es gibt zwar keine wirklichen Hin-Hörer, aber die Themen, die im Spiel enthalten sind, wirken nicht aufgesetzt oder nervig, sondern passen zum Spiel. Sehr gut gefallen hat mir die englische Sprachausgabe. Nun müsst ihr aber nicht euren Englisch-Übersetzer herausholen, denn die Sprachausgabe wird mit dem dazugehörigen deutschen Text verbunden. Heißt die Untertitel sind deutsch gehalten.

 

 

Was fehlt dem Nachfolger von Clash of Ninja!

 

Was mir nach 15 Spielstunden aufgefallen ist, ist das größte Manko an Naruto-Clash of Ninja 2. Nachdem ich den Story-Modus abgeschlossen, sämtliche Charaktere in den Missionen freigespielt und meine Freunde in einigen Duellen besiegt hatte, wurde mir schnell langweilig. Hier fehlt es eindeutig an Langzeitmotivation. Jedoch sind doch in der heutigen Zeit die Grundlagen für die Langzeitmotivation mit Internet gegeben. Schade nur, dass der Titel um den lustigsten Ninja keinen Online-Modus spendiert bekommen hat. Das wäre das I-Tüpfelchen des Spiels gewesen.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Jetzt, wo Xbox 360- und PS3-Besitzer sich mit Street Fighter IV die Nächte um die Ohren schlagen, suchen Nintendo-Spieler vergeblich nach einer Alternative zu Super Smash Bros. Brawl. Dabei hätte Naruto Clash of Ninja 2 Potenzial dazu. Der Story-Modus ist umfangreich und sehr gut. Die ganzen Modi gehören einfach in ein in jedes Beat ´em Up. Auch die große Auswahl an Charakteren und deren Facetten im Kampf machen Naruto- Clash of Ninja 2 anfängerfreundlich und gleichzeitig reizbar für“Profis“. Der einzige Punkt, warum sich der Titel nicht in unsere Köpfe einbrennen wird, ist der nicht vorhandene Online-Modus. Dieser darf heutzutage in keinem Beat ´em Up mehr fehlen.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

super

81%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

13.02.2009

Developer

Eighting

Publisher

Takara Tomy

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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